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  • Gibt es noch Maler?!

  • 3okisoS Gibt es noch Maler?!
    Hallo

    Was mich intressiert....ist heutzutage überhaupt noch Malerei in der Kunstszene angesagt? wenn ich mich umsehe, sehe ich nur Installationen und Video-Kunst. Gibt es noch junge Maler die bekannt sind? Ausser jetzt mal Jonathan Meese, Daniel Richter usw. Hat man den als Kunst-MALER überhaupt noch eine Chance wirklich große Beachtung zu finden? ich meine jetzt nicht irgendwelche kleine Gallerien sondern wirklich hohe Sachen!


    mhhhh..kann nicht schlafen und das kam mir grad in den Kopf.

    Gruss,
  • absurd-real
    Du stellst vielleicht Fragen^^
    ..Ich kenne nicht mal die von dir aufgezählten "bekannten" jung-Maler!
    Signature
  • rellihcsruK
    Das Sommerloch saugt jetzt also auch
    schon großgalerieige, hochsachige, junge
    Maler in seinen schwarzen Schlund??

    Es ist also nicht Alles schlecht.. fürwahr,
    wohlan, wohlan.
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  • siku
    Hallo

    Was mich intressiert...ist heutzutage überhaupt noch Malerei in der Kunstszene angesagt? wenn ich mich umsehe, sehe ich nur Installationen und Video-Kunst. Gibt es noch junge Maler die bekannt sind? Ausser jetzt mal Jonathan Meese, Daniel Richter usw. Hat man den als Kunst-MALER überhaupt noch eine Chance wirklich große Beachtung zu finden? ich meine jetzt nicht irgendwelche kleine Gallerien sondern wirklich hohe Sachen!


    mhhhh..kann nicht schlafen und das kam mir grad in den Kopf.

    Gruss,


    mhhh, vielleicht hättest du deine Frage etwas weniger krauss formulieren können ;-)?
    "wirklich hohe Sachen" aber nicht "Meese, Richter" oder Rauch (oder zählt der bei dir schon zu den Scheinto...?), hier könten mal die Landschaften von Tim Eitel erwähnt werden.
    Was sind bei dir denn "hohe Sachen"?

    Dass heute die Maler so wenig auffallen, liegt möglicherweise nicht daran, dass es "früher" mehr "KUnstmaler" gab, sondern dass die heutigen im ganzen Getümmel von Video, Performance, Digi usw. einen sehr geringen Anteil am Kunstgetöse ausmachen.

    Schöner Thread - nostalgisch - zeigt er doch, dass das KN noch nach altbewährtem Muster funktioniert. ;-)
  • 3okisoS
    Erstmal danke für die antworten,

    @absurd real, ja beschäftige dich doch mal mit anderen Künstlern, würde dir bestimmt gut tun (nicht böse gemeint)

    @Kursschiller: ???????????


    @ siku: ja du hast recht. Es existiert wohl die MAL-Kunst-Szene. Aber in einer Welt wo alles so eng mit einander verbunden ist, überhäuft sich alles....ich danke dir für den Tipp von Tim Eitel, grossartig. Diese Neutrale Art sich auszudrücken und dennoch so offene Welten zu schildern.
    Was mir grad einfällt, ist in New York ein zurzeit junger und aufstrebender Künstler vieleicht guckst du ja auch seine Bilder an: Josh Smith.

    Ansonsten, mit großen Sachen meine ich eben so in die Richtung ins Guggenheim Museum zu kommen :D

    Aber das Thema ist irgendwie immer noch taub, zu wenige wollen antworten... vieleicht angst davor das alles für die Katz war! :D
  • Roderich
    Roderich
    das ist wie mit dem selbstgebakenen keksen deiner neuen bekanntschaft....bevor du nicht reinbeißt weißt du nicht ob sie schmecken und wenn du es tust, ist es auch schon zu spät.
    soll heißen, solche fragen lassen sich oft erst als resume beantworten.
    alles ist im fluß, der zeit, deren wandel...alles kann, nichts muß.
    aber ist das überhaupt wichtig?
    man treibt ja ohnehin im ozean des lebens.....und die strömung ist immer stärker wie wir selbst.
    gruß.
    Signature
  • 3okisoS
    Wir SELBST sind die Strömung. Dualität erzeugt nur unser begrenzter Verstand.

    Aber sonst hast du natürlich recht, ohne meiner Klugscheisser Meinung, musste einfach raus,ich habe/bin beschäftigt miche Jahre mit Philosophie und Östlicher Mystik, vorallem Zen und Advaita. :))
    Gruss.
  • eikciV
    Gibt es noch Maler? Na klar!!! Nicht gerade solche Blinddarmfortsätze der alten DDR, wie Tim Eitel (siku muss mal zur Erfrischungskur lol). Z.B. Vicky Kirchner.
  • rellihcsruK
    @Kursschiller: ???????????


    So: @Kurschiller: ???????????
  • bauchladen
    bauchladen
    Ich kenne sogar mehrere - also ich meine Jetzt so richtig professionelle, die auch (versuchen) damit Geld zu verdienen... nicht des Geldes wegen, sondern weil sie sich irgendwas zu beißen kaufen müssen... Einer davon ist der:

    https://www.facebook.com/pages/ahmet-deveci-art/191077987600093

    Für mich sind die alle "bekannt" ;-) ...

    Geht aber alles im Grundrauschen dieser Welt unter. Ich denke das hat alles einfach nicht mehr die herausragende Bedeutung wie früher, als der Horizont schon "am Stadtrand" begann, und das Wort Medienflut noch ein Fremdwort war. Die Welt bewegt sich gerade in eine Zustand der Sättigung. Ist aber kein Grund nicht weiter zu machen. Ein Freud fragte mich mal, warum ich denn überhaupt fotografiere. Es ist doch schon alles fotografiert. Und wenn man sich allein die Fotos im Web anschaut, wird man demütig, so grandios sind die zum Teil. Was soll ich da also noch tun? So ist die Wahrnehmung heute.

    lg carsten
    Signature
  • rellihcsruK
    Es gibt keine Maler mehr, wenn in einem
    thread, der das fragt schon die Photo-
    graphen antworten müssen und links zu
    facebook setzen, wo sich dann noch ein
    Maler aufhalten soll.

    :-)))
  • bauchladen
    bauchladen
    Hehe, stimmt, auffallend :-D

    Es gibt sie noch... aber sie sind schwerer zu finden als das letzte Einhorn. Man muss immer da suchen, wo man sie am wenigsten vermutet :-D ...

    Ich bin zwar kein Maler (es sei denn du bezeichnest fotografieren als "malen mit Licht"), mein Vater ist aber einer, und ich kenne viele... Bekannt im Sinne von berühmt sind die aber (fast) alle nicht. Und Ruhm ist sowieso vergänglich... Ich finde es im übrigen gar nicht so spannend, was an "offizieller" hoher Kunst zelebriert wird. Das was sich in den Nischen tut, finde ich viel spannender.
    Signature
  • paulinekreativ
    ich würde jetzt J. Meese nicht unter Maler zählen.... dazu ist die Defintion von Kunst zu vielschichtig, mir sagt der überhaupt nicht zu, gilt für D. Richter glichfalls.... sicher gibt es Maler, aber Maler und Maler sind nicht ein und das selbige, Kunstmaler arbeiten meist auf Aufträge,Landschaften oder Portraits, Maler im Sinne der bildenden Kunst, müssen ihren eigenen Stil haben, unverwechselbar und einen hohen Widererkennungswert haben wie z.B. Hans Erni, wenn man ein Bild von ihm sieht, weiss man das er ist

    @ Bauchladen, geb ich dir recht, die Künstler die noch relativ unbekannt sind, haben interessante Strukturen und Arbeitsweisen, der ein oder andere überzeugt, doch berühmt ist ein zu profanes Wort, ich würde eher sagen, ein Künstler der nur auf der Kunst schafft, will anerkannt sein

    Pauline
  • bauchladen
    bauchladen
    Ja, das sehe ich auch so... aber Anerkennung ist ja auch relativ. Sucht er Anerkennung in der Kunstszene, oder in der breiten Masse?... sucht er auch nach kommerziellem Erfolg? National, International, oder nur im Ort? Dazu muss man sich heute schon arg verbiegen, oder/und mit dem Mainstream schwimmen... oder ziemlich quer dazu stehen. Oder reicht die Anerkennung einer solchen Plattform, oder von ein paar Freunden und Kunden?

    Ich denke, das die klassische Malerei schon noch angesagt ist. Und wenn nicht, dann wird sie es bald wieder so sein. Läuft doch alles in Zyklen ;-)

    carsten
    Signature
  • siku
    Ja, das sehe ich auch so... aber Anerkennung ist ja auch relativ. [...] Dazu muss man sich heute schon arg verbiegen, oder/und mit dem Mainstream schwimmen... oder ziemlich quer dazu stehen.


    muss man sich wirklich verbiegen, um "gescheite" Malerei hervorzubringen?
    Diese Mythe ist auch nicht totzuschlagen, vermutlich wird sie von denen aufrecht erhalten, die mit Malerei ihren Lebensunterhalt bestreiten möchten, es aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht schaffen.

    Tim Eitels Landschaften als

    Nicht gerade solche Blinddarmfortsätze der alten DDR, wie Tim Eitel


    zu bezeichnen ist auch so eine Masche der pauschalen Abwertung, die u.a. mit dazu beiträgt, dass die Kreativen meinen immer etwas Neues kreieren zu müssen, aber dann wissen sie nicht was sie erfinden sollen und bleiben z.B. in Krizelein hängen, die ihnen der Surrealismus als Formensprache vor fast 100 Jahren vorgebetet hat. Wer als "Künstler" das Rad ganz neu erfinden will, hat schon verloren. ;-) - da kommen dann zusammengewürfelten Kompositionen heraus, die weder eine eigene Formensprache noch Traditionelles als Fundament aufweisen - das sieht häufig irgendwie hingehauen aus.

    Die Arbeiten von Josh Smith habe ich mir angeschaut, schaut mal bei welchen Künstlern der sich inspiriert hat, hätte er dies nicht getan, wäre er wohl kaum hier verlinkt worden. Übrigens Eitel hat sich bei Monandi inspirieren lassen - und das ist auch gut so!
    Wer Morandi als alten Hut bezeichnen sollte, kann Malerei nicht oder nur eingeschränkt empfinden.
  • xylo
    xylo
    Wenn man Anerkennung als Künstler bekommt muss man sich doch fragen:
    Von welcher Stelle kommt die Anerkennung?

    Ist es das Lob des Laien? (Tante Erna, Mama, Freunde)

    oder

    ist es das Lob eines Menschen, der fachlich einschätzen kann, was man fabriziert hat?
    (Hochschullehrer, etablierte Kunstkollegen, etc.)
    Signature
  • eikciV
    ...
    Tim Eitels Landschaften als

    Nicht gerade solche Blinddarmfortsätze der alten DDR, wie Tim Eitel


    zu bezeichnen ist auch so eine Masche der pauschalen Abwertung,...


    Hi siku, diese Pauschalisierung habe ich aber von meinem Vorbild Markus Lüpertz gelernt, dem Professor und Meister...hier kannst du gucken...
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/3496/

    Du siehst, du liegst da sowas von daneben, aber macht nischt, liegen die Kunstschreiberlinge ja immer, seit Jahrhunderten...wie du dort auch lesen kannst, und es bestimmt auch selber weißt... :)
  • eikciV
    @siku
    ps. Monandi ist für mich ein alter Hut, Morandi nicht. ;) Kleiner Spaß!
    Der ist erstens für mich neben Chardin und Cezanne einer der Stillleben intensivster Wirkung gemalt hat. Schon eigentümlich, diese Wirkung, zumal manchmal nur drei Gefäße drauf sind. Zweitens hat er immer so schön geraucht. :)
    Außerdem hat hier niemand Morandi als alten Hut bezeichnet, das hast du dir aus dem Hut gezogen.
  • eikciV
    Wenn man Anerkennung als Künstler bekommt muss man sich doch fragen:
    Von welcher Stelle kommt die Anerkennung?

    Ist es das Lob des Laien? (Tante Erna, Mama, Freunde)

    oder

    ist es das Lob eines Menschen, der fachlich einschätzen kann, was man fabriziert hat?
    (Hochschullehrer, etablierte Kunstkollegen, etc.)


    Das fragte sich auch schon Ludwig Meidner:

    ...Uns Maler und Dichter verbinde mit den Armen eine heilige Solidarität! Haben nicht auch viele unter uns das Elend kennengelernt und das Beschämende des Hungers und der materiellen Abhängigkeit?! Stehen wir viel besser und gesicherter in der Gesellschaft als der Proletarier?! Sind wir nicht wie Bettler abhängig von den Launen der Kunst sammelnden Bourgeoisie! Sind wir noch jung und unbekannt, so wirft sie uns einen Almosen hin oder lässt uns lautlos verrecken.

    Wenn wir einen Namen haben, dann sucht sie uns durch Geld und eitle Wünsche vom reinen Ziel abzulenken. Und wenn wir längst im Grabe, dann deckt ihr Protzentum unsere lauteren Werke mit Bergen von Goldstücken zu. - Maler, Dichter, Musiker, schämt euch eurer Abhängigkeit und Feigheit und verbrüdert euch mit dem ausgestoßenen, rechtlosen, gering bezahlten Knecht!...

    Aus Ludwig Meidner: An alle Künstler(1919)
    http://www.kunstzitate.de/bildendekunst/manifeste/meidner1919.htm
  • Sabine Koschier
    Sabine Koschier TOP 100
    Hallo, schau mal ins Manager Magazin vom April: 🔗

    Naja, da sind auch einige Maler dabei...man braucht ja Perspektiven, Idole, oder?
    Sabine
    P.S.: Was mich freut: es sind auch 20 (!!) Frauen dabei!
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