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  • Frage zu Temperauntermalung

  • Daniel Frage zu Temperauntermalung
    Hallo,

    ich würde gerne mal versuchen eine Untermalung mit selbst hergestellter Tempera für ein Ölbild zu machen. Ich habe schon bei Kurt Wehlte über diese "Mischtechnik" etwas gelesen. Dennnoch habe ich ein paar Fragen übrig.

    Eigentlich wollte ich zuerst mal beginnen lediglich die Imprimatur und die Weißhöhung mit Tempera anzufertigen. Aber, wenn ich es richtig verstanden habe darf ich Eitempera nicht flächig auftragen? Wird denn dann auch die Imprimatur nur mit Strichen gemacht? Oder sollte ich dafür lieber Kaseintempera verwenden? Die deckt doch aber mehr und würde mir wohl wieder das Tiefenlicht nehmen?
    Und wenn ich die Weißhöhung in Schichten mache, wie lange dauert es bis ich eine neue Schicht auftragen kann (bei Eitempera)? Und da ja das ganze nach der Weißhöhung leicht gefirnist werden soll, wie lange muß ich warten um diesen Zwischenfirnis aufzutragen? Es dauert doch bei Eitempera so lange bis es abbindet. Ich gehe bei Eitempera von dem Rezept 1/3 Ei, 1/3 Leinöl, 1/3 Wasser aus.


    Vielen Dank schon mal für Antworten. Falls ich mich nicht gleich melde, ich bin gerade in einem Umzug und es kann etwas dauern bis ich wieder ans Internet komme. Ich melde mich aber auf jeden Fall.


    Gruß,

    Leviathan
  • efwe
    efwe
    kannst du nat auch flaechig auftragen--
    eitempera trocknet sehr/recht schnell -kommt auf die maenge des oels an--
    wieso nach der weisshoehung firnissen¿ malst ja eh mit oel drauf-- ;)

    ich nehm meist: ein ei- selbe menge dammarfirn- wasser- (od oel statt firn)

    die untermalumg sollte moeglichst "mager" sein-also attenzione beim oel--
    Signature
  • Daniel
    Danke schon mal für die Antwort.

    Also kann ich die Untermalung (Imprimatur und Weißhöhung) sofort weitermalen wenn es öberflächlich trocken ist? Ich habe da ein wenig Angst, daß es mir dann wieder aufreißt.

    Den Zwischenfirnis empfiehlt Wehlte. Ich würde es eben gerne mal probieren. Mich irritiert da nur ein wenig die Aussage, daß es Wochen bis Monate braucht bis die Eitemperafarbe abbindet. Und es wäre ja auch doch etwas Arbeit in das Bild gegangen, da wäre es schade wenn ich dann beim Öl bin und merke es funktioniert nicht.
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  • efwe
    efwe
    na mach mal die weisshoehung -- so schummernd + eher trocken ueber den grundanstrich--kannst ja dann schaun obsders noch abbekommst :))

    ps: probelaeufe sind nicht verkehrt---
    Signature
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ich empfehle dir unbedingt eine Versuchsreihe zu starten bevor du an ein Bild gehst. Ich habe das auch gemacht und jede Mischung hat andere Vor- und Nachteile. Es spielt auch eine unglaublich starke Rolle auf welchem Untergrund du malst, Tempera, Acryl, Öl.... und ob er rauh oder glatt ist, Holz, Leinwand. Das sind alles Faktoren die das Aussehen und die Trocknungszeit stark beeinflussen.
    Ich mache nie einen Zwischenfirnis, war noch nie nötig. Bei Imprimitura in Eitempera sollte schon ein Zwischenfirnis gemacht werden, da sich die Imprimitura sonst wieder anlöst. Eitempera löst sich lange Zeit wieder an wenn sie feucht wird. Deshalb auch die strichelnde Malweise, da man da nur hauchfein immer wieder drübergeht wie ein Netz. Man kann schon flächig malen, aber nur bei der ersten Schicht.
    Schummern funktioniert auch. Ich gebe immer auch etwas Dammarfirnis rein.
    Da hält sie besser und trocknet etwas schneller, ist nicht ganz so empfindlich.
    Eitempera lässt sich hervorragend für verschiedene Effekte verwenden. Deshalb: mach mal eine Probeleinwand oder Platte, es zahlt sich echt aus. Gut ist auch alle Proben zu nummerieren und in ein Heft zu schreiben, damit du später darauf zurückgreifen kannst.
    LG Margit
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