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  • Wenn Kunst keinen Bezug zu Gott nimmt, so ist sie hohl.

  • kcnert
    Ok bildende Kunst. Habe ich auch ganz stark vermutet. :)

    Du schreibst, ohne thematischen oder formalen Inhalt geht es nicht. Das halte ich mal fest. Auch wenn ich danach im Text so ein kleines Unbehagen, sich wegschlängeln wollen, empfinde. Dieses gleich anschließende 'aber...' :)

    Egal, ob Deko oder nicht, ein formaler Inhalt ist m.e. immer da, bedingt durch das Format. Das kann auch leer sein, oder nur ein Punkt drin. Das habe ich bei Kandinski gelernt, 'Punkt zur Linie zur Fläche' hieß das, glaube ich.
    Ansonsten definiere ich für mich bildende Kunst als 'Ausdruck durch Form, Farbe und Raum', weshalb der besagte Satz für mich nicht einleuchtend war. So isses. :)

    Was thematische Inhalte anbetrifft, so empfinde ich, dass textuelle, philosophische, propagandistische, politische, gesellschaftskritische, usw. Inhalte bildenden Kunst schwächen, vor allem, wenn sie ganz vordergründig sind und der formelle Ausdruck, aus welchen Gründen auch immer, vernachlässigt wird. Je mehr Inhalt dieser Art als vermeintlicher Ausdrucksträger, desto schwächer das Werk. Solche Umsetzungen sollten m.M nach dem Plakat, Konzept, Video, Film, Schrift usw. überlassen werden.
  • kcnert
    liebe siku,


    es ist einfach vergebene liebesmnüh,

    bei engstirnigen, fanatischen, besserwissenden, mit eingeengtem horizont + scheuklappen,

    lernunfähigen und beliebeigen DEKO-HOBBY PINSLERN!!!


    (@siku: ich hab vor ein paar tagen eine wunderbare ausstellung mit bildern
    von eberhard havekost angeschaut!!!)



    zitat trenck:
    ...Wenn ja, hätte ich gerne mal ein Beispiel bildender Kunst ohne thematischen und formalen
    Inhalt benannt bekommen, ich kanns mir nämlich nicht vorstellen.


    Och minderbemitteltetes Jüngelchen, musst mal genau hinschauen:

    da:


    Fabelwesen (überarbeitete Fassung)

    Alles im Kopf
    Soldat
    Reue

    Selbstportrait Studie

    pre-pinoccia

    „Frühling“

    Sommer Spaziergang
    🔗
    Dorfrand
    Am Abend

    Blick über den Horizont hinaus

    Die Zeit der Veränderungen

    Das diensthabende Schiff

    UM MAL EINIGE MACHWERKE ZU NENNEN...

    WEITERE GIBT ES DA:

    Works


    Ja, wenn ich mirs genau überlege hat NATAS recht.
    Da kann man nichts machen.
  • nirdeZ_neB
    Die Wahrscheinlichkeit als Atheist weltanschaulich richtig zu liegen, ist viel höher, als die, das ein Gott existiert. Das bedeutet Atheisten können gelassen sein und brauchen diesen ganzen Firlefanz wie Kirchen usw. nicht...


    Die These , dass Kunst hohl ist, wenn sie keinen Bezug zu Gott nimmt, deutet doch daraufhin, dass es hier nicht um die Frage geht, ob wir "diesen ganzen (christlichen)Firlefanz brauchen".

    Kunst braucht Inhalt, sei es einen thematischen oder einen formalen. Wenn der Künstler unter keiner Anforderung steht, dann wird es schnell beliebig.
    In den Arbeiten einiger Beitragschreiber sehe ich aber auch keine Weltanschaulichkeit. Ich finde auch nicht wirklich einen Inhalt, der bildnerisch transportiert wird, eher sehe ich Versuche, den Bildraum irgenwie zu füllen: mit geometrischen Formen, stilisierten Figuren, die aber irgenwie auf der Bildfläche platziert sind, scheinbar mehr zufällig als gestaltet.

    Franz Marc sagte einmal sinngemäß: je weniger religiös der Mensch wird, umso oberflächlicher wird die Kunst.
    Die Mehrzahl der zeitgenössischen Kreativen verzichtet ja nicht nur auf einen religiösen Ausdruck in den Arbeiten, wer beschäftigt sich denn stattdessen mit kunstphilosophischen Themen? Es wird scheinbar weder ein inhaltlicher noch formaler ein Anspruch erhoben. Der Künstler unserer Zeit arbeitet spontan, zufällig, bequem, ohne seinen Geist in Bewegung zu setzen, mit dem Persilschein ausgerüstet, dass Kunst nicht definierbar ist.

    Allein das pauschale Unverständnis gegenüber anerkannter aktueller Kunst, gegenüber Kunstakademien ist auch ein Beweiß dafür, dass die Zeitgenossen zwar gern kreativ sein wollen, sich mit Kunst allgemein aber nicht beschäftigen mögen. Es geht eben auch schneller, nur auf seinen eigenen kleinen Kosmos zu reagieren. Kunststudenten werden kunsthistorische Seminare angeboten, wenn sie nicht hingehen, kann man das nicht ändern, d.h. aber nicht, dass ein Studium der freien Kunst beliebig sein muss.
    Wenn Kunst nur noch die Freude der Kreativen am eigenen Werken transportieren muss, dann ist sie in der Tat "hohl".

    kunst darf auch oberflächlich, hohl und beliebig sein. sie ist ein produkt. und jemand der produziert, will nicht nur aufklären oder sich selbst verwirklichen, sondern auch von etwas leben. und - igittigitt - für einen oberflächlichen und hohlen markt produzieren.
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  • void
    HOBBY DEKO SCHMIERFINKEN MIT BEENGTEM HORIZONT!!!

    da:

    Bitte mal um ein paar Beispielbilder/links aus dem kn für wahre, nicht-deko, nicht-hohle, gott-bezogene, Profi-Kunst?
  • 46nahtaiveL
    kunst darf auch oberflächlich, hohl und beliebig sein. sie ist ein produkt. und jemand der produziert,will nicht nur aufklären, sich selbst verwirklichen, sondern auch von etwas leben. und - igittigitt - für einen oberflächlichen und hohlen markt produzieren.

    jo und man darf das dann auch langweilig
    + schlecht finden...auch wenn die häslein hier noch so weinen :-)
  • 500mg
    500mg
    na denn Jungs, lassts mal krachen
    Signature
  • R_lhcS_edurtreG
  • SATANAS666
    WILLSTE NEN BISCHEN SAHNE ZUM NACHSCHLAG?

    BIN GRAD AM SCHLAGEN...
  • 46nahtaiveL
    blos weils kein dekokitsch + kein abgemaltes katzenphoto
    ist...deswegen ists noch lange nicht gut :-)

    aber ihr seid eben noch jung...kennt keine filme
    ab 18 + die unzähligen werke die sich am thema
    kreuzigung abgearbeitet haben..
    deswegen...viel spass
  • void
    666DUMPFBLABLA...

    Kein Hirn zwischen den Ohren, aber immerhin schon die Shift-Taste gefunden.
  • enaJuDnazraThcI
    ...
  • enaJuDnazraThcI
    Und du...du hast als Kind,eine depressive Phase erlebt.
    Voller Monster um dich herum.
    Deswegen bist du auch so.

    Vielleicht hast du gute Ideen...aber nicht genug,um Künstler zu sein.
  • tra-snaj
    Muss Kunst überhaupt zu irgendetwas Bezug nehmen bzw. interpretiert werden?
  • siku
    Muss Kunst überhaupt zu irgendetwas Bezug nehmen bzw. interpretiert werden?


    zwanglsläufig nimmt der Künstler auf "irgendetwas" bezug, da Kunst aus dem Geist des Menschen heraus entsteht und auch erst von ihm als solche anerkannt wird. Die künstlerische Qualität ist aber nicht zuletzt davon abhängig, wieweit es dem Künstler mit seiner Arbeit gelingt die Dimension des (Un-)Sichbaren auszuloten.

    @ Anonymus ich finde den Havekost auch gut, aber eigentlich habe ich ihn primär mit dem Frauenporträit "Amüsement" in Verbindung gebracht - und da war ich richtig überrascht, dass es sich um einen jungen Künstler handelt, ich hätte die Arbeit jetzt unbedarft in den 60er - 70er Jahren verortet. Die Bilder zeigen starke Anklänge an G. Ri ch ter, von dessen gerade in Hamburg gezeigten Arbeiten ich "formal" eigentilich etwas enttäuscht war.

    Inwiefern kann Kunst Leben reflektieren:
    ihr seid erschöpft, möchtet euch auf den einzigen zur Verfügung stehenden Holzhocker setzen. Würdet ihr euch darauf setzen, venn ihr wüsstet, dass dieses Sitzmöbel aus dem Holz von Särgen gefertigt wurde? Und meint ihr, das dieses Erlebnis in einen künstlerischen Werkprozess einbezogen werden kann? (Ich nenne den Künstler jetzt nicht, der, wie ich finde, gekonnt Bildideen aus der Umwelt und seiner Beziehung zu ihr bezieht. Das Beispiel wird gerade in einer aktuellen Kunstzeitschrift präsentiert.) :-)
  • paulus
    paulus Wenn Kunst keinen Bezug zu Gott nimmt, ist sie hohl.
    Zufällig bin ich über dieses Forum und über diese Diskussion gestoßen. Mit etwas Befremden habe ich den Thread verfolgt, und kann es mir leider nicht verkneifen, meinen Senf dazu abzugeben.

    Ich denke es ist viel interessanter die Titelaussage als solche zu beleuchten. Man braucht in diesem Zusammenhang nicht einmal über den Kunstbegriff im eigentlichen Sinne diskutieren, der wurde ja hinreichend in der Literatur des letzten Jahrhunderts definiert (z.B. Adorno).

    Fest steht: Die Aussage "Wenn Kunst keinen Bezug zu Gott nimmt, ist sie hohl. "stellt der Kunst ohne Bezug zu Gott nicht in Abrede, keine Kunst zu sein.
    die Kunst ohne Bezug zu Gott stellt demnach eine Kunst dar die hohl ist, nichts wert ist, keine Aussage hat!
    Nur die gottbezogene Kunst ist nach dieser Aussage die Richtige, wahre Kunst!

    Es kann demnach also nur in monotheistischen Kulturen wahre Kunst geben, oder im eng gefassten Rahmen nur im abendländischem Kulturkreis.
    Der Anspruch aus dieser Aussage " Wenn Kunst keinen Bezug zu Gott nimmt, ist sie hohl." monopolisiert die Kunst an sich für Künstler, welche ihre Kunst nach einem christlichen Wertesystem schaffen und verstehen.

    Im Nationalsozialismus wurde die "wahre Kunst" ganz eng mit dem "völkischen Bewusstsein" verknüpft. Die Kunst, welche nicht nach den Prinzipien der Wertvorstellungen der Nazis geschaffen wurde , hieß damals "Entartete Kunst".

    Die Nationalsozialisten hatten eben auch ein Sendungsbewusstsein, den Menschen klar zumachen, was in ihren Augen "richtige Kunst" ist oder eben "falsche Kunst".

    Die Titelaussage ist rational gesehen deshalb nicht anders zu verstehen!
    Die Aussage grenzt anders Denkende oder -Fühlende aus, und hat dazu noch einen missionarischen Beigeschmack.

    Die Diskussion erinnert mich ein wenig an ein Gespräch mit einem befreundeten Veganer.
    Der sagte zu mir: "Wer Tiere tötet, um sie zu essen, tötet auch Menschen!"

    Ich entgegnete ihm: " Wenn ich keine Tiere essen soll, warum sind sie dann aus Fleisch?


    In diesem Sinne


    Paulus
  • nirdeZ_neB
    Amen est nomen, omen!
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