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  • Neuen Kunstbegriff definieren oder, provokant gefragt: ist die Mona Lisa lediglich hervorragendes Kunsthandwerk?

  • nighthawk
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  • _nirdeZ_neB
    hm, der mann mit dem goldhelm ist übrigens kein echter rembrandt, nicht mal eine gesellenarbeit aus seiner werkstatt, das haben die experten festgestellt und das wirkte sich vor allem empfindlich auf den wert des gemäldes aus.
    ja, wenn ich male, spüre ich sogar einen unterschied, ob ich auf buchen- oder kiefernholz male, dabei sind die bildträger geschliffen und grundiert. ich kann zwar den unterschied nicht benennen, aber ich spüre ihn irgendwie, so als wenn die atomare beschaffenheit von kiefernholz anders als von buchenholz wäre und sich über sämtliche schichten durchwirken und die malerei beeinflussen würde. es ist einfach so, dass eine machine charakter, geist, psyche und persönliche vorlieben bräuchte, um mit einem maler konkurrieren zu können, ganz zu schweigen von der ganzen erfahrung die ein mensch im laufe seines lebens sammelt (nicht nur auf dem gebiet der malerei), die dann seine ganz persönliche sicht der dinge beeinflusst. zb. wäre dürer kein ausgemachter melancholiker, würde er anders malen, wäre auch sein pinselstrich anders.


    Hmm, also ich bin heute melancholisch und morgen euphorisch. Und male dann auch mit einem anderen Pinselstrich, nicht nur andere Inhalte. Das, was Du bei Deinen Materialien differenzierst, scheinst Du mir da zu vereinfachen.
    Ehrlich gesagt, meine größte Bewunderung, wenn Du beim Bemalen mit Deiner Sensorik die bemalten Hölzer auseinanderhalten kannst. Aber ich erlaube mir, einen gewissen Zweifel daran zu hegen. Besser gesagt, ich bin hin und her gerissen. Ich weiß, dass beim Billiard oder Golf einem das Gefühl häufig präziser hilft, das Loch zu treffen, als alle Berechnungen. Trotzdem denke ich eher, das könnte auch Einbildung sein. Schon mancher renomierte Weinkenner ist daran gescheitert, fünf bekannte Weine benennen zu können, wenn man ihm wirklich mal die Augen verbunden hat.
  • nighthawk
  • rellihcsruK
    Schon mancher renomierte Weinkenner ist daran gescheitert, fünf bekannte Weine benennen zu können, wenn man ihm wirklich mal die Augen verbunden hat.

    Sowas hätte bei einem Maler, der dann, als Beweis,
    sein Bild nochmal mit verbundenen Augen malen soll,
    auch ein paar kleine Auswirkungen.
    Aber - wie durch Wunder! - nicht bei einem Filter.Künstler.
    :-)))
  • siku

    Hmm, also ich bin heute melancholisch und morgen euphorisch. Und male dann auch mit einem anderen Pinselstrich, nicht nur andere Inhalte. Das, was Du bei Deinen Materialien differenzierst, scheinst Du mir da zu vereinfachen.
    [...] Aber ich erlaube mir, einen gewissen Zweifel daran zu hegen. Besser gesagt, ich bin hin und her gerissen.


    möglich, dass der Pinselstrich mal etwas forscher, dann wieder etwas trauriger ausfällt, aber ein Duktus beinhaltet die persönliche Handschrift des Malers und die ist angeboren - leider, denn da hilft auch noch soviel üben nicht weiter, genauso wie beim Anmischen der Farben, auch hier spielt die Intuition (Talent) eine bedeutende Rolle.

    Womit diese Frage


    @siku
    woran machst du fest, dass ein Bild schlecht gemalt ist? Doch wahrscheinlich daran, dass Reglen nicht eingehalten werden? Regeln wie Komposition, Tonwerte, Duktus usw?
    Aber gerade Regeln kann man einem Programm beifügen.



    auch gleich beantwortet wäre. Regeln sind nur technische Voraussetzungen, für die Bildwirkung ist bestimmend, was der Maler daraus macht.


    Untergründe und Grundierungen spielen eine erhebliche Rolle für den bildnerischen Ausdruck, Maler können davon ein Lied singen, Zuhörer auch, wenn sie ständig anhören müssen: "jetzt habe ich eine ganz tolle Grundierung, oder eine tolle Farbe gefunden". Grundierungen sind Geheimrezepte, bei denen so manchem Restaurator der Hut hochgehen würde. ;-) Der Maler denkt sich dann: egal, entscheidend ist, dass die optische Wirkung stimmt.
  • ednuginuK




    auch gleich beantwortet wäre. Regeln sind nur technische Voraussetzungen, für die Bildwirkung ist bestimmend, was der Maler daraus macht.




    ...und die Bildwirkung ist ja auf jeden Menschen unterschiedlich, also eine ziemlich subjektive Angelegenheit. ;-)
  • uzuzab
    Nö!
    Um „Bildhaft“ zu bleiben - jeder Depp erkennt den Unterschied zwischen einer Dosen- oder Pulversuppe und einer Hausgemachten (und sei die Hausgemachte noch so schlecht).


    mfg
    Bazuzu
  • Dominik Fraßmann
    Dominik Fraßmann Das hier fällt mir zum Thema ein: (aus http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_den_Dilettantismus)
    Nachahmer: Der Nachahmer ist in erster Linie ein Nachzeichner der Wirklichkeit, „recht behaglich kann uns das Werk nicht machen, denn es fehlt ihm die Kunstwahrheit als schöner Schein.“[4] Unter die Nachahmer fällt auch der Zeichner von Schattenrissen.

    Imaginanten: Sie führen die Kunst über ihre Grenzen hinaus ins Unbestimmte und Unbegrenzte, wodurch die Kunst von ihrer eigentlichen Mitte entfernt wird.

    Charakteristiker: Sie gehen an die Kunst abstrakt und auf der Basis von Regeln heran und beschränken damit die Kunst selbst.

    Undulisten: Sie stehen der Kunst mit gleichgültiger Anmut gegenüber und schaffen seichte, nichtssagende Werke.

    Kleinkünstler: Sie schaffen Miniaturen und sind als negativ anzusehen, wenn sie sich den Nachahmern nähern und ihr Werk nicht in eine Einheit bringen können.

    Skizzisten: Sie fördern eine Einseitigkeit in der Kunst, indem sie nur den Geist und nicht den Sinn ansprechen. Künstler dieser Art können nur skizzieren, jedoch nie vollenden.

    Jeder dieser dilettantischen Künstler betrachtet Kunst entweder als Spiel oder mit zuviel Ernst. „Nur aus innig verbundenem Ernst und Spiel kann wahre Kunst entspringen“.

    (der Aufsatz erschien im Juni 1799 in Goethes Zeitschrift Propyläen)
  • rellihcsruK
    Nachahmer: Der Nachahmer ist in erster Linie ein Nachzeichner der Wirklichkeit, „recht behaglich kann uns das Werk nicht machen, denn es fehlt ihm die Kunstwahrheit als schöner Schein.“[4] Unter die Nachahmer fällt auch der Zeichner von Schattenrissen.

    Imaginanten: Sie führen die Kunst über ihre Grenzen hinaus ins Unbestimmte und Unbegrenzte, wodurch die Kunst von ihrer eigentlichen Mitte entfernt wird.

    Charakteristiker: Sie gehen an die Kunst abstrakt und auf der Basis von Regeln heran und beschränken damit die Kunst selbst.

    Undulisten: Sie stehen der Kunst mit gleichgültiger Anmut gegenüber und schaffen seichte, nichtssagende Werke.

    Kleinkünstler: Sie schaffen Miniaturen und sind als negativ anzusehen, wenn sie sich den Nachahmern nähern und ihr Werk nicht in eine Einheit bringen können.

    Skizzisten: Sie fördern eine Einseitigkeit in der Kunst, indem sie nur den Geist und nicht den Sinn ansprechen. Künstler dieser Art können nur skizzieren, jedoch nie vollenden.

    Jeder dieser dilettantischen Künstler betrachtet Kunst entweder als Spiel oder mit zuviel Ernst. „Nur aus innig verbundenem Ernst und Spiel kann wahre Kunst entspringen“.

    (der Aufsatz erschien im Juni 1799 in Goethes Zeitschrift Propyläen)


    Und der innige Verbundkünstler macht ein Bild
    und hat damit Alles gesagt. Somit ist ein zweites
    Bild eine vollkommen unnötige Wiederholung.
    (aus einem Aufsatz, der in naher Zukunft in der Gruppe
    Liebes Tageblau erscheinen möchte.)
  • nighthawk
  • rellihcsruK
    Weltkrieg war es eigentlich erst ab '41,
    schlimm genug.

    Ich sehe gar nicht so eine strikte Grenze
    oder Trennung zwischen 'analogen' und digitalen
    Künstlern oder Techniken. Es hängt - bei mir -
    damit zusammen für was das Bild taugen soll.
    Digital heißt immer Druck oder Monitor - es gibt
    kein solches Original, wie mit Bleistift oder
    Farben. Wenn ich also was ausstellen will, kann
    ich das Plakat mit 'nem Vektorgraphikprogramm
    machen, das andere von Hand-ohne-Maus.
  • omrenrew
    kenne mich mit digitaler kunst nicht aus ,denke aber das sie eigenständig steht und auch stehen muß,wie fotografie,air-brush......usw
    wird nur dann für mich komisch wenn über ein foto ein programm drübergelaufen lassen wird und dan behauptet wird es sei gemalt
  • _nirdeZ_neB
    Sooft ich mich auch schon für ein breites Nebeneinander von Profis und Hobbykünstlern, Anfängern und Perfektionisten hier ausgesprochen habe, halte ich auch diejenigen für fehl am Platze in einem KUNSTnet, die ein Foto, vielleicht nicht mal ihr eigenes, durch einen PS-Filter jagen und dann stolz ins KN hochladen. Aber ich gestehe, dass es für mich auch eine Reihe von Gründen gibt, sie zu verwenden. Wenn man digitale Kollagen, besser Montagen macht, steht man beim Material, das man verwenden möchte, häufig vor zwei Problemen. Das erste heißt Bildqualität und das andere Urheberrecht. Wenn man beispielsweise Bilder von Politikern aus einem bestimmten Blickwinkel braucht oder mit einer bestimmten Handhaltung, hilft nur Google-Images weiter. Und da reicht die Bildqualität meist nicht aus, um die Bilder stark zu vergrößern. Also bleibt nicht selten als einzige Möglichkeit, einen Filter zu verwenden, der die Unschärfe, die beim Vergrößern entsteht durch einen vorgetäuschten Pinselstrich, Strukturierung oder Ähnliches verdeckt. Beim Verwenden fremder Fotos begibt man sich in die gefährliche Grauzone der juristischen "Schaffenshöhe". Selbst bei einer Montage, die das Ausgangsbild in einen anderen Sinnzusammenhang bringt und damit möglicherweise die Anforderungen an ein Zitat oder eine Persiflage erfüllt, erhöhe ich den Abstand zum Ausgangsbild deshalb häufig duch zusätzliche Filterung.
    Eine dritte Anwendung, mit der ich von Zeit zu Zeit ganz gerne spiele, ist die völlige Abstrahierung von Fotos, z.B. Satellitenbildern, indem ich sie experimentell durch 10-20 Filtervorgänge schicke, wobei dazwischen häufig noch Übereinanderlegen verschiedener Phasen, Helligkeits- oder Farbumkehr und andere Bearbeitungen stecken.
    Ich denke, dabei entstehen mitunter Bilder, die sich weder handwerklich, noch inhaltlich hinter Bildern verstecken müssen, die mit "traditioneller" Technik entstanden sind.
  • _nirdeZ_neB
    Manchmal, wenn man ein bisschen mehr schreibt, wäre es schon sehr hilfreich, wenn Andere ihr Missfallen (falls es nicht die Person betrifft. ;) konkret in Worten, statt in rote Punkten formulieren würden. Das könnte dann vielleicht sogar zu einer interessanten Diskussion beitragen.
  • omrenrew
    kannst du mir das mit den roten punkten mal erklären
  • Roland Schmid
    Roland Schmid
    Die Chinesen (oder sind es die Koreaner ? )planen zur Zeit Roboter, die später einmal selbständig die Museen besuchen und dann entscheiden können
    ob es sich bei den ausgestellten Bildern um Kunstwerke oder Handwerkskunst handelt. Die Ergebnisse dieser Roboterdiskussionen werden dann in einschlägigen Foren im Internet veröffentlicht. Leider werden diese jedoch von keinem der lesenden Roboter (japan. Bauart) bemerkt ,da die angeschlossenen Computer (IBM) alle irrelevanten fruchtlosen Diskussionsbeiträge durch ihre Spamfilter blockieren. Die Menschen jener Zeit aber sind zufrieden: Wieder wurde ein weltbewegendes Problem mit Hilfe der Technik gelöst. Gerne wendet man sich wieder den wirklich wichtigen Dingen zu: Wein,Weib,Gesang.
  • nighthawk
  • ednuginuK
    „Nur aus innig verbundenem Ernst und Spiel kann wahre Kunst entspringen“.


    Ein Satz der alles sagt. :)
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