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  • Loslassen

  • fussuy
    keiner: ja, dafür bekommst du sicher Lob von Mama und Papa und Oma, solange du noch klein und niedlich bist, aber sonst wird man dafür höchstens belächelt, geschweige denn kann sich damit eine Existenz aufbauen, oder doch?

    Schon als ich noch ein kleines Kind war im Volksschulalter, und ich sehr gerne zeichnete, hieß es von Mutter: "hör doch endlich auf mit dem Unsinn, mach lieber was Vernünftiges!". Na bitte!

    Dann wurde ich eben Buchhalterin - was solls.
    Jetzt mach ich was ich will.

    LG Margit


    vielleicht liegt es am Beruf, ich bin auch Buchhalterin..... *g*
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    So, nun kann ich mich endlich auch aufraffen, hier etwas mehr zu schreiben. Ich hirne schon ewig und 3 Tage über diese ganzen Themen. Dabei macht mir besonders folgende Fragen zu schaffen:

    Mit welcher Motivation male ich?
    Wo will ich hin?

    Ganz besonders hadere ich mit meinem Ego. Ich habe ein schlechtes Verhältnis zum Mittelmass.

    Natürlich möchte ich erfolgreich sein. Dabei unterscheide ich zwischen emotionalem Erfolg und finanziellem Erfolg.

    Um mich zu verstehen, müßt ihr wissen, dass ich außer Kunst nichts mehr machen kann. Ich bin aus gesundheitlichen Gründen voll erwerbsgemindert. Ich würde gerne zumindest mit einer Pobacke aus der "Sozialen Hängematte" raus. Kann ich mit "VHS-Kunst" ein Einkommen erzielen, dass ich auch so nennen kann? Bei Ebay gehen riesige Bilder für Preise weg, die nicht mal die Materialkosten decken. Für einen Stundenlohn von 0,50 Euro malen? Lieber nicht. Und der andere Weg? Der "Jonathan-Meese-Weg"? Volles Risiko! Sekt oder Selters! Barfuss oder Lackschuh? Würde ich das aushalten? Das Problem ist, dass ich mich irgendwie entscheiden muss. Meese-Bilder kann ich nicht beim hiesigen Zahnarzt oder dem kleinen Rathaus ausstellen. Mit Blumenaquarellen habe ich keine Chance ins MoMa zu kommen. Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach? Oder ganz ohne Geflügel? Aber große Leinwände in DER kleinen Wohnung?

    Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen verständlich ausdrücken und ihr schreibt mal, ob ihr vor ähnlichen Fragen gestanden habt und wie ihr sie für euch beantwortet habt.

    LG
    Christian
    Signature
  • ohcnoP
    lieber barfuß
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  • ohcnoP
    lieber barfuß
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Also ich kann gerne sagen wie das bei mir ist.

    Bei mir gibt es verschiedene Motiavationen ein Bild zu malen. Entweder ich will eine neue Technik ausprobieren, eine neue Malmittelmischung, oder mir gefällt eine Landschaft besonders gut, ich möchte eine bestimmte Farbzusammenstellung erproben, eine Geschichte erzählen, jemanden der mir gefällt porträtieren weil es mir Freude macht, es gibt immer neue Anregungen und wenn ich mal keine habe, gehe ich ins Museum und komme mit einem Kopf voller Ideen zurück.

    Wo ich hin will? Ich setze mir kleine Etappenziele, z.B. wo ich den Schwerpunkt immer darauf setze, etwas dazu zu lernen, sei es gestalterisch, inhaltlich, perspektivisch, farblich oder eine neue Technik oder Malmittel.

    Der finanzielle Erfolg folgt meist automatisch dem emotionalen Erfolg, denn die Bilder die ich mir eigentlich selber behalten möchte weil sie mir gefallen, die verkaufe ich als erstes.

    Hm, Einkommen ist ein relativer Begriff, jedenfalls konnte ich davon leben und bin schuldenfrei. Doch ich habe auch viele Wochenenden unterrichtet und das ist nicht immer nur lustig. Ich habe hart gearbeitet und war immer für die Schüler da, auch wenn sie mal um 23 Uhr angerufen haben dass sie nicht wissen wie sie das Malmittel zusammenmischen.

    Ich habe nur 4 Bilder bei Ebay eingestellt, dann nie wieder.

    Da ich auch eine kleine Wohnung hatte, habe ich mir 2007 ein Atelier gemietet, doch die 300 Euro Kosten wollten erst mal hereingebracht werden. Diesen Monat gebe ich es auf, da ich nicht mehr so viel machen möchte, eben aus gesundheitlichen Gründen. Da muss man dann ob man will oder nicht, damit alles bezahlt werden kann.

    Jetzt bin ich in Pension, bin in eine größere Wohnung umgezogen und mache nur mehr 2 Kurse im Jahr, weil ich es gerne mache und es macht mir Freude zu unterrichten, aber es sollte kein Zwang oder Muss werden.

    Um wirklich groß rauszukommen, muss man jung, topfit wie ein Turnschuh sein und rund um die Uhr arbeiten wie ein Pferd; man muss Begabung haben sich zu vermarkten und alle Tricks beherrschen, überall herumfragen, keilen, Ausstellungen organisieren, Kataloge drucken lassen, und sehr viel Wind um sich machen. Das wollte ich nie und will ich auch jetzt nicht.
    Es reicht mir Freude am Leben und an der Malerei zu haben und mich weiterzubilden so gut es geht. Für mich ist wichtig, dass mir das was ich mache entspricht und dass ich einen Fortschritt erkennen kann.
    Nur Bilder zu produzieren, das ist nicht meines und das wollte ich auch nie. Ich sehe die Malerei als einen Entwicklungsprozess an und finde es spannend, was dabei rauskommt, da ich mich auch ständig verändere und mit mir meine Bilder.
    So habe ich immer in meinen Bildern einen Spiegel meiner selbst.

    Wünsche Euch allen viel Erfolg,
    liebe Grüße Margit
    Signature
  • osas
    es kleckst säuselt und exponiert immer sich selbst
    fucking kreis
    teuflisch sein
    jede zelle ein kraftwerk
    im kopp nicht auszuhalten
    die atmosfähre dampft schon wieder
    tickets in der düne
    am grunde des seenervs
    im studio am anfang aller versen
    omni zeug' pour l'amour
  • xiflamsungam Haupsache glücklich :-)
    Hallo zusammen,
    habe diesen Thread mit Interesse gelesen, eine schöne Diskussion! Jeder hat vermutlich eine andere Motivation sich der Malerei zu widmen. Gerne schließe ich mich "Quickfidel" an, der (die?) diese "Solltens und Müssens" kritisiert.
    Interessant im Kontext der Malerei - oder auch Poesie etc. - finde ich die Ausführungen von Betty Edwards in dem Buch "Garantiert zeichnen lernen" über unser Gehirn. Sie verbindet das Vermögen zu sehen mit der Nutzung der rechten Hirnhälfte und einem damit verbundenen tranceartigen Zustand, wenn man es schafft, sich von den Vorgaben der Linken zu lösen.

    Genau diese Erfahrung habe ich oft (leider nicht immer) bei meinen malerischen Aktivitäten machen können. Es stellt sich ein herrliches Gefühl ein, man ist hochkonzentriert, von Optimismus und Schaffenskraft getragen, die die Wahrnehmung des Umfeldes extrem herabsetzt.

    Das Arbeitsergebnis unterscheidet sich bei mir erheblich von den Sitzungen, in denen ich mich zwinge produktiv zu sein, z.B. wenn ein Ausstellungstermin bedenklich nahe rückt.
    Leider sehe ich das dann auch direkt, es wirkt gewollt und ich hasse es.

    Von daher halte ich einen erzwungenen Weg sich "irgendwohin" entwickeln zu müssen für nachteilig, für das Ergebnis und für einen selbst, weil man mit selbstauferlegtem Druck nicht in diesen wunderbaren "R-Modus" gelangen kann.

    So bin ich fest davon überzeugt, dass dieser Prozess von ganz alleine kommt, wenn man im Fluß und im Einklang mit sich selbst arbeitet. Das dauert eben seine Zeit und ich denke, das kann man dies auch gut an den Entwicklungen vieler berühmter Maler sehen kann, z.B. an Picasso, um nur einen zu nennen.

    Es gibt aus meiner Sicht kein "überholt oder veraltet" was den Stil eines Künstlers angeht, es kommt aus ihm raus und das ist dann gut so.

    Mit etwas Toleranz kann man das alles genießen :-)

    Viele Grüße! magnus
  • Gris 030
    Gris 030
    es ist offenbar weit mehr als nur gehirnarbeit, die diesen zustand ermöglicht.sonst wäre er ja immer gleichartig abrufbar.
    schön, dass es so ist...außer, man hat druck im rücken.
    Signature
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Ich hatte vor wenigen Tagen wieder diesen glasklaren Zustand mitten in der Nacht, wo plötzlich vor meinem geistigen Auge Bilder waren, die ich ganz genau sehen konnte und bin aufgestanden und habe mir Notizen gemacht. Leider kommt das derzeit sehr selten vor, denn es unterscheidet sich, so wie Magnus schon sagte, komplett von den üblichen Arbeitsvorgängen, wo ich mit dem Verstand ein Bild zusammenstelle und mich höchstens Intuition anregt, die Gestaltung etwas zu verändern.
    Auch Fantasie ist absolut kein Ersatz für diesen Zustand, wo das Bild aus den Tiefen erscheint und auf einmal da ist.
    Ich glaube dass solche Bilder auch eine bestimmte Bedeutung haben und uns etwas über unser tiefstes Innerstes aussagen, sozusagen ein Dialog mit Bewusstsein und Unterbewusstsein darstellen.
    Leider ist es dann meist so, dass ich, wenn ich dann endlich wach bin und zum Pinsel greifen, die Erinnerung an dieses gesehene Bild stark verblasst ist. Deshalb lasse ich es dann meist, sie umzusetzen.
    Ich finde das aber schade, denn vielleicht sind gerade diese Bilder von größerem Interesse.
    Hat jemand eine Idee wie man diese Erinnerung besser bewahren kann?

    Es sind ganz andere Welten und diese Bilder sind von völlig anderem Aussehen als das was ich sonst mache.

    Liebe Grüße
    Margit
    Signature
  • xiflamsungam
    es ist offenbar weit mehr als nur gehirnarbeit, die diesen zustand ermöglicht.sonst wäre er ja immer gleichartig abrufbar.
    schön, dass es so ist...außer, man hat druck im rücken.


    Nach der Autorin des Buches, kann man diesen "R-Modus" trainieren.
    Profis haben schnellen Zugang, oder wissen, wie sie sich in diesen versetzen können. Hölzel hat sich wohl vor seinen Arbeiten einige Zeit "eingemalt", in dem er über wildes "Gekrakel" seinen Strich gefunden hat.

    @Margit: Diesen Modus findest du beim "Tun", deine Visionen kannst du nur notieren - skizzieren....

    LG magnus
  • WERWIN
    WERWIN Verlust durch Abstand
    Solch glasklare Zustände werden nicht nur in der Nacht durch irgend einen Impuls hervorgerufen,soetwas passiert auch am hellichten Tag,nur ist das dem Menschen d durch äußere streßige Abläufe verloren gegangen.
    Sich aufmerksam in den zeitlichen Ablauf einzubegeben, so das der Eindruck entsteht sich auf einer Welle von Zeit zu bewegen ist reine Glücksache.
    Wenn aus den Tiefen des Unterbewußten Bilder in das Bewußte empor steigen, dann gibt es nur diese Möglichkeit das man schnell zur Tat schreitet.
    Es geht nicht diese Bilder zu einem späteren Zeitpunkt synchron mit den dazu passenden Gefühlen nochmals auf dem selben Punkt abzurufen,das wäre so, als ob ich das Glück mit Gewalt festhalten würde.
    w:-
    Signature
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Lieber Magnus,
    danke! Ich habe mir vor einigen Tagen eine CD mit Übungen gekauft, sie ist von Dr. Frank Kinslow und heisst "Quanten Heilung".
    Er spricht von einem Eu-Gefühl, das ist genau das was sich bei mir beim Malen einstellt, wo alles andere verschwindet und ich zusehe wie "ES" malt.
    Die erschienenen Bilder sind vermutlich auch solche vom "ES" gestalteten.
    Da wäre dann nicht nur die Ausführung, sondern der ganze Bildaufbau und die Thematik in diesem Sinne ausgeführt.

    Wenn ich jetzt bei einem Krug malen herumfuzzle und "ES" schaltet sich ein
    dann kommen wie von selber genau die Dinge hinzu die dann den Krug realistisch aussehen lassen, die mir selber aber mit dem Verstand nicht einfallen.
    Es wäre interessant, ein ganzes Bild in diesem Modus entstehen zu lassen, von Anfang an.

    Liebe Grüße
    Margit
    Signature
  • xiflamsungam
    .....Es wäre interessant, ein ganzes Bild in diesem Modus entstehen zu lassen, von Anfang an.

    Liebe Grüße
    Margit


    Liebe Margit,

    ja, davon träume ich auch.... :-) Die Realität arbeitet einem da nicht immer zu... LG magnus
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Danke Werwin,

    das ist aber schade dass man das nicht auf später verschieben kann.
    Diese CD mit den Übungen, da kann man dieses Eu-Gefühl sofort und leicht erzeugen, und ich glaube wenn man das öfter übt dann geht das auch ohne dieser CD. Das ist ein Gefühl dass sicher jeder kennt, das sich aber eben meist nur sehr flüchtig einstellt.
    Ich kenne es aus meiner Kindheit, die sehr sehr hart war, und wenn ich dann mit meiner Schildkröte gespielt habe oder mit Mutters Topfpflanzen, war ich in dieser Welt, das hat mir wahrscheinlich auch das Über- Leben gerettet. Es ist die Welt des Beobachters, wo das Ego außen bleibt und der Verstand auch. Die Handlungen geschehen aus dem Unterbewusstsein, manche trennen das und sagen auch Überbewusstsein.
    Liebe Grüße
    Margit
    Signature
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    .....Es wäre interessant, ein ganzes Bild in diesem Modus entstehen zu lassen, von Anfang an.

    Liebe Grüße
    Margit


    Liebe Margit,

    ja, davon träume ich auch.... :-) Die Realität arbeitet einem da nicht immer zu... LG magnus


    Hmmmmm............. also das sehe ich jetzt als Herausforderung!
    Das interessiert mich und da bleibe ich dran. Ich bin mir sicher dass es eine Möglichkeit gibt das zu tun.

    Zumindest kann ich mich an das gesehene Bild noch gut erinnern, wenn ich anfange es auf die Leinwand zu bringen und dieser R-Modus stellt sich wieder ein, kann ich bzw. "ES" das Bild ja dann auch fertigmalen und was nicht stimmt, abändern....

    Einen Versuche wäre das doch mal wert.....
    Ich bin eh so experimentierfreudig.

    Liebe Grüße
    Margit
    Signature
  • WERWIN
    WERWIN Illsionen
    Alles nur Wunschvorstellungen!
    Je mehr man sich einen solchen "Ultra Zustand" herbei sehnt,je weiter entfernen wir uns davon.
    Was kann denn schon so ein menschliches Gehirn?
    Es betrügt sich wos nur geht, um an irgend ein Ziel zu gelangen,dabei liegt die wahre Kunst darin allem freien Lauf zu gewähren,damit das wesentliche eine Möglichkeit erhält sich zu entfalten.
    Zuviel Gedanken führen zur Unterdrückung dessen was sich entfalten möchte,
    dazu brauchts kein riesigen Plan.
    In sich einkehren und mit der Seele und dem Herz in bester Gesellschaft zu sein
    sind gute Voraussetzungen um an den besagten Glückszustand zu gelangen.
    Signature
  • xiflamsungam
    So, nun kann ich mich endlich auch aufraffen, hier etwas mehr zu schreiben. Ich hirne schon ewig und 3 Tage über diese ganzen Themen. Dabei macht mir besonders folgende Fragen zu schaffen:

    Mit welcher Motivation male ich?
    Wo will ich hin?

    Ganz besonders hadere ich mit meinem Ego. Ich habe ein schlechtes Verhältnis zum Mittelmass.

    Natürlich möchte ich erfolgreich sein. Dabei unterscheide ich zwischen emotionalem Erfolg und finanziellem Erfolg.

    Um mich zu verstehen, müßt ihr wissen, dass ich außer Kunst nichts mehr machen kann. Ich bin aus gesundheitlichen Gründen voll erwerbsgemindert. Ich würde gerne zumindest mit einer Pobacke aus der "Sozialen Hängematte" raus. Kann ich mit "VHS-Kunst" ein Einkommen erzielen, dass ich auch so nennen kann? Bei Ebay gehen riesige Bilder für Preise weg, die nicht mal die Materialkosten decken. Für einen Stundenlohn von 0,50 Euro malen? Lieber nicht. Und der andere Weg? Der "Jonathan-Meese-Weg"? Volles Risiko! Sekt oder Selters! Barfuss oder Lackschuh? Würde ich das aushalten? Das Problem ist, dass ich mich irgendwie entscheiden muss. Meese-Bilder kann ich nicht beim hiesigen Zahnarzt oder dem kleinen Rathaus ausstellen. Mit Blumenaquarellen habe ich keine Chance ins MoMa zu kommen. Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach? Oder ganz ohne Geflügel? Aber große Leinwände in DER kleinen Wohnung?

    Ich hoffe, ich konnte mich einigermassen verständlich ausdrücken und ihr schreibt mal, ob ihr vor ähnlichen Fragen gestanden habt und wie ihr sie für euch beantwortet habt.

    LG
    Christian


    Ich denke man muss sich stärker mit Marketing befassen, Netzwerke aufbauen etc. . Alles Dinge, die einen Künstler eben weniger interessieren. Nur, was nützt das schönste und genialste Bild, wenn es nicht von den richtigen Leuten gesehen wird!?

    Also muss man irgendwie Vitamin B aufbauen.
    Eine echte Herausforderung, zumal die Galeristen wenig bis gar nichts für unbekannte Künstler tun, es sei denn, man zahlt....
    Mich hat letztens eine Galerie angeschrieben, die mich gerne betreuen will - für schlappe 3000.- Euronen, als jährlichen Beitrag, wobei man alle Rechte abgibt!?
    Das gibt einem schon zu denken, ein Gewinner steht schon fest...

    LG magnus
  • Margit Gieszer
    Margit Gieszer
    Es gibt viele verschiedene Beweggründe, Maler zu werden.
    Bei mir ist es nicht das Geld und auch nicht Ruhm oder Ehre. Es ist bei mir die Freude die ich empfinde wenn ich male. Nicht mehr und nicht weniger. Und dabei das Loslassen. Ich strebe nichts an und brauche auch mein Leben nicht mehr davon zu bestreiten. Es ist ein innereer Wunsch und eine Sehnsucht, die sich im Malen selber erfüllt.

    So hat es bei mir seinerzeit 1981 auch mit den Puppen begonnen, aus reiner Freude an der Sache habe ich eine Puppe gebastelt und mich immer mehr in die Materie vertieft, bis ich dann mal zu einem Weltpuppenkongress nach England gefahren bin, wo ich unter 450 Teilnehmern auf Anhieb den ersten Preis gewann. Das ging so weiter und ich habe 12 Weltmeisterschaften gewonnen, dann habe ich aufgehört.
    Für mich war das damals natürlich eine super Werbung und ich habe dann auch meine Familie davon ernährt und erhalten.
    Doch ging es dabei um sehr strenge Regeln, man musste die antiken Puppen perfekt kopieren, was ich meisterhaft geschafft habe.
    Doch hatte ich nie den Wunsch, daraus einen Beruf zu machen, es kam alles ganz von selber, hat sich ganz von selber so entwickelt.

    Bei der Malerei gibt es kaum oder gar keine Vorgaben wie man malen soll und auch keine Vergleichsmöglichkeiten oder Einstufungen.
    Man kann sich frei in alle Richtungen hin entwickeln, völlig ungebunden.
    Das finde ich wunderbar und ich strebe nichts im Außen an.
    Wenn ich male bin ich glücklich und ausgeglichen. Nur das ist jetzt noch wichtig für mich.

    Das ist natürlich für Menschen die davon leben müssen, ein unglaublicher Druck, und je mehr man sich diesen Druck auferlegt desto unfreier wird man, das geht jedenfalls mir so.

    Ich wünsche allen, dass ihr euch frei entfalten könnt ohne Druck und das Malen selber voll genießen. Ich glaube nur was man liebt, macht man auch wirklich gut.

    LG Margit
    Signature
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