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  • Kunst muss verfallen, ansonsten wird sie verkauft

  • nilrebxerk
    Zum Zweiten:

    Wenn du dich schon an "Fackten" aufhälst, dann "ließ" bitte deinen Beitrag genau durch!

    Ist das krexsche (oder welches auch immer) Sendungsbewußtsein so stark da, als dass man die Interaktion mit dem (i.S.v. Grunz: gut zahlendem) Betrachter sich ersparen kann?

    Ist das nicht (kath., prot., islam., jüd., oder) MaGrunz´scher Fundamentalismus!?
  • 1znurGam
    Hey ich hab ne gute Internetseite entdeckt, bei menschkunst.de: Niski ! Findet man unter Bildhauern. Da steht unsere Diskussion drin.
    Zu weniger Erfreulichem: Gut, dass wir nicht einer Meinung sind !
    Lieber Martin krexberlin, der engagierte Vortrag einer guten Idee hat nichts mit Verbiss zu tun !
    Die ursprüngliche Diskussion nur gestreift..., klar-,weil Diskussion um Mammon nicht zum Kern der Sache, sondern, wie jedwede Ideologiesierung, kurz vor Ziel knapp vorbei führt. Wie war das noch gleich mit den Taliban und der Kunst ?
    Was Kunst ist entscheidet a) jeder für sich, b) was man wahrnehmen darf, was in unser Blickfeld gerückt wird, darüber entscheiden Marktmechanismen (ein interaktives System von Abhängigkeiten, bisweilen Kartellen und Mogulen). Aber auch diese sind im Strom der Zeit (vgl. Leo Kirch). Gilt es nicht alle Möglichkeiten zu versuchen seine Sendung an den Mann zu bringen, auch unorthodoxe ? Sogar wenn unappetitliches Geld in Strömen fließt ? Spiel doch einfach mit ! Nicht ? Spaßbremse ... Du hast die verbissene Einstellung. Die die den Markt im Moment geschickt nutzen, brauchen keinen Fürsprecher. Und warum sollten sie sich um die ewigen Nörgler scheren ? Erfolg schafft Fakten. Der geringste Teil von dem aufgeblasenen Mist wird freilich überdauern und Epoche machen. Doch wenn, dann war es wohl mehr als ein "Künstchen". Und allemal mehr als das Künstchen auf dem Markt zu surfen. Inspiration und Spiritualität können wohl (müssen nicht !) im Künstler durch monetäre Sekundärmotivation erstickt werden, aber was sich einst als Kunst (ohne " " und ü-chen) entäußert hat, kann nicht nachträglich korrumpiert werden. Ich kann Nietsche nicht den Vorwurf machen, dass er zu Hitlers Lieblingsphilosoph wurde, wenn ich ihm auch anderes vorwerfen mag.
    Handeln um der Kunst willen ? Was soll daran schlecht sein ? Wenn auch Kunst um des Handelns willen anrüchig sein mag (meistens handelt es sich ja dabei eh nur um Künstchen), verstehe ich den Einwand nicht. Wenn Handeln doch hilft Gutes zu fördern, oder gar erst hervorzubringen ... Es dürfte keine Stipendien geben. Das Mäzenatentum der vergangenen Jahrhundete wäre von Übel gewesen ... (Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass nicht in Masse auch Minderwertiges und böswillig Verdummendes generiert wird, aber ich spreche ja von der Option selbst tätig zu werden und nicht von den anderen.)
  • 1znurGam
    Das krexische Sendungsbewusstsein ist so stark, dass ich mir den zahlenden Betrachter ersparen kann. Es ist aber auch so stark, dass ich es mir nicht anal-zwanghaft ersparen muss.
    Gewisse Dinge lassen sich möglicherweise nur über eine Mitfinanzierung realisieren ? Wer weiß ...
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  • Aziz
    Was meint ihr für meinen Vorschlag?

    Mensch = Kunst!

    Mensch (Kunst) muss verfallen, ansonsten wird er (sie) verkauft.

    Der Mensch verfällt. Er verkauft auch seine Seele. Er verkauft auch seine Mitmenschen.
    Damit verfällt wohl auch die Kunst.
    Ist das nicht krass?
    ;-)
    Amen.

    Aziz
  • Warum ist es so schlimm für euch wen Kunst verkauft wird?
    Wenn ich ein Bild male dann mache ich es doch um meine Gefühle , Gedanken... zuverarbeiten oder weil sie mich gerade beschäftigen, sie mir gefallen....
    Wen dann die Zeit gekommen ist wo ich dieses Bild nicht mehr "brauche" weil mich dieses Thema nicht mehr
    beschäftigt.
    Wieso soll ich dieses Bild dann nicht verkaufen an Jemanden der mit diesem Bild was anfangen kann.
    Und auch wenn sich diese Person das Bild kauft weils zur Wohnzimmereinrichtung past und damit dann eine Freude hat.
    Ist doch schön!

    Ich finde es auch schön wenn ich wo hin komme und ich sehe dort Kunst da ist es mir egal ob es gekauft wurde
    Es wäre doch schade wenn es keine Leute mehr gebe die sich vermarkten mit ihrer Kunst. und all diese Werke würden irgend wo ungesehen vermodern oder garnicht erst entstehen.
  • 1znurGam
    Wie sieht's aus Martin krexberlin ? Endlich mal zwei Kandidaten, die mir recht geben. Da kannst du nichts mehr sagen, wa ? Gibst du dich geschlagen ?
    Na jetzt schreib' halt schon was, dass ich auch endlich mal wieder zum Zuge komme.
    Jetzt gib nur nicht auf, sonst hast du mich aber maßlos enttäuscht. So viel Harmonie halte ich nicht aus. Muss ich eben mit Sonja oder Aziz streiten... Eine Chance gebe ich dir noch !
  • ajnoS
    Wieso willst Du mit mir streiten???
    Kannst du keine andere Meinung aktzeptieren?
    Oder willst Du das nur nicht?
  • 1znurGam
    Liebe Sonja,
    wenn du ein Bild malst, hat das wahrscheinlich kaum etwas mit Kunst zu tun (aber ich kann mich ja auch schwer täuschen ...). Von daher darfst du es gerne verkaufen, - wenn du es nicht mehr brauchst, versteht sich ... Soll doch damit was anfangen, wer will ! Irgendwo muss man doch schließlich seinen Abfall entsorgen.
    "Wens past(tense ?) und dann damit einer Freude hat" (tolles Deutsch, oder ?) kann er sich auch in die Ecke des Wohnzimmers kacken. Ist doch schön. Nimm's nicht persönlich, Sonja. Trotz alledem hast du ja recht.
  • ajnoS
    Hei Grunz!!!

    Sag mal bist Du immer so agressiv?
    Meine Bilder sind mir sehr wichtig.
    Um das mal klar zustellen.
    Hab bei all meinen Vernissagen sehr positives Feedback
    bekommen, woraus ich schließe das ich künstlerisch schon was drauf hab.
    Du könntest mir Deine Adresse ja mailen, dann kann ich Dich zu meiner nächsten Ausstellung  einladen.
    Kannst Dir dann ja einen Eindruck von meinen Arbeiten machen.
    Zu bezweifeln ist jedoch, das Du sie mit Deinem scheinbar arroganten Niveau verstehen kannst.

    Machs gut!
  • flow_thgin
    Hallo Sonja!
    Ist zwar schön, wenn Bilder verkauft werden, aber ich würde mich schwarz ärgern, wenn dies nur zum Zwecke der Wohnungsverschönerung geschieht. Dann lieber mit dem A...., dem Hintern in die Farbe tauchen, über die Leinwand schliddern und das Ergebnis als spirituelle Reise ins Ich verkaufen. Ich muss maGrunz Recht geben und das SCHMERZT!!!
    night wolf  8)
  • ajnoS
    Ein Beispiel gefällig?
    Bei meiner Vernissage im Rio Sol fällt mir ein Mann auf, der ständig dieses eine Bild betrachtet.
    Einen roten Rückenakt mit schwarzem Passpartout  und rotem Rahmen.
    Dieser Mann erzählt mir dann wie begeistert er von diesem Bild ist.
    Einige Zeit verging, da stand er wieder vor mir und sagt,  das seine Wohnung in Sbg ganz Rot-Schwarz eingerichtet ist. Und dieses Bild ihm nicht nur sehr gefällt sondern auch zu seiner Einrichtung so gut passt, das er es kaufen möchte.
    Seit da an hängt dieser Rückenakt im Einklang mit der Wohnzimmereinrichtung dort an der Wand und gefällt.

    Seid mal ehrlich, wer kauft sich ein Bild, nur weil die Farben zur Einrichtung passen?
  • nilrebxerk
    ... das soll ja nicht so selten vorkommen: Eine Exkursion in jedes beliebige Möbelgeschäft verrät vielleicht viel mehr über das Thema, als das wir hier diskutieren können. Na ja, ästhetisches Verständnis braucht seine Zeit...

    Doch zur Sache: Die "Lebhaftigkeit" dieser Diskussion ermuntert mich, einige wesentliche Punkte noch einmal aufzugreifen. Pünktlich zum Frühlingsanfang (womit auch ein Viertel der Zeit bis zum Verfallsdatum abgelaufen sein wird) planne ich eine objektivere Zusammenfassung des Sache (nicht wahr, Heinz?). Doch so viel vorweg:

    1. Kunst muss verfallen, ansonsten wird sie verkauft. Also: Mensch muss verfallen, ansonsten wird er verkauft (s.o). Die Idee, die beides verbindet ist FREIHEIT. Nicht-freie Kunst ist Wohnzimmerdekoration, ist Partei-Wimpel, ist "Spontaneität auf Abruf".

    2. Die Sache ist aber zu ernsthaft, um sie mit einem bloßen Schwarz-Weiss, Ja-Nein zu beantworten: Künstlerische Produktion (und auch Liebe, Philosophie, etc.) vollzieht sich innerhalb (!) historischer, gesellschaftlicher etc. Strukturen. Sie ist ohne diese Strukturen, selbst beim besten Willen, nicht interpretierbar.

    3. Diese "Strukturgebundenheit" darf aber niemals als Rechtfertigung des künstlerischen Schaffens verstanden werden. Weder, um "innerhalb der vorgegeben Struktur" die Bedeutung (ugs. den Wert) eines k. Produkts zu definieren, noch - was noch um einiges problematischer ist - die Bedeutung von k. Produkten "zwischen verschiedenen vorgegebenen Strukturen" zu vergleichen. Das eine passiert heute auf einem ausgelaugtem, gefälligem Kunstmarkt, das andere z. B. bei interkulturellen Vergleichen oder bei kunsthistorischen Diskussionen (s. a.  weiter oben in dieser Diskussion, bei der ein Teilnehmer versucht hat, das "Kunst muss verfallen..." aus geschlichtlichen Tatsachen heraus zu widerlegen).

    4. Gefallen, Entzückung, gegenseitiges Einvernehmen und Ekstase kann Kunst ausmachen. Aber was unterscheidet es dann z. B. vom Ficken?
  • Hallo klecksberlin,

    ist schon so spät? Fast das Jahr um? Dann sei mir ein Zwischenruf gestattet, bevor eine objektive Zusammenfassung kommt.
    Kein Schwarz-Weiß Denken angesagt? Dann hört auf Plisch und Plum zu spielen, Yin und Yang, den guten und den bösen Bullen und erteilt euch Krexen untereinander absolution, vor allem wo GrunzMah dich auf Kinien rutschend darum bittet..
    Da ich aber mittlerweile herausgefunden habe, dass Krexl Berlin in Wahrheit Rosina Wachtmeister ist und Krexl MahGrunz Julian Nieder Rümeling, erklären sich sowohl eure unversöhnliche Haltung wie auch die Pseudonyme.
    Aber so ist dass halt, wenn Intellektuelle losgelassen werden – im Zweifelsfall sind es doch Umkipper –oder Steh-Auf-Männchen.

    Andere behaupten, dass ihr beruflich schwerste Nachteile hättet, weil euch die anderen Frankfurter Broker mobben würden, wenn ihr euch outet.
    Aber dass kann nicht sein, da Rosina nie aufs Börsen-Parkett gehen würde und Julian ein zu sensibles Gehör für das Gekreische hat.

    Auch diese B. Traven / Mared Story stimmt nicht! Ihr seid nicht die lange vermissten Söhne!!!

    Zwischenruf Ende.

    Wenn Redekunst auch eine Kunst ist, warum soll dann dieses Diskussionskunstwerk vergehen?

    Einige Gedanken sind es doch wert, dass andere auch im nächsten Jahr daran knabbern können.

    Menschen verfallen – im Sinne von verwesen??? Sonst werden sie verkauft? Das könnt ihr nicht meinen, oder?

    Bei den millionen Sklaven, Leibeigenen und Zwangsprostituierten, die es gibt.

    Oder verstehe ich Azis und KlecksB. nur nicht richtig?

    Ohhhh .. bitte eine objektive Zusammenfassung!!!!

    Noch was.. ich werde natürlich völlig destruktiv diese Diskussion kopieren und am Verfallstag auf meiner homepage veröffentlichen.

    Als Kopie! * Grins*
    Als Raubkopie * DoppelGrins

    Und ich werde das ganze verhökern und reich werden.
    Und als Virus, Wurm, Trojaner und was es da noch alles gibt, in allen Sprachen der Welt durchs Universum schicken.

    Am besten, dass Verfallsprojekt wird auf der Stelle beendet, sonst verfällt es nicht!!!!
  • 1znurGam
    Hut ab, Sonja - ganz schön selbstbewusst. Das gefällt mir. Ich hoffe du bleibst uns mit noch ein paar erfrischenden Anekdötchen erhalten...
    Mehr noch gefällt mir, dass es nightwolf schmerzt, mir recht geben zu müssen ... Langsam aber sicher wird meine Fraktion stärker !
    Martin, wenn ich einmal verstehen könnte, was du uns eigentlich sagen willst ? Geht es noch etwas knapper und ungelenker. Deine Texte sind wenig anwenderfreundlich, was sehr viel Nettigkeit und Geduld bei der Exegese durch den geneigten Leser erfordert. Dennoch,
    zu 1:
    Muss Mensch verfallen ? Mit Verwesung hat es sicher nichts zu tun. Auch Niski versteht niski, oder ? Wenn Martin dem Aziz'schen Postulat so unreflektiert zustimmt, muss da eine Metaebenenverständigung vorliegen, die mir im Moment noch verschlossen bleibt. Ist selbstruinöse Standhaftigkeit bis zum decay, Märtyrertum, Fanatismus, deutsch geeichte unbiegsame Ritterlichkeit, Fundamentalismus bis zum bitteren Ende das erstrebenswerte Endkunstprodukt ? (/ Endmenschpordukt / Endkunstmensch / Endübermensch / Endlösungskunst - was für eine dümmliche Assoziationskette...  Ich bitte auf Zurechtweisungen in dieser letztgenannten Hinsicht zu verzichten. Danke.) Körperhafte Vergänglichkeit mag ja eine Tatsache sein. Muss sie dafür gleich zur Religion werden ? Wie sieht es mit der geistigen, seelischen, ideellen Vergänglichkeit aus ? Muss sie auch sein, um nicht korrupt zu werden ? By the way: Ein interessanter Zirkelschluss tut sich hier auf. Kunst, ein seltsames Konstrukt, was von Martin in einer überlebten Verquickung mit dem Genialitätsbegriff des 19. Jahrhunderts, als beständig Überdauerndes - zumindest im gedanklichen Substrat -  aufgefasst wird, wird zum sterben verurteilt, um ewiges Leben zu erreichen, was aber gar nicht gibt, weil es es nicht geben darf ... oder warum auch immer, weil wir Sozialisten, Idealisten, Urchristen, Anarchisten, Nihilisten (Mensch muss verfallen ...?!) was weiß der Henker noch alles sind.
    Ich finde es kein Verbrechen, flexibel, dynamisch, pragmatisch Veränderungen in der Welt wahrzunehmen. Wird man damit ad hoc zum Verräter ? Dass man den Fundamentalisten suspekt erscheint, mag zutreffen ... Damit zurück zu Sonja:
    Ist doch toll, wenn irgendein Lack- und Ledermacho "red and black sexy" gefällt !

    Zu 2:
    Strukturen ? Martin ? Prozesse in temporär fixierten (resistenten) Makro- und Mikrostrukturen, die allenthalben in Fluss geraten ! In Zukunft noch schneller als heute schon. Oder wie der klassische Grieche sagt: Alles fließt.

    Zu 3:
    Strukturgebundenheit ? Willst du sagen weder kunstimmanente Interpretation (Formanalyse, Ikonographie), noch werktranszendierende Betrachtung (Ikonologie) - und auch Produktion - haben ihre Berechtigung ? Was denn dann ? Die egozentristische Anmutungsqualität beim Betrachter oder Kunstmacher ? Oder die Ideologiekritik, die wir schon Ende der 70er als Ideologie entlarvt haben ? (... mit dem Unterschied, dass dir die real existierende Malerei von damals nicht recht reinlaufen will ?) Nein ?! Ich warte auf den post postmodernen richtungsweisenden Wurf ...

    Zu 4:
    Prolet !

    Heinz, wer ist denn der gute Bulle ? Ich doch hoffentlich... Ob ich wirklich Jings Jang bin ? Täusche dich da mal nicht. Möglicherweise sind Umfaller die besten Steh-Auf-Männchen. Was auch immer deine wirren Ausführungen besagen wollen. Letztendlich habe ich auch deinen Beitrag nicht verstanden.
    Noch habe ich jedenjalls nichts für das Parkett. Ein "noname" ganz alleine, welch heroischer Selbstmord ... Deshalb ja meine Einladung gemeinsam etwas zu entwickeln, an dessen Anfang vielleicht sogar die monetäre Absicherung stehen könnte...
    Zweiter Bahnhof: Was für ein Märchen vom vermissten Sohne ? Ich erbitte eine kurze Inhaltsangabe. Nicht länger als 3 Sätze, sonst schlafe ich wieder ein.
    Trotz allem freut es mich, dass du dich freust über deinen künftigen Reichtum.
  • akliM
    würg.
  • Prolet an Feingeist

    Natürlich habe ich weder das intellektuelle Niveau noch ausreichend Bildung, um deinen nervösen, unruhigen Feingeist nicht zu langweilen – also versuch ich es gar nicht erst, deine DREISATZ-Vorgabe zu erfüllen. (1. Satz)

    Sollte ich Anfang 2003 tatsächlich reich sein, werde ich dich, deine Bedürftigkeit vorausgesetzt,  entweder im Sinne aller großen Weltreligionen mildtätig unterstützen, oder dir trotz deines künstlerischen no-name Zustandes einen Auftrag zukommen lassen.  (2. Satz)

    Es ging in meinem Beitrag unter anderem um die Hinterfragung der krexelschen Anonymität – im Sinne von: im Dunkeln ist gut munkeln usw.  aber letzlich nicht wichtig für mich... (3. Satz)

    Genug der Langeweile.
    Weiter mit langer Weile:

    Ein krexl sagt: alles fließt, es gibt keine fixierten Strukturen mehr. Der andere sagt, dass man nur innerhalb dieser Strukturen Standortbestimmungen durchführen kann.
    Was aber, wenn sowohl als auch stimmt?
    Globalisierung + Fundamentalismus? Hamburger, Pizza und lokale Spezialitäten? Eine Weltverkehrssprache und 5000 andere?
    Gibt es nicht erstaunliche kulturelle Eigenarten und Vielfalten trotz aller Aufweichungen, Annäherungen, Globasisierung etc?
    In welchem Kontext soll ich mich sehen, definieren?  

    In der gebotenen kürze: der richtungsweisende post-post-moderne Wurf: bei eingebunden sein in unsere ethischen – moralischen – ökonomischen –ökologischen – religiösen – gesellschaftlichen – sozialen etc. Struklturen: der radikal offene Dilletantismus.
    Wenn man diese Lebens- und Lebendigkeitsausdrucksform als auseinandersetzen mit und unter den heutigen Bedingungen begreifen kann.
    Was durchaus auch einen roten Akt in schwarzer Küche einschließen kann.
    Künstchen hin – Künstchen her. He....  kannst wieder aufwachen und zurück grunzen. :D
  • Aziz
    Auch ich will so ausführlich wie möglich begründen, warum der Mensch verfallen muß. Warum er nicht anders kann, als sich am Ende selbst zu zerstören. Es gibt kein Entrinnen aus seinem Schicksal.
    Dazu möchte ich einen Abschnitt aus dem Buch "Goethe erzählt sein Leben" (Seite 43/44) zitieren:

    "Während der zwanzigjährige Goethe in den Retorten des Mittelalters dem Liquor Silicum nachstellt, konstruiert gleichzeitig James Watt die erste brauchbare Dampfmaschine. Ein halbes Jahrhundert später äußert der siebzigjährige Goethe in >Wilhelm Meisters Wanderjahren<:
    >Das überhandnehmende Maschinenwesen quält und ängstigt mich. Es wälzt sich heran wie ein Gewitter, langsam, langsam; aber es hat seine Richtung genommen, es wird kommen und treffen. - Wer möchte sich solche Schrecknisse gern vergegenwärtigen. Man denke sich dieses frohe Land, diese geputzte Menge; und man denke, wie das nach und nach zusammensinken, absterben, wie die Öde, durch Jahrhunderte belebt und bevölkert, wieder in ihre uralte Einsamkeit zurückfallen werde. - Ich weiß recht gut, daß man in der Nähe mit dem Gedanken umgeht, selbst Maschinen zu errichten und die Nahrung der Menge an sich zu reißen. Ich käme mir verächtlich vor, sollt ich diese guten Menschen plündern und sie zuletzt arm und hilflos wandern sehen; und wandern müssen sie, früher oder später. Sie ahnen, sie wissen, sie sagen es, und niemand entschließt sich zu irgendeinem heilsamen Schritte. Hier bleibt nur ein doppelter Weg, einer so traurig wie der andere; entweder selbst das Neue zu ergreifen und das Verderben zu beschleunigen, oder aufzubrechen, die Besten und Würdigsten mit sich fort zu ziehen und ein günstigeres Schicksal jenseits der Meere zu suchen.<"

    Welch ein genialer Mensch Goethe war. Und er hat es bereits vor Jahrhunderten erkannt. Wenn er von dieser rasanten technischen Entwicklung von heute gewußt hätte, wäre er wo möglich verrückt geworden. Würde er sogar Selbstmord begehen?

    Die technische Entwicklung ist an ihrem Scheitelpunkt vorbei. Jetzt läuft sie viel steiler nach oben - viel rasanter.
    Dazu etwas Hintergrundwissen: Die technische Entwicklung ist proportional Abhängig zur Entwicklung der Bevölkerung. Und diese ist exponential. Würde man die technische Entwicklung von Jahr 0 bis heute als eine mathematische Funktion ansehen, so würde man den Zeitraum bis 18./19. als eine langsam ansteigende Gerade ansehen. Nahezu gerade Linie. Doch das 19./20. Jahrhundert bildet sozusagen den Scheitel der Funktion. Wir sind Inbegriff nun mit rasanten Schritten die Entwicklung voranzuschreiten. Wir haben es geschafft, Arbeitsmittel (Computer) zu erfinden, welche diesen Prozeß noch weiter beschleunigen. Wir können, um ganz banal auszudrücken: "Menschen mit Computer simulieren". Wir ersetzen den denkenden Menschen mehr und mehr mit Computer. Der Computer forscht für uns 24 Stunden am Tag. Und Computer haben wir genug. Die vermehren sich wie die Fliegen heute. Noch mehr als sich die Menschen vermehren. Und sie werden immer schneller und leistungsfähiger. Wenn ich auf die ca. 20-jährige Entwicklung des PCs zurücksehe, komme ich schon lange nicht mehr mit. Alles unvorstellbar - und doch die Realität.

    Warum ich die technische Entwicklung als Parameter für den Verfall des Menschen nehme ist auch einfach: die technische Entwicklung bringt nicht nur Vorteile mit sich, sondern auch viele Nachteile. Die Frage ist, welche dieser beiden überwiegen. Auch wenn die Vorteile überwiegen sollten, könnten auch schon mit wenigen nachteiligen Entwicklungen die gesamte Menschheit nahezu vernichtet werden (ABC-Waffen). Es liegt also nur noch am Menschen, was er aus diesen Entwicklungen macht. Wir haben auch Erfahrungen aus der Geschichte gemacht, was der Mensch bisher gemacht hat und wozu er fähig gewesen war und auch ist.

    Da sehe ich kein Entrinnen für ihn aus seinem Schicksal: Dem der Endzeit und der Vernichtung Seinesgleichen. Damit auch der Vernichtung bzw. Verfall seiner Kunst. Der Mensch muß verfallen - Die Kunst muß verfallen.
    Denn der Mensch ändert sich in seinem Wesen nicht. Solange er diese Eigenheit (große Neugier, Machtbestreben, Haß, Neid, etc.) besitzt, ist sein Schicksal besiegelt.

    Was ist die Kunst ohne sein Publikum wert? Nichts - absolut gar nichts.

    Heute schreiten wir in neuen Dimensionen die technische Entwicklung voran: Die Globalisierung.
    Ich kann heute die Globalisierungsgegner sehr gut verstehen. Ich bin auch ein Globalisierungsgegner, wenn man so will. Wo führt das alles hin? Wenn Herr Mustermann heute in Deutschland arbeitslos wird, weil in China die Arbeitskraft um 1000% günstiger ist, von was muß sich Herr Mustermann morgen ernähren? Muß er zwangsweise nach China, damit er dort arbeiten und leben kann? Werden wir in Zukunft viel mobiler sein müssen? Oder müssen wir hier andere Möglichkeiten nutzen, um weiter überleben zu können? In der tat, wir werden nach und nach zu einer "Informationsgesellschaft". Eine "elitäre Gesellschaft" (sog. "zivilisierte Gesellschaft", die das Denken für 90% der Erdbevölkerung übernimmt. 90% der Erdbevölkerung arbeitet hart für das Wohlergehen der 10%. Was für eine Gesellschaft? Was für eine Zukunft? Der doppelter Weg von Goethe in einem einsamen Weltmehr scheint auch im Zeitalter der Globalisierung verloren zu sein. Wir sind verdammt, den Prozeß der Selbstvernichtung zu beschleunigen.

    Ich sehe auch schon den Verfall der Gesellschaft dahinter. Verfall von Werten. Verfall von Menschlichkeit. Die Reich-Arm-Schere wird noch weiter aufgerissen. Dann dürfen wir uns über die Unruhen auf der ganzen Welt nicht wundern. Der sog. "Terrorismus" blüht auf.
    Dem einen (zivilisierte Gesellschaft) heißt es "Terrorismus" - dem anderen (armen Gesellschaft) "Freiheitskampf". Ein ewiger Kampf um Interessen und Freiheit.

    Heute leben wir in einer Scheindemokratie - sie müßte eigentlich ein "Lobbyismus" bezeichnet werden. Der ganze Staatsapparat ist heute ein ganzer Haufen von Lobbyisten. Es ist ein Selbstbedienungsladen für Politiker und die Wirtschaft. Der betrogene in diesem unfairen Spiel ist der einfache Mann (90%). Er muß die Zeche blechen. Wird die elitäre Gesellschaft erkennen, daß die 90% für ihn wichtig ist? In der Tat - sie sorgt sich um die 90%. Sie gibt der 90% gerade soviel, wie er zum überleben braucht. Nicht mehr. Eher weniger.
    Denn die 90% muß ja die eigentliche "Drecksarbeit" leisten.

    Wir leben heute in der modernen "Sklaverei". Die Herren dieser Gesellschaft sind die G7-Staaten. An oberster Stelle USA. Würde Goethe wissen, was bis heute passiert ist, würde er sich im Grabe drehen.

    Die Menschheit hat das kostbarste Gut auf dieser Erde verloren: "Die Zeit". Sie ist auch einer der Parameter seiner Entwicklung. Je weiter wir uns entwickeln, um so kostbarer erscheint mir die (Rest-)Zeit. Deshalb genieße ich Kunstwerke der Impressionisten und Expressionisten sehr. Die Künstler erkannten das kostbare Gut: Sie krallten sich regelrecht ganz fest daran und hielten es auf Leinwand fest. Als wäre die Zeit im Bilde stehen geblieben. Ich erkenne auch, daß wir jeden Moment unserer Zeit genießen sollten. Denn Morgen könnte es schon zu spät sein. Die Zeit ist das flüchtigste und vergänglichste auf dieser ganzen Welt. Der Zeitpunkt geht für uns unwiederbringlich verloren. Es gibt keine Möglichkeit diesen Zeitpunkt wiederherzustellen.
    Und damit komme ich auch zum Verfall. Denn der Verfall hat mit Zeit zu tun (ich komme mir langsam vor wie ein Klugscheisser - sorry). Es gibt nichts, was zeitlos wäre. Alles hat sein Verfallsdatum. Auch dieser verfaßte Text.

    Kunst muß verfallen - ansonsten wird er verkauft.
    Soviel zum ersten Teil. Kunst muß verfallen - Mensch muß verfallen. Beide müssen verfallen. Was für ein Schicksal!

    Über den nächsten Teil mache ich mir ein anderes mal mehr Gedanken. Oder vielleicht habt Ihr etwas dazu zu sagen? Würde mich freuen.

    Aziz
  • das fällt mir dazu ein:  

    .....es werden kommen die vier dunklen Reiter, der auf dem schwefelfarbenen Pferd, welcher .Feuersbrunst heißt und die Enden der Erde mit seinem Bogen erreicht, und der auf dem roten Pferd, welcher heißt Krieg und den Frieden nimmt, daß sie einander erwürgen im Tal und auf den Höhen, und der hoch auf dem schwarzen Gaul, mit Namen Hungersnot, in der Hand die Waage, ein Maß Weizen um einen Silberling und drei Maß Gerste ums gleiche, und der auf dem fahlen Klepper, der Reiter Tod. Die Sonne wird wie ein härener Sack und der Mond wie Blut, und es ziehen die Scharen von Gog und Magog herauf , auf gelben  und roten und schwarzen und fahlen Pferden, und sind gepanzert mit feurigen und bläulichen und schwefligen Panzern, und in ihrer Mitte fliegen viele Tausend Heuschrecken, die haben geschlitzte Augen und Rüssel, welche Feuer speien und das Rasseln ihrer Flügel ist wie das Rasseln von eisernen Wagen. Und die Engel der Tiefe tragen buntscheckige Gewänder und schlagen auf Zimbeln und Pauken und blasen Trompete, daß alles Lebendige erschrickt und ihnen voran schreitet das Tier mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, welches heißt der Anti Christ.Und die Erde wird sich auftun und ihr entsteigt zahlreiches Fußvolk aus Bettlern und Dieben, dazu Krüppel und Sieche, etliche tragen den Kopf unterm Arm oder den Galgenstrick am Halse, dazu Weiber der gleichen Art, zahnlos, das Haar verfilzt, mit hängenden Zitzen und stinkend aus ihren Löchern und sie werden zetern und lästerliches rufen.
    2000 Jahre her


    ...Genossinnen und Genossen! Werktätige in Stadt und Land! Wir stehen am Vorabend großer revolutionärer Umwälzungen. Das Proletariat beginnt seine Fesseln abzuschütteln! Und Genossinnen und Genossen, unter der Führung der proletarischen Avantgarde, der kommunistischen Partei, wird das Proletariat diese Fesseln zerschlagen und vorwärtsschreiten zum Aufbau des Sozialismus und schließlich des Kommunismus auf der ganzen Welt. Woher nehmen wir diese Zuversicht, Genossinnen und Genossen? Wir schöpfen diese Zuversicht aus der Einsicht in den Gang der Geschichte, in die Gesetze der Geschichte. Die Sklavenhaltergesellschaft wurde hinweggefegt, der Feudalismus wurde in den revolutionären Kämpfen des Bürgertums zertrümmert. Aber das ist nicht das Ende des geschichtlichen Prozesses. Das war alles nur Vorspiel zur letzten, wahrhaftigen und endgültigen Revolution, zur Revolution des Proletariats. Und wir leben heute in dem Zeitalter, in dem die Revolution auf der Tagesordnung steht, denn der Kapitalismus ist in seinem letzten Stadium angelangt, er ist im Imperialismus, das heißt sterbender, faulender, patrasietärer und untergehender Kapitalismus. Alle vorhergehenden Klassen, die Sklaven, die Feudalherren, die Bourgeoisie, sie alle kämpften nur für ihre eigenen Interessen, ihre Befreiung. Aber es ist die Berufung des Proletariats, nicht nur sich, sondern auch die ganze Menschheit zu befreien. Das Proletariat, so hat uns schon Marx gelehrt, hat nichts zu verlieren, als seine Ketten. Aber es hat eine Welt zu gewinnen. Und es ist unsere Bestimmung und geschichtliche Mission, Genossinnen und Genossen, diesen Prozeß aktiv mitzugestalten, mitzukämpfen am großen Werk der Revolution und des Aufbaus der Diktatur des Proletariats.
    100 Jahre her

    und nun Azis???
  • Aziz
    Heinz,

    was willst Du damit sagen? Komm auf den Punkt.
    Ansonsten finde ich nichts sinnvolles in Deinem Text.
    ;-)

    Aziz
  • Hi Azis,

    ich versuche mich in Sinngebung:

    dein Beitrag verkürzt zusammengefasst: Endzeitapokalypse.
    Beitrag von mir erster Teil: Bibel, die apokalyptischen Reiter, Endzeitapokalypse
    Beitrag von mir zweiter Teil: verkürzt persiflierte Form der histamin .. ne, histomat-Diskussionen. (Historischer Materialismus) Endzeitapokalypse anders rum – mit Ausblick auf schöne neue Zukunft.
    Allen dreien zueigen: in der Bibel die Auferstehung und das Paradies, im Manifest die leuchtende Zukunft wo der Mensch nicht des Menschen Ausbeuter ist und bei dir die Befreiung der geschundenen Erde von der Mistpocke namens Mensch, damit die Zeit stehen bleibt .. oder so ähnlich.

    Unsinn?? Hoffentlich grunz ich nicht auch noch.... :D
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