KunstNet uses Cookies. Details.
  • Kunst am Computer kreiert. Ist das Kunst? Gleicher Stellenwert wie die Kunst auf Leinwand? Gleicher Kunstwert wie gemalt? Gleicher Kunstwert wie gemalte Kunst?

  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart Kunst am Computer kreiert. Ist das Kunst? Gleicher Stellenwert wie die Kunst auf Leinwand? Gleicher Kunstwert wie gemalt? Gleicher Kunstwert wie gemalte Kunst?
    Stelle immer wieder in Gesprächen mit Betrachtern in Ausstellungen fest, dass die digitale Kunst Irritationen und Unsicherheit beim Betrachter auslösen. Selbst unter Künstlern demonstriert die malende Zunft ihr Monopol. Oft aus Angst aber auch aus Neid und Unwissenheit.
    Bei mir stellt sich diese Problematik immer in dem Vergleich als die abstrakte Kunst sich der darstellenden Kunst gegenüberstellte.

    Welche Erfahrungen habt ihr so gemacht. Freue mich auf rege Beteiligung. Franziskus
  • ezneB
    Hat ein Max Beckmann, der vielleicht in einer Stunden "hingeschlonzt" ist, den gleichen Wert wie Da Vincis Abendmahl, in dem wahrscheinlich Monate bis Jahre Arbeit stecken?
    Der handwerkliche Aufwand kann wohl keine Rolle spielen. Der Punkt ist die Singularität, denke ich. Es gibt kein Original. Höchstens eine frühstdatierte Datei. Damit werden vermutlich digitale Bilder immer nahe am Preis bzw. Wert der Drucke von älteren Kunstwerken bleiben. Es sei denn, sie sind handsigniert oder haben in einer anderen Form den persönlichen Stempel des Künstlers bekommen.
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Denke das ist die erste Hürde. Wann ist eine digitale Datei ein Original? Aber im Siebdruck können Bilder je nach Auflage beträchtliche Preise erzielen. Siehe Andy Warhol. Ist ja auch "nur" ein Siebdruck.
  • Jetzt bei Amazon günstig Kunstbedarf kaufen.- Werbpartner -
  • rellihcsruK
    Wie schon erwähnt gibt es kein Produkt,
    daß dem Betrachter, Interessierten usw
    als original verkauft werden kann.
    Wenn der Künstler aber seine Handschrift
    in die digitalen Arbeitsweisen übertragen
    (oder schaffen, falls nur digital gearbeitet
    wird) kann, kann er als Original gelten.
    Unverkäuflich - Spaß gemacht. Natürlich
    käuflich.

    Die aufgewendete Zeit ist was für Handwerker,
    Morgens um 9h 40 in Schlaaand. Kein Argument.

    Das Problem, das inzwischen entstanden ist,
    über digitale Kunst zu diskutieren, ist daß
    jeder Heinz meint er befände sich im Status
    höchster Kunstseeligkeit, wenn er es geschafft
    hat ein paar Filter über was rollen zu lassen.
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Naja, die Beurteilung was dann gute digitale Kunst ist obligt ja dann wieder der "Elite". Siehe Gemälde von J. Meese.
  • rellihcsruK
    Darum geht es mir eigentlich nicht,
    zwischen guter und nicht.guter digi-
    taler Kunst zu unterscheiden - wir
    wissen wo solche threads hinführen -
    sondern ich unterscheide zwischen
    menschlichem input und dem reinen
    Spiel der Maschinen.

    Dadurch werden der vorhandenen Technik
    einige Möglichkeiten genommen, kann da
    entgegen gehalten werden. Und ich sage
    dann: ja. Aber ich jedenfalls will und
    kann den durch Zufallsspielerei erstellten
    Mist nicht mehr sehen.
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Da geht es mir ebenso. Nur ein paar Filter und schon is es Kunst, dass kanns nicht sein. Aber es ist auch ebenfalls unsinnig die Ergebnisse darin zu vergleichen, ob man noch unterscheiden kann ob es tatsächlich mit Pinsel oder mit dem Pc gemalt wurde. Dahingehend will die Softwareindustrie ihren Anspruch messen. Da werden die Grfiktablets immer ausgereifter die Filter immer mehr dahingehen ausgeareibeitet, dass man nicht mehr zwischen einen handgemalten Ölgemälde und einem am PC entstandennen Werk unterscheiden kann.


    Gibt es denn eigentlich "große Künstler" in der digital kreierenden Szene.
  • Viktor Neufeld
    Viktor Neufeld
    „Nur ein paar Filter und schon ist es Kunst, dass kann“s nicht sein und das ist richtig. Aber es ist auch ebenfalls unsinnig die Ergebnisse darin zu vergleichen, ob man noch unterscheiden kann ob es tatsächlich mit Pinsel oder mit dem PC gemalt wurde.“ UNTERSCHIDE sind Gewaltig, am ende ist der Digitaldruck auf die Leinwand mit höchstem Qualität und in ca. 10 – 20 Jahren reif zum Mulleimer weil die Farben werden Unterschiedlich trüb mit Ingesamten feinem grauen stich. Die Bandbreite von Farben schön bei Drucken sind begrenzt.
  • retyevstredey
    der rechner ist freilich nur das werkzeug, wie meinetwegen kuli oder kettensaege auch. (oder pinsel und farbe.)
    es passiert nach wie vor viel im...digitalen kulturschaffen (auf eine moeglicherweise empoerte debatte 'das?!? soll kunst sein' lasse ich mich, ich sag es lieber gleich, nicht ein). nur schreiben sich die schaffenden nicht zwingend kunst in ihre browserzeilen, sondern, zum beispiel, trickfilm. und bewegen sich, mit dem was sie tun, konsequenterweise auch ausserhalb der traditionellen galerien, hallen, festivals usw.

    eigene erfahrung: drueben in der cartoonisten-kommune pfeift niemand danach, ob ich nun digital oder traditionell gebastelt habe. sondern was draus geworden ist.

    ein ziemlich willkuerliches beispiel, was sein koennte, duerfte, je nach persoenlichem horizont: day of the subgenius, bolex brothers, 2001:
    🔗
  • Patrick J. Knüttel
    Patrick J. Knüttel
    Nun, gleichsam als Kunst anzumehmen ist die "digitale Kunst" schon. Sie erzeugt ebenso wundervolle für das Auge wahrnehmbare Kompositionen und oft auch einen gleichwertigen Ausdruck vergleichbar zu traditionell gefertigten Werken. Jedoch wird der Mensch obschon der Faszination für das Digitale dem handwerklich gestalteten Kunstwerk immer mehr Beachtung schenken - und das zu Recht (!) - als dem am Rechner Erstellem. Traditionelle Kunst ist stets spürbarer, greifbarer und hat immer etwas haptisches und unvergleichliches, immer nicht reproduzierbares.
    LG, PJK.
    Signature
  • rellihcsruK
    Traditionelle Kunst ist stets spürbarer, greifbarer und hat immer etwas haptisches und unvergleichliches, immer nicht reproduzierbares.


    Nicht reproduzierbar?? Das bezweifle ich.

    Das digitale Bild verfügt auch schon über Schulen
    und Traditionen, gibt es ja nicht seit gestern erst.
    Gerade im Bereich Cartoon, und allen Bildern, die
    für eine gedruckte oder monitorige Veröffentlichung
    gemacht werden, sind digitale Techniken voll knuschper.
    (Gewisse Zeichnungen von mir sollten eigentlich auch
    digital gemacht worden sein. Der Grund, warum ich dann
    doch zum dicken Bleistift griff, ist: es geht einfach noch
    schneller. Drei-, viermal übers Papier gefahren, geknipst,
    skaliert - zack fertig.)

    Die Haptik trad. Bilder, beschränkt sich oft stark auf's
    Machen. Und die meisten Leute verwahren sich sowieso dagegen,
    daß man einfach ihre Bilder betatscht. Die waren doch teuer.
    :-))))
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Welcher digitale Künstler ( nur Bilder, nicht Filme,Ton etc. ) bitte ist den in der Kunstscene und im Volk bekannt. Gibt es da Namen die genannt werden können? Da denke ich ist die Scene auch noch garnicht organisiert. Welche Galerieen unterstützen digitale Werke?

    Selbst hier ensteht der Streit, ob ein digitales Werk auch eine Singularität aufweisen kann.

    Ja die Tradition - "Traditionelle Kunst ist stets spürbarer, greifbarer und hat immer etwas haptisches und unvergleichliches, immer nicht reproduzierbares." - scheint in der digitalen Kunst nicht überwunden zu sein. Und die Tradition steckt noch in den Köpfen, der etaplierten Kunstscen und ich denke es gilt diese Mauer zu überspringen. Nur wer von den etaplierten der Kunstscene geht dieses Risiko ein diese Hürde zu überwinden?
  • herzknochen
    herzknochen
    Welcher digitale Künstler ( nur Bilder, nicht Filme,Ton etc. ) bitte ist den in der Kunstscene und im Volk bekannt. Gibt es da Namen die genannt werden können? Da denke ich ist die Scene auch noch garnicht organisiert. Welche Galerieen unterstützen digitale Werke?

    Selbst hier ensteht der Streit, ob ein digitales Werk auch eine Singularität aufweisen kann.

    Ja die Tradition - "Traditionelle Kunst ist stets spürbarer, greifbarer und hat immer etwas haptisches und unvergleichliches, immer nicht reproduzierbares." - scheint in der digitalen Kunst nicht überwunden zu sein. Und die Tradition steckt noch in den Köpfen, der etaplierten Kunstscen und ich denke es gilt diese Mauer zu überspringen. Nur wer von den etaplierten der Kunstscene geht dieses Risiko ein diese Hürde zu überwinden?


    Deswegen arbeiten digitale "Künstler" oft als Illustrator, wo es sich mehr lohnt: In der Illustrationsbranche ist ein greifbares Original meist nicht nötig. Der Kunde braucht eine digitale, druckfertige Datei - was wäre da praktischer, als ihm direkt das fertige Bild zu e-mailen, ganz ohne Einscannen, und ohne zu warten, bis es trocken ist...! Darüber hinaus erlaubt das Medium unbegrenzte und relativ einfache Korrekturen eines Bildes - auch sehr wichtig!

    Deshalb, glaube ich, wird "Digitalkunst" wohl eher die Domain der Illustratoren bleiben... (sie ist es ja bereits) Beispiele:

    Ruan Jia http://www.ruanjia.com/
    Noah Bradley https://noahbradley.com/
    Jason Chan http://jasonchanart.blogspot.com/
    Yuko Shimizu 🔗
    Feng Zhu http://fengzhudesign.com/
    Melanie Delon http://www.melaniedelon.com/
    Mathias Verhasselt 🔗
    Linda Bergkvist http://enayla.deviantart.com/gallery/?catpath=/
    Craig Mullins http://www.goodbrush.com/
    Henning Ludvigsen http://www.henningludvigsen.com

    uvm. etc.
    Signature
  • Franziskus Pfleghart
    Franziskus Pfleghart
    Wer sich in diese Schublade stecken lässt ist selbst Schuld. Das ist eine bestimmte Sparte die für die Softwareindustrie von Bedeutung ist, damit diese demonstrieren können was digital möglich ist. Wenn ich ein Kunstwerk am PC kreiere, diese auf einer Alu-Dibondplatte mit UV-Druck aufbringen lasse ein Zertifikat erstelle meine Originalunterschrift druntersetzte und die Datei vernichte ist das gedruckte Exemplar einmalig und nicht wieder herstellbar. Also ein Unikat. So einfach ist das.

    Ich denke das ist alles eine Kopfsache. Und was mich freut ist die Tatsache das selbst die sogenannten Kunstexperten und Galerien da noch eine fette Blockade im Hirn haben.
  • rellihcsruK
    ein Kunstwerk am PC kreiere, diese auf einer Alu-Dibondplatte mit UV-Druck aufbringen lasse ein Zertifikat erstelle meine Originalunterschrift druntersetzte und die Datei vernichte ist das gedruckte Exemplar einmalig und nicht wieder herstellbar. Also ein Unikat. So einfach ist das.


    Das ist ja nach der Analogisierung ('analog' als Gegenteil
    zu 'digital' verstanden - und nur dazu) nicht mehr digital.
    Das heißt es werden zusätzlich zu den grenzen im Betrachter
    auch noch Grenzen allerlei Techniken überschritten.

    Ich kann mir vorstellen, daß Viele, die nach alter Väter
    Sitte malen, dir da Sachen an den Kopf würfen. Und in etwa
    auch, was das dann wäre. Angefangen von 'unehrlicher' Mal-
    weise, über grenzenlose Collage und Aushebeln von Copyrights
    (wer will das nach der Analogisierung überprüfen können?), so-
    wie dem einfachen Benutzen von Farbräumen und natürlich auch
    noch daß es gedruckt wird. Hämisch wird dann noch vermutet,
    daß du in echt - ohne Computer und Vorlagen - gar Nichts auf
    der Pigmentpfanne hast und solche Zeuge.
    Das ist allerdings keine Diskussion, die ich, im Zeitalter der
    beamer, als wirklich aufrichtig und ehrlich empfinde. Ich bin
    froh, daß mir diese Sicht der Dinge uninteressant ist. (Es geht
    oft genug nur darum, Konkurrenz wegzubeißen und jede Ent-
    wicklung abzuwürgen... was natürlich nicht möglich ist.)

    Aber Tatsache ist: am Ende des Prozesses steht ein analoges Werk.
  • siku
    Stelle immer wieder in Gesprächen mit Betrachtern in Ausstellungen fest, dass die digitale Kunst Irritationen und Unsicherheit beim Betrachter auslösen. Selbst unter Künstlern demonstriert die malende Zunft ihr Monopol. Oft aus Angst aber auch aus Neid und Unwissenheit.


    Ich kann das so nicht bestätigen, auch "analog" malende Künstler können ein eigenständiges digitales Werk erkennen und schätzen. Nur verleiten technische Möglichkeiten eben schnell sehr viele Kreative dazu zu meinen, sie seien "Künstler, indem sie mit Hilfe von Paintprogrammen Bilder auf Bildschirm zaubern - die dann ja auf Grund des Mediums auch noch in der Farbintensität genial ausgeleuchtet werden.

    Gerade in dem Anfängerbereich ist es wohl schwieriger ein "Gemälde" zu malen als ein PC gestütztes Bild, man sieht es hier in der kn-Galerie ganz deutlich. Fast alle Ölbilder sind gruselig im Gegensatz zu "zusammengeklauten" Motiven am PC.
    Anders sieht es dagegen bei künstlerischen Kompositionen aus, da ist es eigentlich egal, mit welchen technischen Mittel das Werk entstanden ist.
    - Und bei einigen Giftpilzen hier im Forum spürt man das Künstlerische auch schon in den "Spielereien" ;-).



    Aber Tatsache ist: am Ende des Prozesses steht ein analoges Werk.


    genau: und wenn das besteht, dann spielen die Malmittel nur eine sekundäre Rolle.
    Vielleicht versuchen auch einige Digitalkünstler ihre Werke damit schön zu reden, dass sie ja sowieso nicht gegen analoge Arbeiten ankommen, nicht geschätzt werden - wahrscheinlich handelt es sich dann um künstlerischen Selbstbetrug. :-)
  • ezneB
    Kunst am Computer kreiert. Ist das Kunst? Gleicher Stellenwert wie die Kunst auf Leinwand? Gleicher Kunstwert wie gemalt? Gleicher Kunstwert wie gemalte Kunst?

    Gibt es da kein besseres Wort für? Kreiert hört sich an wie reihert. ;(
  • Robert Wolter
    Robert Wolter
    Kunst am Computer kreiert. Ist das Kunst? Gleicher Stellenwert wie die Kunst auf Leinwand? Gleicher Kunstwert wie gemalt? Gleicher Kunstwert wie gemalte Kunst?


    Der Stellenwert von Computer-generierter Kunst wird auf dem Kunstmarkt noch einige Zeit als niedriger im Vergleich zu klassisch produzierter Kunst eingestuft werden. Es sind ja immer noch genügend Vorurteile gegen den Computer an sich vorhanden und daher lehnen etliche Künstler die Benutzung eines solchen strikt ab.


    Gibt es da kein besseres Wort für? Kreiert hört sich an wie reihert. ;(


    Statt "kreiert" kannst du also auch "generiert" ode "produziert" schreiben. Wenn es ganz altmodisch klingen soll, auch "erschaffen" ;)
    Signature
  • void
    Muss denn immer alles gleich "Kunst" sein?
  • rellihcsruK
    Das ist alles zu konventionell:
    Stellenwert, Preise, Statistik,
    Zeug.

    Wenn sich was Digitales als Kunst rausstellt,
    also weit über einen hype heraus, wird das
    eh erst auf der sicheren Seite dieser Art
    Kunst geschehen.
    Das wird z.B. sein, wenn es Heute noch nicht
    vorstellbare Rechner, Betriebssysteme und eben-
    solche Dateiformate geben wird, die Kompatibili-
    tätskette unterbrochen ist - und die, dann alte,
    Kunst nicht mehr mit einfachen Mitteln reprodu-
    ziert werden kann.
    Wenn die ganze Datendreherei dazu geführt hat, daß
    nur noch abgestumpfte Konsumenten rumtaumeln. Das
    hört sich aber nicht so charmant an.
  • Page 1 of 2 [ 37 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures