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  • Wie hellt man zu dunkle Bilder auf?

  • jagu
    jagu Wie hellt man zu dunkle Bilder auf?
    Hallo,

    ich male in Acryl und habe dabei optimales Tageslicht auf meiner Leinwand.
    Die Farben sehen genau so aus, wie ich es mir vorstelle. Wenn ich nun aber das fertige Bild irgendwo im Raum aufhänge, wirkt es oft zu dunkel. Sollte ich also deshalb beim Malen besser ohne Tageslicht arbeiten?
    Was ratet Ihr mir? Mache ich da was falsch? Und wie helle ich sie am geschicktesten auf? Kann ja nicht einfach weiß reinklatschen!
    Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.
  • martinicio
  • jagu
    jagu
    Ja klar, mit einer Bilderleuchte wäre möglich (hab ich sogar bei einem Bild schon gemacht!. Aber ich meinte eigentlich so grundsätzlich. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, nicht in der Nähe des Fensters bei gutem Tageslichteinfall zu arbeiten, sondern an einem etwas "dunkleren" Platz.
    Wie haltet Ihr das mit dem Arbeitsplatz und den Lichtverhätnissen?
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  • behamoa
    behamoa
    Acrylfarbe dunkelt nach dem Trocknen nochmal nach. Also von daher schon mal die Farben nicht zu dunkel anmischen.
    Ich male prinzipiell bei Tageslicht am Fenster, Kunstlicht verfälscht mir die Farben beim Malen zu sehr.
  • madame specht
    madame specht
    ein bild braucht die richtige beleuchtung - unbedingt!
    zimmerpflanzen stellt man doch auch nicht in dunkle ecken.
    das ambiente sollte sich an das bild anpassen, nicht umgekehrt
    Signature
  • efwe
    efwe
    vorhaenge zu- licht aus und dann rann an die leinwand :)
    Signature
  • ebraf
    ich würde mir, jetzt erlauben, sagen zu dürfen, ein Bild leuchtet eigentlich überall, wenn die Farben stimmen.
  • Jürgen Stieler
    Jürgen Stieler
    Die alten Meister hatten ihr Atelier mit dem (relativ kleinen) Fenster zur Nordseite. Und wir alle wissen, dass wir, wenn wir im direkten Sonnenlicht malen, unweigerlich Gewitterstimmung aufs Bild bringen.

    Wenn du das Bild im hellen Licht malst, sollte es tunlichst auch später in guten Lichteverhältnissen hängen. Natürlich solltest du immer am besten bei Tageslicht arbeiten, da es die Eigenschaften der Farben nicht verfälscht. Dennoch kann auch Tageslicht "gedämpft" sein, und genauso kannst du es mit Kunstlicht machen. Ich halte überhaupt nichts von den Arbeitsleuchten, die an die Staffelei geklemmt werden und die Malfläche direkt von oben beleuchten.... denn zum unteren Bildrand nimmt die Intensität des Lichts (mit dem Quadrat der Entfernung) ab.

    Ich hatte mir mal aus einem Werkzeughandel für Industriebedarf eine "Baustellen-Leuchte" besorgt, die es mittlerweile auch (selten) mal in Sonderaktionen bei den beiden großen Lebensmittel-Discountern gibt, für wesentlich weniger Geld als ich damals bezahlt habe. Sie besteht aus einem flachen quadratischen Kunststoffgehäuse und einer gebogenen 36 Watt Leuchtsroffröhre vor verspiegeltem Hintergrund. Das Licht dieser Leuchte ist wunderbar weich und hell. Was ebenfalls von den Discountern ganz gut funktioniert sind die Kabelleuchten für Engergiesparlampen, von denen du aber so 2-3 Stück nehmen solltest (kosten etwa 9,99 das Stück) und sie so anbringen, dass sie gegen die (weiße!) Zimmerdecke gerichtet sind und dir so eine weiche Beleuchtung bringen.

    Für die Malweise gilt, und das ist auch das "Geheimnis" der alten Meister: Auf weißem Grund eine monochrom tonale Anlage des Bildes, darüber eine leichte Imprimitur, edarauf dann eine Weißhöhung in den Lichtern und dann mit farbigen Lasuren darüber. Macht zwar wesentlich mehr Arbeit, aber die Farbe hat die mit keiner anderen Malweise zu erzielenden glutvollen Tiefen. Das ist mit reingeklatschtem Weiß überhaupt nicht hinzukriegen.

    Gruß - J.
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