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  • Flüchtiges Glück, kein Blick zurück...........

  • lilalibelleful
    lilalibelleful Flüchtiges Glück, kein Blick zurück...........
    Ein flüchtiges Glück

    Will ich frei sein, komm ich mit dir.
    Du entführst mich, zeigst es mir.
    Ein harter Rhythmus, der uns durchdringt.
    Ein zweiter Herzschlag, zu meinem erklingt.

    Wenn wir schneller sind als der Wind.
    Wenn meine Gedanken völlig frei sind.
    Fliegt mir der Horizont entgegen,
    weil wir als Einheit uns bewegen.

    Ich gebe den Takt und du gibst Gas,
    zusammen zerfetzen wir das Gras.
    Der Bauer, der hinter uns schreit,
    ist uns egal, wir sind zu zweit.

    So schräg in der Kurven, der Boden mich streift.
    So schnell voran, die Luft um mich pfeift.
    Die Äste schlagen in mein Gesicht,
    Doch der Schmerz stört mich nicht.

    Ich feuere dich hitzig an.
    Drücke die Beine fester ran,
    ducke mich an deinen Hals,
    du beschleunigst abermals.

    Es gibt kein Halten, keine Rast.
    Die Spannung, die zerreißt uns fast.
    Höllische Geschwindigkeit ist das was uns gefällt.
    Hinter uns eine Staubwolke, die prasselnd zerfällt.

    Donnernd jagen wir einen Berg hinauf,
    vor mir tut sich ein Tal von Wundern auf.
    Ich will dich bremsen und es genießen.
    Doch du willst rennen, du willst fliesen.

    Ich gebe nach und hetze mit.
    Um mich herum verwischt mein Blick.
    Meine Augen tränen von dem Rausch.
    Immer weiter fort trägt mich dein Lauf.

    Es ist als wäre ich auf der Flucht,
    vor Einsamkeit und Eifersucht.
    Zusammen rebellieren wir gegen die Welt.
    Besiegen die Schwerkraft, die uns hält.

    Unsere Schatten gleiten tanzend über das Land.
    Ein Freudenfeuer setzt unsere Körper in Brand.
    Nichts hält uns auf, kein Graben, kein gefallener Baum,
    wir schnellen darüber hinweg, fliegen wie im Traum.

    Wenn ich treibe und du springst,
    muss ich lachen, denn du singst.
    In deinen Bewegungen klingt Musik.
    In dem Takt, der in deinen Muskeln liegt.

    Ich kenne jeden Einzelnen, ich hab dich trainiert.
    Ich hab dich oft gezügelt, ich hab dich pariert.
    Doch du trägst mich treu,
    hast vor mir keine Scheu.
    Keine Kraftreserve behältst du für dich,
    Geduld und Aufmerksamkeit nur für mich.

    Keine Zweifel und kein Geheimnis, keins
    Denn du und ich, wir verschmelzen, werden eins.
    Ich kann es nicht beschreiben, doch ich spüre,
    eine tiefe Verbindung wenn ich dich berühre.
    In einem Sturm von Gefühlen sausen wir voran.
    Niemand der uns je davon abhalten kann.

    Es war als gehörte uns die Welt.
    Eine Illusion die bröckelnd zerfällt.
    Wir galoppierten in die Unendlichkeit.
    Aber deine Schritte trugen uns zu weit.
    Jetzt ist es vorbei, warum sind wir hier?
    Ich fühle schmerzlich, dass ich dich verlier.



    Du wirst alt und deine Schritte müde,
    deine Mähne wird grau, deine Augen trübe.
    Ich weiß das du es vermisst.
    Ich weiß das du nicht vergisst.




    Geht’s du langsam nun über das Feld,
    sehe ich wie dein Blick suchend innehält.
    Du schaust zum Horizont zurück,
    als sähest du dort vergangenes Glück.

    Ich höre heute noch dein heftiges Schnauben,
    und kann und will es einfach nicht glauben.
    Weggespült sind unsere Spuren im Sand.
    Warum ist es vorbei, sind wir zu schnell gerannt?

    Für meine Bara
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