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  • Gibt es Regeln in der Kunst?

  • uzuzab
    Lucky Loser schon.
  • nirdeZ_neB
    Echt mal! Geht einfach wieder mal malen!
  • oidar
    Eins hab ich noch nicht ganz kapiert - bist Du jetzt Averell und Jack Dalton oder William und Joe Dalton?

    ich würd mal meinen: ever.all schwallton
    :)
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  • poiuztrewq
    schon klar, nun wird man zum Verschwörungstheoretiker degradiert,
    obwohl man nicht ein einziges mal etwas von einer Verschwörung erzählte, sondern nur diverse Tatsachen, die jeder nachlesen kann, aufzählte...

    Eure Arroganz und Leichtfertigkeit, Gutgläubigkeit an das Offizielle wird noch zu eurem Verhängnis werden.

    und nun wünsche ich allen weiteren hier viel Spaß beim rumspinnen und sinnlos-Mist von sich geben.

    Kunstnet ist definitiv kein Forum mehr, dass noch ernst genommen werden kann oder gar die Meinungsfreiheit ernst nimmt.
  • nighthawk
    nighthawk
    Pardon,ich zitiere wörtlich, bin neu am Computer, lerne noch.So,
    "Sag doch mal ein Beispiel von jemandem, der bekannt und Deines Erachtens beliebig in seiner Malerei ist" als Aufforderung von Aaron Gal an Pearl Gaby, einen solchen zu benennen. Ohne ihren Ausführungen in irgendeiner Weise zuzustimmen, fiel mir prompt einer ein, von dem man das behaupten darf, nämlich aus dem einfachen Grund, daß er dies von sich selbst behauptet hat , nach dem Ansatz seiner Kunst befragt. Es handelt sich um Michael Krebber, derzeit (oder immer noch) hochdotiert vertreten in New York und lehrt an der Städelschule. Anlaß war ein Podiumsgespräch im Museum Ludwig zwischen ihm als Geladenen und Kaspar König vor inwischen viereinhalb Jahren unter dem Titel "Chiffre: Malerei- Tendenzen 2006"
    Bei diesem Gespräch schilderte er seinen Werdegang, sagte, er sei rein zufällig ins Kunstgeschäft geraten, nachdem er in jungen Jahren eine Zeitlang als "Laufbursche" in einer Galerie gejobbt hatte und sic h damals die Idee entwickelte, mitzumachen, nämlich "indem er gleichzeitig drin ist(im Kunstmarkt) und auch "draußen", indem er die Erwartungen an ein künstlerische Programm enttäuscht.
    Kurz und gut, er hat`s geschafft.
    Dann erzähte er diese Geschichte , daß er von seiner New Yorker Galeristin relativ kurzfristig aufgefordert wurde, eine Ausstellung zu bestücken.Da kam ihn der spitzbübische Gedanke an, einfach Stoffreste und bedruckte Gardinenstücke auf Keilrahmen zu spannen und gar nicht bis höchstens minimal mit einem Farbklecks zu bearbeiten und schickte das Zeug los. Er erzählte, daß, während die Werke nach New York unterwegs gewesen seien, er doch Anwandlungen von Panik und Scham gehabt hätte.
    Aber es funktionierte und die Sache wurde ein voller Erfolg.
    Und so weiter. Der Künstler im Gespräch - sehr einnehmend und witzig, im Publikum verteilt, seine Ausführungen kichernd applaudierend , seine Fans, lauter junge Frauen, vermutlich mitgebrachte Studentinnen aus Frankfurt.
    Ein lustiger Abend. Aber ich blieb ratlos zurück, zumal mir das Konzept des "gleichzeitig drinnen und draußen Sein" mir in dieser Form unangenehm aufstößt.
    Was meint Ihr ?


    scheint mir, als würde der herr krebber zwar nicht die regeln der kunst, dafür aber ziemlich genau die regeln des heutigen kunstbetriebes befolgen. aber das ist wieder ein ganz neues thema...
  • 46nahtaiveL
    och wenn jemand hier farbgeschmier
    von 3-jährigen hochladen würde
    würde auch jemand die kunsthaftigkeit
    feststellen...mit den hier üblichen
    phrasen, tolle farben...gute komposition

    da reichts schon etwas zum kunstwerk zu erklären
    ohne...gross regeln zu durchschauen...
  • laGnoraA
    Hallo juvenal,
    bin gerade Deinem Link gefogt und habe mir ein wenig zu Michael Krebbe durchgelesen. Ich habe 3 kleine Bildchen gesehen.Der Text gibt nicht viel her. Dort steht steht sinngemäß: Was wäre, wenn der Lernstoff fehlte, .
    ,gäbe es dann noch Autoritäten? Des Weiteren: Man solle lebenslang halbwüchsig bleiben. Naja. Um etwas Substanzielles zu sagen, müsste man mehr Informationen haben. Zum Beispiel 10 verschiedene Bilder sehen. Was ich gesehen habe, waren mit rosa übermalte Schwarzweiß- Kopien, die für sich genommen noch nicht aussagefähig waren.

    Ich kann mich jetzt natürlich täuschen, aber dieser Künstler scheint seine Substanz aus einer Antihaltung zum Kunstbetrieb zu speisen. Es gibt zwar schon alle möglichen Varianten der Verweigerung, aber er scheint ja innerhalb der Verweigerer auch noch mal eine extra Nische gefunden zu haben.
    Zu dieser Verweigerungskunst:
    Das sind allsamt mehr oder weniger gelungene Attacken auf Seh- und Bewertungsgewohnheiten, die der Kunstbetrieb mit sich bringt. Sozusagen Ironien, Sarkasmen und bewusste Irritationen für Eingeweihte. Also wie ich es in meinem bescheidenen Rahmen überschaue, macht dieser Künstler Konzepte zur Wahrnehmung und Rezeption von Kunst, auch ganz schelmisch als Verarschung gedacht und um bewusst in die Irre zu führen.
    Das ist aber auch nicht völlig beliebig, juvenal. Die Verarschung des Kunstbetriebes ist keine Beliebigkeit, sondern wenn sie funktionieren soll, muss ein dahinter stehender Plan funktionieren.
    Dieser Plan soll, wenn ich esrichtig verstanden habe, eine Bedeutsamkeit vorgaukeln, wo in Wahrheit keine existiert.
    Das würde ich unter dem Begriff Konzeptkunst subsumieren.
  • WERWIN
    WERWIN Plan
    Dieser Plan soll, wenn ich esrichtig verstanden habe, eine Bedeutsamkeit vorgaukeln, wo in Wahrheit keine existiert.

    Du sollst doch so etwas nicht verraten!
    Genau so ein Verhalten hat die Menschheit da hin gebracht wo Sie jetzt ist,nämlich in ein "Verstrickungsverknotungsgeflecht" wo es keinen Anfang und kein Ende gibt.
    Signature
  • ybaG-lraeP
    Hier mal eine kleine Arbeit des stets besoffenen Paradeklecksers. Bitte anschauen!Habe gerade gegoogelt und das kam als erstes.
    Zu dem Bild:
    Pollock hat statt Gegenstände zu malen, lediglich die einem gegenständlichen Malaufbau zugrundeliegenden "Wirklinien" ins Bild übernommen und diese so organisiert, dass sie Spannungen erzeugen. ...
    Eine besonders konzentrierte Arbeit von Pollock, alles ist wohlorganisiert und fügt sich in eine harmonische Gesamtkomposition. Diese Komposition allerdings hat wohl allein durch ihre Machart für Unwillen gesorgt.
    Mal unter uns: Besoffen war Pollock bestimmt nicht, als er dieses Bild malte, könnt Ihr Euch drauf verlassen.


    Ist klar, dass er dabei nicht besoffen war ;-)
    Aber: ich kann damit nix anfangen.
    Wenn jemand - nur als Beispiel - "Wirklinien organisiert, dass diese Spannung erzeugen", ist das für mich Kopfarbeit und eher Handwerk. Wo ist da die Kunst? Kann ich nix mit anfangen.

    es ist ein Trugschluss, Gaby, dass abstrakte Malerei nur aus dem Bauch geschehen kann.


    Hm ... k. Ahnung, das hab ich ja auch nicht gesagt .. ich hab gesagt, "Moderne Kunst ist für mich beliebig".
    Jetzt kommt ihr mit Beispielen a la "aber der hat sich doch was dabei gedacht". O.K. Kann ich stehen lassen, das Argument, auch wenn das auch beliebig ist. Ich könnte (Beispiel!) hingehen und anfangen, Strichmännchen zu drapieren - das ist dann Kunst - ja, klar, ein bisschen Spannung reinbringen dürfte kein Problem sein -

    Nein, das ist für mich keine Kunst. Irgendwelche Linien oder was auch immer zu organisieren.
    Aber das war ja hier auch nicht Thema.
  • tsivob-i :o
    Huhu Herr Bovist!

    Also Eichellaub is leider aus.
    Wie wärs mit dem Nahschreiberlebnisabzeichen in Gold?
    KEIN AUFPREUSS!

    mfg
    Bazuzu

    _________________

    jo, das nimm jch !

    :)
  • nirdeZ_neB
    Bei Pollock fällt mir doch gleich wieder mein Lieblingsvideo ein:
    what's in my drawer
  • b_hcirlu Der Durchschnitt
    es gibt Vieles was nicht mehr Regeln folgen will, vielleicht ein Mangel an Interesse oder auch Ignoranz gegenüber dem vermeindlich "Alten". Kunst ist schneller machbar, digitale Fotografie lässt uns tausende Bilder machen, ohne Sorge um die Entwicklung jedes einzelnen aufgenommen Momentes mehr zu haben. Die heutige Zeit hat es leichter gemacht für den Durchschnitt was zu produzieren und in die Runde zu werfen und ebenfalls wahrgenommen zu werden. Dies ist sicherlich ein Grund warum es viele Regeln nicht mehr gibt, denn der Durchschnitt will wahrgenommen werden so wie er ist- ohne Regeln.
  • nighthawk
    nighthawk

    Nein, das ist für mich keine Kunst...

    Aber das war ja hier auch nicht Thema.


    stimmt gaby, was für DICH kunst ist oder nicht, ist hier eigentlich gar nicht das thema!;)
  • ybaG-lraeP
    Zu dieser Verweigerungskunst:
    Das sind allsamt mehr oder weniger gelungene Attacken auf Seh- und Bewertungsgewohnheiten, die der Kunstbetrieb mit sich bringt. Sozusagen Ironien, Sarkasmen und bewusste Irritationen für Eingeweihte. Also wie ich es in meinem bescheidenen Rahmen überschaue, macht dieser Künstler Konzepte zur Wahrnehmung und Rezeption von Kunst, auch ganz schelmisch als Verarschung gedacht und um bewusst in die Irre zu führen.
    Das ist aber auch nicht völlig beliebig, juvenal. Die Verarschung des Kunstbetriebes ist keine Beliebigkeit, sondern wenn sie funktionieren soll, muss ein dahinter stehender Plan funktionieren.
    Dieser Plan soll, wenn ich esrichtig verstanden habe, eine Bedeutsamkeit vorgaukeln, wo in Wahrheit keine existiert.
    Das würde ich unter dem Begriff Konzeptkunst subsumieren.


    Hm... kann das nicht ein pubertierender Teenager auch?

    Verweigerung ist für mich auch keine Kunst, sondern eine Trotzhaltung.
    - nein sagen kann jeder -
    - was neues erschaffen kann noch lange nicht jeder -

    Natürlich ist Verweigerungs"kunst" nicht beliebig, denn sie orientiert sich ja an dem, was "ist", - das darf sie ja eben nicht sein, das will sie ja vermeiden.
    Aber sie ist nichts Eigenes, nicht Urständig, aus dem Eigenen Ich geschaffenes Neues. Sie bezieht ihre Identität (so man denn von einer solchen sprechen kann) aus dem anderen, wogegen sie ist, sie bezieht ihre Identität aus der Verweigerung.
    Das ist weder kreativ im ursprünglichen Sinne noch Kunst.
  • ybaG-lraeP

    Nein, das ist für mich keine Kunst...

    Aber das war ja hier auch nicht Thema.


    stimmt gaby, was für DICH kunst ist oder nicht, ist hier eigentlich gar nicht das thema!


    Stimmt, aber ICH diskutiere hier mit, auch wenn dir das nicht passt.
  • ybaG-lraeP
    es gibt Vieles was nicht mehr Regeln folgen will, vielleicht ein Mangel an Interesse oder auch Ignoranz gegenüber dem vermeindlich "Alten". Kunst ist schneller machbar, digitale Fotografie lässt uns tausende Bilder machen, ohne Sorge um die Entwicklung jedes einzelnen aufgenommen Momentes mehr zu haben. Die heutige Zeit hat es leichter gemacht für den Durchschnitt was zu produzieren und in die Runde zu werfen und ebenfalls wahrgenommen zu werden. Dies ist sicherlich ein Grund warum es viele Regeln nicht mehr gibt, denn der Durchschnitt will wahrgenommen werden so wie er ist- ohne Regeln.


    Ja, so ist es - der billige Durchschnitt. Digitale Fotografie hat längst die Grenzen überschritten, Bildchen knipsen und mit Fotoshop bearbeiten ist tatsächlich nur noch in wenigen Fällen Kunst.
    Da fragt dann keiner mehr nach Regeln, hauptsache, das geknipste und am PC entfremdete ist bunt, schrill, irgendwie ungewöhnlich, "cool" oder, wenn das auch nicht hilft, shocking.
  • laGnoraA
    Wenn jemand - nur als Beispiel - "Wirklinien organisiert, dass diese Spannung erzeugen", ist das für mich Kopfarbeit und eher Handwerk. Wo ist da die Kunst? Kann ich nix mit anfangen.


    Nene, Spannung erzeugen, hat schon mit Kunst zu tun. Wer das drauf hat, muss im Prinzip nichts anderes mehr können. Das Gegenteil wäre ja das, was die Floristin macht: Alles formschön drappieren.

    Du erzeugst doch mit Deinen Zeichnungen auch Spannung. Statt Striche zu ziehen, könntest du ja auch den Bleistift schräg halten und ganz vorsichtig Tonalitäten übertragen. Machst Du aber nicht, weil es weniger Spannung hätte.
  • laGnoraA
    Hm... kann das nicht ein pubertierender Teenager auch?

    Verweigerung ist für mich auch keine Kunst, sondern eine Trotzhaltung.
    - nein sagen kann jeder -
    - was neues erschaffen kann noch lange nicht jeder -


    Verweigerung für sich ist keine Kunst, das stimmt. Es käme bei dem fraglichen Künstler darauf an, ob er Überzeugendes abliefert.
    Damit meine ich, seine Arbeit müsste intelligent, raffiniert sein. Wenn er den Kunstbetrieb verarscht, sollte er das wenigstens niveauvoll machen. Ob das der Fall ist, kann ich nicht sagen, das entscheiden schließlich die Verarschten!
    Die Gefahr besteht, dass der heutige Kunstbetrieb aus sich langweilenden Kuratoren also Kunstwissenschaftlern besteht, die schon dann etwas toll finden, weil jemand ihre gute Laune anfüttert und schon deswegen aus der Masse herausfällt. Ähnlich wie Künstler gehen auch Kunstwissenschaftler ihrem Ehrgeiz nach und äußern sich gern zu Extremen.
    Unterm Strich führt das dann dazu, dass manchmal gute Leute links liegen gelassen werden und eher Seltsames Vorzug genießt.
  • ybaG-lraeP
    Das ist schon richtig, bei mir kommt das aber aus dem Bauch, ich konstruiere nix mit dem Verstand. Spannung erzeugen reicht auch alleine nicht aus, Spannung entsteht ja auch im reinen Widerspruch, nur der Anti-Haltung wegen. Wie ich oben schon schrieb, einfach Nein sagen kann jeder und etwas Gegen etwas machen, gestalten, kann auch jeder; aber etwas Eigenständig neues zu erschaffen, ist ganz was anderes, ein ganz anderer kreativer Vorgang, diese Tätigkeit braucht keine Anti-Haltung, kein Nein, sondern sie ist eigenständig, sie braucht keine Orientierung.
    Und das ist für mich Kunst (vom Können mal abgesehen).
  • simulacra
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