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  • Wenn Kunst keinen Bezug zu Gott nimmt, so ist sie hohl.

  • kcnert
    "warum regen sich dann ausgerechnet die atheisten bei sowas am meisten auf? nach gelassenheit sieht das ganze theater hier für mich gar nicht aus."

    Weil sie die Verkündung von offensichtlichem Schwachsinn hassen, da dieser Schwachsinn ständig in ihren Lebensbereich hinein gepredigt wird. Sie wollen also ihre Ruhe haben und keine Gedanken zum Tag am Morgen im Radio von Pastor xy, und keine Messe über öffentlich rechtliche Sender am Sonntag, und keinen steuerfinanzierten Kirchentag in Dresden, usw.
    Atheisten rennen schließlich auch nicht in die Kirchen, stellen sich aufs Podium und erklären Gott für tot.
  • nighthawk
  • 500mg
    500mg
    Religiosität in der Kunst?? Erklär' mir mal das.
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  • kcnert
    Die Behauptung war, das Kunst hohl sei, wenn sie keinen Gottesbezug hat. Es ging nicht allgemein um Religiosität in der Kunst. Klar, ist das nicht verboten. Will doch auch keiner.
  • kcnert
    nein in meiner alten heimat hatten sie lediglich die priester erschossen und die kirchen zu schweineställen und lagerhallen umfunktioniert.


    Ich kann mich da erinnern, dass viele Priester in deiner alten Heimat sich über Jahrhunderte schadlos am Volk gehalten hatten, wie in anderen Ländern auch. Inquisition, Folter, Abgaben an die Pfaffen. Das dann paar von denen massakriert wurden, als sich die Machtverhältnisse drehten, ist ja allzu verständlich, denn diese Prägung hatten sie ja von der Kirche und den Fürsten. Ob das nun Atheisten waren, wage ich zu bezweifeln. Woher willst du das wissen? Vielleicht waren es nur gläubige Stalinisten, die dem Generalissimo hinterhechelten, so wie zuvor den Pfaffen, quasi die ungebildete Arbeiterschaft und Landbevölkerung, die es nie anders gelernt hat und natürlich die kommunistischen Funktionäre, die nun wieder in die Kirche gehen und bürgerlich sind. Deine Argumentation ist so: Stalin war Atheist, also sind alle Atheisten Stalinisten. So ist das aber nicht. Epikur war m.M. kein Stalinist.
  • nighthawk
  • siku
    Die Wahrscheinlichkeit als Atheist weltanschaulich richtig zu liegen, ist viel höher, als die, das ein Gott existiert. Das bedeutet Atheisten können gelassen sein und brauchen diesen ganzen Firlefanz wie Kirchen usw. nicht...


    Die These , dass Kunst hohl ist, wenn sie keinen Bezug zu Gott nimmt, deutet doch daraufhin, dass es hier nicht um die Frage geht, ob wir "diesen ganzen (christlichen)Firlefanz brauchen".

    Kunst braucht Inhalt, sei es einen thematischen oder einen formalen. Wenn der Künstler unter keiner Anforderung steht, dann wird es schnell beliebig.
    In den Arbeiten einiger Beitragschreiber sehe ich aber auch keine Weltanschaulichkeit. Ich finde auch nicht wirklich einen Inhalt, der bildnerisch transportiert wird, eher sehe ich Versuche, den Bildraum irgenwie zu füllen: mit geometrischen Formen, stilisierten Figuren, die aber irgenwie auf der Bildfläche platziert sind, scheinbar mehr zufällig als gestaltet.

    Franz Marc sagte einmal sinngemäß: je weniger religiös der Mensch wird, umso oberflächlicher wird die Kunst.
    Die Mehrzahl der zeitgenössischen Kreativen verzichtet ja nicht nur auf einen religiösen Ausdruck in den Arbeiten, wer beschäftigt sich denn stattdessen mit kunstphilosophischen Themen? Es wird scheinbar weder ein inhaltlicher noch formaler ein Anspruch erhoben. Der Künstler unserer Zeit arbeitet spontan, zufällig, bequem, ohne seinen Geist in Bewegung zu setzen, mit dem Persilschein ausgerüstet, dass Kunst nicht definierbar ist.

    Allein das pauschale Unverständnis gegenüber anerkannter aktueller Kunst, gegenüber Kunstakademien ist auch ein Beweiß dafür, dass die Zeitgenossen zwar gern kreativ sein wollen, sich mit Kunst allgemein aber nicht beschäftigen mögen. Es geht eben auch schneller, nur auf seinen eigenen kleinen Kosmos zu reagieren. Kunststudenten werden kunsthistorische Seminare angeboten, wenn sie nicht hingehen, kann man das nicht ändern, d.h. aber nicht, dass ein Studium der freien Kunst beliebig sein muss.
    Wenn Kunst nur noch die Freude der Kreativen am eigenen Werken transportieren muss, dann ist sie in der Tat "hohl".
  • siku
    Religiosität in der Kunst?? Erklär' mir mal das.


    Im christlichen Sinn "ist der Mensch Ebenbild Gottes". Das bedeutet für die künstlerische Gestaltungsfreiheit, dass ihr im religiösen Ausdruck ein Anspruch auf Autonomie zuerkannt wird. Papst Johannes Paul der II bestätigte der Kunst als Spiegelung einer eigenständigen Wirklichkeit Autonomie. Autonomie als Ausdruck dessen, "dass die Welt Gottes eigene Schöpfung ist, dem Menschen zur Kultur und Verantwortung übergegen und anvertraut. Die Kirche hat nach dem zweiten Weltkrieg eine kulturelle Wende vollzogen, die in der Kunst zu einem Paradigmenwechsel führte.
    Aus Sicht einiger Theologen, hat Kunst und Theologie durch die Jahrhunderte hindurch gemeinsam danach gestrebt, über die menschlichen Erfahrungen hinauszugehen und "in die Weite des ungeschauten Schaubaren" vorzustoßen.

    Kunst braucht einen ethischen, ästhetischen Inhalt - und Kunst ist in unseren kulturellen Wurzeln begründet. Wie immer man den inhaltlichen Anspruch an Kunst auch begründen mag, Kunst ohne jeden Anspruch mit dem Recht auf Beliebigkeit hat den Namen "Kunst" im kulturellen Kontext nicht verdient.
    :-)
    neue Töne im KN?
  • kcnert
    @siku oje, oje... das war aber jetzt dünnschiss mit diplom
    @fideo auch oje, oje..aber du kannst ja nicht anders :) deshalb ok. mach mal..
  • enaJuDnazraThcI
    warum regen sich dann ausgerechnet die atheisten bei sowas am meisten auf? nach gelassenheit sieht das ganze theater hier für mich gar nicht aus.
  • kcnert
    Der Herr fragte mich
    Du, was ist dein Inhalt?
    Herr, ich weiß es nicht,
    Ich zog die Spülung,
    Ohne noch einmal zu gucken.

    So ward ich Hünstler ohne Inhalt
    und verdammt und in den Hades gestoßen.
    Wo mich ein großer Wurm fraß und
    Fünf Tausend Jahre verdaute.
  • 500mg
    500mg
    en: Es geschieht wegen der Menschenkinder, damit Gott sie prüfe und sie sehen, dass sie selber sind wie das Vieh. 19 Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt auch er, und sie haben alle einen Odem, und der Mensch hat nichts voraus vor dem Vieh; denn es ist alles eitel. 20 Es fährt alles an einen Ort. Es ist alles aus Staub geworden und wird wieder zu Staub. 21 Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des Viehes hinab unter die Erde fahre? 22 So sah ich denn, dass nichts Besseres ist, als dass ein Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, dass er sehe, was nach ihm geschehen wird?
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  • kcnert
    Und so stehet geschrieben, auf dass der Mensch seinen Odem züchtige,
    Wenn er am Morgen voll von hartem Wasser prunkt,
    Dann soll er ihn reiben, bis die Götzen in lautes Wehgeschrei ausbrechen.
    Und der Herr wird hören dieses Wehgeschrei
    Und Er wird milde schauen auf den wasserharten Odem in der Frühe.
  • 500mg
  • R_lhcS_edurtreG
  • -luos-nevar-
    Weil die Zeichen lauter den je Schreien.
  • kcnert
    Es liegt daran, das Joseph, Paulus, Gott und Jesus vorige Woche am Donnerstag im Hilbersdorfer Wald erschienen sind. Sie wähnten sich unbeobachtet und warfen den Grill an. Nachdem sie einen ordentlichen gebechert hatten, stritten sich Jesus und sein Stiefvater. Wie immer, wenn sie besoffen sind. Dabei waren sie so laut, dass sie von den Christen und Atheisten, die im Gebüsch gerade zugange waren entdeckt wurden. Ja, so war das.
  • ztinuaGottO
    Gertrude Schleuck Rinsen, Sie hier?
  • 500mg
    500mg
    Könnte so gewesen sein. Wo ist der Hilbersdorfer Wald??
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