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  • was kann man mit einem kunstabschluss machen?

  • heinrich
    Ahja..!
    Alleine mit Bilder malen/zeichnen
    kommt der Künstler mit/ohne Abschluss nicht weit...

    Es muss...wie heißt es nochmal...

    "INTERMEDI...intermedial" sein...
    Signature
  • 46nahtaiveL
    ach geh das ist doch schon wieder retro!!
    die 90iger sind nunmal vorbei *prust*
  • leirA
    Hallo Leviathan, Bookrix ist das blödeste Portal von allen!

    Profi ist einer , der Texte in Publikumsverlagen landet ( also keine Selbstverlage wie BOD). Ich bin via Wettbewerb auch in Anthologien vertreten, aber Kurzgeschichten werden üblicherweise nicht bezahlt.

    Wer Galeristen für sich vereinnahmen will, sollte mal ganz schnell den Markt bedienen, was denn sonst? Warten, bis man vom Markt entdeckt wird?
    Stell Dir das mal nicht so einfach vor, den Markt zu bedienen, alles voller Geier und Hyänen, kein einziges Rindvieh vertreten.
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  • 46nahtaiveL
    hm...bei bookrix war ich nur...
    sehr sporadisch...die stellen auch ständig
    die software um..so das man sich gar nicht mehr
    zurechtfindet...
    hmja...das alte lob ich dich..dann lobst du mich
    spielchen...wie überall


    hab aber trotzdem den eindruck das man sich
    schon auch über ''schreibtechnik''etc
    auseinandersetzt...

    übrigens bedient auch der herr franziskus einen markt
    allerdings mit sehr vielen mitbwerbern :-)


    wettbewerbe gibts im comicbereich auch
    nur finde ich das themenstellen a la vhs
    etwas daneben...wer ein bischen länger
    dabei ist ..findet seine eigenen geschichten/
    motive...unweigerlich:-)
  • leirA
    wettbewerbe gibts im comicbereich auch
    nur finde ich das themenstellen a la vhs
    etwas daneben...wer ein bischen länger
    dabei ist ..findet seine eigenen geschichten/
    motive...unweigerlich:-)



    Wenn ich wesentlich jünger wäre, würde ich vielleicht auch irgendwas mit Comic oder Trickfilm machen, wer weiß. Wer Bilder in Beziehung zu Texten setzt, eröffnet sich selbst die Möglichkeit aus den konventionellen künstlerischen Bahnen auszusteigen. Man muss natürlich was anderes machen als der Mainstream, sonst ist man wieder in der üblichen Schublade.
    Aber insgesamt sehe ich die langfristige Perspektive mehr in der angewandten Kunst. Wer nicht vollkommen anders tickt als seine "künstlerischen Vorfahren" ist wahrscheinlich notgedrungen dazu verdammt nachzuempfinden, was andere schon besser vorgemacht haben.
  • 46nahtaiveL
    du schweifst auch gerne ab?

    mein punkt war nur das- ich
    und- vermutlich auch ne menge
    anderer...es eigentlich nicht
    nötig haben ein thema gestellt
    zu bekommen um 'kreativ' in die gänge
    zu kommen..

    ich hätte als herausgeber einer zeitschrift
    übrigens auch skupel sowas zu veranstalten
    die leute machen sich dann extra die
    mühe + werden dann höschstwahrscheinlich
    nicht mal veröffentlicht..weils eben doch nicht
    gut genug ist

    mfg
  • leirA
    ich
    und- vermutlich auch ne menge
    anderer...es eigentlich nicht
    nötig haben ein thema gestellt
    zu bekommen um 'kreativ' in die gänge
    zu kommen..



    Verstehe, Du möchstest frei sein.
    Mir will das eigentlich nicht in den Kopf, warum jemand nicht mit thematischem Bezug arbeiten mag.
    Wie jemand das gestellte Thema im Rahmen eines Wettbewerbes auffasst und verarbeitet, ist doch schon die "halbe Miete". Genau da trennt sich schon die Spreu vom Weizen. Die meisten versuchen doch Eckdaten einer Themenstellung wie "Fussgänger" reihum einzuarbeiten. Kluge Köpfe punkten schon an dieser Stelle, wenn sie das Thema vielleicht ironisch oder sarkastisch umsetzen und eine Unverschämtheit daraus machen.
    Ein Veranstalter braucht auch eine geeignete Ausgangsposition. Ein gemeinsames, allen Arbeiten zugrundeliegendes Thema, bietet sich da einfach an.

    Du hättest Skrupel so eine Veranstaltung durchzuführen, weil die, die nicht gut genug sind, nicht veröffentlicht werden?
    Hahaha!
    Das ist aber bei Wettbewerben so üblich.
    Wer als Veranstalter jemanden veröffentlichte, der nicht gut ist, bezeugte eigene Unfähigkeit.
  • 46nahtaiveL
    mit freiheit hat das nichts zu tun, eher mit schon genug tun..
    klar fällt mir zu einem thema was ein dazu muss ich nicht
    mal scribbeln oder googeln...da reichts es evtl das thema einfach
    ins unterbewusstsein zu schicken..(ok nicht immer)


    (naheliegende einfälle umgesetzt findest du übrigens hier
    zuhauf...zb ein hungerkind zu afrika..oder ein penner
    zu armut..aber hier sind ja nur noch ab zu malende hausfrauen)


    nur wenn es eh *nur* eine veröffentlichung kommt ists doch schade
    um die arbeit wenns nicht klappt! nach welchen kriterien so eine jury
    urteilt...bleibt sowieso rätselhaft..es gibt welche die spezelwirtschaft
    mehr oder weniger zugeben...

    klar würde ich als herausgeber auch keinen müll
    veröffentlichen...es macht nur einen kleinen
    aber feinen unterschied ob ich für deisen müll
    indirekt verantwotlich bin :-)

    das umlautmagazin stellt übrigens keine themen
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Nun ja, was kann man mit einem kunstabschluss machen?

    Ein solches Studium sollte schon mehr Können und Sicherheit im Umgang mit der Kunst geben. Nach dem Studium selbst Kunst zu machen, ist nur eine Möglichkeit. Andere Möglichkeiten sind Tätigkeiten in Museen, als Nachlassverwalter, als Galerist, in Redaktionen, in Unternehmen zur Pflege und Ausbau der Sammlungen, in der Vermarktung von Kunst, der Betreuung von Sponsoren und und ...

    Ob ein "Studierter" oder ein Autodidakt die bessere Kunst macht, diese Diskussion ist müssig, denn es kommt immer darauf an, was man aus seinem Talent, seiner Ausbildung macht. Ich habe als Hobby Maler und dann noch im Bereich Aquarell die gleichen negativen Erfahrungen, wie hier beschrieben. Wenn man mir bei einer Bewerbung eine Absage mit der Begründung erteilt, dass mir der passende Abschluss fehlt, habe ich mir schon mal den Spaß gemacht, zwei Fragen zu stellen:

    Ob die Galerie oder der Ausstellungsort plant auch mal eine Ausstellung mit Günter Grass, Udo Lindenberg, Armin Müller Stahl… zu machen. Übrigens im Bereich der Malerei alles Autodidakten auf die jeder Gakerist scharf ist ;-)

    Oder ich frage, wie es der Galerie wirtschaftlich geht und wie eine Arbeit ohne Sponsoren auf Dauer möglich ist. Schade denn für meine Ausstellung hätte die Möglichkeit bestanden, dass ich zwei Sponsoren mit bringe.


    Klar werde ich die Welt nicht verändern, denn eine gute Diskussion ist zu dem Thema kaum möglich. Einmal weil die Galeristen ja nur das machen, von dem sie der Meinung sind, was am Markt nachgefragt wird.


    und hier ein paar Beiträge in meinem Blog, die zu der Diskussion passen könnten
    Preis der Kunst – ein stets wiederkehrendes Thema
    https://frankkoebsch.wordpress.com/2010/06/12/preis-der-kunst/

    Zahlt sich ein Kunststudium aus? Muss man Meisterschüler sein?
    https://frankkoebsch.wordpress.com/2010/04/22/wie-ermittelt-sich-der-preis-eines-kunstwerkes-%E2%80%93-teil-4/

    Vergleich zwischen Hobbykünstler und Profi?
    https://frankkoebsch.wordpress.com/2010/04/20/wie-ermittelt-sich-der-preis-eines-kunstwerkes-%E2%80%93-teil-3/

    Viel Spaß mit der Malerei - Frank
    Signature
  • nighthawk
  • reniek
    Stimme nigthawk voll und ganz zu - ganz treffend beobachtet, da gibt es nichts hinzuzufügen.

    Hallo Frank, habe Dir hier mal geantwortet und auch in deinem Blog-Post
    Hoffe, das passt so wp.me/pI67H-10H
  • 46nahtaiveL techni
    hm..alles nicht unklug..

    ich vermute trotzdem das auch galeristen in ihrem
    urteil befangen sind...und die arbeiten eines autodidakten
    werden anders...wahrscheinlich strenger..(wenn der künstler
    sein will...warum hat er dann nicht studiert?)
    überdies ist ein studierter künstler wohl auch leichter
    vermarktbar...der hat lange studiert...auch technik..
    also MUSS einfach mehr drann sein :-)
    ja und jung soll die kunst auch sein...auch wenn die gemälde
    eigentlich nichts neues zeigen...


    dein unique selling point klingt schon wieder wie eine marketingstrategie
    ein J meese würde sich dem kaum unterwerfen..

    glaub der grass ist netamal autodidakt?
  • nighthawk
  • essapeT_ailuJ Was kann man mit einem Kunstabschluss machen
    Kommt auf den Abschluss an;-)

    Gibt ja mehrere Varianten, welche Art von Kunst studiert werden kann:
    Kunstpädagogik, freie Kunst, Kommunikationsdesign, Kunstwissenschaft...

    Wichtig ist, dass man verschiedene Praktische Arbeiten vorweisen kann und nicht nur stumpfe Theorie büffelt, so wie das beim Kunstpädagogik-Studium der Fall ist...
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    glaub der grass ist netamal autodidakt?


    Was sollte er denn sonst sein?

    🔗
    "Ich bin gelernter Bildhauer und Grafiker, als Autor bin ich Autodidakt."

    Wenn sich jemand eine Technik im Selbststudium (auf genügend hohem Niveau) beigebracht hat, ist er per definitionem Autodidakt.
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo Eugen,

    danke für Deine ausführliche Antwort. Ich habe mal auf Deiner Seite gestöbert. Respekt ... Doch nun zu Deinen Zeilen.

    nun ja frank, die galeristen reden selten die wahrheit. kaum ein galerist würde dir jemals direkt ins gesicht sagen, dass er deine bilder schlecht findet. wenn du autodidakt bist, ist es am einfachsten zu sagen, dass es am fehlenden abschluß liegt. bist du ein meisterschüler, dann wird gesagt, dass deine bilder nicht in das profil der galerie passen. passen sie offensichtlich sehr gut ins profil, sagen sie dir, dass das ausstellungsprogramm für dieses jahr bereits voll ist, und du am besten erst nächstes jahr wieder vorbeikommen sollst.


    Nun es ist so wie Du es beschreibst. Aber es ist immer so, wenn man auf der Suche nach einem Partner egal in welcher Branche ist. Ich versuche mich vorher zu informieren, wo ich mit meinen Bildern oder einem Ausstellungsprojekt hineinpasse und die Anzahl aus den geschilderten Gründen gering zu halten. Oft hilft es auch sich mit einem konkreten Projekt zu bewerben.


    dass autodidakten wie günter grass, udo lindenberg oder armin müller stahl da wesenltlich bessere chancen haben als du, liegt einfach daran, dass sie bereits mit etwas anderem berühmt geworden sind. sie werden sicherlich nie die preise eines neo rauch oder peter doig erreichen, aber es wird wohl genug gut betuchte fans geben, die für ihre bilder gute preise zahlen würden. das macht sie für einige galeristen interessant.

    Hier hast Du recht - mein Beispiel sollte nur auf das Thema Kunststudium im Bereich der bildenden Kunst als "Wertkriterium" zielen ;-)


    ob du sponsoren mitbringst oder nicht, ist für einen galeristen weniger relevant. ein guter galerist hat einen mehr oder weniger festen kundenstamm, im fachjargon auch sammler genannt, letztendlich sind es vielleicht immer dieselben 10-15 leute die bei ihm regelmäßig kunst kaufen. wenn er sie mit einer schlechten ausstellung enttäuscht und sie nichts kaufen, nützen auch die großzügigsten sponsoren wenig. wenn sich das ein paar mal wiederholt, wenden sich die sammler von ihm ab, und er ist wirtschaftlich erledigt. deswegen guckt ein galerist auch ganz genau, wen er sich ins boot holt.


    Nun hier musste ich lächeln. Wenn ich es richtig gelesen habe, lebst Du in Greifswald. Hier kenne ich einen einzigen Galeristen, auf den das zu treffen könnte, wie Du es beschreibst und der davon leben kann. -->
    Galerie Hubert Schwarz. Oder?

    Aber mit einem Kundenstamm von 10 bis 15 Sammlern ist es aus meiner Sicht nicht getan. Die Arbeit mit einem oder mehreren Sponsoren wird oft verkannt. Es sind ja nicht nur stupide Geldgeber, denn ein guter Sponsor bringt sich in die Werbung ein, promotet sein Arangement bei Kunden, Partner und Angestellten. Damit ergeben sich Kontakte zu neuen Kunden und die Möglichkeit auch Künstler zu gewinnen, zu denen der Galerist alleine keinen Zugang hat.
    Klar unabhängig davon muss schon das Profil des Künstlers zum Ausstellungsort passen. Wenn dieses nicht passt, dann hilft auch kein Sponsor. Für mich ist die Kunsthalle Rostock ein sehr gutes Beispiel in der Zusammenarbeit mit Sponsoren. Dadurch ist es möglich Ausstellungen in die Kusnthalle zu holen, die Besuchermagenet sind, die die Kunsthalle alleine nicht realisieren könnte. Gleichzeitg werden für "Nachwuchskünstlern" mit und ohne Studium Ausstellungsmöglichkeiten geschaffen.

    für fast alle anderen berufe die du aufgezählt hast, gibt es mittlerweile passende studiengänge. als künstler hat man da oft nur eine chance wenn man ein entsprechendes aufbaustudium absolviert. danach folgen mehrjährige meist unbezahlte praktika. man sollte also bei einer guten gelegenheit seine eltern vorsichtig fragen, ob sie bereit wären einen über das studium hinaus 3-4 jahre lang zu finanzieren. ob danach ein fester job in aussicht steht ist noch eine ganz andere frage.


    Nun so wie Du es bestreibst gilt es sicher für den Berufseinsteiger. Ansonsten glaube ich ist es wie in jeder anderen Berufsgruppe. Wenn man innerhalb seiner Tätigkeit Erfahrungen angeeignet hat, zählen dann immer mehr die Erfahrungen und Erfolge. Ich habe mit einem Studium, der Informationstechnik in den letzen 25 Jahren als Entwicklungsingenieur, Projektleiter, Consultant, Account Manager, im Business Develoment und Marketing gearbeitet. Gleiches sehe ich in Bereich der Kunst, wenn ich mir verschiedenen Vitas anschaue. Wichtig ist es anzufangen und es Professionell zu gestalten, dann ergibt sich oft eins nach dem anderen...

    wenn du mit deiner kunst erfolg haben willst, muss sie sowas wie einen "unique selling point" haben. das ist wie die drei strefen bei adidas: ein alleinstellungsmerkmal, das dich unverkennbar macht. dann ist es egal, ob deine bilder fotorealistisch, expressiv oder abstrakt sind. ob du raumfüllende installationen baust oder kleine aquarelle malst, der zeitgenössische kunstmarkt ist breitgefächert genug. wenn du innerhalb deiner stilrichtung dich irgendwie von dem rest abhebst, hast du eine chance.

    ;-) dem kann ich nichts hinzufügen, außer dass noch ein passendes Marketingkonzept dazu gehört !!! Als Beispiel hierfür mag http://edwardbgordon.blogspot.com/ gelten


    allerdings befüchte ich, dass jemand der fragen muss, was man überhaupt mit einem kunstabschluß machen kann, grundsätzlich mit einem kunststudium falsch beraten ist. ich habe mir die frage nie gestellt. denn die antwort wäre sehr einfach gewesen. dasselbe was ich schon vor dem kunststudium, während des kunststudiums, nach dem kunststudium und auch ohne das kunststudium gemacht hätte, was ich schon immer, solange ich denken kann, gemacht habe und machen werde - malen! was sonst?


    Aber Eugen - dieses ist doch toll ;-) Aber wieviele von den Kunststudenten schaffen dieses? 10 bis 20% ??? Wo bleiben die anderen?

    Ich freue mich auf Deine Antworten. FRank
    Signature
  • nighthawk
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo Eugen, hallo werte Leser,

    danke für Deine ausführliche Antwort.

    ... schwarz ist nicht nur der einzige galerist in greifswald, auf den meine beschreibung passt, er ist überhaupt der einzige richtige galerist hier. sonst kenne ich hier nur ein paar eingebildete tanten, die vermutlich überwiegend durch den verkauf von bernsteinschmuck o.ä. schnickschnack ihre galerie finanzieren.


    nun dann kenne ich mich in MV doch gut aus. Aber sind Deine Worte für die Galerie Jantar und die Greifen Galerie nicht zu hart ;-)
    Auch Galeristen müssen leben, es ist nur schade wenn hier das Konzept fehlt, denn dieses hilft dann weder Dir, noch mir, noch anderen. Wie hast Du so schön geschrieben, man läuft dann schnell Gefahr nicht das Konzept der Galerie zu passen. Aber hier kann man dann fragen: Ab wann ist man Galerist? Oder Was sind die Aufgaben eines Galeristen? Es gibt doch nur wenige Galeristen, die Künstler auch fordern und fördern, Messevertretungen arrangieren u.a. Dieses geht dann aber nicht mit dem Bernstein- und Schmuckverkauf einher.


    ...ich denke, wenn ein galerist erfolgreich ist, hat er entweder selbst sponsoren, oder er braucht gar keine, jedenfalls wäre das kein argument für ihn deswegen jemanden in sein ausstellungsprogramm aufzunehmen. mehr erfolg könntest du eventuell bei örtlichen kunstvereinen haben. allerdings steht da weniger der verkauf sondern die vermittlung von kunst im vordergrund. ich habe aber auch schon die erfahrung gemacht, selbst in ganz kleinen kunstvereinen gut zu verkaufen, wenn sich um sie ein kreis gutsituierter akademiker gebildet hat, die ihren verein nicht nur als sinvollen zeitvertreib sehen, sondern auch als möglichkeit sich mit frischer nicht allzu teuerer kunst zu versorgen.


    Nun zu dem Thema Sponsoring haben wir unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungen... Was auch nicht schlimm ist ;-) Umso näher sind unsere Erfahrungen im Bereich von Vereinen. Schau mal https://jazzmalerei.wordpress.com/ hier sind meine Greifswalder Erfahrungen. Ich werde mal in Deiner Vita stöbern gehen, wo du Deine guten Erfahrungen gesammelt hast. Ich glaube, dass es die Mischung macht, die zum Erfolg führen kann. Ausstellungen im öffentlichen Raum und Kunstvereinen und eine Vertretung durch Galerien gepaart mit einem Konzept für Pressearbeit.

    skepsis gegenüber erfolgreichen karrierechancen im kulturbetrieb basiert vermutlich darauf, dass ich selbst zur sogenannten "generation praktikum" gehöre, ich kenne einfach viel zu viele in meinem eigenen umfeld, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen studium, volontariat oder mehreren praktika in angesehenen institutionen immer noch am existenzminimum herumkratzen oder nebenbei in einer kneipe jobben müssen, um ihre miete zahlen zu können, weil alle guten jobs schon längst von älteren besetzt sind und es werden ja kaum neue geschaffen, sondern eher abgebaut. das muss sich einfach jeder vor augen halten der sowas machen will, und wenn er sich trotzdem nicht davon abhalten lässt, dann ist er vielleicht sogar der richtige dafür.


    Da ich habe mit meinen ingenieurtechnischen Hintergrund, noch rechtzeitig die Kurve bekommen oder hatte das Glück an der richtigen Stelle mit den richtigen Argumenten zu sein. Erst jetzt beginnt wieder ein Umdenken, da die demografische Entwicklung zwingt sich Talente zu sichern... Aber zu jeder Zeit haben es immer wieder gute Leute geschafft sich durchzusetzen.

    dass nur so wenige kunststudenten nach dem studium von ihrer kunst leben können, liegt hauptsächlich daran, dass viel zu viele ausgebildet werden. es gibt in deutschland über 20 staatliche kunsthochschulen, lass jede von ihnen auch nur 30 absolventen jedes jahr entlassen, dann kommen wir schon auf min. 600 und das jedes jahr! dazu kommt noch, dass es ein eigentliches "studium" wie man es von anderen studiengängen kennt, gar nicht gibt.


    Nun dieses ist der Markt... Der regelt leider mit brutaler Härte, das Überangebot was die Kunsthochschulen produzieren. Aber hier sind die Künstler sehr oft in guter Gesellschaft mit anderen Berufen, nur dass es dort auch immer wieder Zeiten eines Mangels gibt, da die Hochschulen und Universitäten meist zu langsam reagieren.

    deswegen tummeln sich hier auch viel zu viele leute, die nach dem studium gar nicht von ihrer kunst leben wollen, sondern es nur als mittel zur selbstverwirklichung, selbstfindung, ersatztherapie oder sonst was sehen. (gleich hagelt es rote punkte von kunststudenten!;-)).


    Nun ich habe mir erzählen lassen, hier gibt es noch eine Berufsgruppe, auf die viele die Belange in ähnlicher Weise zutreffen. Aber hier geht es dann weniger um Selbstverwirklichung sondern mehr um Selbstanalyse ;-))))


    von denjenigen aber, die es ernst mit der kunst meinen, schaffen es doch erstaunlich viele auch nach dem studium weiterhin bei der sache zu bleiben. wovon sie alle leben, darfst du nicht fragen, eine eindeutige antwort bekommst du eh nicht. (die mitgliedschaft in der ksk. wäre ein indiz dafür, dass ein künstler tatsächlich zumindest von "künstlerischer arbeit", was immer das auch sein mag, lebt. denn wer es nicht schafft, fliegt nach einer schonfrist wieder raus.) auf jeden fall ist es ein langer, entbehrungsreicher weg, schnelle erfolge, wie die der leipziger schule, sind selten und deswegen umso gefährlicher.


    Nun für bildenden Künstler ist der Abschluss des Studiums in der Regel der direkte Eintritt in die Selbstständigkeit. In den meisten anderen Berufsgruppen geht es meist erst einmal in eine Anstellung. Dieses hat dann den Vorteil, dass Erfahrungen gesammelt, Netzwerke geflochten werden können, bevor es evt. in die Selbstständigkeit geht. Ich nehme an, dass die Anzahl der Menschen, die es in anderen Berufsgruppen schaffen, in der Selbstständigkeit zu bestehen, genau so groß ist, wie die der Künstler. Hier scheint es dann ein Manko in der Ausbildung an den Hochschulen zu geben...und evt. auch im Selbstverständnis oder dem Bild der Künstler in der Gesellschaft.

    Hier ein paar Gedanken zu dem Thema von mir:
    Ist ein Künstler ein Unternehmer? https://frankkoebsch.wordpress.com/2010/11/05/ist-ein-kunstler-ein-unternehmer-2/

    Meine Gedanken zum Interview mit Bernhard Vogel https://frankkoebsch.wordpress.com/2009/08/08/palette-4-2009-teil-2-interview-mit-bernhard-vogel/

    Manchmal passen Sachen zusammen und ringen Respekt ab https://frankkoebsch.wordpress.com/2009/07/12/manchmal-passen-sachen-zusammen/

    Aber... vielleicht können wir ja mal unsere Belange bei einem Kaffee austauschen, denn Greifswald ist ja nicht weit. In dem Sinne beste Grüße nach HGW - Frank
    Signature
  • reniek
    Hi Frank...man sollte in solch einem Forum vor allem mit der Nennung von Klarnamen Anderer etwas vorsichtig umgehen, denn Google spült so manches nach oben, was manch einer dann in den falschen Hals bekommen kann.

    keiner wünscht Euch jedenfalls schöne Feiertage und guten Rutsch :)
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