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  • Wie ordne ich Werke aus dem Surrealismus in eine Epoche ein?

  • 528491 Wie ordne ich Werke aus dem Surrealismus in eine Epoche ein?
    Hallo.

    Ich hab schon wieder ein Problem.
    Und zwar:

    Ich soll mir Beispiele des Surrealismus aus der Bildenden Kunst raussuchen, sie analysieren und interpretieren. Das habe ich getan.

    Einmal bei Dalís "Die Beständigkeit der Erinnerung"
    und bei Kandinskys "Komposition VIII"

    Nun soll ich diese Werke in eine Epoche oder Stilrichtung einordnen. Und damit habe ich ein Problem.
    Der Surrealismus IST doch eine eigene Stilrichtung. Er lässt sich in die Epoche der Nachkriegszeit & Exilliteratur einsortieren, wo soll ich denn da noch was einordnen? Versteht ihr mein Problem, kann mir jemand helfen?

    LG
  • siku
    Hallo.

    Ich hab schon wieder ein Problem.


    ;-))



    Einmal bei Dalís "Die Beständigkeit der Erinnerung"
    und bei Kandinskys "Komposition VIII".

    Nun soll ich diese Werke in eine Epoche oder Stilrichtung einordnen. Und damit habe ich ein Problem.
    Der Surrealismus IST doch eine eigene Stilrichtung. Er lässt sich in die Epoche der Nachkriegszeit & Exilliteratur einsortieren, wo soll ich denn da noch was einordnen? Versteht ihr mein Problem, kann mir jemand helfen?


    Verstehen kann ich dein Problem wohl schon: du hast dich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt.


    richtig: der Surrealismus ist eine Stilrichung

    das Problem: 1. ist die Kompositon Nr. VIII 1923 entstanden (Nachkriegszeit, bedeutet eigentlich nach dem 2. Weltkrieg, nach 1945) und 2. das bild ist auch nicht surrealistisch!

    Komposition VIII von W. Kandinsky ist eine abstrakte Komposition,so ist das nun mal, weder expressionistisch noch surrealistisch, sondern einfach abstrakt.
    1922 begann Kandinsky seine Arbeit als Lehrer am Bauhaus in Weimar. Hier entstand seine Schrift: Punkt und Linie zu Fläche 1926 (eine Folgeschrift zu " Über das Geistige in der Kunst" von 1912). Die Komposition VIII scheint die praktische Umsetzung seiner theoretischen Überlegung zu sein.

    Von "Exilliteratur" würde ich mich hier ganz verabschieden. 1. war Kan. in Deutschland nicht im Exil,er lebte hier schon vor dem 1.Weltkrieg. 2. geht es hier um bildende Kunst. Unter "Epoche der Nachkriegszeit" versteht man allgemein die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, also nach 1945.

    Arbeite einfach sorgfältiger, oder sitzt dir die Zeit im Nacken ;-)? - Und auf Dalí trifft weder die Nachkriegszeit noch die Exilliteratur zu.

    PS: zur Epoche wäre wohl zu sagen: Klassische Moderne (ca. von 1900 bis 1945), aber das ist mehr ein Sammelbegriff, den brauchst du nicht erwähnen.
  • 528491
    Verstehen kann ich dein Problem wohl schon: du hast dich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt.


    Da hast du allerdings Recht, glaube ich.

    das Problem: 1. ist die Kompositon Nr. VIII 1923 entstanden (Nachkriegszeit, bedeutet eigentlich nach dem 2. Weltkrieg, nach 1945) und 2. das bild ist auch nicht surrealistisch!


    DANKE. Wie peinlich wäre es denn gewesen, hätte ich es morgen in meiner Präsentation so dargestellt.

    Komposition VIII von W. Kandinsky ist eine abstrakte Komposition,so ist das nun mal, weder expressionistisch noch surrealistisch, sondern einfach abstrakt.
    1922 begann Kandinsky seine Arbeit als Lehrer am Bauhaus in Weimar. Hier entstand seine Schrift: Punkt und Linie zu Fläche 1926 (eine Folgeschrift zu " Über das Geistige in der Kunst" von 1912). Die Komposition VIII scheint die praktische Umsetzung seiner theoretischen Überlegung zu sein.


    Hm, okay.
    Aber ich versteh's nicht ganz. Das Bild passt doch ganz gut zum absoluten Surrealismus.

    Arbeite einfach sorgfältiger, oder sitzt dir die Zeit im Nacken ;-)?


    Allerdings.

    Vielen Dank schonmal für deine Hilfe :)
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  • siku

    Hm, okay.
    Aber ich versteh's nicht ganz. Das Bild passt doch ganz gut zum absoluten Surrealismus.


    das musst du geschwind nochmal nacharbeiten: ich versuche mal eine Hilfestellung.

    unter "absoluten Surrealismus" versteht man die reine psychische Automation, d.h. der Stift geht automatisch ohne bewußt gesteuerte Führung über das Zeichenblatt, der Antrieb für die Hand kommt aus dem Unbewußten. Legendär dafür stehen die Kritzelzeichnungen von André Breton.
    Überhaupt solltest du heute nochmal schleunigst den Text über André Breton bei wikipedia lesen, da ist der Surrealismus gut und kurz, extra für überlastete Schüler, erklärt.

    Kandinskys Komposition ist wie der Name es schon andeutet ;-) komponiert.
    K. hat sich mit geometrischen Formen und ihrer Entwicklung und Veränderung beschäftigt. Der Punkt ist das Urzeichen, aus ihm ergeben sich alle weiteren Formen. Die gekrümmten, verwinkelten Linien sind Zeichen einer Dynamik der Linie, aber sie sind nicht Zeichen eines psychischen Unterbewußtseins, wie der Surrealismus von Breton aufgefasst wurde - bei Kandinsky ist der geistige Prozess und der Entstehungsprozess der Formen eine Verbindung, bei Breton ist er ein Zufallsprodukt (zumindest theoretisch).
    So,
    viel "Glück" für morgen
  • 528491
    DANKE, danke, danke :-) :-)
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