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  • Eine Frage des Könnens?

  • efwe
    efwe
    1-welches perfekt umgesetzte gemälde?-
    2- alle künstler werden nie rot sein -du jedoch darfst sie rot sehn
    3-dir scheint eben ! dass das geschmiere ein geschmiere ist auch wenns eins is sehn manche darin die metamrphosen der forminhalte
    4-halt dich einfach nicht an ernanntes-;-))
    5-nimms gelassen -denn wo du sagst das kann jeder -sag ich stimmt!- nur-- es muss eben gemacht werden!- ja? g e m a c h t -klar?-))
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  • iracsa
    "was macht ein perfekt umgesetztes Gemälde mit einem anspruchsvollen Thema zum Schrott,
    währenddessen eine Schmiererei, die wortwörtlich jeder Schimpanse mit verbundenen Augen hinkriegen würde
    ma zum Schrott zu einem großen Kunstwerk ernannt wird."

    gar nichts. Genauso wenig, wie ein "pefekt umgesetztes Gemälde mit einem anspruchsvollen Thema" Kunst sein muss und ein gutes abstraktes Bild von jedem (Mesch oder Schimpanse) hätte gemalt werden können. (was ist überhaupt "perfekt" - meint das handwerklich perfekt und was bedeutet ein anspruchsvolles Thema in diesem Zusammenhang?). Von daher, pack doch mal zwei Bilder hier her, eins für jede von dir genannte Kategorie. Das würde der Diskussion sicher zugute kommen.
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Schwere Frage und was für eine Antwort erwartest Du?
    WAS für Dich Kunst ist - musst DU wissen!
    Ansonsten???
    Was für den BETRACHTER Kunst ist - entscheidet DIESER durch gefallen bis hin zu kaufen (falls er es sich leisten kann).
    WAS für die SOGENANNTEN "Koryphäen" Kunst ist - entzieht sich für mich schlicht meinem Bewusstsein (hören sich sehr oft einfach nur gerne "selber labern"!!!!!)
    KUNST kann SOOOOOO vieles sein:
    - etwas das uns Aufmerksam macht auf Schönes, Schlimmes, Alltägliches, .......
    - etwas das das HANDWERLICHES Können demonstriert
    - etwas das uns einfach nur zum lachen oder weinen bringt

    Kunst spricht für mich Emotionen an - für mich ist etwas KEINE Kunst, wenn es MIR!!! nichts sagt - aber das ist SOOOO Subjektiv, dass es KEINE Allgemeingültigkeit besitzt, denn dem neben mir kann es vielleicht eine ganze Geschichte erzählen und dann ist es für IHN Kunst!!

    Ich habe noch keine globale Antwort auf diese Frage gefunden - aber - muss man das denn überhaupt???

    Ich muss schmunzeln, wenn ich an BEYS denke (ein grossartiger Maler und "Künstler"), der seine Berühmtheit mit Werken erlangte, die er zugegebener Massen SELBER verachtete, wärend die "Kritiker" vor Anbetung fast auf den Knien lagen!!!!

    Tja - lass doch einfach jeden für SICH entscheiden, was Kunst ist!!

    Liebe Grüße
    AnneMarie
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  • Raphael
    Raphael
    der seine Berühmtheit mit Werken erlangte, die er zugegebener Massen SELBER verachtete, wärend die "Kritiker" vor Anbetung fast auf den Knien lagen!!!!

    Genau das ist es. Wenn man sich heutzutage nicht selbst zu einer Art Gesamtkunstwerk erhebt wird man nie ein "grosser Künstler" ( im Sinne von bekannt verehrt und finanziell erfolgreich )
    Handwerkliches Können ist heute kaum mehr gefragt, was zählt ist wie man sich selbst stilisiert. ( bitte weiterlesen ;) )
    Hat man sich erstmal einen Namen gemacht, scheint es völlig egal zu sein was man tut, die Leute werden es lieben. Oder sie werden es hassen und dich dafür lieben.
    Es wird nie mehr eine Rolle spiele was du malst, oder ob du überhaupt noch malst...
    Wenn man dies als erstrebenswertes Ziel erachtet, bitte, jedem das Seine. Mein Ding wäre das jedenfalls nicht....

    Was ich damit sagen will ist, dass es immer die Leute sind die dich und deine Arbeit zum Künstler machen, oder zum Schrotti. Und wenn die Leute zur Zeit eben auf abstraktes stehen, dann liegt es bei dir abzuwägen ob es das ist was du ihnen geben möchtest, oder ob du dir lieber selbst treu bleibst weil du selbst kein abstrakter Maler bist.
    Zur Zeit ist Abstrakte Malerei eben "in". Das wird sich irgendwann auch nochmal ändern. Bis es soweit ist, sei den abstrakten Malern unter uns ihr Moment in der Sonne gegönnt.
    Ob ich persönlich dies als "Kunst" betrachte oder als "Schmiererei", sei dahingestellt. Respektlos, wie es leider an der Tagesordnung scheint in der heutigen Kunstwelt, sollte man jedoch nie miteinander umgehen. Ich muss die Arbeit des abstrakten Malers nicht mögen um sie zu respektieren.
    Malen und malen lassen ;-)
    Wir sind es nicht, die das dann zur "Kunst" machen. Es sind die Leute die unsere Bilder mögen, oder eben nicht...
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  • iracsa
    Das obere ist sicher sehr gut gemalt und definitiv kein schlechtes Bild, Schrott schon gar nicht. Es sind halt eine Menge Stilmittel drin, die ein paar Jahrhunderte alt sind. Ausserdem hat es es aber auf jedem Fall mehr als das, wäre so sicher nicht zu Zeiten von Rembrand gemalt worden. Ist halt, ich mach mal einen Vergleich zur Musik, so als ob jemand einen wirklich alten Delta Blues sehr gut, und mit ein paar neuen Elementen interpretiert. Kann sehr gut sein (ist es dem Fall) aber ist eben nicht wirklich innovativ und öffnet nicht wirklich neue Sichtweisen. Hat das Bild wirklich jemand als Schrott bezeichnet? (Was wäre, nebenbei gefragt, hier das anspruchsvolle Thema?)

    Das abstrakte Bild unten. Also den Schimpansen musst du mir zeigen, der das malen kann. :-) Aber das Bild ist mir, interessanterweise, aber sogar als abstraktes Bild nicht schmierig schleimig und kaputt genug. Wobei schmierig, schleimig und kaputt *gut* hinzukriegen eine Sache ist, die einen in den Wahnsinn treiben kann. (Ich selber hab sowas in etwas anderem Kontext probiert als mit Pinsel und (nur) Farbe), aber glaub mir, was dann wie Schmiererei aussieht ist off in Wirklichkeit probiere, korregiere, und rumgepingel ohne Ende, bis einem das "Geschmiere", wenn es gut läuft, am Ende tatsache gefällt. (Wenn es schlecht läuft hat es nur zu einem persönlichen Frust geführt.) Ist halt sehr schwer sich auf sowas einzulassen, evlt muss man eine Ader für abstrakte Malerei haben und dann noch den eigenen Geschmack daran gewöhnen.
  • Raphael
    Raphael
    aber ist eben nicht wirklich innovativ und öffnet nicht wirklich neue Sichtweisen

    Das ist sicher zutreffend, auf das eigentliche Objekt bezogen. Aber auf die Thematik allgemein bezogen drängt sich mir die Frage auf, muss man denn unbedingt mit jedem Bild eine "neue Sichtweise" eröffnen ?

    Vorgestern zum Beispiel hat ein Käufer sein Bild "lost" hier abgeholt.
    Er sagte: "ich mag Bilder die für sich selbst sprechen, denn ich kaufe ja ein Bild und nicht einen Maler der mir eine Geschichte zum Bild erzählen muss damit ich es verstehe"
    Dies zeigt doch, dass es auf die Sichtweise des Einzelnen ankommt, was er als Kunst empfindet oder nicht.
    Sehr umstritten sind hier zum Beispiel die Photorealisten. Einerseits handelt es sich oft um "Allerweltsmotive". Natürlich hat die photorealistische Darstellung eines Feldhamsters keine "Message" und erst recht wird sie keine neue Sichtweise eröffnen. Dennoch betrachte ich persönlich dies als grosse Kunst, weil eben meisterliches Können in höchter Perfektion und eine gehörige Portion Geduld und Selbstdisziplin dazu gehört, jedes Haar im Fell des Hamsters einzeln zu malen, in 5 Farben und vielen vielen Schritten. Sowas kann nicht jeder machen und deshalb empfinde ich dies als Kunst.
    Andere wiederum haben an sowas kein Interesse weil sie sich nicht für die handwerkliche Enmstehung eines solchen Bildes interessieren, sondern vielmehr für das fertige Bild und seine Aussage oder was auch immer...
    Es ist Ansichtssache und hängt alleine vom persönlichen GEschmack ab, was man selbst als Kunst empfindet und was nicht.
    Ich könnte zum Beispiel nie was mit einem Paul Klee anfangen oder einem Friedensreich Hundertwasser. Für viele sind das grosse Meister, für mich sind das Leute die Bilder gmalt haben wie Dreijährige.
    Jeder muss die Bilder durch seine Augen sehen. Man kann nicht ( oder sollte zumindest nicht ) die Bilder durch die Augen anderer sehen, die sich gottgleich zu Kunstkritikern erklären und damit auch noch ihr Geld verdienen.

    Wie gesagt, leider scheint es in der heutigen Zeit wichtiger Bilder zu malen die die Kritiker zufriedenstellen, anstatt Bilder zu malen die die Leute schön finden.
    Ich kann das durchaus nachvollziehen, denn wer von der Kunst leben möchte muss sich in die freie Wirtschaft begeben und da zählt nunmal nur das was der Markt will. Und der Markt ist hart und ändert sich ständig.
    Als künstlerisch tätiger Mensch muss man also abwägen was man will und ob man sich nun ein Stück vom Kuchen nehmen möchte oder nicht.
    ( ich bekomm ja von Kuchen immer Sodbrennen.... )
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  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Tja - mit dem Beispiel hast Du aber genau meinen Konflikt getroffen!! Ich finde nämlich BEIDE gut!! Jedes auf SEINE Weise!!
    - Oben: gefällt mir, wie es gelungen ist dieses Gesicht und den Ausdruck darin wiederzugeben (Ehrfurcht vor dem "Können" der "alten" Meister!!)
    - Unten: gefällt mir, die farbliche und strukturell ungewöhnliche Art einer Landschaftsdarstellung.
    Beides ist für MICH Kunst - jedes auf seine Art!!

    Und jetzt kommen wir mal zu den Schimpansen!!!!!

    Ich habe einen kleinen, pelzigen Lebens- und Wohngenossen und mir vor kurzem ein Buch über Katzenbilder (GEMALT VON KATZEN!!!) gekauft und war beeindruckt! Klar können die nicht SO malen, wie Menschen, aaaaaber......
    WIE sie wiedergeben WAS sie sehen ist WIRKLICH beeindruckend - UND - NICHT ALLE Katzen können/wollen malen!!

    Ist das nun Kunst, oder nicht? Warum ist dann nur das was Menschen machen Kunst? Warum muss man KUNST studieren, um bei einigen als "KÜNSTLER" zu gelten?

    Ich komme immer wieder zum gleichen Schluss?
    Es gibt KEINE ALLGEMEINGÜLTIGE DEFINITION!
    Und ob das auch ein AFFE könnte, oder nicht, ist für mich nicht wichtig - WENN, ja wenn es MIR gefällt!!

    Liebe Grüße
    AnneMarie
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  • agulik
    Was ist Kunst?
    Es werden immer Menschen geben, die mit dem Wort Kunst und Künstler jonglieren.
    Und ebenso die Kunst nach irgendwelchen Richtlinien Normen beurteilen, schade eigentlich, denn wo ist die Spontanität , die Kunst manchmal ausmacht?.
    Es gibt Menschen, die beherrschen ihre Technik hervorragend aber es fehlt ihnen an allem anderen , was ein gutes Werk ausmacht Harmonie Kraft, Feuer, Spannung Leidenschaft Irritation..etc.
    Dann gibt es andere, dessen Technik nicht so gewandt ist und da findet man all das, also , was ist Kunst.

    Ein geschmiere, wie du es bezeichnest, hat oftmals einen Peozess hinter sich. Ein Prozes der im Kopf anfängt und auf der Leinwand , (bei der umsetzung) endet.
    Aber genau dies muss nicht von Schönheit glänzen..was hier zählt ist die Aussage, die da hinter steckt..der Prozes...
    Kunst fängt im Kopf an und nicht erst auf der Leinwand..(bei der Schönheit)

    Beispiel. Manche Künstler malen überwiegend Landschaften in der schönstenfarbenpracht. ohne Markel..
    Ist die Natur ohne Markel.. wirklich so schön wie man sie dastellt.. oder hat sie nicht viel mehr schon an ihren Glanz verloren..so und nun malt einer, genau die gleiche Natur , nur mit all ihren markel.so wie er /sie sieht...und sofort sieht sie nicht mehr so schön aus..vieleicht ähnelt das ganze dann in manch Augen wie ein geschmiere.oder einfach nur abstrakt dagestellt..Ist das keine Kunst mehr??? Aber was da zählt ist die Aussage..
    ist das in deinen augen keine Kunst mehr. sondern nur noch ein geschmiere, obwohl der Prozes und die Aussage.. erkennbar ist..?
    Letzendlich liegt doch alles im Auge des Betrachters..und da gehen die Geschmäcker weit auseinander.
    Manche sehen viel mehr in ein geschmiere .als in ein perfekt dagestelltes Bild.. ist manchmal die Frage wo wird die Phantasie des Betrachters mehr angeregt ..
  • iracsa

    Sehr umstritten sind hier zum Beispiel die Photorealisten. Einerseits handelt es sich oft um "Allerweltsmotive". Natürlich hat die photorealistische Darstellung eines Feldhamsters keine "Message" und erst recht wird sie keine neue Sichtweise eröffnen. Dennoch betrachte ich persönlich dies als grosse Kunst, weil eben meisterliches Können in höchter Perfektion und eine gehörige Portion Geduld und Selbstdisziplin dazu gehört,


    Gutes Beispiel. Aber hier genau sehe ich eben "nur" handwerkliches Geschick auf höchsten Niveau aber keine Kreativität und daher keinen künstlerischen Ausdruck und daher ist Reproduzieren, und sei es noch so perfekt, für mich keine Kunst. Ich betone für mich, da ich der Meinung bin, dass es letztlich sowieso kein objektives Urteil geben kann was Kunst ist (in Ermangelung einer brauchbaren Definition des Begriffs - jedenfalls kenne ich keine), also bleibt nur das subjektive Urteil. Nochmal zum Reproduzieren, überspitzt gesagt, jeder gute Fotokopierer kann perfekt reproduzieren, also wenn perfektes reproduzieren Kunst wäre, dann wäre ein Fotokopierer ein Kunstautomat. Also, auch wenn ich keine Definition von Kunst kenne, mit der ich was anfangen kann, ein paar Dinge gehören dazu. Zum Beispiel Kreativität. Und dann noch, dass der jenige der das gemacht in irgendeiner Weise die Sache bewußt so in nicht anders gemacht hat (Kontext :-) ), von daher würde ich sagen, dass von Katzen (oder Schimpansen) gemalte Bilder keine Kunst sind, genausowenig wie eine *zufällig* im Abwasch enstandene Schimmelkultur. Wenn die Schimmelkultu bewußt und beabsichtig ist, weil das was da entstehen soll irgendwie etwas bedeuten soll, dann kann dagegen auch eine Schimmelkultur wieder Kunst sein. (Ich kenne welche, die vermutlich grinsen, wenn die diese meine Worte lesen, aber das ist eine andere Geschichte :-) )
  • ominoreg
    hi, na geht aber einiges durcheinander. in den darstellenen künsten geht es doch nicht in erster linie um stile; die ändern sich bekanntlich mit der zeit sehr stark. es geht doch vor allem um inhalte, um ein konzept, ja meist sogar eingebetet in durchaus komplexe philosophische modelle. daher hat für mich die fragestellung nur sehr wenig mit dem kunstbegriff zu tun. der sogenannte zeitgeist, sah sich bislang immer außerstande wirklich neue entwicklungen direkt als bedeutende kunst zu akzeptieren. fast alle großen künstler hatten dieses problem. die frage müsste daher eher lauten, was könnte ein aus sicht der heutigen (plural) betrachter subjektives "geschmiere" zum kunstwerk erheben oder im umkehrschluss warum ist ein perfekt gemalter hamster, noch lange kein kunstwerk. nur auf diese weise nähern wir uns inhalt und konzeption und kommen zu einem breiteren kontext der kunst erklärbar, verstehbar macht. eine isolierte betrachtung ohne kontext führt bei der beantwortung der frage nicht weiter.
  • Raphael
    Raphael
    Naja, im Grunde stimme ich zu.
    Nur, so gesehen muss ich wieder fragen, welche Aussage, welche Bedeutung sieht man in Monets Seerosen ? ( wieder nur ein Beispiel )
    Es gibt da keine Aussage die es zu erkennen gilt, oder eine Erklärung derer das Bild bedarf.
    Es steht für sich selbst, und jeder erkennt den grossen Meister, allein aufgrund seiner technischen Fertigkeit Schönheit in Form eines Gemäldes zu erschaffen. Niemand käme je auf die Idee Monets Bilder nicht als Kunst zu sehen, oder ?
    Darauf wollte ich hinaus. Muss ein Bild eine Aussage haben um als Kunst zu geleten ?
    Wenn das so ist, waren Monet, Manet, Turner, oder auch moderne Künstler wie Barnovich, keine "Künstler" weil ihre Bilder keine "Kunst" sind.
    Der Mensch empfindet diese Bilder als "schön" ( die meisten jedenfalls ), man entspannt und geniesst den Anblick der Schöneheit, fühlt sich wohl dabei und muss nicht denken um das Bild zu verstehen. Es wirkt für sich, ohne etwas zu sagen. So gesehen hat es also doch eine Aussage, weil es seine Wirkung erzielt. Also doch "Kunst" ???
    Fragen über Fragen die nie ein Menshc beantworten kann, weil es keine Antwort gibt die alle zufriedenstellen kann.
    Das mag ich an der Kunst, sie ist individuell und frei.
    Leider bemühen sich viele "Kunstkritiker" darum ihr genau das zu nehmen.
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  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber

    ...und daher ist Reproduzieren, und sei es noch so perfekt, für mich keine Kunst. .... Nochmal zum Reproduzieren, überspitzt gesagt, jeder gute Fotokopierer kann perfekt reproduzieren, also wenn perfektes reproduzieren Kunst wäre, dann wäre ein Fotokopierer ein Kunstautomat. .... von daher würde ich sagen, dass von Katzen (oder Schimpansen) gemalte Bilder keine Kunst sind, genausowenig wie eine *zufällig* im Abwasch enstandene Schimmelkultur. .....
    Nach dieser Definition wären Fotografen genausowenig Künstler, wie diejenigen, die einen Kopierer bedienen, da sie ja (nach Deiner Definition) nur ein mehr, oder weniger perfektes (abhängig von der Qualität der MASCHINE) Abbild von etwas exitierendem schaffen!!????
    Ja tun wir das denn nicht ALLE mehr oder weniger?
    Und wer kann schon sagen, was sich ein Tier beim malen gedacht hat? Also ich spreche weder "kätzisch" noch "schimpansisch", daher kann ICH es nicht beurteilen, sondern finde es faszinierend, dass sie genauso wie wir scheinbar in der Lage sind durch Bilder zu kommunizieren (sie malen teilweise wirklich ERLEBTE Tagessituationen=Gefühle!!!!!!).
    NUR weil sich MIR der "Kontext" (sprich Motivation, Hintergrund, Antrieb, Message) bei einigen Werken nicht erschliesst (z.B. "FOTOREALISMUS"), habe ich doch nicht das Recht es aus der KUNST auszugrenzen!
    Für mich ist da ein M.C. Escher das beste Beispiel!!!
    Zu seinen Lebzeiten als Künstler NICHT anerkannt!! Erst HEUTE sieht man das philosophische Augenzwinkern in seinen Werken und aaaaaaahhh jetzt ist es auf einmal KUNST!!!

    Ob Fotorealismus, Surrealismus, Landschaft, Portrait, Mhystisch, Impressionismus undundundund........ Kunst ist das ALLES - ob und was wem gefällt etwas anderes!

    AnneMarie
    Signature
  • iracsa

    ...und daher ist Reproduzieren, und sei es noch so perfekt, für mich keine Kunst. .... Nochmal zum Reproduzieren, überspitzt gesagt, jeder gute Fotokopierer kann perfekt reproduzieren, also wenn perfektes reproduzieren Kunst wäre, dann wäre ein Fotokopierer ein Kunstautomat. .... von daher würde ich sagen, dass von Katzen (oder Schimpansen) gemalte Bilder keine Kunst sind, genausowenig wie eine *zufällig* im Abwasch enstandene Schimmelkultur. .....
    Nach dieser Definition wären Fotografen genausowenig Künstler, wie diejenigen, die einen Kopierer bedienen, da sie ja (nach Deiner Definition) nur ein mehr, oder weniger perfektes (abhängig von der Qualität der MASCHINE) Abbild von etwas exitierendem schaffen!!????
    OK, guter Punkt. Dann formuliere ich das anders. Die künstlerische Qualität eine "fotorealistischen" Bildes ist so groß oder klein wie die eines entsprechenden Fotos. D.h. Der Blick auf die Sache kann Kunst sein, die technisch Implementierung (der Teil, den die Kamera beim Foto macht) nicht.

    PS. warum gibt es hier eigentlich keine "normale" Darstellung von gequotetem Text? Ich vermute das ist Absicht, aber warum dieses eigentlich, Constantin?
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Mich erschreckt bei der Fragestellung (s. GANZ oben) eigentlich etwas ganz anderes:

    scheinbar sind wir - trotz allen Fortschritts - nicht wirklich in der Lage, gepredigte Toleranz zu LEBEN. Bestes Beispiel ist für mich Musik:

    Meine Urgrossmutter erzählte mir, dass zu IHRER Zeit "Walzer" ein "unzüchtiger" Tanz war, da man sich dabei "angefasst" hat.
    Jahre später hatte meine Mutter diese "Begegnung der dritten Art" bei "Rock-and-Roll", welches als "Negermusik" kopfschüttelnd und naserümpfend abgewertet wurde. Gleiches hörte ich von einigen vor nicht allzu langer Zeit über "Techno"!!!!!
    Scheinbar war keine Generation in der Lage gelerntes umzusetzen und darauf resultierend Neues zu akzeptieren!
    Ist es in der Kunst nicht ähnlich?
    ICH BIN NICHT BESSER!!!!!
    Noch vor kurzem habe ich SELBER gesagt:
    "..ich fühle mich bei einer Diskussion vor einem Bild mit roter Linie auf blauem Grund einfach nur verarscht!"
    Tja - ist das nun richtig, oder falsch? Oderist das vielleicht NUR FÜR MICH richtig?
    Keine Ahnung?
    Vielleicht habe ich es ja nur NOCH NICHT erkannt und sehe es morgen anders!!

    Also BIS MORGEN
    *lächel*
    AnneMarie
    Signature
  • ominoreg
    hi, es geht nicht um ein einzelnes bild oder foto, sondern um das was ein künstler auszudrücken versucht. hierbei verfolgt er ein konzept, dies muss nicht eine message oder eine botschaft im klassischen sinne sein. dies kann sehr subtil von statten gehen und für den zeitgeist mithin nicht greifbar sein. wenn ich nur ein einzelnes bild, selbst eines großen künstlers nehme und den kontext seiner arbeit nicht mit einbeziehe, bleibt es ein bild, dass technisch beurteilbar ist oder bestimme emotionen hervorruft, kunst ist es isoliert gesehen für mich nicht, dazu braucht es mehr. es gibt dafür unzählige beispiele, nicht nur van gogh, der zu lebzeiten nie anerkennung fand, weil seine konzeption des umgangs mit farbe und licht, schlicht nicht verstanden wurde. sieht man sich ein einzelnes bild von ihm an, ohne den kontext seines werkes zu kennen, hält man ihn eher für einen wenig begabten künstler, dem gefühl für proportion völlig fehlt.
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Unseligerweise verlangt unsere Kultur von allem was uns umgibt, und von den Menschen selbst, eine eindeutige Klassifizierung und Messbarkeit.
    Ein Etikett wäre da ganz hilfreich denn viele verlernen immer mehr selbst zu denken.
    Die einfachste, und von allen beherrschte, Art Kunst zu betrachten ist doch: gefällt mir / gefällt mir nicht. Sieht zwischen Stehlampe und Vorhang gut aus, oder nicht. Und aus. Siehe "Kunst" in Kaufhäusern.
    Kunst hat, m.E. durchaus etwas mit denken und Wissen zu tun. Wenn wir Glück hatten hat irgendwann mal, irgendjemand, uns dazu einen Anstoß, eine erste Anleitung gegeben.
    Hat uns gezeigt dass man Bilder auch lesen kann. Das sie auch etwas erzählen können, das sie etwas aussagen. Das sie Gefühle und Stimmungen wiedergeben und transportieren können.
    Wenn ich hier eine Anleitung erhielt und das begriffen habe, dann habe ich die Chance den Reichtum der Kunst zu erkennen. Deshalb muss MIR nicht ALLES gefallen. Aber je mehr ich mich mit Kunst auseinandersetze, um so spannender empfinde ich sie. Aus diesem Blickwinkel erübrigt sich für mich die Frage was Kunst sei. Ein Künstler ist für mich ein Mensch dem es gelingt mit seinem Bild mehr auszusagen als allein ein Motiv zu malen. Wenn das gelingt ist es Kunst. Bewerten wird jeder Betrachter das Bild für sich.
    Was "in" und "out" ist bestimmt der Kunst-MARKT.
    Jeder kann reich und berühmt werden. Sie/er muss lediglich zur rechten Zeit am rechten Ort sein. Da steht jemand der einen neuen Maler/in vermarkten möchte der/die irgendetwas anders macht als die anderen. Plötzlich werden mit Assamtee gemalte Breitwandbilder aus Klopapier zum absoluten Hit. Auch der Kunstmarkt will leben und propagiert ständig neue "Moden". In einer halbwegs freien Marktwirtschaft kann es gar nicht anders sein. Die Ergebnisse kann man gut oder schlecht finden. Alles andere wäre Diktatur. Und das nur weil wir uns in der Kunst nicht einigen können?
  • Luidi
    Luidi
    Hi, ich war jüngst in einer Galerie. Dort wurde ein absoluter Superstar präsentiert -weltweit bekannt. Der Brasilianer Romero Britto...Er kommt mit dem Malen nicht nach, so gefragt ist der. Solche Bilder könnten wir 5 Stück in 2 Stunden malen...Dann hätten wir schon fast ausgesorgt... ha ha
    Das selbe in grün...Thitz.. Tütenbilder!!!auf jeder Kunstmesse ausverkauft!!! Oder die damaligen "Jungen Wilden", heute Professoren und unbezahlbar... Ja ja, die Vermarktung...
    Kunst-kommt sie von Können? Schon lang nicht mehr...denke ich..Erst wenn man als Maler nicht malen kann, hat man heutzutage eine Chance...so scheint es...
    Vielleicht hab ich ja auch noch eine Chance???
    Oder bin ich nur zu gut, um schlecht zu sein, oder zu schlecht, um gut zu sein???
    Wer weiss das???
    Fazit: Glaubt an euch, denn das Leben in der Hoffnung ist so schlecht nicht...Luidi
    Übrigens, das Futter für meine zwei Pferde pinsle ich trotz Europest und sonstigen Erschwernissen immer noch zusammen, auch wenn ich nicht der Größte bin (leider)... und Hut ab, hier im Kunstnet gibt es verdammt gute und nette Leute, ich grüße euch,Mädls und Jungs...
    Signature
  • odnaliW
    Was ist Kunst......... diese Frage stelle ich mir jeden Tag. Was soll ich malen......... Landschaften, Blumen, Häuser, Städte, Menschen, Tiere....... figural, konkret, abstrakt oder gegenständlich? Orientiere ich mich an den alten Meistern oder an der heutigen Zeit. Ich sehe mich auch sehr viel um und ich sage es ist schwierig, sich überhaupt in irgend eine Richtung zu orientieren. Malen kann man heute fast alles. Nur, wer schaut auf mich. Schaut überhaupt jemand auf mich. Was suchen die Leute. Welcher Stilrichtung haben sie sich anvertraut. Ich denke dass wir in einer Zeit leben, in der man sehr vielseitig sein muss, was "Kunst anbelangt. Auch in seiner eigenen Kritik........ es gilt manchmal Bilder zu beurteilen, die man früher belächelte und sagt, das kann ich auch oder mein Schimpanse oder meine Katze. Das stimmt nicht. Es ist sehr schwer, ein abstraktes Bild zu malen das auch noch gut aussieht und das alle Welt bewundert. Eine Landschaft, Häuser oder Menschen zu malen ist auch sehr schwer aber die übung macht den Meister. Abstrakte Bilder kannst du nicht leicht, oder ein 2. mal nachmalen weil sie aus dem Bauch heraus gemalt worden sind. Ist das vielleicht der Grund, warum die Menschen von diesen Bildern so begeistert sind? Weil Gefühle immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden? Ich denke man muss in der heutigen Zeit sehr vielseitig sein und seinen Weg suchen. Ich habe ihn noch nicht gefunden aber ich weiß eines ganz genau...... ich orientiere mich nicht nach alten Meistern die ich früher so bewundert habe. Die Zeit ist vorbei.
  • odnaliW
    P.S. Das Kunstnet ist auf jeden Fall ein hervorragender Pool, sich zu orientieren und.......man bekommt jede Menge Anregungen. An dieser Stelle vielen Dank für die vielen netten Künstler die sich hier tummeln und auslassen.
  • Dr. Ulrike Ritter
    Dr. Ulrike Ritter
    Ich sehe die ganze Frage längst 'semiotisch'. Kunst ist eine Möglichkeit, neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Die Moderne Kunst hat die KünstlerInnen aus der Pflicht Aufwand, Zeit und Exklusivität zu repräsentieren entlassen. Damit sind KünstlerInnen heute frei, im weitesten Sine sprachliche Ausdrucksformen in ihren Werken zu untersuchen, zu kritisieren und zu bereichern. Das kann dazu führen, dass Kunst auch der Wissenschaft ihrer Zeit voraus ist, wie es z.B. im Kubismus der Fall war. Braque, Gris und Picasso haben systematisch Formen des Sehens untersucht, die die Kognitionswissenschaft erst Jahrzehnte später entdeckte. Bis dahin und nebenher blieb man einem Begriff vom Sehen verhaftet, der an der Zentralperspektive und damit an den vorhandenen technischen Apparturen orientiert war. Auch diese wurden häufig von Künstlern entwickeln. Aber besonders gut waren oder sind deren Arbeiten dann (so sehe ich's und so hab ich's auch gelernt), wenn sie nicht nur die empirischen Grundlagen der Darstellung sondern auch deren symbolische Implikationen in ihren Werken thematisier(t)en. Trotzdem ist ein weiterer wichtiger Schritt, der den Kubismus so außergewöhnlich machte und wirklich entscheidend für die Moderne ist, dass man sich von einer 'technisch' bzw. (genauer) substitutionell-appartiv orientierten Auffassung des Empirischen entfernte und eine stärkere Orientierung und Analyse von verallgemeinbarer subjektiver Realität erreichte. Die Frage, ob ein Kunstwerk technisch anspruchsvoll ist, wird dadurch zur Marginalie. Für die Beurteilung , ob etwas Kunst ist, ist sie meines Erachtens nicht mehr wichtig. Aber das heißt eben noch lange nicht, dass es keine anderen Kriterien gäbe.
    Grüßlis, Dr.U. & .d.s.W.
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