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  • Gibt es Regeln in der Kunst?

  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Aaron, mit deiner Definition von "Regel" führt es zu einer beliebigkeit der Auslegung, die jeder Gesprächsbasis entbehrt, finde ich.

    So hieße doch die einzige Regel: Ich, der Künstler, wollte das das Werk genauso aussehen sollte.

    Je unkritischer ich meinen Kunst gegenüber stehe, desto leichter kann ich deiner Definition von Regel folgen.
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  • laGnoraA
    Aaron, mit deiner Definition von "Regel" führt es zu einer beliebigkeit der Auslegung, die jeder Gesprächsbasis entbehrt, finde ich.
    Mir fällt kein besseres Wort ein als "Regel". Wie sollte man denn anders die Einhaltung einer "inneren Kohärenz" eines Werkes bezeichnen? Gesetze, Gesetzmäßigkeiten? Das ist noch missverständlicher.

    Man hat auf allen Gebieten der Kunst das Erfordernis Gesetze und Regeln erst einmal selbst zu erstellen und dann auch zu befolgen. Das wird besonders deutlich in Texten , speziell Lyrik und sogar bei klassischer Musik.
    Stell Dir mal Harry Potter vor, der seinen Zauberfreund anschwult oder mit Hermine über Empfängnisverhütung redete!
    Das wären Regelverstoße, die ein von der Autorin genau gezeichnetes Bild wieder bekämpfen würden. Dieses Bild ist im Falle H. Potters eine ganz konkrete Fiktion. Wenn jemand eine Fiktion erschafft, ist dies eine eigene kleine Welt, die bestimmten Regeln folgt. Vergrößert und pflegt man die eigene Fiktion, folgt man den Regeln.
    Regeln nicht befolgt zu haben hieße die Schwelle zum Kunstwerk noch nicht überschritten zu haben, oder nicht bemerkt zu haben, dass etwas Geschaffenes ein Eigenleben entfaltet hat.
    Karl Horst Hödicke sagte mal: Man muss schauen, was der Pinsel mit der Farbe macht! Für mich der wichtigste Satz in der Geschichte der Malerei.
    Denn der einzelne Pinselstrich entfaltet eine Dynamik, ein Eigenleben, den man als Künstler untersuchen und nutzen kann. Dieses Eigenleben folgt sofort gewissen Regeln. Ich denke auch, wem solche Gedanken ganz fremd sind, ist noch nicht an dem Punkt an dem er "Sachen" entstehen lassen kann, die ein Eigenleben entfalten.

    So hieße doch die einzige Regel: Ich, der Künstler, wollte das das Werk genauso aussehen sollte.
    Nene, der anfängliche Wille des Künstlers etwas so oder so aussehen zu lassen, spielt bei Malerei oft gar keine Rolle. Man experimentiert ja manchmal und dann ist eine bestimmte Wirkung da( anders als in der Literatur. Dort würfelt man ja nicht mit Buchstaben, bis eine Geschichte entsteht, sondern geht von Anfang an planmäßig vor).
    Ob man nun eine bestimmte Wirkung so wollte oder nicht, manchmal ist sie da, entfaltet ein Eigenleben und der Maler kann dieses fördern oder bekämpfen. Fördert er, folgt er dem Eigenleben und beachtet dessen Regeln.
  • essapeT_ailuJ Gibt es Regeln in der Kunst?
    Gibt es Regeln in der Kunst?

    Nö!
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  • laGnoraA
    Gibt es Regeln in der Kunst?

    Nö!


    Ich glaube doch, Julia, lies Dir doch mal durch, was ich näher dazu geschrieben habe. In einem Satz lässt sich sowas nämlich schlecht darstellen.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr

    Man hat auf allen Gebieten der Kunst das Erfordernis Gesetze und Regeln erst einmal selbst zu erstellen und dann auch zu befolgen. Das wird besonders deutlich in Texten , speziell Lyrik und sogar bei klassischer Musik.


    Die Musik ist ein schönes Beispiel. Jemand, der sich ne Mundharmonika kauft, zwei Stunden lang wild irgendwelche Töne rausquetscht um dann sofort ne Webseite über Zeitgenössische Musik zu erstellen in der er sich als großer Musiker preist wäre lächerlich.

    In der Malerei ist es aber gang und gäbe.

    Wer würde jemanden Musiker nennen, sich nicht einmal mit seinem Instrument auskennt, keine Ahnung von Noten oder Komposition hat?

    Ich stelle an mich andere Ansprüche. Schon alleine aus dem Grund, damit sich die anderen nicht so herzlich über meine Bilder amüsieren wie ich es bei manchen hier tue.

    Folglich:
    Bis ich mich Künstler nennen darf sollte ich tunlichst auch äußere Regeln beachten. Spätestens ab der ersten MoMa-Retrospektive ist es dann egal.
    Signature
  • laGnoraA
    Folglich:
    Bis ich mich Künstler nennen darf sollte ich tunlichst auch äußere Regeln beachten. Spätestens ab der ersten MoMa-Retrospektive ist es dann egal.


    Na, ja, nun sei mal nicht so bescheiden. Ich finde übrigens, dass Du in dem Bild, das hier ein ganz Ahnungsloser als krank bezeichnete, eine ansprechende und ganz bestimmte künstlerische Konzeption verfolgt hast. Dort wurde ja ein konkreter Effekt( hatte was mit Unschärfe zu tun) unter Beachtung einer Regel überall im Bild reproduziert. Dadurch wirkt es in sich stimmig und die einzelnen Bildbereiche passen zueinander.

    Übrigens: Brav alle Regeln befolgen ist das Beste was ein Lernender tun kann. Der Punker, der nur seine "Visionen" in Acryl malt lernt nichts.
    Wer Fortschritte im Schnellverfahren machen will, sollte einfach Bilder alter Meister kopieren. Caspar David Friedrich z.B. Aber nicht in Primamalerei, sondern in der ursprünglichen Lasurentechnik. Ein Grund warum die alten Meister meisterhaft malten, war, dass sie die kopierten, die es noch besser konnten. Dürer ist sogar bis nach Italien gewandert um in den Uffizien die Sfumato - Technik Da Vincis zu erlernen.
    Der hat sich mit seiner Staffelei dort vor den Bildern hingestellt und sie so lange analysiert, bis er raus hatte, wie sie gemacht sind.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr

    ...
    Ich finde übrigens, dass Du in dem Bild, das hier ein ganz Ahnungsloser als krank bezeichnete ...


    Das steht unter allen meinen Bildern. Welches meinst Du genau? ;D
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  • Frank Czieczor
    Frank Czieczor
    kannst auch mal Fragen beanworten...sonst wird es ein Monolog...
  • WERWIN
    WERWIN Staun Staun!
    Folglich:
    Bis ich mich Künstler nennen darf sollte ich tunlichst auch äußere Regeln beachten. Spätestens ab der ersten MoMa-Retrospektive ist es dann egal.


    Na, ja, nun sei mal nicht so bescheiden. Ich finde übrigens, dass Du in dem Bild, das hier ein ganz Ahnungsloser als krank bezeichnete, eine ganz bestimmte künstlerische Konzeption verfolgt hast. Dort wurde ja ein ganz konkreter Effekt( hatte was mit Unschärfe zu tun) unter Beachtung einer Regel überall im Bild reproduziert. Dadurch wirkt es in sich stimmig und die einzelnen Bildbereiche passen zueinander.

    Übrigens: Brav alle Regeln befolgen ist das Beste was ein Lernender tun kann. Der Punker, der nur seine "Visionen" in Acryl malt lernt nichts.
    Wer Fortschritte im Schnellverfahren machen will, sollte einfach Bilder alter Meister kopieren. Caspar David Friedrich z.B. Aber nicht in Primamalerei, sondern in der ursprünglichen Lasurentechnik. Ein Grund warum die alten Meister meisterhaft malten, war, dass sie die kopierten, die es noch besser konnten. Dürer ist sogar bis nach Italien gewandert um in den Uffizien die Sfumato - Technik Da Vincis zu erlernen.
    Der hat sich mit seiner Staffelei dort vor den Bildern hingestellt und sie so lange analysiert, bis er raus hatte, wie sie gemacht sind.


    Gefällt mir schon was du hier so an Wissen vermittelst.

    Wie verhält es sich überhaupt mit Menschen mit Behinderungen,diejenigen die nicht von der Bibel zu Herr der Ringe unterscheiden können und große Werke schaffen?
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  • laGnoraA

    ...
    Ich finde übrigens, dass Du in dem Bild, das hier ein ganz Ahnungsloser als krank bezeichnete ...


    Das steht unter allen meinen Bildern. Welches meinst Du genau? ;D



    Hahahaha! Echt?

    Ich meinte Painstorming!
  • laGnoraA
    kannst auch mal Fragen beanworten...sonst wird es ein Monolog...


    Meinst Du mich? Welche Fragen?
  • WERWIN
    WERWIN Meine Frage Ariel
    kannst auch mal Fragen beanworten...sonst wird es ein Monolog...


    Meinst Du mich? Welche Fragen?


    Meine Frage!
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  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Du meinst sowas 🔗

    oder?
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  • laGnoraA
    Wie verhält es sich überhaupt mit Menschen mit Behinderungen,diejenigen die nicht von der Bibel zu Herr der Ringe unterscheiden können und große Werke schaffen?


    Bin kürzlich mal auf einer Plattform unterwegs gewesen und war sehr begeistert von den Werken dort. Ich glaube die Teilnehmer waren alle Patienten psychiatrischer Kliniken oder sozialpädagogischer Einrichtungen.
    Ich weiß nicht inwieweit dort der Einzelne einen konkreten Arbeitsansatz, den er selbst verfolgt, reflektiert konzeptionell steuert. Mit reflektiert meine ich, ob er uns Auskunft über diesbezügliche innere Abläufe geben könnte.
    Aber auch bei geistig schwer Behinderten würde ich das nicht ausschließen.
    Das Bedürfnis ein Bild in sich schlüssig aufzubauen hat der, der das Bedürfnis verspürt, das Bild zu malen.
    Ich kann mich an eine Arbeit erinnern die hieß "die nicht gesehenen Kühe". Der Künstler war wahrscheinlich behindert, die "Kühe" alle in einer naiven kästchenhaften Struktur gemalt, dass man spontan lachen musste. Das Bild war in 70 x 100 mit Stift auf Holz gezeichnet und ich habe selten was Witzigeres gesehen. Wird bestimmt gekauft, war übrigens auch sehr billig.
    Dieses Bild ging in seinem Duktus ( also der Machart) eine ideale Verbindung mit seiner Darstellung und Bedeutung ein.
    Natürlich war es vom Künstler bewusst konzipiert. Der hätte vielleicht nur Probleme hier adäquat mitzudiskutieren.
  • laGnoraA
    Du meinst sowas 🔗

    oder?


    Ne, was anderes. Der Link existiert hier irgendwo, wenn ich finde, stell ich ihn ein.
  • Frank Czieczor
    Frank Czieczor
    kannst auch mal Fragen beanworten...sonst wird es ein Monolog...


    Meinst Du mich? Welche Fragen?
    lies meinen text zu deinem thema
    einfach nochmal bitte irgenwo ist ein?
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    nach allen Regeln der Kunst stellt der Mensch in der Regel das da was ihn am meisten beschäftigt.siehe Hölenmalereien!regelrechter Krieg herrscht in der Kunstwelt.Das Seelenbewustsein(chi)regelt das materielle dasein(chuan)...die Erscheinungweisen der materiellen Natur sind reguliert!
    wir halten uns an die Regeln um zu überleben.
    Und miteinander zu leben...regelmässig friedlich und freundlich zu geben und zu nehmen...erleichtert unser dasein ...wer jetzt versucht Regeln ausser Kraft zu setzen schadet vielleicht sich Selbst und auch Anderen.
    wohl regelwiderig ..oder? wenn wir es doch schaffen ist das wohl auch 'ne Kunst...


    Jetzt muss Ariel nicht mal mehr suchen! Toll, oder? :)
    Signature
  • laGnoraA
    nach allen Regeln der Kunst stellt der Mensch in der Regel das da was ihn am meisten beschäftigt.siehe Hölenmalereien!regelrechter Krieg herrscht in der Kunstwelt.Das Seelenbewustsein(chi)regelt das materielle dasein(chuan)...die Erscheinungweisen der materiellen Natur sind reguliert!
    wir halten uns an die Regeln um zu überleben.
    Und miteinander zu leben...regelmässig friedlich und freundlich zu geben und zu nehmen...erleichtert unser dasein ...wer jetzt versucht Regeln ausser Kraft zu setzen schadet vielleicht sich Selbst und auch Anderen.
    wohl regelwiderig ..oder? wenn wir es doch schaffen ist das wohl auch 'ne Kunst...


    Hallo Frank,
    ich glaube den Artikel meintest Du, oder? Hab ich übersehen, sorry!

    Ich meinte mit Regeln eigentlich nichts, was sich philosophisch auf Erscheinungsweisen in der Natur bezieht oder auf die Wahrnehmung, die Menschen haben.
    Ich meine ganz pragmatische Regeln: Van Gogh hat fast alle seine Bilder aus etwa 5 cm langen Strichen aufgebaut. ER hat nicht etwa irgenwo in der Mitte eines Bildes damit aufgehört und fotorealistisch oder flächig weitergemalt. Eín Fotorealist würde nicht ein halbes Bild fotorealistisch detailiert malen, um die andere Hälfte dann abstrakt weiter zu führen.
    Das meine ich mit innerem Regelwerk. Es ist nicht alles völlig beliebig und ganz frei. Eine Bildidee benötigt eine eigene Vorgehensweise, damit sie sich ausführen lässt. Einige Vorgehensweisen sind ungeeignet, manche geeignet. Geeignet ist die Vorgehensweise wenn sie die Idee transportieren kann. Das ist die Regel!!!!!!!
    Wenn einer eine Malweise praktiziert, die schon der eigenen Bildidee zuwider läuft, hält er sich nicht an selbst gesetzte Regeln. Oder er versteht sein eigenes Bild nicht und zerstört die eigene Bildidee wieder.
    Wahrscheinlich denken die Meisten auch überhaupt nicht nach, machen irgend etwas Beliebiges und finden es dann hinterher schön oder nicht schön.
    Für mich ist Kunst etwas, dass ich soweit es mir möglich ist versuche systematisch und ganz pragmatisch zu durchdenken. Damit ich selbst zu gezielten Resultaten komme und nicht nur immer ganz auf den Zufall angewiesen bin ob etwas gelingt.
  • laGnoraA
    kannst auch mal Fragen beanworten...sonst wird es ein Monolog...


    Deine Frage hab ich Dir oben beantwortet. Zum Thema Monolog:
    Natürlich bin ich an keinem interessiert.
    Dass meine Beiträge länger ausfallen ist nun mal so. Man muss sie aber nicht lesen!
    Weißt du was ich hier versuche, Frank? Ich versuche mich auf einer Kunstplattform nicht indifferent zu verhalten.
    Weißt Du was ich schlimm wie die Pest finde?
    Sowas: Ey supi Alter, hab ich eigentlich selbst 'ne Meinung, die ich auch verstehe? Scheißegal, morgen erzähl ich eben das Gegenteil von dem, was ich heute selbst auch schon nicht glaube.
    Das ist die Kurzfassung des Inhaltes nahezu aller Internetgespräche.
    Dagegen gibt es nur ein gutes Mittel. Hilft auch gegen Fakes, Unaufrichtigkeit, kurz gegen alle Blödheiten und Ärgerlichkeiten der modernen Welt.
    Man sollte Gedanken gründlich darstellen! Hat auch was mit Respekt und Ernstnehmen des anderen Gesprächsteilnehmers zu tun. Dann ist vieles genauso authentisch wie ein vier-Augen-Gespräch. Nur die Beiträge fallen dann auch länger aus!
    Grüße von hier.
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Das lohnt sich, über das Thema nen neuen Thread aufzumachen, finde ich. :)
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