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  • Plagiatvorwurf

  • xylo
    xylo Plagiatvorwurf
    Durch Zufall habe ich im TV erfahren, dass der ursprüngliche Entwurf des Mahnmals in Duisburg zum Loveparadeunglück zurückgezogen wurde.


    Hier ein Link zu einem ausführlichen Bericht.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-12/loveparade-mahnmal-duisburg-2


    Die Schwarzweiß-Vorlage für seinen Entwurf hatte Meister auf der Online-Fotoplattform Fotolia für etwa 75 Cent gekauftwie in der Zeitung zu lesen ist.


    Findet Ihr den Vorwurf und die Zurücknahme des Werkes als gerechtfertigt, oder hat der Künstler durch die Zahlung der 75 Cent, das Recht erworben, durch Veränderungen der ursprünglichen Vorlage, den Entwurf als eigenständiges Kunstwerk auszugeben?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn wir beim Thema DIESES Kunstwerkes bleiben könnten, statt darüber zu diskutieren, wieviele Blümchen, Pferdchen und Herzchen hier schon als Kopie, der Kopie, der Kopie eingestellt wurden.

    PS: Es handelt sich hierbei um den Künstler Jürgen Meister
    https://www.meisterkunst.de/
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  • paulinekreativ
    wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Künstler das Werk gekauft, somit wandert es in seinen Besitz, ich sehe hier auch nicht das Problem, was wohl besteht, er kopiert doch nichts,sondern fügt hinzu und nimmt weg und schafft somit sein eigenes Werk zu diesem Thema, finde ich ganz legitim, verfahren viele Künstler so, wenn sie keine eigene Vorlage haben, es wird nicht kopiert das Orginal sondern nur sagen wir mal verbessert und dem Thema entsprochen, der Vorwurf ist nicht zutreffend wie ich meine

    Pauline
  • ncm
    Ist wohl eine rechtliche Grauzone. Gibt's Bilder von Originalfoto und dem Entwurf, um zu sehen, wie viel Veränderung dazwischen liegt? Gibt's eine AGB o.ä., um zu sehen, welche Rechte denn mit den 75 Cent gekauft wurden? Vielleicht kann man sich ja noch nachträglich einigen. Das Denkmal erhält einen Titel x von y nach einer Vorlage von z und der Urheber des Fotos bekommt einen dreistelligen Eurobetrag und tritt dafür schriftlich die Nutzungsrechte der Vorlage für das Denkmal ab.
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  • xylo
    xylo
    Das ist jedenfalls mal ein guter Lösungsvorschlag. Ich hätte auch gerne mal das Foto im Gegensatz zum Entwurf gesehen. Mal schauen, ob ich im Laufe des Tages etwas ergooglen kann, aber vielleicht findet noch jemand was im Netz darüber.
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  • laGnoraA
    [edit, admin, weil unsinn, Verwarnung...]
  • nirdeZ_neB
    Das heißt also, wenn ich ein bild von aarongal fotografiere und das Foto xylo verkaufe, darf er es malen und verkaufen, oder wie?
    Es ist immer wieder schön, wie hier ins Blaue hineindiskutiert wird. Wenn der Fotograf fototechnisch eine abstrakte Form auf dem Bild erzeugt und das Bild verkauft, verkauft er damit die Bildidee. Wenn er zuhause eine Stahlplastik schweißt und das Bild davon verkauft, möchte ich sehr stark bezweifeln, dass er damit das Urheberrecht für die Plastik verkauft hat. In jedem Fall ist aber die Schaffenshöhe zu beachten, die der Bilderwerber in sein neues Werk eingebracht hat. Schon damit wird er sehr wahrscheinlich scheitern.
  • xylo
    xylo
    Ariel:
    Gegen einen Beitrag von Deiner Seite ist nichts einzuwenden.
    Allerdings hatte ich darum gebeten, sich mit dem Kunstwerk zu beschäftigen, welches in der Presse erwähnt wurde.

    Leider geht es hier nicht um eine Tüte Chips, auch nicht darum, was der Threadersteller in Wahrheit meinte. Die Wahrheit ist ja in diesem Fall, eine Wahrheit von Ariel, welche er einer anderen Person unterschiebt.

    Hier ist kein normaler Themenstart und kein Austausch von Meinungen mehr möglich.
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  • oidar
    Die Verwertungsrechte finden ihre Schranken in der so genannten freien Benutzung. Die freie Benutzung eines Werkes ist jederzeit möglich ( § 24 UrhG) . Voraussetzung dafür ist, dass das benutzte Werk nicht vollständig, sondern lediglich in umgestalteter Form übernommen wird. Das Werk darf nur als Vorlage, also als Anregung für das neue, selbstständige Werk dienen. Die entliehenen Züge des geschützten älteren Werkes dürfen nicht mehr erkennbar sein Die freie Benutzung von urheberrechtlich geschützten Werken ist unverzichtbar, da jeder Schöpfer von geistigen Inhalten für die Erstellung seiner neuen Werke sich von fremden Werken inspirieren lässt.

    § 15 ff. UrhG
    Der Urheber hat das alleinige Recht sein Werk in jeglicher Art und Weise zu verwerten. Allerdings ist das Urheberrecht selbst nicht übertragbar (§ 29 Abs. 1 UrhG). Übertragbar sind nur die so genannten Nutzungsrechte (§ 31 Abs. 1 UrhG). Diese werden in ihrer Gesamtheit als Verwertungsrechte bezeichnet. Im Bereich der Übertragung von Nutzungsrechten ist zu beachten, dass es keinen gutgläubigen Erwerb von Nutzungsrechten gibt. Das bedeutet, dass derjenige, der Nutzungsrechte ausüben möchte, sich vom Rechteinhaber die Nutzungsrechte einräumen lassen muss, deren Ausübung er beabsichtigt. Damit wird auch dem gesetzlichen verankerten Grundsatz Rechnung getragen, den Urheber tunlichst angemessen an der wirtschaftlichen Verwertung seines Werkes zu beteiligen (§ 11 Satz 2 UrhG).

    Bearbeitungen und Umgestaltungen (§ 23 UrhG)
    Bearbeitungen oder andere Umgestaltungen des Werkes dürfen nur mit Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden (§ 23 S. 1 UrhG). Um festzustellen, ob es sich um eine Bearbeitung oder freie Benutzung handelt, sind die charakteristischen Elemente beider Werke miteinander zu vergleichen.
    Danach handelt es sich immer dann um eine freie Benutzung und nicht um eine zustimmungspflichtige Bearbeitung, wenn die wesentlichen Züge des Ausgangswerkes in dem neu geschaffenen, selbständigen Werk verblassen. Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden wie selbständige Werke geschützt (§ 3 UrhG). Das Urheberrecht am bearbeiteten Werk bleibt davon unberührt.
  • laGnoraA
    [edit admin, trollpost...]
  • xylo
    xylo
    @ Zerocool

    Danke für die Links. Dadurch kann man sich ein besseres Bild machen.

    Grosse Unterschiede kann ich zwischen der Urgraphik und seinem Skulpturenvorschlag nicht feststellen.
    Signature
  • laGnoraA
    [edit admin->24h sperre... :)]
  • oidar
    mr. meister zeigt nix anderes als seinen persönlichen creativ-offenbarungseid.

    abgesehen davon ist das silhouettending ziemlich das letzte, was explizit für so ne katastrophe stehen könnte.
  • nirdeZ_neB
    Aus den oben verlinkten AGBs von Fotolia ergibt sich, dass das Bild von Meister nicht hätte verwendet werden dürfen. Die Schaffenshöhe ist gleich Null. Ich kann keinen Unterschied erkennen, außer einem Rostanstrich.
  • oidar
    [*offtopic* sagt herr admin oO]

    :)
  • xylo
    xylo
    @ Ben

    Herr Meister weist sich auf seiner Homepage als Akademiekünstler und aktiver Kunstlehrer aus. Du findest nach einigen Minuten die Nutzungsregeln dieser Plattform. Wie kann einem Profikünstler bei solch einem sensiblen Werk solch ein kapitaler Fehler unterlaufen?
    Signature
  • oidar
    hm, sperre ... die a-galle hätte sich meinetwegen ruhig weiter entblöden und entblössen können.
  • -emarap
    @ Ben

    Herr Meister weist sich auf seiner Homepage als Akademiekünstler und aktiver Kunstlehrer aus. Du findest nach einigen Minuten die Nutzungsregeln dieser Plattform. Wie kann einem Profikünstler bei solch einem sensiblen Werk solch ein kapitaler Fehler unterlaufen?


    Hmmm, wieder ein Beweis dafür, dass die sogenannten Profis auch erst mal beweisen müssen, dass sie wahre Künstler sind. Man wird nicht durch ein Studium zum Künstler.
  • xylo
    xylo
    @ Radio
    Das wäre aber diesem Thema nicht zuträglich.
    Ich glaube, jeder war betroffen, als er die Bilder von dieser Katrastrophe gesehen hat.
    Daher stellt sich ja die Frage, wie man dazu steht, dass ein Kunstwerk
    als Plagiat geoutet wird. War sich der Meister dieser Rechtsverletzung nicht bewusst? Hat man bei der Erschaffung eines Denkmals eine höhere künstlerische Verantwortung? Hätte Euch das Denkmal trotzdem gefallen?
    Die gesamte Sache, von der Erschaffung dieses Denkmals bis zum Plagiat wirft doch Fragen auf.
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