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  • Ist ein Künstler ein Unternehmer?

  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo liebe Leser dieser Diskussion,
    Hallo Eugen,


    nein, es ist kein widerspruch, weil selbstvermarktung im bereich der kunst eine ganz andere form hat als woanders. manchmal muss man einen ganzen abend mit den leuten saufen und über gott und die welt quatschen, bevor sie ein bild kaufen, und wenn sie was kaufen, dann muss man sie auf eine sehr nette, kluge und liebenswerte art und weise an sich binden, damit sie wiederkommen. ...


    Wenn Ihr jemanden fragen werdet, der vom Vertrieb, vom Verkaufen lebt, egal ob als Versicherungsvertreter in Eurer Gemeinde oder als Account Manager für einen weltweiten Industrie- oder Bankkunden wird Euch bestätigen, dass die Zeilen von Eugen für alle Bereiche passen ;-)

    ... sammler-künstlerfreundschaften haben zwar mittlerweile einen seltenheitswert bekommen, weil sie von galeristen unerwünscht und immer wieder gern verhindert werden. hat man aber ein paar geschlossen, tragen sie einen manchmal ein leben lang.


    Eugen, hier hast Du genau, das beschrieben was auf dem Markt passiert, wenn es Zwischenhändler (Galeristen) gibt. Der Endverbraucher, der als Wiederholungstäter auftritt, auch Sammler genannt, ist ein begehrtes Gut und wird oft neidvoll beschützt. Wenn der Galerist gut ist, brauchte er den Kontakt Künstler Sammler nicht fürchten, sondern sie sogar fördern. Bei einem vernünftigen Verhältnis zum Galeristen, gilt doch sowie, vermittelt der Galerist einen Atelierbesuch eines Sammlers oder sonstigen Interessenten, bekommt der Galerist seine Prozente im Fall eines Verkaufs. Denn ohne ihn würde ich den Kontakt nicht haben und seine Empfehlung, sein Werturteil gegenüber den Interessenten ist Gold wert.

    ...manche bilder finden schon nach kurzer zeit einen käufer, manche erst nach 5 jahren und manche nie, das heisst aber noch lange nicht, dass es ein fehler war sie zu malen. vieles erkennt man erst später, wenn man auf sein schaffen zurückblickt und feststellt, dass man dann durchaus doch eine entwicklung durchgemacht hat und die nicht verkauften oder gar misslungenen sachen, genauso ihren platz in dieser entwicklung haben.


    ;-)))) nun so geht wohl jedem, manchmal verkauft man ein "alten Schinken", manchmal frisch von der Staffelei... Es kommt nicht darauf an, ob ich als Maler ein Bild gut finde oder es in meiner "roten Phase" erstellt habe. Es kommt immer noch darauf an, dass die Menschen sich für ein Bild begeistern. Aber auch manches Mal reicht auch das nicht. Es gibt Bilder, die bekommen tolles Feedback, nicht einmal, sondern mehrmals, werden im Laufe der Zeit im mehreren Ausstellungen "bewundert" und dann irgendwann, wie heißt es so schön, findet das Bild seinen Käufer oder auch nicht ;-)

    Aber ich glaube, das wichtigste, was Eugen beschreibt, ist das jedes Bild seinen Platz hat. Also viel Spaß beim Malen in der Zeit zwischen den Jahren - Frank
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Eben. Ich würde auch das Original sehen wollen, bevor ich viel Geld für ein Bild ausgebe. Es ist heutzutage nämlich - bekanntermaßen - möglich, einfach alles per Mausclick in ein Kunstwerk welcher Art auch immer, zu verwandeln. Das ist der große Nachteil der sogenannten "digitalen Bildbearbeitung".
    Man kann keinem Foto/Keiner Präsentation im Internet mehr glauben, ob die so, wie sie auf dem Bildschirm zu sehen ist, auch echt ist.
    Leider.

    Hallo @Gaby_Pearl,

    nun gerade in der Weihnachtszeit verkaufe ich Jahr für Jahr Bilder über das WEB, die Menschen weiter verschenken. Nun die Rückmeldungen, nach dem die Käufer oder die Beschenkten das Bild in der Hand halten, sind gut, denn in Regel kommt im Netz nicht das rüber, was das Original bietet....

    Aber außerdem hat jeder Käufer über WEb eine 14tägige Rückgabemöglichkeit also ist das Risiko wie bei jedem Geschäft im Netz auf der Seite der Verkäufer. Es lebe der Verbraucherschutz ;-)

    Beste Grüße - Frank
    Signature
  • Annett
    Gabi, der Glaube versetzt bekanntlich Berge und die Hoffnung stirbt immer zuletzt. ;-)

    Egon, ich muss hier keine Bilder einsetzen, um etwas zu beweisen. Wozu? Habe ich dann kein Recht meine Meinung zu sagen?
    Selbstverständlich will der Kunde die Originale sehen, die bekommt er ja auch per Post und kann dann entscheiden, ja oder nein. Wenn´s ihm nicht gefällt geht das Bild retour. Ist mir persönlich aber noch nie passiert, wenn ein Werk von mir auf die Reise ging. Man muss auch mal neue Wege gehen.
    Ein Künstler lebt auch von Empfehlungen - auch beim Verkauf über das Internet. ;-)
    Ich wünsche Euch einen schönen Tag!
    LG
    Annett
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  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic


    Egon, ich muss hier keine Bilder einsetzen, um etwas zu beweisen. Wozu? Habe ich dann kein Recht meine Meinung zu sagen?
    Selbstverständlich will der Kunde die Originale sehen, die bekommt er ja auch per Post und kann dann entscheiden, ja oder nein. Wenn´s ihm nicht gefällt geht das Bild retour. Ist mir persönlich aber noch nie passiert, wenn ein Werk von mir auf die Reise ging. Man muss auch mal neue Wege gehen.
    Ein Künstler lebt auch von Empfehlungen - auch beim Verkauf über das Internet. ;-)

    LG
    Annett
    Nein Du brauchst mir nichts zu beweisen :-))))
    Deine Aussagen sprechen für Dich

    aber (kopfkratz) das hinundherschicken mag bei ebay Bildern um € 1- für die Post durchaus sinnvoll sein ;-)
    ich habe kein Problem mit meinen Bildern 200km zu fahren aber per Post ??????? NEIN
  • Annett
    Das ist schön Egon ;-)

    Normalerweise läuft der Verkauf bei mir so ab:
    Kunde fragt nach dem Preis, ich antworte, bei ja überweist der Kunde das Geld vorab auf mein Konto. Erst dann versende ich das Bild versichert und sehr gut verpackt zu ihm. Er schaut sich das an und hat die Möglichkeit der Probeaufhängung. Meistens bleibt es dabei und alles ist dann in aller bester Ordnung und ich bin happy. Für den Fall, dass der Kunde sagt, nein, dann schickt er mir das Bild versichert und gut verpackt wieder zurück. Erst dann sende ich ihm das Geld zurück, wenn das Bild gut wieder angekommen ist.
    Wenn der Weg nicht allzu weit für den Kunden ist und das Werk einen entsprechenen Wert, dann kommt der Kunde es vielleicht selbst holen. Wenn der KÜnstler sie ihm bringt, vermittelt er auch eine Wertigkeit die ebenso sehr gut ankommt. Aber da liegt es wirklich an die Verkehrsbedingungen, Entfernungen, Gutwill und so weiter ...
    Der Verkauf über das Internet ist nicht gerade der Schlager, aber es macht sich immer stärker bemerkbar. Eine Veränderung in diese Richtung sehe ich schon für die Künstlerschaft. Es ist eine Chance. Wer sie nutzen möchte, nur zu. Wer nicht, dann eben nicht.
    Ich denke aber, die Erfahrung macht es und bisher hatte ich nur gute. ;-)
    LG
    Annett
  • Annett
    aber das Wort "ebay" bringt mich schon zum schütteln. Auf gar keinem Fall sollte man seine Bilder dort verschleudern. Es gibt genügend Internetportale, die die kunst gut präsentieren und einen Verkaufsprogramm haben, so dass der Kunde auch per paypal überweisen könnte. Ich würde meine Werke niemals über ebay verkaufen wollen. Das hat so ein Negativtouch.
  • Annett
    Der versicherte Betrag beim Versand sollte schon den Wert des Bildes entsprechen. Wenn der Wert höher ist, gibt es die Möglichkeit ihn auch höher zu versichern. Ist mir schon einmal passiert, dass ich es vergaß und habe echt Bammel gehabt(schließlilch war das Bild doppelt soviel wert vom Verkaufspreis als die Versicherungssumme), dass genau das Bild nicht ankommt. Aber Ende gut alles gut.
  • lraeP_ybaG

    vor 1 Tag geschrieben von nighthawk
    nein, es ist kein widerspruch, weil selbstvermarktung im bereich der kunst eine ganz andere form hat als woanders. manchmal muss man einen ganzen abend mit den leuten saufen und über gott und die welt quatschen, bevor sie ein bild kaufen, und wenn sie was kaufen, dann muss man sie auf eine sehr nette, kluge und liebenswerte art und weise an sich binden, damit sie wiederkommen. ...


    Wenn Ihr jemanden fragen werdet, der vom Vertrieb, vom Verkaufen lebt, egal ob als Versicherungsvertreter in Eurer Gemeinde oder als Account Manager für einen weltweiten Industrie- oder Bankkunden wird Euch bestätigen, dass die Zeilen von Eugen für alle Bereiche passen ;-)


    Ja, sicherlich, allerdings Versicherungsvertreter oder Verkaufsprofis machen auch nur das: Ware anbieten und verkaufen. Sie haben den ganzen Tag Zeit dazu, sie wissen, wie das richtig geht, und sie machen nichts anderes.
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch

    Ja, sicherlich, allerdings Versicherungsvertreter oder Verkaufsprofis machen auch nur das: Ware anbieten und verkaufen. Sie haben den ganzen Tag Zeit dazu, sie wissen, wie das richtig geht, und sie machen nichts anderes.


    Hallo @Gaby_Pearl,

    Danke für Deine Antwort. Meine Beispiele sollte nur aufzeigen, dass ein Künstler, wenn er seine Kunst verkaufen will oder muss, Profi auf verschiedenen Gebieten sein muss.
    klar haben der Versicherungsvertreter und Accountmanager die entsprechende Ausbildung und Erfahrungen. Aber sie haben leider nicht den ganzen Tag dazu Zeit, denn ca. 50% wird vom Schriftkram, Abstimmungen, Klärungen und Fahrtzeiten gefressen. Aber der größte Vorteil ist, dass sie arbeitsteilig arbeiten können, denn sie brauchen sich nicht in der Regel um die Erstellung, Lieferung und den Tranzport der Waren kümmern.
    Was natürlich für einen Künstler nur möglich ist, wenn er von mehreren Galerien vertreten wird. Es ist nicht einfach... Ich fand den Beitrag von nighthawk nur sehr treffen.

    Beste Grüße - FRank
    Signature
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