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  • Wenn der Regen fällt...

  • T_asiL Wenn der Regen fällt...
    Victoria begab sich auf ihren Weg zur Schule. Ihr rotes, langes Haar wurde Opfer des starken Windes, der ihre Haare hin und her wehen ließ. Sie hatte es eilig und war spät dran. Sie hasste den Weg zur Schule, denn immer vernahm sie seine Nähe. Von morgens bis abends. Schweißgebadet kam sie an der Schule an und spürte das Gefühl der Erleichterung. Victoria war in der Tat immer eine sehr gute Schülerin. Die Lehrer hatten oftmals ihren Eltern berichtet, dass sie mit eine der besten Schüler war. Ihre Eltern waren daher immer sehr stolz auf sie. Sie hatte nie Probleme in der Schule und schaffte es immer andere durch ihr herzliches Lachen in ihren Bann zu ziehen. Niemand hätte etwas vermuten können.
    Es war wieder ein anstrengender Schultag gewesen. Doch zum Glück gab es immer ein paar gute Freundinnen, die sie wieder aufmunterten. Glücklich und voller Vorfreude ging sie spät am Nachmittag zu dem Café, wo sie sich mit ihrer Clique treffen wollte. Dort angekommen saßen alle schon in einer der vielen gemütlichen Ecken des Cafés. Sie setzte sich und der zarte Geruch von Kaffee und heißer Schokolade stieg ihr in die Nase. “Hi Victoria! Na, wie geht es dir?”, fragte sie ihre beste Freundin Nicole und lächelte zu ihr rüber. “Gut.”, antwortete sie kurz angebunden. Ihre Freundin runzelte die Stirn. Victoria hatte sich vorgenommen nicht aus dem Fenster des Cafés zu sehen, aber es ließ ihr einfach keine Ruhe. Unsicher blickte sie hinter sich und erschrak. “Hey, Vicki! Hier spielt die Musik.”, lachte ihre Freundin. “W-was?”, antwortete Victoria verwirrt. “Wo bist du bloß mit deinen Gedanken? Mensch, was ist los mit dir? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass dich doch etwas bedrückt.”, meinte Nicole und sah sie skeptisch an. “Ach, Quatsch! Es ist alles in Ordnung.”, antwortete sie lachend und kam sich wie eine perfekte Schauspielerin vor. “Wie läuft es eigentlich mit deinem Freund?”, lenkte sie schnell von dem Thema ab.
    Nach einiger Zeit sah sie auf die Uhr und bemerkte, dass es schon sehr spät geworden war. Schnell verabschiedete sie sich. Sie hatte sich vorgenommen den schnellsten Weg nach Hause zu gehen, damit sie nicht noch unnötig Zeit verlor. Doch sie spürte, dass sie nicht alleine war.
    Ihre Schritte wurden schneller, begleitet von den Lichtern der Straßenlaternen, die nach und nach immer weniger wurden. Verloren in ihren Gedanken vernahm sie plötzlich die Kälte der Nacht. Wie wachgerüttelt schaute sie sich um. Nein! Sie hatte sich verlaufen. Hinter ihr erkannte sie eine dunkle Gestalt, die mit großen, strengen und schnellen Schritten immer mehr auf sie zukam. “Nein!”, dachte Victoria panisch. ER war es! Die ganze Zeit über hatte er sie in dem Café beobachtet und war ihr nun gefolgt.
    Sie begann zu rennen und rannte und rannte. Rannte um ihr Leben. Gefolgt von der unerträglichen Wärme die sich behutsam wie ein Schleier mit tausenden von Nadeln über ihren Nacken legte. Der warm gefrorene Atem hinter ihr schien sie betäuben zu wollen. Tränen flossen über ihr Gesicht. Sie rannte, Äste streiften sie und zogen kunstvoll ihre Schnitte. Sie spürte seine qualvolle Anwesenheit, wie sie mit jedem Schritt näher und näher kam. Die Panik schien ihr den Atem rauben zu wollen. Doch sie kämpfte, kämpfte für die Hoffnung. Nur noch einmal wollte sie die Sterne sehen, nur noch ein einziges Mal! Der Weg vor ihr verschwamm mit jedem ihrer Schritte, mehr und mehr. Sie wurde getrieben. Immer und immer mehr in die stille und doch so wunderbare Dunkelheit des Waldes. Da spürte sie die warme Ausdünstung seines Körpers an ihrem Gesicht. Wie in einer über jahrelang dauernden Bewegung legte sich seine Hand fürsorglich und schützend über ihre Augen. Die andere Hand bahnte sich ihren Weg über ihren zärtlichen Körper und brachte sie zu Boden. Ihr Körper bebte. Ihre Augen waren weit aufgerissen und starr vor Angst und doch sah sie nichts. Behutsam und kraftvoll hatte er sie in das weiche Laub des einst so schönen Herbstes gebettet. Sein schwerer Körper ließ sie nicht entkommen.
    Da spürte sie den warmen und friedenbringenden Regen auf ihrer Haut, der auf ihren Körper tropfte und langsam auf das Laub herabfloss. Sie hörte das Spiel der Blätter mit dem Regen, das sich prasselnd auf die Bäume herabließ. Sie schloss die Augen und stellte sich mit aller Kraft das warme Leuchten der Sterne vor.
    Man berichtete, der Regen war so stark wie noch nie zuvor gewesen.


    von: Lisa Tretow
  • Rene
    Rene .
    der verfolger war nur regen??? oder was kam nun raus.
    habs mir mal angetan...interessanter bildlicher schreibstil...
    find aber, da fehlt noch etwas struktur...
    und inwieweit sind die infos vorne für den verlauf der geschichte interessant bzw. relevant?
    einiges hätte, weil ich gerad keinen bezug finde, einfach weggelassen werden können, bzw. lenkt die gedanken erst in eine ungewisse richtung...dabei dachte ich, naja, der bezug wird noch kommen, kam aber nicht mehr..


    interessant.
    danke fürs zeigen

    lg rene
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