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  • Wie authentisch muss ein Künstler sein?

  • nighthawk
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Du hast Recht! Es gibt wahrlich Wichtigeres!!! Der Verlauf dieser Diskussion ist für mich mehr als irritierend!
    Ich lerne dazu! VG
    HanNe
  • siku
    Ich beobachte sehr oft, dass Kunstschüler einer Akademie bzw. Malschule eine ähnliche "Handschrift" entwickeln, so dass eine eigene Sprache bei der Malerei gar nicht erst in Angriff genommen wird. Vielleicht unbemerkt rutschen diese Schüler in die gleiche Art der Technik/Malerei, weil sie dort natürlich bestätigt werden und es schließlich so gelehrt wird. Somit wird immer deutlich, wo sie gelernt haben. Ich persönlich finde es aber bedauerlich, wenn ein ganz eigener individueller Stil dann evtl. auf der Strecke bleibt....? ...



    Jaska, ich lege noch eins nach und behaupte, die Frage wie authentisch muss ein Künstler sein, wurde von dir zweckgerichtet gestellt. Die akademischen Künstler werden verschult, sie können demnach gar nicht authentisch sein.

    Wozu braucht man also ein Kunststudium, wenn es mehr gegen als für den "wahren" künstlerischen Ausdruck spricht. (Ich setze hier bewußt kein Fragezeichen!) Du hast beobachtet, dass die "Kunstschüler einer Akademie [...]eine ähnliche Handschrift entwickeln".

    Brauchst du diesen Thread, um dein künstlerisches Selbstbewußtsein zu stärken? Das wird dir kaum gelingen, wahrscheinlich auch dann nicht, wenn dir hier einige KN-Mitglieder zustimmen.

    Dein Beitrag suggeriert eine Zweiteilung kreativen Arbeitens: die authentischen, unverschulten Kreativen gegen die verschulten, wenig authentischen Diplomkünstler.

    Und ich habe deshalb so direkt geantwortet, weil dieser Argumentationsstrang schon zig Mal ins Dahinwabern geführt hat.

    Künstlerisch tätig zu sein, bedeutet u.a. auch einen geistigen künstlerischen Prozess zu durchlaufen. "Denken" schadet dem künstlerischen Output nicht, es vernichtet auch keine Kreativität - wo die fehlt, war sie vielleicht sowieso niemals vorhanden. Auch deine immer wieder nachhaltig gestellte Frage an mich, ob ich Theoretiker bin, zielt in die Richtung "denken könnte dem künstlerischen Ausdruck schaden". Neben dem negativen Einfluss, dem Kunststudenten an einer Kunstakademie ausgesetzt sein könnten, kommt noch deine Meinung, dass Kunsttheoretiker vom Kunstmachen keinen blassen Schimmer haben müssen, um über Kunst zu schreiben? Du argumentierst in deinem Thread mit althergebrachten Vorurteilen, diese könnten aber einer sinnvollen Diskussion im Wege stehen.


    Authentisch kann auch jemand sein, der künstlerisch unbedarft einen Bildträger bemalt, aber deshalb ist er noch lange keine Künstler. ;-)

    Gruß
    siku
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  • rellihcsruK
    Und was ist authentisch??
    Was bedeutet authentisch zu sein??
  • Hanne Neß
    Hanne Neß
    Hilfe, ich weiß nichts mehr!!!!
    Es gibt einfach, je nach Sichtweise und Erfahrungswerten, sehr unterschiedliche Auffassungen, gerade in der Kunst.
    Nur, was um Gottes Willen, lässt Dich, siku, so wütend werden?
    Und ich behaupte, dass es ein gravierender Unterschied ist, ob Du aktiv oder passiv mit der Kunst beschäftigt bist. Natürlich dient die Bildung! Das ist doch selbstverständlich! Oft aber, ich könnte Beispiele aufzeigen, hemmt das zuviel Auseinandersetzen mit der Theorie die Kreativität. Selbst diese Auseinandersetzung schadet mehr als sie dienlich ist, was meine ganz persönliche Arbeit anbelangt. Ich, als Kreativarbeiter, wie Du es, siku, so schön sagst, habe mein Wissen auch schon weitergegeben -natürlich aus der Sicht eines Kreativarbeiters. Scheinbar mit Erfolg! Es wurde ausreichend gedankt!!! Also niemals gibt es daaas Verfahren! Verschiedenen Ansätze führen doch auch zum Ziel! Können wir das so stehen lassen?
    Letztendlich entscheidet der Betrachter und wer will beurteilen, dass der Unrecht hat, wenn er dieses oder jenes Bild liebt, sich emotional oder wie auch immer berührt fühlt. Noch einen guten Abend!
    Signature
  • ztinuaGottO
    Liebe Jaska,

    ich will Dir nicht zu nahe treten, aber in der Art, wie Du hier kämpfst, liegt etwas Verzweifeltes. Kann es sein, daß Du in der Kunst das Absolute suchst, insofern, daß die Bilder den Maler in der Welt vertreten sollen und wenn dies nicht hundertprozentig gelingt, ist für den Maler dann nichts mehr?!
    Bedenke, daß die ganze Hingabe und die Zeit und das Ringen um ein Bild hauptsächlich für den Künstler existentiell ist - die, die das fertige Werk sehen, sind mehr oder weniger "Vorübergehende" - im Allgemeinen ist es schon sehr viel, wenn ein Bild mehr als fünf Minuten Aufmerksamkeit erringt!
    Für manche ist das Leben ohne Kunst nichts, aber die Kunst ist nicht das Leben, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie Du das vermutlich anstrebst -
  • ispirT
    Bei mir führt das Ringen um Bilder regelmäßig zum Herunterrutschen der Hose. Klar, das ist auch Epigonenhaft, aber ich fühle mich in Unterhose immer so wahnsinnig authentisch.
  • absurd-real Interessanter Treath...!
    sry..ich habe eben gelesen "Wie autistisch muss ein Künstler sein?"
    Auch interessanter Gedanke...wenn er auch nichts mit dem Thema an sich zu tun hat.
  • K_v_nnamreH
    Bei mir führt das Ringen um Bilder regelmäßig zum Herunterrutschen der Hose. Klar, das ist auch Epigonenhaft, aber ich fühle mich in Unterhose immer so wahnsinnig authentisch.


    Oh ja, das kann ich sehr gut verstehen.

    Verstehend, und zwas sehr gut:
    Hermann
  • hcoltra
    also ich für meinen Teil versuche so authentisch als nur möglich zu sein, das hat mit meiner Geschichte zu tun, die kann ich nun mal nicht wie ein Hemd wechseln. So habe ich mein Thema, das ist meine Familie und wie sie michgeprägt hat.
    Um Geld zu verdienen male ich auch Blumen, Landschaften, Stilleben und dergleichen, aber das betrachte ich getrennt von meiner Arbeit als Künstler.
  • tsivob-i huhu
    Hermann,

    ohne überhose lebt sich's ghut.
    mir rutscht immer meine unter-
    hose.

    o
  • K_v_nnamreH
    Hermann,

    ohne überhose lebt sich's ghut.
    mir rutscht immer meine unter-
    hose.

    o


    Huhu Mausetiger!

    Ich überhose mich öfter des Winters und raureife mir dadurch meinen Königstiger.
    Das macht mich dann unwirsch, aber ich habe dann eine psychologisch triftigen Grund für ein pauschales Gutsein zu mir selbst. Dann lasse ich Badewasser ein und male in meiner ganzen, göttlichen Authenzität ein Bild mit Öl und Wachs.

    Ich weiss, das ist jetzt sehr intim, aber mein Tiger braucht Luft.

    LG, Hermann
  • Roderich
    Roderich
    sry..ich habe eben gelesen "Wie autistisch muss ein Künstler sein?"
    Auch interessanter Gedanke...wenn er auch nichts mit dem Thema an sich zu tun hat.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/67/Haben_Sie_gewusst.jpg
  • absurd-real
    sry..ich habe eben gelesen "Wie autistisch muss ein Künstler sein?"
    Auch interessanter Gedanke...wenn er auch nichts mit dem Thema an sich zu tun hat.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/67/Haben_Sie_gewusst.jpg

    :)) Das trifft es ziemlich/relativ gut auf den .
  • tsivob-i
    Hermann,

    ohne überhose lebt sich's ghut.
    mir rutscht immer meine unter-
    hose.

    o


    Huhu Mausetiger!

    Ich überhose mich öfter des Winters und raureife mir dadurch meinen Königstiger.
    Das macht mich dann unwirsch, aber ich habe dann eine psychologisch triftigen Grund für ein pauschales Gutsein zu mir selbst. Dann lasse ich Badewasser ein und male in meiner ganzen, göttlichen Authenzität ein Bild mit Öl und Wachs.

    Ich weiss, das ist jetzt sehr intim, aber mein Tiger braucht Luft.

    LG, Hermann

    __________________

    hühü Hermann,

    du weißt ziemlich genau,
    dass jch vom überhosigsein
    auch nix halte. es macht mehr
    als unwirsch, es macht unhirsch.
    wie unschlitt. rein. aber:
    das ist gutsein. wohlsein.
    das ist wachsen und vergehen.
    jch gieße mir jetzt einen appell
    ein und über winter sowieso im freien.
    das ist pure outenzität. ohmen.
    götherlich ist das bild geölt, im
    wachsein.

    dein i.
  • rellihcsruK
    Bei mir führt das Ringen um Bilder regelmäßig zum Herunterrutschen der Hose. Klar, das ist auch Epigonenhaft, aber ich fühle mich in Unterhose immer so wahnsinnig authentisch.


    Die Risiken der Hosenmalerei sind seit den Zeiten
    des Pantalonismus unter Jean-Rosette de Culotte
    authentisch erforscht und bekannt.
  • reltsbO
    @ Jaska

    Trotz deiner unmöglichen Malweise erkenne ich Talent bei dir. Du hast nur dieses idiotische schief und schäl, durcheinander, doof und bescheuert, deformiert und falschfarbig gelernt. Mal doch mal proportionsgetreu mit begeisternden Farben und tollen Kompositionen! Dann wirst du auch Erfolg bei den wahren Kunstkennern haben, und nicht nur hier bei deinen in die Irre geschulten Kollegen!

    LG Obstler
  • siku
    Hilfe, ich weiß nichts mehr!!!!

    Und ich behaupte, dass es ein gravierender Unterschied ist, ob Du aktiv oder passiv mit der Kunst beschäftigt bist. Natürlich dient die Bildung! Das ist doch selbstverständlich! Oft aber, ich könnte Beispiele aufzeigen, hemmt das zuviel Auseinandersetzen mit der Theorie die Kreativität.


    Hallo Jaska,
    1. vermutest du zugunsten deiner Argumentation, dass ich nur! passiv mit Kunst beschäftigt bin? Soll das jetzt ein rhetorisches Todschlagargument gegen Kunsttheoretiker sein ;-)?

    2. Wenn Bildung deiner Ansicht nach "natürlich dient" (du hast allerdings nicht geschreiben wozu sie dient), dann stört deiner Ansicht nach dagegen aber zu viel (kunst-)theoretische Bildung?
    Ich interpretiere deine Aussage wie folgt: Bildung ja, aber nur dann und in dem Maße, dass sie autodidakten Malern in ihrer Außenpräsentation nicht in die Quere kommt. Was du hier darlegst, möglicherweise unbeabsichtig, ist der Versuch, Autoditakte gegen Diplomkünster zu stellen mit dem Ergebnis, wenn wunder'ts, dass deiner Ansicht nach unverschulte (Drauflos)Maler die wahreren Künstler sein müssten. Habe ich das jetzt richtig aufgefasst?


    Selbst diese Auseinandersetzung schadet mehr als sie dienlich ist, was meine ganz persönliche Arbeit anbelangt. Ich, als Kreativarbeiter, wie Du es, siku, so schön sagst, habe mein Wissen auch schon weitergegeben -natürlich aus der Sicht eines Kreativarbeiters. Scheinbar mit Erfolg! Es wurde ausreichend gedankt!!! Also niemals gibt es daaas Verfahren! Verschiedenen Ansätze führen doch auch zum Ziel! Können wir das so stehen lassen?


    Wenn dir diese Diskussion schadet, warum hast du sie dann hier gestartet, in der Hoffnung von Gleichgesinnten unterstützt zu werden? Im Hinblick auf deine negative Betrachtungsweise von Kunst(hoch)schülern, dürfte das kein Problem sein. Hier sind vermutlich die meisten
    "nicht akademisch verschult - und damit tauglich für den wahren Auftrag der Kunst".

    - Und es gibt hier auch einige Kreativarbeiterinnen, die sich vor wenigen Jahren hier als Anfänger angemeldet haben, aber bereits nach kurzer Zeit ihre kreativen Erfahrungen, natürlich gegen Bezahlung, an wissensdurstige Neulinge weitergeben möchten. Da zählt wahrscheinlich der soziale Aspekt, das Gefühl der Dankbarkeit, (für den Kreativarbeiter bedeutet das ja gebraucht zu werden) mehr als der finanzielle Aspekt. Die paar Euros nimmt man zwar gern, aber eigentlich...

    Ich fasse das jetzt mal zusammen: staatliche Kunstschulen "verschulen" den kreativen Ausdruck, privater Unterricht von Kreativarbeitern dagegen nicht. hm, das sehe ich anders :-).
    Ich finde es sowieso erstaunlich, dass im künstlerischen Bereich "jeder" Kurse gegen Bezahlung anbieten darf. Es scheint ja gerade so zu sein, dass "Unverschulte" zahlreiche Weiterbildungskurse für Freizeitkreative anbieten, während die "verschulten" Akademiker diesen Weg der Geldwertvermehrung kaum nutzen. ;-)

    Jaska wir können stehen lassen, dass es "verschiedene Ansätze gibt, die zum Ziel führen". Aber war diese Erkenntnis das Ziel deiner Frage und damit der Sinn dieses Threads?




    Letztendlich entscheidet der Betrachter und wer will beurteilen, dass der Unrecht hat, wenn er dieses oder jenes Bild liebt, sich emotional oder wie auch immer berührt fühlt. Noch einen guten Abend!


    Den Betrachter gibt es so nicht, hinter dem Begriff stehen zahllose Menschen mit unterschiedlichen Meinungen - auch mit "schulisch verbildeter" Kunstmeinung. Ich stelle hier mal kühn die These auf, dass gerade solce Überlegungen wie das Infragestellen der Autentizität von "verschulten" Künstlern dazu dienen, "unverschulte" Künstler in der offiziellen, sozialverorteten Wirklichkeit aufzuwerten.

    Beste Grüße
    siku


    PS: Malerei spielt in der aktuellen Kunst z.Z. kaum eine Rolle. Wir diskutieren hier aber nur über Malerei, deshalb kann diese Diskussion nicht den Kern heutigen Kunstschaffens beleuchten bzw. sie führt am aktuellen Kunstschaffen vorbei.
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  • Roderich
    Roderich
    @ Jaska

    Trotz deiner unmöglichen Malweise erkenne ich Talent bei dir. Du hast nur dieses idiotische schief und schäl, durcheinander, doof und bescheuert, deformiert und falschfarbig gelernt. Mal doch mal proportionsgetreu mit begeisternden Farben und tollen Kompositionen! Dann wirst du auch Erfolg bei den wahren Kunstkennern haben, und nicht nur hier bei deinen in die Irre geschulten Kollegen!

    LG Obstler

    guten abend herr Obstler,
    die von ihnen vor kurzem geposteten link's zu werken alter meister haben zwar wahrliche kunstwerke gezeigt, haben aber auch aufgezeigt wie abwechslungsarm und eingeengt ihrer ansicht nach echte kunst wohl ist.
    ein wahrer weinliebhaber trinkt nur schweren trockenen rotwein, alle anderen sind ihm zuwider,
    dann ist der gute mann kein weinkenner, sondern ein liebhaber schwerer trockener rotweine.
    die welt in ihren augen...wie trist mag sie wohl sein?
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