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  • \"...hier gibt es so gut wie keine Arbeiten, denen man ansieht, daß sie heute entstanden sind...\" Zitat

  • ztinuaGottO
    Diesen Kommentar, den Reiser unter seine eigene Arbeit gesetzt hat, fand ich interessant, deswegen habe ich ihn mir zum Titel genommen, zum einen, weil ich mein Geschreibe jetzt nicht dies als endlos langen Kommentar unters Bild setzen wollte, und, weil ich finde, daß das doch Fragen aufwirft...
    Mich würde zu sehr interessieren, wie Arbeiten aussehen könnten, von denen das man sagen könnte. Ich finde, es gibt sehr vieles epigonenhaftes oder bemüht Angelehntes, wo man sagen kann, das ist "von gestern", aber andersherum find ich die Kriterien für Zeitgenossenschaft schwer herauszufinden, allein deswegen schon, weil man total in seine eigene Zeit eingetaucht ist...
    Vielleicht klappt dies manchmal bei Polit-kunst, wenn sie denn mal gelingt.
    Aber oft habe ich gefunden, daß eine gezwungene Themenwahl, die auf Aktualität abzielt, fehlgeht.
    Z.B. eine Frage,mal abgesehen, wie man sie (nicht die Frage :),einschätzt in Bezug auf ihre "Zeitgenossenschaft, egal, wie man ihre Werke ansonsten einschätzt - wer ist aktueller - Meese oder Rauch?
    Was anderes; bei arte wurde mal eine Nachwuchskünstlerin vorgestellt, sie "massakrierte" mit einem Messerchen viele kleine Kirschen, auf daß der rote Saft nur so hervorquoll und wollte damit auf die Massaker und Kriege in der Welt hinweisen.
    Das war für mich das Paradebeispiel einer gewollten und damit fehlgehenden "Zeitgenossenschaft"!
    Wie haltet Ihr es mit Gegenwart in der Kunst?
  • eirelagkrap
    Hi,

    ich hatte ja mal die (nicht erst gemeinte) These aufgestellt, dass Rauch als Überwinder der Modernen Kunst in die Kunstgeschichte eingehen wird,
    weil hier plötzlich niemand mehr auch nur die kleinste Innovation in seinen Arbeiten verlangt hat. Na ja, dieser Hype ist auch vorbei.

    Das Gesamtkunstwerk Meese dagegen, muß ich getehen, hat mich doch immer wieder mit für mich Neuem überrascht. Nachdem die Innovation doch noch was zählt, halte ich Meese für "zeitgenössischer".

    Es gibt auch zeitgenössisches Epigonentum, und das erscheint mir keinesfalls besser, nur weil man hier unreflektiert der neuesten Mode hinterherläuft.

    Klaus
  • paulinekreativ
    also ich hatte auch schon das Vergnügen ein Meese auf der Art zu sehen, zeitgenössisch ist da hoffentlich plakativ gemeint, Meese ist irgendwie nicht von dieser Welt in seinem Denken, wenn ich nur an das Video mit Richter denke, in dem sie mit Knüppel auf sich aufmerksam machen,auch ein Richter ( Daniel Richter) gehört für mich nicht unter dem Stempel zeitgenössisch,Rauch ist irgendwie in den Kinderzeiten seines Lebens stecken geblieben und malt was das Zeug hält, Dinge und Figuren alls 1970, hier ist es der Name der Eindruck machen soll und auch Kasse, man könnte noch so einige Künstler aufzählen die hochgelobt und verkauft werden, aber nie in die Sparte Zeitgenössisch reinpassen, ich hab nichts gegen diese Künstler, nur dieser Komerz der um diese gemacht wird ist manchmal unerträglich

    zeitgenössisch ist für mich zum Beispiel ein Stephan Balkenhol oder Urs Lüthi, Urs Fischer uvm

    Was anderes; bei arte wurde mal eine Nachwuchskünstlerin vorgestellt, sie "massakrierte" mit einem Messerchen viele kleine Kirschen, auf daß der rote Saft nur so hervorquoll und wollte damit auf die Massaker und Kriege in der Welt hinweisen

    auch bei einer Niki de Saint Phalle sollten Bilder bluten, es wurde auf diese geschossen... sind recht bekannt ihre Schiessbilder, man fängt unverfänglich an und dann kann grosses draus werden
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  • Andreas Kwasniak
  • daednU
    1. in krisenzeiten neigt das publikum zum altbewährten
    hier kommt natürlich eine grosse portion faulheit
    hinzu: zb setzt man eben das um was einem als
    allererstes in den sinn kommt bei afrika ist zb
    immer ein baum dahinter ein roter sonnenuntergang
    oder eben das verhungernde negerkind und
    der konservative user freut sich eben das er genau
    das geliefert bekommt was er eh schon kennt.

    mit stilen ists natürlich schwierig
    zu definieren was denn da gerade zeitgenössisch wäre
    nur ..warum greift man keine aktuelle themen auf?
    technik die das alltägliche leben umgibt?

    einige gegenständliche maler scheinen
    insgeheim..so etwas wie zeitlos
    gültiges anzustreben...selbstbetrug
    da es so vielunspezifischer wird..

    abtraktes mit irgendwelchen pc-mal programmen
    erzeugt könnte man natürlich auch nicht als
    ausdruck der epoche bezeichnen
  • Caroline O.
    Caroline O.
    Ich denke das Graffiti unserer Zeit entsprechen könnte.
    Aber sowas ist immer schwer zu sagen. Denn im Mittelalter sagte man auch nicht das man im Mittelalter lebt. Einige behaupten das zum beispiel die epoche Neuzeit seit der erfindung des Internets zuende gegangen ist, also würden wir schon in einer "anderen Zeit" leben. Genauso ist es bei der Kunst.
    Man kann erst hinterher sagen was typisch für eine Zeit ist.
  • hatsa
    Als blutiger Laie, der jedoch viel Kunst gesehen hat und dabei das Sehen gelernt hat, würde ich dagen, dass dies:

    🔗

    zeitgenössisch ist.

    Im Computer generiert, genial die Farbwahl und die Darstellung. Es vermittelt perfekt die Illusion völliger Fremdheit. Mich fröstelts beim Betrachten.
  • Roderich
    Roderich
    sieht für mich nach malprogramm auf amiga500 aus, dann wäre es allerdings von vorgestern.
    Signature
  • ztinuaGottO
    Was anderes; bei arte wurde mal eine Nachwuchskünstlerin vorgestellt, sie "massakrierte" mit einem Messerchen viele kleine Kirschen, auf daß der rote Saft nur so hervorquoll und wollte damit auf die Massaker und Kriege in der Welt hinweisen
    auch bei einer Niki de Saint Phalle sollten Bilder bluten, es wurde auf diese geschossen... sind recht bekannt ihre Schiessbilder, man fängt unverfänglich an und dann kann grosses draus werden
    Niki de Saint Phalle wollte ihren Vater symbolisch ermorden, hat sie selber gesagt und hatte wohl auch einige Gründe dazu...
    Die Kirschenmörderin kam für mich sehr peinlich daher, laff ,lieblich und
    konstruiert. Gedankliches Design, was versucht, sich an Zeitgeschehen anzulehnen und damit auf den Kunstmarkt zu kommen. also mehr ein Symptom als
    ein künstlerischer Ansatz...
    Fischli und Weiss finde ich klasse. Die haben Eigenes.
    Wie der Meese redet, kommt er mir auch vor wie ein Symptom. Wie ein kindlicher hakenschlagender Hohepriester, der permanent die Diktatur der Kunst beschwört, und gleichzeitig betont, der Kunst sei es egal, was die Künstler so hinieden treiben usw. Da kann die geneigte Zuhörerschaft wunderbar postmodern ironisch bleiben und gleichzeitig in Andacht versinken...
  • heinrich
    "...hier gibt es so gut wie keine Arbeiten, denen man ansieht, daß sie heute entstanden sind..." Zitat

    Furchtbar! f U R C H T B A R...

    Wen interessiert das?
  • daednU
    menschen die zb an eine weiterentwicklickung, innovation
    oder auch nur abwechslung glauben

    klar das DU da angst bekommst :-)
  • tsivob-i ^°^
    ein phöllig heinrichs'scher auswurf.

    :)
  • i_i_i
    ich bin nicht zeitgenoessisch, ich bin futuristisch*. das schrieb jedenfalls mal ein redakteur. ja, es war eine absage. :)

    [*also nicht die alten futuristen oder so. andersrum.]
  • tsivob-i
    gib dem future futter.

    :)
  • heinrich
    ...ich bin zurükgeblieben...
    retrogradisch?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Renegat
  • daednU
    aber nein du bist eine konsens-kuschel-trine :-)
  • heinrich
    dann bist du ein kuschel-depp
  • daednU
    och nicht böse werden
    geh lieber schieben :-)
  • heinrich
    weißduwerdubist?

    weißt - DU - wer - du - bist?

    ...nur dann den anderen Bezeichnungen geben...
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