KunstNet uses Cookies. Details.
  • Ausschreibung \"Für mehr persönliche Freiheit\"

  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    @Bernd Saller: entschuldigung, ich hatte deinen Beitrag weiter oben überlesen.

    Zu den Öffnungszeiten: der keller wird zu den gleichen Zeiten wie der Laden unter gleicher Adresse geöffnet und besetzt sein, deshalb muss man auch den Galeriedienst leisten.

    Der Keller ist in meinen Augen für solche Veranstaltungen gut geeignet, weil er eine eigene Atmosphäre besitzt. Übrigens kenne ich auch eine gut gehende Münchner Galerie, die ist im zweiten Stock eines Hinterhofs...

    Die Prozente sind meines Wissens auch normal für Vereine und werden bei diesem Verein zu 100% wieder in die Kunst gesteckt bzw. gehen in gemeinnützige Zwecke und Spenden. Um als Verein als gemeinnützig anerkannt zu werden, ist es von Vorteil immer einen Teil zu spenden. Und nur wer gemeinnützig ist, kann auch Spendenquittungen ausstellen, also Sponsoren gewinnen.

    @Vincents Ohr: die Gefahr, die du aufzeigst, besteht, aber ich weiß nicht, wie man das lösen kann. Ehrlich gesagt finde ich die Beteiligungskosten noch nicht so hoch, da habe ich schon andere Konditionen gehört.
  • Revi Oliver
    Revi Oliver
    Die Beteiligungskosten sind vielleicht nicht hoch, aber nur, wenn man in München wohnt. Im Gegensatz dazu ist die Verkaufswahrscheinlichkeit bei dem Thema, und wie es angepriesen wird, sehr gering. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden.
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    @reviOliver: klar, wer vor Ort ist, hat einen finanziellen Vorteil, dafür muss der Künstler vor Ort Galeriedienst leisten. Wenn er das für einen anderen übernimmt und dann keinen finanziellen Ausgleich dafür bekommt, wäre das auch ungerecht, finde ich.

    Du hast Recht, das Thema ist nicht auf Verkauf ausgerichtet. Sollte man Ausstellungen machen, die klar auf Verkauf abzielen? Dafür gibt es diverse Kunstmessen etc. so eine Themenaustellung ist doch eher geeignet, um zu zeigen, was man kann, eine Aussage mit seiner Kunst zu machen und vielleicht damit auf sich und sein Schaffen aufmerksam zu machen. Ich finde Kunst kann auch einen Beitrag zur politischen und gesellschaftlichen Lage abgeben und damit Stellung beziehen und somit für sich stehen. Natürlich wird sich solche Bilder niemand über das Sofa hängen. Aber die Ausstellung zielt defintiv nicht auf Sofa-Kunst ab!

    Wer konkret verkaufen will, sollte sich dort sicher nicht bewerben.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • 46nahtaiveL
    dann hat es also gar keinen Sinn Privatinitiativen zu starten? Soll man nur auf öffentliche Projekte warten/setzen?

    Wie würdest du denn rangehen, wenn du eine Ausstellung mit anspruchsvollen Arbeiten umsetzen würdest? Was wären deine Konditionen?



    ich habe nie behauptet dass das alles leicht ist...
    nochmal die frage: was soll die Themenstellerei?

    meint man die künstler haben keine eigenen ideen?
    oder braucht die kreativität einen anschub?
    *kopfschüttel*

    warum nicht guten leuten austellungsmöglichkeit
    bieten.. darauf vertrauend dass sie schon was zu sagen haben ..?

    tja ansonsten: ich sehe gerne etwas das ich so noch nicht kenne
    also nicht den 100ensten sueralen abklatsch...der in wahrheit
    völlig fantasiefrei ist...oder wieder jemand der dem riesen bestand
    am abstrakten weiteres hinzuzufügen müssen meint...
    ja zur zeitgenossenschaft, und ein wenig provokation ist auch erlaubt

    letzter absatz ist natürlich sehr subjektiv
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    natürlich möchte ein junger verein mit besonderen themen und werken auf sich aufmerksam machen ... ist ja alles legitim

    aber die kritischen stimmen hier zur thematik und der art und weise des vorgehens sind auch berechtigt

    und damit meine ich nicht die paar kröten für die teilnahme sondern allenfalls dass es in bezug auf die ausgestaltung auch der finanziellen seite keine klaren und ausgewogenen regelungen gibt ... siehe mein einfaches beispiel von oben ... hier zahlt ein teilnehmer mit einem werk genausoviel wie einer mit 5 werken
    Signature
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    ich bin durchaus ein Mensch, der sich von stimmigen Argumenten überzeugen lässt, sehe aber auch, das ihr meine Erwiderungen auf eure Einwände ignoriert.

    @leviathan: das eine schließt doch das andere nicht aus, wenn man einmal eine Themenausstellung ausschreibt, heißt das nicht zwanghaft, dass es keine freien Ausstellungen gibt. Übrigens finde ich persönlich Themenausstellungen als Rezipient durchaus spannend, weil es verschiedene Blickwinkel aufzeigt, wie man an ein Thema rangehen kann. Genau das kann manchmal neue Horizonte eröffnen.

    @Bernd Saller: es ist von Haus aus schwierig, wenn man verschiedene Sparten der bildenden Kunst mischen möchte, klare Regeln festzusetzen. Wie groß darf eine Installation sein, was ist mit Skulpturen, Videokunst etc. wie gesagt, die Gerechtigkeit für die Künstler liegt da im Ermessen der Ausstellungsleitung und ist sicher erst in der fertigen Ausstellung zu beurteilen. Das ist wohl ein "Rsikio", das jeder Teilnehmer eingeht, dass möglicherweise ein anderer Künstler das gleiche bezahlt und einen halben Meter mehr bekommt. Würde dich das stören?
    Ich denke, dass die Werkanzahl proportional zu den beteiligten Künstlern abnimmt. Wenn die Beteiligung größer ist, wird eben jeder Einzelne weniger zeigen können.

    zu der Berechtigung der kritischen Stimmen zur Art und Weise des Vorgehens: wenn ich die Seite des BBK aufrufe und mir die dort gelisteten Ausschreibungen ansehe, ist das definitiv gängige Praxis. Ich bekomme einige Ausschreibungen von Kunstvereinen zugesandt und sie sind alle ähnlich gestrickt, teilweise sogar viel teurer. Insofern kann ich eure Reaktion nicht ganz nachvollziehen, die Ausschreibung fällt in keiner Weise aus der Rolle oder stellt ungewöhnliche Konditionen auf.
  • 46nahtaiveL
    glaube ich gerne das dich verschiedene blickwinkel zu einem thema
    interesieren, nur werden es unter diesen bedingungen viele vorziehen
    ihre eigenen themen zu bearbeiten
  • reniek
    Es bleibt jedem selbst überlassen, bei was er mitmacht oder nicht, aber manchmal finde ich die Reaktionen hier zwanghaft negativ und destruktiv. Um was geht es bei dem Hinweis auf die Kostenbeteiligung? Geht es nur darum, eine Aktion mies zu machen, weil sie etwas kostet?

    Ich habe die Ausschreibung als ein Gründungs-Mitglied dieses Vereins hier eingestellt und ich bin von 12 Gründungsmitgliedern die Einzige, die künstlerisch tätig ist, alle anderen machen das aus Überzeugung. Glaubt ihr wirklich, da verdient einer etwas an so einer Ausstellung? Oder erwartet ihr, dass solche engagierten Leute die Hälfte ihres Jahreseinkommens dafür verwenden, unbekannte Künstler zu fördern? Übrigens zahlen auch die nicht künstlerisch tätigen Mitglieder einen Jahresbeitrag, arbeiten dort aber alle ehrenamtlich.

    Manchmal habe ich das Gefühl, ihr seid mit euren Argumenten ein bisschen Welt fremd. Das ist ein junger Verein, woher soll der jetzt soviel Geld nehmen, um die Miete, Einladungen, Plakate, Hängematerial etc für eine Ausstellung zu sponsern? Muss man jedes Engagement tot schlagen, kann man nicht einfach auch mal erkennen, dass da jemand mit viel Idealismus versucht, Kultur zu schaffen und unbekannten Künstlern eine Chance zu geben?
    Wenn das nicht der Weg ist, den ihr persönlich für den richtigen haltet, kann man doch trotzdem fremdes Enegagement anerkennen oder zumindest ignorieren und muss nicht alles nieder machen. Immerhin stellen diese Menschen etwas auf die Beine und versuchen etwas.

    Wie viele Alternativen gibt es denn? Klar gibt es öffentlich geförderte Projekte, aber in dem Moment, in dem es keine öffentlichen Gelder gibt, sondern Privatinitiativen stattfinden, muss man die entstehenden Unkosten irgendwie decken.

    Klar, wenn man künstlerisch schon so angerkannt ist, dass man Geld dafür bekommt, wenn die eigenen Bilder irgendwo gezeigt werden, dann braucht man sich bei solchen Ausschreibungen nicht mehr zu bewerben... aber ansonsten sehe ich das als übliche Praxis vieler Vereine oder Institutionen, die durchaus ernst zu nehmen sind.

    Und ganz davon abgesehen zeigt die Erfahrung immer wieder, dass das, was nichts kostet, auch nichts Wert ist und sich viele dann keine besondere Mühe geben.

    Was solls, ich hatte, als ich die die Info hier eingestellt hatte, eh schon den Verdacht, dass es hier nicht um die Sache gehen wird, sondern nur nach einem Haar gefischt wird, an dem man sich dann aufhängen kann.

    beste Grüße

    Ingrid


    Sorry, aber es kann doch nicht das Problem des oder der Künstler sein, ob und warum Euer Verein kein oder wenig Geld hat?

    Das ist auch keine "übliche" Praxis und selbst wenn es eine wäre oder zunehmend wird, ist das noch lange keine Berechtigung, irgendwelche unrelevanten "Bearbeitungsgebühren" oder "Unkostenbeteiligungen" zu kassieren.

    Wer Kunst zeigen will, muss - insofern er sich professionell nennt - schon mal in eine Vorleistung gehen (Sponsorensuche kann man ja auch noch betreiben), ansonsten gibt es nur Dekopinselei von Hobbymalern, die sicher auch noch mehr zahlen, um irgendwo auszustellen!

    Wer soll sich das dann aber ansehen?

    Es hat auch nichts damit zu tun, ob jemand bekannt oder unbekannt ist, denn woran machst Du das fest - ich mein, den Bekanntheitsgrad? Und dem, wo ihr denkt, der ist bekannt, dem bezahlt ihr das dann alles - ich meine, die Kellerwände zu behängen ? :o
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    Wieso sind engagierte Menschen dazu verpflichtet, Künstler alles zu bezahlen? wenn die Sponsorensuche so einfach ist, könnte sich doch auch jeder einzelne teilnehmende Künstler einen Sponsor suchen oder? Oder überhaupt jeder Künstler für seine Ausstellungen.

    Ich habe inzwischen schon verschiedene Projekte mitveranstaltet (nicht mit diesem Verein)und weiß, dass Werbung, Versicherung, Räumlichkeiten einfach Geld kosten, das hat doch nichts damit zu tun, ob ein Verein jung oder alt ist.

    Ehrlich gesagt habe ich das Geschwafel satt, für die Kunst muss man alles kostenlos zur Verfügung stellen. Es entstehen Kosten und die müssen gedeckt werden. Natürlich hat der Staat eine Verpflichtung, Kunst auf seine Kosten zu fördern, aber das Gleiche kann ich nicht von Privatinitiativen verlangen. Übrigens langen gerade staatliche Einrichtungen ganz schön zu, wenn sie ihre Räumlichkeiten an Künstler für Ausstellungen vermieten.

    wo steht denn, dass bekannte Künstler etwas bezahlt bekommen? Den Passus habe ich noch nicht gefunden. Und nun zu den Hobbykünstlern: ehrlich gesagt finde ich das nicht das entscheidende Qualitätskriterium, ob einer hauptberuflich Kunst macht oder nebenher noch einen Brötchenjob hat, um seine Familie zu ernähren. Entscheidend ist nur seine Arbeit und ob die überzeugt.

    Es geht mir nicht in den Kopf, warum man so ein Projekt so niederbügeln muss. Wenn ihr keine Themenausstellungen mögt und nicht bereit seid, einen Unkostenbeitrag bei einer Ausstellung zu bezahlen, ist das eine Einstellung, die ich nachvollziehen kann.

    Was mir aber wirklich gegen Strich geht, ist die generelle Unterstellung, dass sich jemand an den Künstlern bereichern möchte.

    Darüber hinaus stellt ihr schon im Vorfeld kategorisch fest, dass dabei nur dilletantische Arbeiten rauskommen, die sich eh kein Mensch ansehen wird.
  • uzuzab
    Hier macht niemand auch nur irgendwas nieder.
    Das Verstehen von Gelesenem ist anscheinend im 21. Jahrhundert nicht mehr so gefragt.

    Hier versuchen nur einige Spacken Ihnen klarzumachen - ist schön - das Sie das machen das Sie -- aber kein Künstler nix Geld -- Hausfrau mit Witwenpension geht -- Kunst gut -- schön auch.


    mfg
    Bazuzu
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr


    Hier versuchen nur einige Spacken Ihnen klarzumachen ...


    ReviOliver
    BerndSaller
    Leviathan64
    keiner
    Vincents_Ohr

    Kannst Du mal kurz konkretisieren, wen Du von den o.g. meinst, Bazuzu?
    Oder kann ich davon ausgehen, dass alle gemeint sind?
    Signature
  • uzuzab
    Ausgehen darf jeder.


    mfg
    Bazuzu
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    bleibt mal aufm teppich

    ich fasse mal zusammen:

    wir haben hier eine ausschreibung eines 2 monate alten vereins der sich die kunstförderung zum ziel gesetzt hat für eine themenbezogene kunstausstellung in den kellerräumen eines kleinkunstladens für kinderspielzeug o.ä.

    sogar die ausschreibenden veranstalter gehen davon aus dass wegen des vorgegebenen themas wohl kaum ein verkauf der ausgestellten werke erfolgen wird

    dennoch verlangen sie in der ausschreibung eine pauschale für die bewertung und eine solche für die teilnahme nebst abgeltung von galeriediensten in zeit oder geld von den bewerbern & noch 30% von einem theoretisch möglichen verkaufserlös

    noch fragen?!
    Signature
  • Ingrid Müller
    Ingrid Müller
    auf so einen Beitrag wie den von bazuzu habe ich schon die ganze Zeit gewartet

    auch die Einschätzung, das es in dem Kleinkunstladen Kinderspielzeug oder ähnliches gibt, passt haargenau ins Profil, wie ihr auf diese Ausschreibung losgeht....alles erstmal ins Lächerliche ziehen. Ich habe dort übrigens noch kein Kinderspielzeug entdeckt, wohl aber Designer, die durch die Ausstellung in diesem Laden weiterführende und profitable Kooperationen aufbauen konnten. Und die Besitzerin des Ladens verdient sich daran keine goldene Nase.

    die Geschichte, dass ich glaube, dass so ein Thema keine großen Verkäufe bringt, ist ganz alleine meine persönliche Einschätzung und spiegelt nicht die Einstellung des veranstaltenden Vereins wieder.

    Den Verein gibt es erst seit ein paar Monaten, aber Kunstveranstaltungen gibt es unter dieser Adresse schon seit vier Jahren
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    Ich bin sehr gespannt, ob die Ausstellung trotz aller Unkenrufe ein Erfolg wird. Wirst Du an dieser Stelle berichten, Ingrid?

    Ich hätte auch noch einen Vorschlag zu den Gebühren. Wie wäre es, wenn ihr die 50 Euro mit den 30% Provision verrechnet? Das wäre doch (art-)fair ;)
    Signature
  • oidar
    schrecklich, diese zuckzungen.
  • 46nahtaiveL
    Ich bin sehr gespannt, ob die Ausstellung trotz aller Unkenrufe ein Erfolg wird. Wirst Du an dieser Stelle berichten, Ingrid?

    Ich hätte auch noch einen Vorschlag zu den Gebühren. Wie wäre es, wenn ihr die 50 Euro mit den 30% Provision verrechnet? Das wäre doch (art-)fair ;)



    ach das wird schon ein *ERFOLG*, weil sich bestimmt
    irgendwelche leute finden...
    welche provision willst du denn anrechnen, wenn nichts verkauft wird?
  • Page 2 of 2 [ 37 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures