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  • Wie erfolgreich kann man als Künstler sein? - Arme Künstler im Nordosten Deutschlands

  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch Wie erfolgreich kann man als Künstler sein? - Arme Künstler im Nordosten Deutschlands
    Seit dem 10. Mai tauchen in Mecklenburg Vorpommern immer wieder kurze Meldungen über eine Studie der Hochschule Neubrandenburg auf. Die Überschrift lautet in der Regel Studie: Arme Künstler in Mecklenburg-Strelitz.

    Als Fakten werden z.B. in der dpa Meldung vom 11.05.2011 folgende Daten genannt:

    „Das Gros der Künstler, Kunsthandwerker und anderen kreativ Tätigen in der Region Mecklenburg-Strelitz lebt von rund 1.200 Euro im Monat und damit finanziell am Limit.“
    „Mehr als 50 Prozent der Befragten hätten erklärt, dass sie mit 17.500 Euro im Jahr oder weniger auskommen müssten. 35 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 50.000 Euro im Jahr zu haben, 15 Prozent lagen dazwischen.“

    Ein paar Informationen mehr findet Ihr auf meinem Blog. https://frankkoebsch.wordpress.com/2011/05/12/arme-kunstler-im-nordosten-deutschlands/

    Was meint Ihr, ab welchem Einkommen ist man als Künstler erfolgreich? Wann sollte man sich lieber einen Job zum Broterwerb haben und dann als Nebenerwerb künstlerisch tätig sein?

    Beste Grüße
    FRank
    Signature
  • siku
    Hallo Frank, mir fällt an dem Text ins Auge, dass der Autor davon auszugehen scheint, dass "Kunst" (Kreatives aller Art) ähnlich wie Agrarerzeugnise vom Bauern, vor Ort verkauft werden müssen. Der Direktverkauf "ab Hof" Erzeuger - Endabnehmer ist wohl eher etwas für den alltäglichen Bedarf,

    Kunstvermarktung läuft über einen Kunstmarkt, den gibt es immer noch, trotz des Internets. Wer da nicht drin ist: nicht rein will, oder nicht reinkommt, der vermarktet eben direkt, dann auch meist weniger erfolgreich.
  • xylo
    xylo
    Du vermischt Erfolg mit Ökonomie

    Es gibt sehr erfolgreiche Künstler, welche durch die Realisierung von Grossprojekten finanziell immer wieder so tief rutschen, dass sie froh sind,
    wenn ihnen jemand unter die Arme greifen kann.
    So erfolgt bei Niki de Saint Phalle, welche mal einen schönen Batzen Geld als Künstlerin für ein Projekt bekam um das Geld dann an ihren Freund
    Jean Tinguely weiterzugeben, der dann damit ein Projekt realisierte.
    Beide waren schon damals unglaublich erfolgreiche Künstler, aber nicht reich.


    Für die zweite Sichtweise, hab ich jetzt keine Zeit, mein Eierkocher piepst.
    Aber das kann ja auch ein anderer hier schreiben
    Signature
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  • paulinekreativ
    wer sich künstlerisch ausdrück, wird keinen Nebenverdienst im Brotlohn sich beschaffen, er braucht seine ganze Energie für die Kunst, die Kunst die erfolgreich ist, aber nicht zwingend zum Reichtum folgt, es gab oder gibt sicher einige erfolgversprechende Künstler die einen Teil in Broterwerb sich verdienen, aber dann wohl eher um ihre Projekte zu finanzieren, ich nenn auch mal ein Beispiel Fischli und Weiss , die haben früher auch ihre Kunst mit anderen Dingen finanziert, heute kennt sie fast Jeder, aber reich sind die beiden trotzdem nicht, ich denke reich ist auch eine Definitionsfrage

    also es gibt für jeden Hoffnung))

    Pauline
  • nighthawk
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    wer sich künstlerisch ausdrück, wird keinen Nebenverdienst im Brotlohn sich beschaffen, er braucht seine ganze Energie für die Kunst, die Kunst die erfolgreich ist, .....

    Pauline


    Bist Du dir da ganz sicher - die ganze Energie ?
    Wir habe eine freie Marktwirtschaft - und keinen Berufschutz - auch nicht für Künstler

    Wenn ein "Normaler " Mensch mit seiner Situation nicht zufrieden ist - kann er sich verändern -
    d.h. er geht zum Arbeitsamt und versucht was Anderes zu finden -lässt sich eventuell umschulen - er muß nur WOLLEN

    Wen er das nicht tut - dann darf er nicht klagen
    (ist auch in anderen EU Ländern so - nicht nur im Norden Deutschlands )

    Lg.Egon
  • rehciertsdnal


    Wenn ein "Normaler " Mensch mit seiner Situation nicht zufrieden ist - kann er sich verändern -
    d.h. er geht zum Arbeitsamt und versucht was Anderes zu finden -lässt sich eventuell umschulen - er muß nur WOLLEN

    Wen er das nicht tut - dann darf er nicht klagen
    (ist auch in anderen EU Ländern so - nicht nur im Norden Deutschlands )


    Ja klar. Und das Arbeitsamt finanziert natürlich jeder Zeit bereitwillig eine Umschulung. Willkommen im Lilalaunetraumland! Man muss nur WOLLEN! :DDDDDDDDDDDDDDDDDDD
  • ikciv
    ...Was meint Ihr, ab welchem Einkommen ist man als Künstler erfolgreich?...


    Diese interessante Formulierung zeigt schön, welch großes Gewicht der kleinbürgerliche, spießige Krämergeist in der Hobbykunstszene hat. Man könnte es ganz leicht übertragen und umformulieren, ab welchem Zock ist man als Broker erfolgreich.
    Schöne Frage wäre auch: Ab wann ist man als Hausbesetzer erfolgreich? oder: Welche Bratwurst auf dem Grill ist die erfolgreichste?
    Ist ein Jongleur erfolgreicher, wenn er es schafft neun Bälle für lau zu jonglieren oder wenn er für drei Bälle 3000,- Euro im Monat bekommt?

    ps. Auf den Blog guck ich jetzt trotzdem nicht, weil der Krämer Klicks für Werbung braucht. Ist mir zu offensichtlich. :)
  • xylo
    xylo
    Wie jetzt Vicki?
    Ist vielleicht etwas naiv gefragt und gehört hab ich es auch, dass man auf Homepages für Klicks Geld bekommen kann, mich damit aber noch nie befasst.
    Bekommt man für einen Blog ebenso Geld, wenn Klicks darauf erfolgen?
    Dies würde ja bedeuten, mach bloggt sich wild durch die Netzgemeinde, stösst ein Thema nur an und ist eigentlich garnicht daran interessiert, dass ein Thema dort geführt wird, wo es startete?

    Also demnach würde es ja einige erfolgreiche Blogger geben
    *staun*
    Signature
  • Frank Czieczor
    Frank Czieczor
    angebot und nachfrage!
    kriesensichere Jobs
    Art'zt ;>)

    Koch...plus Lebensmittelversorger...wir haben alle Hunger..stunden,tagelang!

    undertaker...sterben geht ruck zuck...

    spezialisten...sonst geht der Strom aus...
    oder wir werden verstrahlt...

    Überlebenskünstler im Kunstlebensnetz
    nee 10 Bilder mitnehmen in Köln auf die Domplatte setzen...
    ach du machst auch T-Shirts,ach Wandmalerei auch...ach das is klasse..
    ( Weltweit meistgestellte Frage .....how mutch!)öhh..ja..öhhh
    na und dann verkaufst du dich und deine arbeit,

    setzt dich auf den Stapler fährst das essen im Schichtdienst für deine Familie ein!
  • ikciv
    Wie jetzt Vicki?
    Ist vielleicht etwas naiv gefragt und gehört hab ich es auch, dass man auf Homepages für Klicks Geld bekommen kann, mich damit aber noch nie befasst.
    Bekommt man für einen Blog ebenso Geld, wenn Klicks darauf erfolgen?
    Dies würde ja bedeuten, mach bloggt sich wild durch die Netzgemeinde, stösst ein Thema nur an und ist eigentlich garnicht daran interessiert, dass ein Thema dort geführt wird, wo es startete?

    Also demnach würde es ja einige erfolgreiche Blogger geben
    *staun*


    🔗
  • xylo
    xylo
    Ich komme gerade aus dem Theater...

    Danke für diesen kurzen, prägnanten Hinweis ;-)
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Hallo Frank, mir fällt an dem Text ins Auge, dass der Autor davon auszugehen scheint, dass "Kunst" (Kreatives aller Art) ähnlich wie Agrarerzeugnise vom Bauern, vor Ort verkauft werden müssen. Der Direktverkauf "ab Hof" Erzeuger - Endabnehmer ist wohl eher etwas für den alltäglichen Bedarf,

    Kunstvermarktung läuft über einen Kunstmarkt, den gibt es immer noch, trotz des Internets. Wer da nicht drin ist: nicht rein will, oder nicht reinkommt, der vermarktet eben direkt, dann auch meist weniger erfolgreich.

    Hallo siku,
    danke für Deine Zeilen. Ja damit hast Du einen wesentlichen Punkt angesprochen, das Verständnis der Autoren und aber auch der Künstler, wo präsentiere und verkaufe ich.
    Noch etwas macht mir Sorgen, wenn ich nicht weiter komme, rede ich mich anderen, vernetze mich und versuche gemeinsame Aktion ins Leben zu rufen. Ein Teil der Interviewten reden noch nicht einmal mit einander ;-) und wünschen sich jemanden der es für sie macht ?????

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag
    Frank
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    Du vermischt Erfolg mit Ökonomie

    Es gibt sehr erfolgreiche Künstler, welche durch die Realisierung von Grossprojekten finanziell immer wieder so tief rutschen, dass sie froh sind,
    wenn ihnen jemand unter die Arme greifen kann.
    So erfolgt bei Niki de Saint Phalle, welche mal einen schönen Batzen Geld als Künstlerin für ein Projekt bekam um das Geld dann an ihren Freund
    Jean Tinguely weiterzugeben, der dann damit ein Projekt realisierte.
    Beide waren schon damals unglaublich erfolgreiche Künstler, aber nicht reich.


    Für die zweite Sichtweise, hab ich jetzt keine Zeit, mein Eierkocher piepst.
    Aber das kann ja auch ein anderer hier schreiben

    Hallo xylo,
    ich hoffe, dass Deine Eier gut waren, sonst hast Du heute noch mal die Chance ;-))),
    Warum ist zwischen Erfolg und Ökonomie ein Widerspruch. Es gibt einige, die es schaffen, dass es bei Rührei Speck dazu gibt es muss nicht Kaviar sein, aber kross gebratenen Frühstücksspeck hätte ich schon gerne. Wenn ich mir den Artikel anschaue, ein Teil der Interviewten auch.

    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag - FRank
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    wer sich künstlerisch ausdrück, wird keinen Nebenverdienst im Brotlohn sich beschaffen, er braucht seine ganze Energie für die Kunst, die Kunst die erfolgreich ist, aber nicht zwingend zum Reichtum folgt, es gab oder gibt sicher einige erfolgversprechende Künstler die einen Teil in Broterwerb sich verdienen, aber dann wohl eher um ihre Projekte zu finanzieren, ich nenn auch mal ein Beispiel Fischli und Weiss , die haben früher auch ihre Kunst mit anderen Dingen finanziert, heute kennt sie fast Jeder, aber reich sind die beiden trotzdem nicht, ich denke reich ist auch eine Definitionsfrage

    also es gibt für jeden Hoffnung))

    Pauline

    Guten Morgen Pauline,
    Hoffnung ja - die Zahlen der KSK zeigen eine andere Realität ;-)
    Frank
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  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    hej, 1200€ im monat, das ist doch schon eine feine summe. hier in meck-pomm verdienen die meisten nichtkünstler doch auch nicht viel mehr, der durchschnittslohn müsste wohl so um die 6,50€ liegen, da kannst du doch selbst ausrechnen was für dich am monatsende netto rausspringt. mehr verdienen tun doch nur beamte, akademiker (aber auch nicht alle) oder bauarbeiter die auf montage im ausland arbeiten und ihre familien nur alle 14 tage sehen. ich habe einen bekannten der bei einem der hiesigen jobcenter beschäftigt ist. sogar er muss für seine 4-köpfige familie mit hartzIV aufstocken. ich habe mal im scherz gefragt, ob er denn seinen eigenen antrag sich selbt bewilligen darf, er fand es aber gar nicht lustig. so sieht's aus.


    Hallo nighthawk,
    ich weiß, deshalb hatte ich als Vergleich in meinen Blogartikel auch das Durchschnittseinkommen von 28.181 € in MV dazu geschrieben. ;-) https://frankkoebsch.wordpress.com/2011/05/12/arme-kunstler-im-nordosten-deutschlands/
    Aber interessant ist in diesem Zusammenhang, die Meinung der interviewten Künstler und der Autoren.
    Frank
    Signature
  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch

    Bist Du dir da ganz sicher - die ganze Energie ?
    Wir habe eine freie Marktwirtschaft - und keinen Berufschutz - auch nicht für Künstler

    Wenn ein "Normaler " Mensch mit seiner Situation nicht zufrieden ist - kann er sich verändern -
    d.h. er geht zum Arbeitsamt und versucht was Anderes zu finden -lässt sich eventuell umschulen - er muß nur WOLLEN

    Wen er das nicht tut - dann darf er nicht klagen
    (ist auch in anderen EU Ländern so - nicht nur im Norden Deutschlands )

    Lg.Egon

    Hallo Egon - eine gute Meinung, ich habe viele Arbeitsinhalte und Arbeitsorte weit weg von meiner Heimat gehabt von Berlin, Bremen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Luzern, ...
    Meine Oma sagte nur sich regen, bringt Segen. Auch wenn sich die Welt weiter gedreht hat, jammern hilft nicht, es zu versuchen immer wieder neue Felder zu erschließen, egal wo hilft.

    Beste Grüße von der Ostsee in die Berge - FRank
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  • Frank Koebsch
    Frank Koebsch
    ...Was meint Ihr, ab welchem Einkommen ist man als Künstler erfolgreich?...


    Diese interessante Formulierung zeigt schön, welch großes Gewicht der kleinbürgerliche, spießige Krämergeist in der Hobbykunstszene hat. Man könnte es ganz leicht übertragen und umformulieren, ab welchem Zock ist man als Broker erfolgreich.
    Schöne Frage wäre auch: Ab wann ist man als Hausbesetzer erfolgreich? oder: Welche Bratwurst auf dem Grill ist die erfolgreichste?
    Ist ein Jongleur erfolgreicher, wenn er es schafft neun Bälle für lau zu jonglieren oder wenn er für drei Bälle 3000,- Euro im Monat bekommt?

    ps. Auf den Blog guck ich jetzt trotzdem nicht, weil der Krämer Klicks für Werbung braucht. Ist mir zu offensichtlich. :)


    Hallo Vicki,
    ha, ha... Du hast vergessen zu schreiben, was sich für Dich hinter dem Begriff "erfolgreich" verbirgt.

    Beste Grüße - FRank
    Signature
  • k-ztul
    Der Irrglaube daran ist das wir beigebracht bekommen, in der schule, Gesellschaft und im job, das wir arbeiten um Geld zu verdienen. Das der Alltag bei den meisten Künstler (zumindest die die ich kenne) so aussieht das Geld auftreiben werden muss um arbeiten zu können scheint vielen Leuten einfach paradox, aber es ist so.
    wenn man Kunst schafft aus eigenem inneren antrieb, weil man etwas schaffen und erfahren will, dann tut man das um jeden preis.Ich selbst komme aus einer Arbeiter Familie, Handwerker und Winzer, ich weise das 1200€ im Monat viel klingt, da viele Leute heut zu tage mit viel weniger auskommen müssen, doch ein bildender Künstler hat auch weit höhere ausgaben, Arbeiten kostet meistens erst mal sehr viel Geld im voraus.

    Kunst und Künstler müssen endlich Subventionen bekommen, Bedingungslose Sozialhilfe
    wäre da schon ein Anfang. Denn das man Umschulen geht beim Arbeitsamt oder seien zeit mit einem Flickenteppich aus Nebeneinkommen verplempert ist nicht tragbar für eine Gesellschaft die auf Kultur wert legt. Wir müssen uns endlich davon lösen das Kultur nur dann Wertvoll ist wenn sie verkauft wird,das ist keine direkte Kritik am Kunstmarkt, der Kunstmarkt hat seine Daseins Berechtigung und ist, auch wenn er zeit weise etwas merkwürdige und undurchsichtige Ausmaße annimmt, ein wichtiger teil der Kunst- und Kulturgesellschaft, jedoch ist er nicht das Eichmaß dieser.
  • Egon Miklavcic
    Egon Miklavcic
    [quote="p241963"]

    Kunst und Künstler müssen endlich Subventionen bekommen, Bedingungslose Sozialhilfe
    wäre da schon ein Anfang. Denn das man Umschulen geht beim Arbeitsamt oder seien zeit mit einem Flickenteppich aus Nebeneinkommen verplempert ist nicht tragbar für eine Gesellschaft die auf Kultur wert legt.

    :-)))- Bedingingungslose Sozialhilfe aber bitte dann für alle ( 80 millionen Deutsche ) ??????
    1.)Stammst Du aus Griechenland ?
    2.)Was verstehst Du unter Kultur?
    3.)Auf welche Kultur legt die Geselschaft wert ?
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