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  • Wir leben im Zeitalter der Antikunst!

  • _nirdeZ_neB
    Ps: Da Obstler allerdings offensichtlich keine eigenen Arbeiten vorzuweisen hat, die in Konkurrenz zur Antikunst stehen, frage ich mich natürlich schon, was den armen Menschen mit so einem heiligen (G)Eifer umtreibt. Politische Überzeugung? Weltverbesserertum? Oder einfach eine Profilneurose!? :)))
  • _nirdeZ_neB
    Hmmm, ich bin mir nicht ganz sicher, was Du mir sagen willst...


    Was ich damit sagen wollte ist, dass ich es nicht gut finde, wenn Obstler zu einem völkischen Bildersturm aufruft, der, wenn er stattfinden würde, auch wenn demokratisch legitimiert durch die Mehrheit eines mobilisierten Volkes, im Nachhinein, wie schon immer, nur die größte kulturelle Verwahrlosung in der Geschichte dieses Volkes markieren würde.

    Ja! :)
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  • _nirdeZ_neB
    Ja, das klingt vertraut. :DDD Es gibt Leute, die stellen sich selbst so ins Abseits, dass man sich davor hüten sollte, ihnen durch Widerspruch zu PR zu verhelfen. Sowas führt zur Solidarisierung von Leuten, die sich sonst überhaupt nicht für ihn interessiert hätten. ;) Sie werden einfach wichtiger, als sie sind.
  • PsychoDad
    Kunstfiguren wiederholen sich häufig!
    ich finde deine defintion schon passend.
    habe nur zweifel, dass er uns lange erhalten bleibt!

    und "schnauze aufreissen" ist schon wichtig,
    sonst predigen ewig überwiegend die Vorführer!


    D'accord. Aber wer die Schnauze aufreißt, soll auch bitte sagen: "ich habe dazu eine andere Meinung." Und nicht: "Ich bin die Wahrheit und das Licht." ;)


    und wer präsentiert sich wo deiner meinung nach so?
  • _nirdeZ_neB
    Meiner Meinung nach spielst Du auf mich selbst an. Wenn du mal auf meine Kommentare gehst, wirst Du keinen ernstgemeinten Kommentar, jedenfalls keine Kritik finden, in der nicht vor fast jedem Satz steht: "meiner Meinung nach", "ich denke" oder "ich finde". Genau das hat mir vor ein paar Tagen jemand vorgeworfen, weil es zu ichbezogen wäre! :D Ich darf aber noch was sagen hier, oder!? Ich glaube, Du hast eine etwas verzerrte Wahrnehmung. Nur weil ich viel sage, betrachte ich meine Meinung nicht als Dogma. Es wäre nur schön, wenn diejenigen, die anderer Meinung sind, das auch sagen würden und nicht stattdessen feige oder faul rote Punkte verteilen würden.
  • PsychoDad
    Genau! Und wenn das einfältige, demokratisch agierende Volk mehrheitlich wieder mal der Meinung ist, Bücher zu verbrennen, dann lasst sie brennen. Sie sind ja alle verarscht worden.
    Das ist ja nur eine Frage, inwieweit sich das Bildungsniveau des Plebs herunterobstlern, ähh -schrauben lässt.



    hmmhmm...
    also bei der "braunen thematik" wird meist nicht bedacht,
    welche bedingungen dazu führten!
    wenn ein ganzes volk hungert,
    was nicht nur bauchschmerzen und krankheiten, sondern auch dauerhafte kollaterale menschenunwürdige zustände mit sich bringt*,
    so ist fast jeder irgendwann bereit(zumal damals wenig infomöglichkeit bestand), einem suggerierten feindbild zu folgen, um sich an diesem zu bereichern...
    .

    und nicht der "plebs" lacht heutzutage über "bildende künstler" -
    "der" sagt meist, er versteht da nichts von.
    es ist schon der "gebildetere" teil der bevölkerung, dem klar ist, dass die wertbemessung in der kunst völlig willkürlich bzw. lobbyistisch geprägt ist und nur einem zweck dient - dem ego der involvierten
    auf kosten der dummen, die lobpreisen ohne unterscheidungsvermögen.


    *extreme perversionen an der tagesordnung - der eine hat noch einen sack reis, der andere eine jungfräuliche schöne tochter...
  • PsychoDad
    Meiner Meinung nach spielst Du auf mich selbst an. Wenn du mal auf meine Kommentare gehst, wirst Du keinen ernstgemeinten Kommentar, jedenfalls keine Kritik finden, in der nicht vor fast jedem Satz steht: "meiner Meinung nach", "ich denke" oder "ich finde". Genau das hat mir vor ein paar Tagen jemand vorgeworfen, weil es zu ichbezogen wäre! :D Ich darf aber noch was sagen hier, oder!? Ich glaube, Du hast eine etwas verzerrte Wahrnehmung. Nur weil ich viel sage, betrachte ich meine Meinung nicht als Dogma. Es wäre nur schön, wenn diejenigen, die anderer Meinung sind, das auch sagen würden und nicht stattdessen feige oder faul rote Punkte verteilen würden.



    ähm - sorry - wen sprichst du gerade an?
    also ich habe in keinster weise bewusst auf dich angespielt!
  • PsychoDad
    wenn einmal wer hilfe braucht, werdet ihr nicht seine pfleger sein. weder obstler, noch die pflücker. das kann nur jemand der den balsam nicht verachtet.
    (warum versucht ihr denn nicht ruhig und sachlich, all diese irrtümer zu entkräften?)


    und wen meint der nun schon wieder??
    "wir" sind "ruhig" und sachlich!...
    leichte verwirrung touchiert mich... :)
    endlich mal was unvorhergesehenes... :))
  • _nirdeZ_neB
    Meiner Meinung nach spielst Du auf mich selbst an. Wenn du mal auf meine Kommentare gehst, wirst Du keinen ernstgemeinten Kommentar, jedenfalls keine Kritik finden, in der nicht vor fast jedem Satz steht: "meiner Meinung nach", "ich denke" oder "ich finde". Genau das hat mir vor ein paar Tagen jemand vorgeworfen, weil es zu ichbezogen wäre! :D Ich darf aber noch was sagen hier, oder!? Ich glaube, Du hast eine etwas verzerrte Wahrnehmung. Nur weil ich viel sage, betrachte ich meine Meinung nicht als Dogma. Es wäre nur schön, wenn diejenigen, die anderer Meinung sind, das auch sagen würden und nicht stattdessen feige oder faul rote Punkte verteilen würden.



    ähm - sorry - wen sprichst du gerade an?
    also ich habe in keinster weise bewusst auf dich angespielt!


    "und wer präsentiert sich wo deiner meinung nach so?"
    Sorry, das klang schon ziemlich herausfordernd. Wahrscheinlich schon KN-Paranoia! :)

    Ich meinte natürlich Obstler. Obwohl, wenn Du schon so fragst ... würden mir schon noch ein paar andere einfallen. ;)
  • _nirdeZ_neB
    wenn einmal wer hilfe braucht, werdet ihr nicht seine pfleger sein. weder obstler, noch die pflücker. das kann nur jemand der den balsam nicht verachtet.
    (warum versucht ihr denn nicht ruhig und sachlich, all diese irrtümer zu entkräften?)


    Meinst Du Obstler? Der vertritt seine Thesen unberührt von jedem Widerspruch seit Jahren. Meinst Du, dass es sich lohnt, mit ihm zu diskutieren? Glaubst Du, Du kannst ihn endlich überzeugen? Wie schon geschrieben: Man wertet ihn nur unnütz auf, wenn man sich ihm als Reibefläche zur Verfügung stellt.
  • PsychoDad
    jo, vermute auch kn-paranoia... :))
    gut, dass wir das geklärt haben ;)

    ich habe aber nicht den eindruck, dass Obstler sich über andere erheben will!
    (ob er ernsthafte fanatische intentionen hat, vermag ich noch nicht zu beurteilen!)
  • _nirdeZ_neB
  • PsychoDad
    also ich bin ja der meinung, dass Obstler in vielen Dingen nicht so falsch liegt. er ist vll etwas sehr echauffiert und springt über sein ziel hinaus.
    das problem scheint mir, dass eine kritische analyse mit dem ziel einer "verbesserung"
    zur folge hätte, dass die bildenden künstler nicht mehr "frei" wären.
    (für mich zB evtl. der ausschlaggebende Aspekt, weshalb ich an´s Studium der Malerei "geriet".
    Soziologisch-moralisch erst mal egoistisch.
    Dem wirkt die Absicht der geistigen Bereicherung anderer (Idealismus) durch mein schaffen entgegen.
    Aber hier geht´s ja nicht um mich. stop)
    und es besteht ja bei jedem Semesteranfang die Hoffnung,
    dass da einer mal wieder was beachtenswertes schaffen wird irgendwann.
    Dass die Kunstscene ein groteskes Spielchen treibt, sollte doch jedem klar sein, der hinterfragt.
    Veränderbar ist es wohl kaum, dazu sind sich alle partizipierenden viel zu einig und einflussreich.
    traurig finde ich, dass so vielen Vorführern von so vielen Leuten zugesprochen,
    ja fast schon zugejubelt wird, die sich dann auch noch für schlau halten.
  • siku unsägliche Diskussion

    hmmhmm...
    also bei der "braunen thematik" wird meist nicht bedacht,
    welche bedingungen dazu führten!
    wenn ein ganzes volk hungert,...


    die Schieflage dieser Diskussion ergibt sich m.E. daraus, dass sich hier jeder als "Kunstkenner" aufspielen kann.

    Es fällt eben leichter, irgendein wirres Zeugs über den angeblichen Verfall der Kunst zusammenzuschreiben, als sich erstmal mit den einzelnen Kunstepochen und -stilen vertraut zu machen.

    Hier erfolgt eigentlich eine wahnwitzige Angleichung: Über die angebliche "Antikunst", die angeblich jeglicher vernünftiger und erbaulicher Komponenten entbehrt wird geklagt, aber gleichzeitig wird in diesem "verachteten Stil" ( der hehren Anspruch auf Subjektivität des Einzelnen fordert) über Kunst polemisiert. Es ist auch totaler Blödsinn, dass, wie in dem verlinkten Blog beschrieben wird, die Kunst des 19. Jh. nicht geachtet wird, das behauptet wohl kaum jemand, der sich mit der Entwicklung der Kunst-)Stile vertraut gemacht hat.

    und nicht der "plebs" lacht heutzutage über "bildende künstler" -
    "der" sagt meist, er versteht da nichts von.
    es ist schon der "gebildetere" teil der bevölkerung, dem klar ist, dass die wertbemessung in der kunst völlig willkürlich bzw. lobbyistisch geprägt ist und nur einem zweck dient - dem ego der involvierten
    auf kosten der dummen, die lobpreisen ohne unterscheidungsvermögen.


    das fällt m.E. genau auf den Schreiber PsychoDad zurück. Was hier in der Verachtung der Antikunst von Obstler und PsychoDad im Schlepptau als Bildung bzw. Kunstkenntis angeboten wird, ist wilde Polemik.

    Ich erwähnte die Schrift "Der Verlust der Mitte" von Hans Se_dl_mayr, um mal anzutesten, ob in dieser von Polemik geführten Schreiberei eine Diskussion auf den Kern der unterschiedlichen Standpunkte zu dem was Kunst zu leisten habe, zu führen sei. Niemand hat den Gedanken von Se_dl_mayr überhaupt beachtet, obwohl sich hier im Thread doch alles um den Sinn der Aussage bildener Kunst zu drehen scheint.
    S. bestand darauf, dass künstlerische Aussagen, sollen sie denn einen Sinn machen, zweckgebunden bleiben müssten, wie das in den Programmen zu christlichen Kunstdarstellungen vorgesehen war. Sein Gegenpart. W. Bau_bau_meis_ster vertrat dagegen in seiner Kunsttheorie das Unbekannte (das Schöpferische) als Quintessenz der Kunst.

    Diese Diskussion zwischen den beiden Protagonisten ist heutzutage eigentlich auch nur noch interessant, um die Entwicklung der bildenden Kunst von einem historischen Kunstkanon in die Kunstsprache der Modern nachzuvollziehen, die um 1900 herum mit alten Regeln brach. Die historische Diskussion wurde aber wenigstens auf der Basis von realen Kunstwerken geführt (und mit profundem Kunstverständnis). Dagegen zeigt dieser Thread schmerzlich auf, dass Kunst als Thema bei der Darstellung des eigenen Bildungs-Egos nur noch einen Vorwand liefert - in dem Glauben und der Hoffnung, dass die anderen genauso wenig, oder noch weniger von bildender Kunst verstehen als die Verfechter einer vergangenen (untergegangenen) Kunst, die, so wie sie hier von Obstler oder PsychoDad vertreten wird, zu keiner Zeit Anerkennung fand.
  • _nirdeZ_neB
    Ich glaube, es gibt mindestens zwei "Dimensionen" der Kunst, die man klar trennen muss. Die eine ist, ob sie Leute anspricht, die andere, ob sie auf dem Kunstmarkt reüssiert. Das zweite ist heutzutage vermutlich völlig ohne das erste möglich, weil Kunst, nein eigentlich der Künstlername, dort als Spekulationsobjekt betrachtet wird. Man muss sich heutzutage als Künstler vermutlich völlig von der Illusion trennen, dass man kommerziell erfolgreich sein müsste, wenn man Arbeiten kreiert, die ästhetisch, emotional oder intellektuell andere Leute ansprechen. Also mein inkompetenter Rat: bleibe Dir selbst treu, bleibe Idealist, werde ein guter Handwerker, aber erwarte nicht, dass sich das verkaufen lässt, wenn Du nicht mit einem einflussreichen Galleristen, Mäzen oder Kunstkritiker ins Bett gehst, oder Dir noch etwas einfällt, womit man einen Riesenskandal veranstalten kann, nach dem sich sogar in Berlin oder New York noch jemand umdreht. ;)
  • ztinuaGottO
    [quote="p245860"]wenn einmal wer hilfe braucht, werdet ihr nicht seine pfleger sein. weder obstler, noch die pflücker. das kann nur jemand der den balsam nicht verachtet.
    (warum versucht ihr denn nicht ruhig und sachlich, all diese irrtümer zu entkräften?)

    genau das ist es! es gibt ja viele die all das lesen und kaum jemand hat das rüstzeug da ruhig und sachlich aufzuklären. daher sollte diesen lesern auch die friedenbringende aufklärung vorgelegt sein.


    ??? Kann mir mal jemand diese pastoralen Botschaften entwirren ???
  • _nirdeZ_neB
    Hmmm, ich bin mir nicht ganz sicher, was Du mir sagen willst...


    Was ich damit sagen wollte ist, dass ich es nicht gut finde, wenn Obstler zu einem völkischen Bildersturm aufruft, der, wenn er stattfinden würde, auch wenn demokratisch legitimiert durch die Mehrheit eines mobilisierten Volkes, im Nachhinein, wie schon immer, nur die größte kulturelle Verwahrlosung in der Geschichte dieses Volkes markieren würde.

    Ja! :)

    Um das auch noch mal klarzustellen. Gute Kunst hört für mich nicht vor 60 Jahren auf! Diese Behauptung von Obstler war für mich der Grund, gleich am Anfang mal provokativ auf den braunen Zahn zu fühlen. Ich habe keine klare Distanzierung aus den Antworten oder seinen anderen Statements herauslesen können. Und auch seine Klassifizierung kommt für meinen Eindruck recht nah an "entartet" heran.
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