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  • Wer ist Künstler?

  • leirA
    Das ist ein interessanter Ansatz, der aber imho auch wieder etwas zu kurz greift. Nach dieser Definition sind Künstler, die sich konstruktiv und logisch mit der Kunst befassen außen vor.
    Wo bleiben da die Architekten (Gaudi z.B.) oder Fotografen (Cindy Sherman)?
    Wie lassen wir Künstler wie Malewitsch?

    Oder müssen wir den Begriff Künstler für jede Stilrichtung neu definieren?


    Natürlich zu kurz gegriffen, keine Frage, aber ich wollte auch nicht mit einem Abend füllenden Aufsatz langweilen. Es wird ohnehin schon immer viel zu lang, wenn man etwas mal genauer sagt.

    Diejenigen, die ihrer Kreativität schon eine spezifischere Ausprägung gegeben haben und sich z.B. mit Fotografie, Konstruktivismus oder Architektur beschäftigen, sind bereits über den Zustand der Selbstreflektion dessen was sie eigentlich machen, hinausgewachsen.
    Ich will sagen, der Konstruktivist, der sich nur noch mit der Organisation geometrischer Figuren auf der Fläche beschäftigt, wird wie seine Adressaten, die Liebhaber konstruktivistischer Arbeiten nicht daran zweifeln, dass seine Betätigung der Kunst zuzuordnen ist.
    Ein ganz Unbedarfter würde vielleicht sagen: Das sind doch bloß Linien!
    Vielleicht hätte ja genau so ein Unbedarfter auch ein Potential in sich, Konstruktivismus zu betreiben. Aber kulturell erlernte Hemmnisse lassen ihn nicht aus sich heraus die Schwelle zur Kunst überschreiten und so gestattet er es sich selbst nicht Freude daran zu haben, mit bloße Linien ein Bild zu komponieren.
    Obwohl, diese Hemmschwellen haben in den letzten Jahren stark abgenommen. Mittlerweile wünschte man sich vieler Orts wieder mehr Hemmungen.
    Trotzdem haben anscheinend auch ganz hemmungslose Zeitgenossen keinen Zugang zur Kunst.
    Kunst ist nämlich auch manchmal uncool.
  • 46nahtaiveL
    man ihr wisst nicht mal das des kaisers neue kleider
    ein KUNSTMÄRCHEN von h.c.andersen ist...oje..

    und das die kreativfördenden wirkungen von drogen + alk
    im grunde nur ein böser mythos sind sollte sich inzwischen
    auch langsam rumgesprochen haben...
  • leirA
    man ihr wisst nicht mal das des kaisers neue kleider
    ein KUNSTMÄRCHEN von h.c.andersen ist...oje..

    und das die kreativfördenden wirkungen von drogen + alk
    im grunde nur ein böser mythos sind sollte sich inzwischen
    auch langsam rumgesprochen haben...


    Dass mit 2x s, mein Lieber, sonst funzt die Belehrung nicht!


    Kreativfördernde Wirkung von Drogen ein böser Mythos? Da muss ich Dir widersprechen. Der zurecht gescholtene Mythos besagt, dass Drogen erst kreativ machen!
    In der Malerei der 50.ger, 60.ger und 70.ger Jahre haben Drogen eine Rolle gespielt. Nicht wie einige vielleicht glauben, beim Surrealismus a la Dali oder Magritte, sondern beim abstrakten Expressionismus/ Tachismus, zB. bei Wols und Pollock. Das Frühwerk des Österreichers Arnulf Rainer ist ganz klar von bewusstseinserweiternden Drogen geprägt.
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  • 46nahtaiveL
    *gähn*

    pollock war zwar alki, hat aber immer nüchtern gemalt
    (den film fand ich nicht soo toll)

    schau dir mal ganz nüchtern die biographien
    der leute an du merkst schnell das sie
    TROTZ alk und drogen gut waren..nicht
    deswegen...
  • leirA
    schau dir mal ganz nüchtern die biographien
    der leute an du merkst schnell das sie
    TROTZ alk und drogen gut waren..nicht
    deswegen...
    Ganz nüchtern? Ich bin doch zum Spaß hier und nicht zur Entwöhnung!
  • 46nahtaiveL
    na ok den pollock film kannst auch angesoffen sehen
    is recht einfach zu verstehen...
  • leirA
    Ich glaube, ich brauche solchen Hollywood - Mist nicht. Ich habe mir vor 25 Jahren schon alles über Pollock angelesen, was es zu wissen gibt. Das Wichtigste war aber seine Bilder im Original zu sehen. Den stärksten Pollock überhaupt, kenne ich aus Düsseldorf. Die besitzen den dort in der nordrheinwestfälischen Sammlung. Das Bild heißt Nr.32 und stellte so ziemlich alles in den Schatten, was ich bis dahin gesehen hatte. Es ist riesengroß und wirkt körperlich auf den Betrachter.
    Etwa vor 18 Jahren gab es eine prima Ausstellung amerikanischer Avantgardisten im M. Gropius Bau, ein paar schöne Pollocks waren auch darunter.
    Es kursieren im Internet auch Kurzfilme, die Pollock kurz vor seinem Tod malend zeigen, ihn und seine Freundin Lee Krashner.
    Grüße
  • ledifkciuq von Signatur - mal hier her
    +
  • Hannah DeGroth
    Hannah DeGroth
    Ein Künstler ist Jemand der es schafft Emotionen in jemanden Anderem zu Wecken, auf welche Weise, das bleibt seiner eigenen Freiheit des Wählens oder des Talentes. Wichtig ist nur die Gabe jemanden emotional für eine Weile entführen zu können.
  • ledifkciuq
    +
  • leirA
    Ob jemand klassische Akte zeichnen kann, mag unter denen die es können keine Rolle spielen. Im Studiengang Freie Kunst ist wohl ein gewisses zeichnerisches Talent erforderlich, zumindest aber üblich. Akt- und Portrait ist sicher besonders schwierig. Man kann daran den künstlerischen Reifegrad des Zeichners ablesen, ohne dass es groß zu Mogeleien kommen kann.
    Jemand der es fertig bringt, in einer definierten Zeit dreidimensional den menschlichen Körper in seinen perspektivischen Verkürzungen darzustellen, zeigt damit eine gewisse Auffassungs-und Beobachtungsgabe.
    Das macht einen Teil der Prüfungsanforderungen zum Kunststudium aus.
    Zur Grundausbildung gehört es meines Wissens nirgends mehr. Aber die, die in ihrer Mappe sowas haben, können damit Pluspunkte sammeln.
    Inwiefern ein Mensch gewillt ist, sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, ist in einer Eignungsprüfung schlecht abzuprüfen.
    Man muss wissen, dass für 100 Bewerber im Schnitt wohl unter 5 Studienplätze zur Verfügung stehen. Da kann man nicht alles in einem Gespräch unter dem Motto Soft Skills ( Laberei) prüfen.

    Ich mag im Gegensatz zu Dir das Wort "muss". Im verbalen Umgang miteinander wird bisweilen alles gemäß einer allgemeinen Sozialpädagogisierung auf Bedeutungslosigkeit herunternivelliert. Die Supernanni lässt überall grüßen.
    Ich bin für eine klare unmissverständliche Sprache.

    Als Kunst wird etwas wohl dann bezeichnet, wenn beispielsweise ein Schauspieler seine Rolle mit vollkommener Hingabe spielt und das so überzeugend, dass seine Energie sich quasi auf alle anderen überträgt
    (dieses "besondere Etwas")
    Seid ihr einverstanden?


    Weißt Du, diese Aussage ist so unspezifisch, dass ich damit schlecht einverstanden sein kann.
    Große Hingabe führt meistens zu großem Mist, sieh Dir mal im TV die Talentshows an. Wenn sich das dann noch auf andere übertragt, wegen der großen Energie, reißt es das auch nicht rum.

    Ein guter Schauspieler erzeugt oder unterhält kraft seines Talentes im Idealfall beim Zuschauer eine Fiktion. Mit den Energien wäre ich vorsichtig. Menschen wie Robert Mitchum oder De Niro können nur mit den Augen schauspielen. Hingabe und Energie bringt da nicht viel.
  • ledifkciuq
    +
  • ledifkciuq
    +
  • leirA
    "Akte und Obst-zeichnungen kann sowieso jeder"


    Ich glaube nicht, dass dieser Ausspruch wortwörtlich irgendwo in den Unterlagen einer Universität/Kunsthochschule für die Studiengänge Freie Kunst/ oder Design steht. Das halte ich sogar für ganz ausgeschlossen.

    Wir können ja mal im Kleinen überprüfen, ob ein solcher Ausspruch denn stimmte, wenn er dort stünde.
    Stell doch einmal Akt- und Obstzeichnungen von Dir ein! Wenn Du hier nicht nur Worte daherredest, dürfte das doch kein Problem sein. Wenn es jeder kann, kannst Du es schließlich auch!

    Ich habe hier unter allen Teilnehmern 2 gefunden, die wahrscheinlich Akte zeichnen können: Beate Zeuner und Norbert Prebeck. Ansonsten bestehen hier die Rubriken Akt/Portrait aus eher hilflosen Versuchen.
  • 46nahtaiveL
    meines wissens nach verlangen die in der münchner
    kunstakademie keine naturstudien mehr
    (natürlich ist es nicht verboten, welche zu bringen)
    man will einfach sehen was die leute machen,
    was sie antreibt...

    ob man die erfahrung gemacht hat das fleiss alleine
    noch keine gute kunst macht..weis ich jetzt auch nicht :-)
  • ledifkciuq
    +
  • leirA
    w. stellen keine Akt-und Obst-zeichnungen ein,
    Tja, war auch nicht schwer zu erkennen, dass alles nur Gerede war.
    Besser man beendet diesen Teil des Themas hier.
  • ledifkciuq
    +
  • ledifkciuq
    .
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