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  • "Das Künstlerprekariat sitzt in der Falle"

  • nighthawk
  • ERICH Heeder
    ERICH Heeder
    hm, ja was jetzt nu gaby und die anderen, was soll man tun? jeder der sich für einen kreativen beruf enscheidet, lässt sich auf ein lebenslanges abenteuer ein, ohne genau zu wissen, ob es jemals zum erfolg führen wird und wenn, ob der dann auch ein leben lang anhält. das sind risiken mit denen man einfach klarwerden muss, sonst braucht man sowas gar nicht erst anzufangen.
    es gibt ja auch genug alternativen: es mangelt an ärzten, ingeneuren, lehrern, krankenschwestern. das handwerk meldet auch mittlerweile einen mangel an nachwuchs an. ältere bauern wissen nicht an wen sie ihre höfe weitergeben sollen. ich denke in ein paar jahren wird in jedem beruf, in dem man früh aufstehen und irgendwas können muss, fachkräftemangel herrschen. es muss nun wirklich niemand mehr künstler oder kreativer werden, weil er sonst keinen platz im leben findet. und wer es trotzdem macht, muss halt wissen, worauf er sich einlässt.


    Antwort:
    "Du tust ja so, als ob ich mit absicht Künstler bin!! Es gibt unter uns welche, die sind da zu geboren Kunst zu machen!! Ich gehöre zu dieser Kategorie!! Ich habe fast 5 Berufe, und kann nicht einen da von ausüben,
    und wenn unser einer schon eine künstlerische Ader hat, dann sollte er sie auch ausleben können!!Jeder findet Platz in seinem Leben, das ist mir doch zu hohl geschrieben!!
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  • nighthawk
  • eknim
    Das sehe ich auch so. Wenn es sowas wie ein bedingungsloses Grundeinkommen gäbe, für die Ärmsten, dann muss es für alle verfügbar sein, nicht nur für Kreative. Deshalb schrieb ich oben, was mit den 1Euro Jobbern ist.
  • nighthawk
  • heinrich


    Antwort:
    "Du tust ja so, als ob ich mit absicht Künstler bin!! Es gibt unter uns welche, die sind da zu geboren Kunst zu machen!! Ich gehöre zu dieser Kategorie!! Ich habe fast 5 Berufe, und kann nicht einen da von ausüben,
    und wenn unser einer schon eine künstlerische Ader hat, dann sollte er sie auch ausleben können!!Jeder findet Platz in seinem Leben, das ist mir doch zu hohl geschrieben!!


    Das kann aber sehr gefährliche Selbsttäuschung sein...
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  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    @nighthawk.
    Schade, ich finde es ein spannendes Thema und es wäre m.E. nur die logische Konsequenz aus den aktuellen Entwicklungen.
    Dazu könnte man einen neuen Thread eröffnen.
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  • xaazi

    Der jenige hat schon nach gedacht, der das geschrieben hat!! Hätte er dann überhaupt geschrieben, wenn da nichts drann ist?? In dieser Republik werden 6,5 Millionen Menschen ausgebeutet, das heißt, sie leben von Transvehrleistungen!! Also, all diese können nicht mehr von ihrer Arbeit leben, und keinen gibt das zu denken!! Keiner fragt sich, wie viel Menschen sind darunter, die kreativ arbeiten?? Unsere Rebublik ist eben nicht mehr Kuckucksheim, wo einer ruft, und alle anderen rufen mit!! Nee -
    sie bleiben alle stumm, und da bei leben wir in einer Gesellschaft der Kommunikation!! Wir tun so, als ob sich niemand wehren könnte!! Auch nein sagen, will gelernt sein!! Aber kann man vom nein sagen, leben?? Das ist doch hier die Frage?? Wenn einer den anderen mehr unterstützen würde, könnte das wohl klappen!!

    Lösung: das bedingungslose Grundeinkommen! http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen

    Seh grad: wurde schon eingeworfen ...
  • nighthawk
  • eknim
    Man könnte ja auch mal den Gedanken verfolgen, dass sich im Künstlerprekariat viele Menschen tummeln, bei denen der Wunsch Künstler zu sein oder zu werden, bzw. die künstlerische Ader auszuleben, wie Erich schrieb, zu einer Art Blockade in der Wahrnehmung führt, welche die Einschätzung des aktuellen Standes der eigenen Fähigkeiten sowie die Einschätzung der real existierenden Marktlage betrifft. Und dann ist es sehr schwer, die selbstkritisch eingeschätzte mögliche Verortung im Markt zu bestimmen. Das soll natürlich nicht heißen, dass niemand mehr versuchen sollte, Künstler zu werden. Doch täte manchmal eine ein klein wenig realistischere Sichtweise gut.
  • siku
    Zum Nachdenken:

    http://zeichnen.gemutlichkeit.de/html/allgemeines/kursuebergreifend/mappenberatung.php


    der Link ist gut!

    Ein Zitat von diesen Seiten, aus Mappenberatung:
    Frage: Wer lebt von Kunst? dazu das Zitat

    "Nahezu niemand, der sie produziert. Auf jeden Fall sehr, sehr wenige. Viel mehr Menschen leben mittelbar von der Kunst, einige, die sie verwalten (in Stiftungen, Behörden, Museumsangestellte... ) und viele, die sie ausschlachten (Kunsthistoriker, Galeristen, Kuratoren, Journalisten, Touristenindustrie... ). Die Zahl der "mittelbar von Kunst lebenden" übertrifft die Zahl der unmittelbar vom Kunstproduzieren lebenden bei weitem."

    Hier wird ein Dilemma des Verständnisses über das Kunstmachen deutlich:
    die Künstler meinen, dass was sie an Kunst herstellen sei ganz persönlich ihr Produkt, dabei scheinen sie zu übersehen, dass sie (ich meine heutzutage mehr denn je) am Tropf einer Kunstmachinerie hängen, ohne die sie einzeln gar nicht wahrgenommen würden.
    Was will der Künstler eigentlich: Kunst "nur für sich machen" (das ist m.E. sowieso eine irrige Meinung), oder soll seine Kunst von anderen auch wahrgenommen und geschätzt werden? - und dazu bedarf es in der aktuellen Kunst leider eines großen "Mitarbeiterstabes" von Ideologen, Erklärern, Vermarktern usw.
  • ybaG-lraeP
    Das ist Quatsch, Kunst war immer brotlos und wird es auch immer bleiben.
    Ich wehre mich, einen Haufen von Freizeitbloggern oder sonstigen "ich designe mal eben mein Badezimmer um, mache davon furchtbar coole Fotos und stell die ins Netz und lass mich als Künstler feiern", als Künstler anzuerkennen.

    M. Erachtens gibt es zu viele, die sich "Künstler" nennen - das ist mit ein Grund, dass Kunst weiterhin brotlos bleiben wird.

    Solche Hypes, die durch angeblich gute bis sehr gute Verdienstmöglichkeiten - wie im Artikel beschrieben in Berlin - entstehen, sind kontraproduktiv für die Kunst, dadurch zieht sie noch mehr selbsternannte Künstler, die aber in Wirklichkeit nur freizeitbloggen, an. Ich glaube auch nicht, dass der Autor des Artikels fähig ist, zwischen Künstler und Hobbykünstler zu unterscheiden; zu sehr schmeisst er alles, was im Entferntesten nach "kreativ" aussieht, in einen Topf.
  • eknim
    Sehr selbstbewusst. Wo ordnest du dich denn selbst ein?
  • heinrich
    Ein Koch geht selten anderswo essen...
    Ein Regisseur schaut ungerne Filme oder geht selten selber ins Kino..
    Ein Maler kauft selten Bilder...
    Ein Zahnarzt setzt sich selbst die Plomben oder behandelt sich nur bei den befreundeten Zahnärzten...
    Die Frisörinnen frisieren sich gegenseitig in einem Salon...

    und so weiter...

    Das ist eine Falle ...:-D
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  • ybaG-lraeP
    Stimmt, bei mir hängen bis auf wenige Ausnahmen auch nur meine Bilder an den Wänden ;-)
  • laGnoraA
    Ein Maler kauft selten Bilder...


    Ich besitze eine kleine aber sehr feine Kunstsammlung, unter anderem Arbeiten von Miriam Cahn. Wenn ich finanzkräftiger wäre, besäße ich eine sehr große Kunstsammlung.
  • xylo
    xylo
    Ich kaufe Kunst von anderen Künstlern um mich mit ihr zu umgeben.
    Leider habe ich nicht so viel Platz um alles aufzuhängen. Trotzdem kaufe ich weiter, wenn es mir gefällt und ich es mir leisten kann.
    Warum auch nicht? Ich gehe ja auch noch auswärts essen, obwohl ich kochen kann.
    Signature
  • reniek
    Ich kaufe Kunst von anderen Künstlern um mich mit ihr zu umgeben.
    Leider habe ich nicht so viel Platz um alles aufzuhängen. Trotzdem kaufe ich weiter, wenn es mir gefällt und ich es mir leisten kann.
    Warum auch nicht? Ich gehe ja auch noch auswärts essen, obwohl ich kochen kann.


    :)))
  • nighthawk
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