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  • Gedicht?

  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart Gedicht ???
    HERR, du erforschest mich und kennest mich.
    Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne.
    Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.
    Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wissest.
    Du umgibst mich von allen Seiten, und hältst deine Hand über mir.
    Solchs Erkenntnis ist mir zu wünderlich und zu hoch, ich kanns nicht begreifen.
    Wohin soll ich hin gehen vor deinem Geist? Und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
    Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich in die Hölle, siehe, so bist du auch da.
    Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,
    so würde mich doch deine Hand da selbst führen und deine Rechte mich halten.
    Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein.
    Denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
    Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, Du warest über mir in Mutter Leibe.
    Ich danke dir darüber, dass ich wünderbarlich gemacht bin; wünderbarlich sind deine Werke; das erkennet meine Seele.
    Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erden.
    Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und derselben keiner da war.
    Aber wie köstlich sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihr so eine große Summa.
    Sollt ich sie zählen, so würde ihr mehr sein denn des Sands: Wenn ich aufwache bin ich noch bei dir.
    Ach Gott, dass du tötest die Gottlosen! Und die Blutgierigen von mir weichen müssten!
    Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohn Ursach.
    Ich hasse ja HERR die dich hassen, und verdreust mich auf sie, dass sie sich wider dich setzen.
    Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir Feind.
    Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine.
    Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
  • -emarap
    ...und verrate mir Herr, der du ja alles erschaffen hast, warum du die Gottlosen und Blutgierigen amfertigtest, auf dass ich sie hassen muss und bei dir deren Todesstrafe einfordern muss?
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    ...und verrate mir Herr, der du ja alles erschaffen hast, warum du die Gottlosen und Blutgierigen amfertigtest, auf dass ich sie hassen muss und bei dir deren Todesstrafe einfordern muss?


    Es ist ja immer noch eine Entscheidung jedes Einzelnen ob er gottlos ist und was er aus seinem Leben macht. Wir wurden ja nicht als Marionetten geschaffen, sonden als freie Wesen mit einem eigen Willen:
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  • midwife
    midwife
    "Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, Du warest über mir in Mutter Leibe."

    Hä, bist du nierenkrank und haderst jetzt mit Gott, oder was?
    Signature
  • tsivob-i oh ja !
    HERR, du erforschest mich und kennest mich.
    Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehest meine Gedanken von ferne.
    Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.
    Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wissest.
    Du umgibst mich von allen Seiten, und hältst deine Hand über mir.
    Solchs Erkenntnis ist mir zu wünderlich und zu hoch, ich kanns nicht begreifen.
    Wohin soll ich hin gehen vor deinem Geist? Und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
    Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich in die Hölle, siehe, so bist du auch da.
    Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,
    so würde mich doch deine Hand da selbst führen und deine Rechte mich halten.
    Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein.
    Denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.
    Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, Du warest über mir in Mutter Leibe.
    Ich danke dir darüber, dass ich wünderbarlich gemacht bin; wünderbarlich sind deine Werke; das erkennet meine Seele.
    Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erden.
    Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und derselben keiner da war.
    Aber wie köstlich sind für mich, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihr so eine große Summa.
    Sollt ich sie zählen, so würde ihr mehr sein denn des Sands: Wenn ich aufwache bin ich noch bei dir.
    Ach Gott, dass du tötest die Gottlosen! Und die Blutgierigen von mir weichen müssten!
    Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich ohn Ursach.
    Ich hasse ja HERR die dich hassen, und verdreust mich auf sie, dass sie sich wider dich setzen.
    Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir Feind.
    Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine.
    Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.


    weia.
    :o
  • leirA
    Ein paar interessante Gedanken, Franziskus, das mit den Nieren fand ich übrigens gut. - Ein noch nie gehörtes "Bild", dass sich dadurch assoziiert. "Deine Augen sahen mich da ich noch unbereitet war", gefällt mir auch.
    Einige andere Details sind ebenfalls ausdrucksstark. Über die Form denke ich noch nach, keine Ahnung, ungewöhnlich allemal und ungewöhnlich ist besser als gewöhnlich!
    Ich muss darüber nochmal sinnieren, aber ich kann Dir sagen, dass ich es jedenfalls nachdenkenswert finde. Es hört sich irgendwie irre an, noch nicht wie eine Endfassung, aber eine Rohfassung mit Potential. Man erkennt Gedanken dahinter, ohne Klischee oder abgegriffene Metapher.
    Es hat Aspekte einer Prophetie, eines Gebetes und einer philosophischen Betrachtung

    Das gefällt mir.


    Grüße von hier.
  • -emarap
    Es hat Aspekte von hochgradiger Bigotterie. Es stinkt nach Mittelalter.
    Nach Folter und Hexenverbrennung. Es müffelt nach menschlichen Würmern die im Staub kriechen vor ihrem imaginären Gott und eifernd nach anderen suchen, die anders denken als sie, um sie zu massakrieren.

    Mich schüttelts bei so einem Geschmiere! Bäh!
  • leirA
    Es stinkt nach Mittelalter.
    Nach Folter und Hexenverbrennung.
    Was ist denn so schlecht an Hexenverbrennung?

    Irgendwann hat man dieses traditionelle Brauchtum nicht mehr gepflegt und heute gibt es nachlässigerweise wieder überall Hexen. Schau mal in den Spiegel!
  • 3okisoS
    @ ariel aghahahahahahahaah genialer spruch

    1:0 für dich...
  • leirA
    Wenn ich mich nicht täusche, steht es mittlerweile mindestens 2:0.
  • xaazi

    Es ist ja immer noch eine Entscheidung jedes Einzelnen ob er gottlos ist ...


    Wenn du mich fragst: es kann nichts und niemand "gottlos" (geistlos) sein, ob er nun will oder nicht.

    Wenn ich mir dein Gedicht als Bild vorstelle, seh ich ein mittelalterliches Altarbild.
    Franziskus bist du ein Zeitreisender?

    Deine eingestellten Bilder machen einen anderen Eindruck. Digital/abstrakt. Kannst du dir denn Gott nicht auch so vorstellen?
  • -emarap


    Was ist denn so schlecht an Hexenverbrennung?

    Irgendwann hat man dieses traditionelle Brauchtum nicht mehr gepflegt und heute gibt es nachlässigerweise wieder überall Hexen. Schau mal in den Spiegel!


    Ja danke. Hexen, auch weise Frauen genannt, waren den Männern schon immer unheimlich :-)

    Leider gab es noch nie eine Dummschwätzerverfolgung.*seufz*
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Naja, irgendwelche Pauschaläuserungen über das Gedicht und wilde Vermutungen helfen da nicht wirklich weiter. Wo Kritik, so habe ich es gelernt, Bitte Stelle zitieren und begründen.

    Ich kann ja auch behaupten.z. B. "du stinkst" und schon haben alle die das hören ein Auge auf dich geworfen. So schnell steht man in der Ecke. Also klaren Bezug zur Textstelle Begründung und dann kann ich auch daraufhin Stellung nehemn.

    Übrigens ist doch gut wenn das Gedicht durch seine Worte wachrüttelt. Das ewige moderne geblubbere nervt. Hier sind Wörter im gebrauch die einen Aha-Efekt auslösen und das ist doch auch der Sinn des Gedichts.
  • ohcnoP Gedicht ??
    Nimm mal die Bibel zur Hand und lese den "Prediger" und das "Hohelied"
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Nimm mal die Bibel zur Hand und lese den "Prediger" und das "Hohelied"



    Und dann???

    Sind beides Bücher von David (König von Israel) geschrieben.
  • ohcnoP Gedicht ???
    nix und dann, einfach lesen, muss denn alles einen Zweck haben ???
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Mia Culba:

    Übrigens muss ich mich korigieren. Die Bücher "Prediger" und "Hohenlied" sind nicht von David, sondern von seinem Sohn Salomon geschrieben.

    Natürlich habe ich die Bücher gelesen. "Und finde sie hervoragend"!!!
  • ohcnoP Gedicht ???
    "mea culpa"
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Danke; mea maxima culpa
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