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  • Ist ein Künstler ein Unternehmer?

  • iffulF
    Und wie ist bei Dir die Gravitation?
  • lraeP_ybaG
    ??? Was meinst du damit?

    Ich meine - ganz allgemein - schlaue Sprüche können viele Menschen klopfen, die ein dickes Bankkonto haben - damit meine jetzt ganz spezifisch die Zitate von Chriso aus dem Eingangsbeitrag. Hat Mensch es geschafft, hat Mensch das eigene Konto gut gefüllt, und Mensch plagen keine Sorgen mehr, dann stimmt offensichtlich jeder Satz, den solch ein Mensch von sich gibt.
    Ich jedenfalls weiß nicht, wie ich das managen soll: Malen und mich um Vermarktug kümmen, alleine Malen und/oder zeichnen ist schon tagesfüllende Arbeit, und das täglich - aber das wisst Ihr hier ja wohl auch selber.

    Kreativ sein, d.h. schöpferisch tätig sein, ist an sich kein Vorgang, der von unternehmerischen Prämissen ("Erfolg mit wenig Einsatz um größtmöglichen, am sichersten möglichen Gewinn zu erzielen") geprägt ist, das kann es auch nicht sein. Würde ich daran denken, ob ich irgendwas irgendwann mal verkaufen kann, würde ich nie anfagen, zu malen, zu zeichnen, zu fotografieren, zu ... was auch immer. Ich bim kreativ tätig, weil es FREUDE macht; der Gedanke, ob sich das verkaufen lässt, ist dabei kontraproduktiv, hemmend, blockiernd.
    Die Gefahr ist natürlich sehr groß, dass man sich davon blockieren lässt. Denn wenn man jahrelang nichts verkauft, blockiert das von alleine. Das passiert automatisch, darüber braucht man nicht zu diskutieren, wenn man nichts verkauft, kommt die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Tuns von alleine. Ist das dann noch kombiniert mit finanzieller Not, stellt sich erst recht die Frage: Wie lange mache ich das noch.
  • reniek
    Menschenskind Gaby,ich war gerade in Deiner Gallery, ja, malen malenund nochmals malen !
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  • lraeP_ybaG
    Ja natürlich. Was denn sonst.
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo qGaby_Pearl,

    ...
    1. nein, denn er "produziert" nicht nach unternehmerischen Kriterien.
    2. sollte es nicht sein, ist es aber leider oft.

    Ich bin kein Geschäftsmensch, vor allem fehlt mir für die sogenannte "Vermarktung" eindeutig die Zeit. Das sehe ich als Hauptproblem an.


    Bei dem Punkt 1 gebe ich Dir zu 100% Recht.
    Beim Punkt 2, mache ich Fragezeichen. Warum? Wenn den Job der Vermarktung für Dich ein anderer macht und Du damit gut leben kannst, ist alles in Ordnung. Wenn nicht ...??? Wie denn weiter?

    Beste Grüße und viel Spaß mit der Malerei - Frank
    Signature
  • lraeP_ybaG
    Ist Kunst und Kommerz ein Widerspruch? - war die Frage. Ich sagte, es ist einer.

    Ich produziere nicht nach kommerziellen Kriterien. Weil es einfach nicht geht. Ich habe es eine Zeitlang gemacht, es war sinnlos, kauft ja eh keiner. Wozu an einem Bild sitzen, tage-, oder wochenlang, was dann nicht verkauft wird.
    Ich muss auch noch nebenbei was für mein normales Leben arbeiten gehen - wie sicherlich viele hier. Es geht gar nicht, zeitmäßig, täglich zu malen und zu arbeiten und sich selbst zu vermarkten, da müsste der Tag 50 Stunden haben.

    An einem Bild tagelang zu sitzen, und es dann nicht zu verkaufen, ist kein unternehmerisches Denken, sondern es ist eine Katastrophe, kein vernünftiger Unternehmer würde das so machen, Ware produzieren, die kein Mensch oder nur wenige kaufen. Das ist auch kein Geschäftsmodell, das Finanzamt würde das als Liebhaberei nach 5 Jahren zumachen.

    Tja dann bliebe noch die Frage, wenns jemand anders macht, die Vermarktung. Tja das wäre schön. Macht aber keiner. Also empfinde ich es als nutzlos, darüber nachzudenken, was wäre, wenn...
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Ich glaube da gibt es fließende Übergänge
    ich bin kein Unternehmer -
    denn ich male zu meinem Vergnügen
    und es ist mir ziemlich egal ob ich was verkaufe
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo Egon,
    viel Freude beim Malen, es ist ein tolles Hobby, welches ich mit Dir teile. Ich freue mich über jedes gelungene Bild, die Arbeit um dahin zukommen aber auch über jeden Verkauf eines Bildes und jede Ausstellung, die ich realisieren kann. Hierbei versuche ich jedoch die Kosten und Einnahmen im Auge zu behalten, denn man weiß ja nie ;-)))) aber auf jeden Fall dürfen unsere Ausstellungen ja nicht zu Kostenfallen werden.

    Ich wünsche Dir eine schöne Zeit zwischen den Jahren in den Bergen und werde ein wenig die zeit zwischen den Jahren an der Ostsee nutzen
    https://frankkoebsch.wordpress.com/2010/12/27/zeit-zwischen-den-jahren-an-der-ostsee/

    Beste Grüße - FRank
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo Gaby_Pearl,
    danke für Deine vielen Zeilen und den Austausch..

    Ist Kunst und Kommerz ein Widerspruch? - war die Frage. Ich sagte, es ist einer.


    Jeder muss für sich den Einklang finden. Aber bedeuten Deine Zeilen, dass es keine Künstler gibt, die von der Kunst leben können oder wollen?


    ...
    Tja dann bliebe noch die Frage, wenns jemand anders macht, die Vermarktung. Tja das wäre schön. Macht aber keiner. Also empfinde ich es als nutzlos, darüber nachzudenken, was wäre, wenn...


    Ganz so einfach ist es wohl nicht, wozu sonst Deine Zeilen? ;-)

    Ich wünsche Dir, dass Du die Zeit zwischen den Jahren für Deine Malerei nutzen kannst. Beste Grüße von der Ostsee - Frank
    Signature
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    [quote="p232346"]

    Jeder muss für sich den Einklang finden. Aber bedeuten Deine Zeilen, dass es keine Künstler gibt, die von der Kunst leben können oder wollen?



    Danke Frank

    was soll ich jetzt sagen - meiner Meinung ist die Begriffsspanne zwischen :
    von der Kunst leben können
    und gut Leben sehr groß

    Guten Rutsch an Alle hier Egon
  • reniek
    [edit admin : Verwarnung!]
  • nighthawk
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Irgendwo habe ich gelesen, dass die meisten professionellen Maler nur ca. 5% ihrer Bilder verkaufen. Kannst du das bestätigen?
    Signature
  • midwife
    midwife
    Hallo nighthawk,
    deine Kommentare gefallen mir immer wieder, weil du es echt sachlich auf den Punkt bringst und dahinter auch ein Lebenskampf durchschimmert.

    Eins hast du noch vergessen: ..und manchmal muß auch ein Künstler die Brötchen für seine Familie und sich verdienen. Da stinkt auch das Geld der hier verächtlich erwähnten "Zahnarztfrau ect." nicht, solange sie nicht nur den Sekt schlürfen.
    Würdest du deine Bilder eigentlich an jeden, der deinen Preis zahlt verkaufen - oder gibt es Ausschlußkriterien?
    Interessiert mich mal so, weil die Bilder ja irgendwie auch ein Stück der Seele sind..
    LG Helena
    Signature
  • nighthawk
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    Kann ich nur bestätigen - Frauen haben das letzte Wort
    - denn : Wenn das Bild nicht zum Vorhang passt muß sofort eine neue Wohnung her ;-)

    Bezüglich Bindung bzw Behandlung von Kunden :

    Ich male jedes Jahr ca 50 winzige Aquarelle (~ 2 x 3 cm)als Weihnachtskarten für meine Freunde und Kunden - ja es ist viel Aufwand , aber mir machts Spaß und die freuen sich darüber bzw werden daran erinnert , dass es mich gibt ;-)
  • lraeP_ybaG
    nein, es ist kein widerspruch, weil selbstvermarktung im bereich der kunst eine ganz andere form hat als woanders. manchmal muss man einen ganzen abend mit den leuten saufen und über gott und die welt quatschen, bevor sie ein bild kaufen, und wenn sie was kaufen, dann muss man sie auf eine sehr nette, kluge und liebenswerte art und weise an sich binden, damit sie wiederkommen.


    Hm, wenn das so ist ;-)... dann ist das erst recht nicht mein Ding, mit der Selbstvermarktung.

    Natürlich versucht man einen Markt - den Käufer/die Käufer, so es die denn gibt - für seine Bilder/Werke zu finden. Daran scheitern wohl die meisten, weil es den schlicht kaum gibt. Den Markt. Oder den ominösen Sammler... mir ist er noch nicht begegnet ... und ein nicht existierender Markt, also ich weiß nicht. Ich sehe das eher skeptisch. Bin aber auch "nur" Anfänger, mit ca einem Jahr intensiver Zeichenerfahrung und Vermarktung im Internet.

    Internet funktioniert überhaupt nicht, da kauft keiner. Kenne auch keinen Kollegen, bei dem das anders ist. Kenne nur Kollegen, die nichts verkaufen. Bemühen tun die sich aber alle, daran liegt es nicht.

    Was übrig bleibt, sind Galerien, Ausstellungen ... tja und die sind alle ziemlich voll... jeder will ausstellen, manche zahlen sogar dafür, ausstellen zu dürfen. Auch da wird fast bis nichts verkauft. Ich hab zwar nur ein Jahr Erfahrung, aber ich kenne es nicht anders. Als dass keiner verkauft.

    Ich finde gar nichts misslungen, im Gegenteil, ich bin von dem überzeugt, was ich mache, aber jahrelang arbeiten ohne etwas zu verkaufen ... das machen nur Masochisten. Ich betrachte mich nicht als ein solcher.
  • Annett
    @Gabi, ich muss Dir leicht widersprechen. Über das Internet verkaufen sich sehr wohl Bilder. Nur ist es nicht die Regel.
    Der wirklich interessierte Käufer fragt nach dem Preis die ja meisten nicht im Internet zu finden sind (sollten sie jedenfalls nicht). Die wichtigen Daten stehen ohnehin daneben. Es gibt Interessenten, die sind immer auf "Schnäppchenjagd". Die vergleichen die Angebote einzelner Künstler, obwohl sie nicht zu vergleichen sind. Nun ja, wenn so ein Kunde sich dann nach der Preisfrage nicht mehr meldet, bin ich nicht böse drum. Viele Interessenten haben Angst, dass sie dann auf ihr Bild "sitzen" bleiben, wenn sie sie einmal käuflich über das Internet erworben haben. Es liegt an der Kommunikation zwischen Künstler und Kunde, diese Angst zu nehmen. Denn es besteht schon die Möglichkeit (sollte man immer anbieten) auch auf Probe zu hängen. Am besten sind natürlich die Verkäufe über Ausstellungen, da sie sehr persönlich werden. Aber ich denke, dass sich durchaus auch in einer schriftlichen / telefonischen Kommunikation mit dem Kunden eine persönliche Note schaffen läßt. Ohne den direkten Kontakt.
    Alles ist machbar. Der "Onlineshopping" wird immer intensiver und irgendwann kann man selbst als Künstler davon provitieren. So hoffe ich doch. ;-) Aber Selbstvermarktung, nun ja, das gehört dazu und ist neben der Kunst ein wichtiges Kriterium für den Erfolg.
    LG
    Annett
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    @Gabi, ich muss Dir leicht widersprechen. Über das Internet verkaufen sich sehr wohl Bilder. Nur ist es nicht die Regel.,,,

    LG
    Annett



    Sorry - die Stimme höre ich wohl allein mir fehlt der Glaube ;-)

    Um im Internet verkaufen zu können muss man auch im Internet zu finden sein -- und wo sind den Deine Bilder liebe Annett

    - meiner Erfahrung nach kann man im Internet auf sich aufmerksam machen aber verkaufen ?????-
    Ja möglicherweise aber nur zu einem Schrottpreis !!!
    Ein Käufer der etwas davon versteht will Originale sehen - sonst geht gar nichts :-)

    Lg.Egon
  • lraeP_ybaG
    Eben. Ich würde auch das Original sehen wollen, bevor ich viel Geld für ein Bild ausgebe. Es ist heutzutage nämlich - bekanntermaßen - möglich, einfach alles per Mausclick in ein Kunstwerk welcher Art auch immer, zu verwandeln. Das ist der große Nachteil der sogenannten "digitalen Bildbearbeitung".
    Man kann keinem Foto/Keiner Präsentation im Internet mehr glauben, ob die so, wie sie auf dem Bildschirm zu sehen ist, auch echt ist.
    Leider.
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