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  • Ist es nicht eigentlich unmännlich Bilder zu malen?

  • nroK Ist es nicht eigentlich unmännlich Bilder zu malen?
    Obwohl die Kunstgeschichte gar nicht denkbar wäre ohne Männer, ist es doch ein seltsam Ding, wenn einer sich vor eine Leinwand stellt und zu malen anfängt.
    Wir mögen es Frauen gestatten, daß sie ihre Zeit damit zubringen, mit scheinbar nutzlosem Getue zu vollbringen. Von Männern erwarten wir doch mehr kriegerisches, sich einfach Nehmendes Gehabe. Testosterongesteuert gehen wir durch die Welt, unsere Nüsse, unsere Beutel sind prall, und was uns in den Weg kommt, das wird beseitigt. Und dennoch haben Männer uns die großen Werke der Kunst geschaffen. Wenn ich weibliche Kunst suche, dann fallen mir spontan gerade mal drei Namen ein: Georgia O`Keefe, Tamara de Lempicka, Maria Lassnig. Wieviel mehr Männer könnte ich dagegen aufzählen.
    Denk ich an Frauen, denk ich an Sex.
    So unmännlich es scheint, daß Kunst gemacht wird, so wenig denkbar ist Kunst ohne Mann. Wenn wir es hätten den Frauen überlassen, was hätten wir gewonnen dabei?
    Ich liebe Virginia Woolf, ihre Bücher sind Erkenntnis und Gewinn, ihr Werk ist bezaubernd und voller Einsicht, ihr Leben tragisch und temperamentvoll.
    Wieso stellt sich also einer hin und bemalt eine Leinwand, er könnte doch auch Krieger sein, könnte Schlachten anzetteln, könnte Imperien gründen, könnte Frauen unterwefen ...
    Ich spreche hier keineswegs gegen Frauen und Kunst, ich frage mich nur, was ist männlich daran. Insbesondere, wenn ich betrachte, was die Kunstgeschichte mir bis heute dazu hergibt.
    Bussi!
  • rethgifelyts
    was'n los korni? langweilst du dich? du hast paula modersohn-becker, angelika kaufmann, sindy sherman und mindestens 2 dutzend weiterer bedeutender künstlerinnen vergessen, die mir hier spontan nicht einfallen.
    hol dir lieber einen runter und geh malen, anstatt hier son' blödsinn zu verzapfen!
  • reniek
    hallo korn,

    ich weiss schon, was du damit sagen willst, auch wenn du dabei vergisst, welche rolle den frauen damals zugedacht war. sie wurden nicht an kunsthochschulen zugelassen usw., darum gab es auch so wenige erfolgreiche künstlerinnen. ein beispiel camille claudel, die mit ihren arbeiten in keiner weise den männlichen kollegen nachstand, aber eben in der damaligen zeit in eine andere rolle gehörte und daran auch gescheitert ist.

    gegenfrage: was ist weiblich daran, zu malen ? wie man den pinsel hält? wie will man das unterteilen? versteh ich nicht. warum sollte es unmännlich sein, zu malen?

    meine these (eine these ist nur eine these und hat mit wissen nichts zu tun!): es wird eine zeit kommen, in der diese "einteilungen" in männlich, weiblich, intersexuell, in alt, dick, dünn, hässlich, schön, jung, klein groß usw. usf usw. usf...absolut keinen einfluss auf irgendetwas schon gar nicht KUNST haben werden, die technisierung und der rasende lauf in die virtualität wird diese hormonprobleme hintenanstellen und durch anderes ersetzen. in einer zukunft, in welcher es möglich sein wird, rein mit virtuellen mitteln zeit und raum zu überwinden, werden diese fragen unerheblich sein.

    man mag dem archaischen noch hinterhertrauern, aber ändern wird das nichts an einer entwicklung.
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  • Manja Z.
    Manja Z.
    wer solche abstrusen gedankengänge verzapft, zeigt nur, wie rudimentär und rückständig er doch ist. korn, geh dir schon mal ne keule schnitzen und dreh dir aus deinen pinseln ne liane, mit der du dich brüllend von baum zu baum schwingen kannst. und falls das ganze lediglich ironisch oder gar provokativ gemeint sein sollte, dann kann ich nur gähnen. provokation, nur um der provokation willen, finde ich langweilig und nichtssagend.
  • neurg
    "wieso stellt sich also einer hin und bemalt eine leinwand.."
    hm, ich denke das liegt daran, das ein mann mehr ist als nur ein mann... :)

    das dir sowenig namen von frauen einfallen, ist ev. deiner interessenlagerung geschuldet, zweifellos ist von ihnen aber auch weniger überliefert

    und zweifellos gibts ja auch jägerinnen und kriegerinnen

    und wie das alles in zukunft sein wird, wissen wir (zum glück) noch nicht

    .)
  • neurg
    na, so abstrus ist das nun auch wieder nicht ;)
  • nroK
    Ich denke auch nicht, daß es so abstrus ist. Die Kunstgeschichte ist männlich. Und die Frauen erfreuen sich daran ebenso als wir Männer.Seid ihr Frauen einfach genügsamer, einfach hoffnungsfroher, empfänglicher? Tut mr echt leid, daß ich die Paula Modersohn vergessen hatte. Ich mag sie sehr. Aber wann zeigt ihr uns, bitte, mal wo es lang geht. Immer, so scheint es, lauft ihr hinterher. Und das soll männlich sein? Camille Claudel ist wundervoll, ich habe den Film gesehen. Wer hat ihn gedreht?
  • Manja Z.
    Manja Z.
    ich lauf niemandem hinterher, geh meinen eigenen weg ^^
  • reniek
    hallo korn,

    ich habe die biografie gelesen und den film gesehen.

    es ist mir entfallen, ob ein mann, eine frau oder das dazwischen den film gedreht oder die biografie geschrieben hat, da ich darauf nicht geachtet habe.

    es hatte für mich bei der lektüre keine relevanz.

    hallo zorni,

    glaub ich dir - man sieht es an der eigenständigkeit deiner sehr guten sachen, die du hier zeigst :)lg
  • nroK
    Und zu Dir, mein lieber stylefighter, ich versuche gerade, meine Freundin ins Bett zu kriegen, und dazu ist mir jedes Mittel recht.
  • nroK
    Beinah hätt ich es vergessen, eine Frau hat bei den Oscars dieses Jahr echt abgeräumt. Kathryn Bigelow hat mit "the Hurt locker" einen echten Hit gelandet. Hat lange gedauert, aber nun müssen wir uns wohl doch was Neues suchen, worin wir unsere kriegerische Natur ausleben können. Ich will einfach nur darauf hinaus, daß Männer auch überaus sensibel und gefühlvoll und welterklärend sein können. Und daß auch Frauen und Männer nicht darauf verzichten könnten. Männer haben auch Gefühle, und unter anderem lieben Frauen Männer gerade deswegen, weil sie nicht prügelnde, um sich schlagende Menschen sind, die zwar gerne ficken und eine Frau gerne mit geöffneten Beinen sehen, aber dennoch einen Sinn für mehr haben. Einen Sinn für Kunst.
  • abue
    - die kunstgeschichte...ist weiblich...
  • nroK
    Oh ja, was für ein Wunschdenken. Wäre es doch nur so, dann könnten wir weiterhin kriegerisch und erobernd sein und den Frauen das Schöne und Delikate überlassen. Wie gut geregelt wäre dann die Welt, wie schön würde sich eins ins andere fügen. Man mag einwenden, daß es den Frauen in früheren Jahren verwehrt war, sich künstlerisch auszudrücken, man mag es einwenden, aber es ist nicht so sehr wahrscheinlich.
  • abue
    - kein wunschdenken...die kunst -> genus femininum...die geschichte -> genus femininum...die kunstgeschichte -> genus femininum...

    - ansonsten war es so: die mehrzahl der frauen, da die mehrzahl der menschen schon immer nicht der oberschicht angehörte, mussten früher immer hinunter zum fluss die wäsche waschen, die eigene und auch die der oberschicht...anhand der flecken, welche die frauen in den wäschestücken entdeckten, vor allem in denen der oberschicht, spannen sie sich geschichten aus, zuweilen sehr derbe...daher kommen auch die redensarten dreckige wäsche waschen oder gewäsch erzählen...die männer mit den prallgefüllten beuteln waren derweil allein zu haus und kollerten...manche, bei denen der koller gar zu groß wurde, fingen in der not an etwas zu kritzeln...schließlich entwickelte sich daraus die malerei...

    - du siehst also, ohne frauen, die wäsche wuschen gäbe es gar keine malerei...
  • reniek
    Oh ja, was für ein Wunschdenken. Wäre es doch nur so, dann könnten wir weiterhin kriegerisch und erobernd sein und den Frauen das Schöne und Delikate überlassen. Wie gut geregelt wäre dann die Welt, wie schön würde sich eins ins andere fügen. Man mag einwenden, daß es den Frauen in früheren Jahren verwehrt war, sich künstlerisch auszudrücken, man mag es einwenden, aber es ist nicht so sehr wahrscheinlich.


    sich künstlerisch auszudrücken oder, wie ich es schrieb und du es wissen wolltest, damit wegweisend und erfolgreich zu sein, sind zwei sehr verschiedene angelegenheiten.

    und mit "ich glaube" oder dergleichen kann ich nicht viel anfangen, von daher...
  • neurg
    das mußt jetzt nicht fett schreiben, was ne these ist, ist den meisten wohl klar, entspann dich
  • reniek
    jaja...

    ist es nicht egal, ob es fettgeschrieben oder unterstrichen oder sonstwas ist - was ist an dem geschriebesel dadurch anders?

    ;)

    P.S. wieso bin ich nicht entspannt und wenn nicht, wäre das nicht kackscheißfurzegal?
  • neurg
    kann sein ich hab mich getäuscht, mir kam das (inklusive der ergänzung) seltsam rüber. irren ist menschlich ;)
    anders ist die optik, und damit ev. die wirkung aufs ub?

    ps. da bin ich überfragt
  • abue
    - kackscheißfurzegal...! das kannte ich ja noch gar nicht...cool! :)
    - die wirkung auf ub ist immens...
  • neurg
    ich sags mal anders- fettschreibung läßt gesagtes lauter, und unterstrichenes/großschreibung wichtiger wirken- ob s andem ist kann man sich erlesen, den inhalt änderts nicht, nur das auftreten. warum hast du aus schlank fett gemacht?

    herrje, das ist jetzt garnicht von der rolle B-)
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