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  • \"...hier gibt es so gut wie keine Arbeiten, denen man ansieht, daß sie heute entstanden sind...\" Zitat

  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    ach ihr meint "heute entstanden" = zeitgenössisch

    sowas also


    kindergarten-massaker
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  • K_nav_nnamreH
    hachja--
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    meinetwegen ... aber warum macht ihr selbst nix außer hier dumm rumzulabern?
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  • K_nav_nnamreH
    🔗
  • daednU
    ists eben nicht wirklich---
    zeitgenössisch
  • K_nav_nnamreH
    ists eben nicht wirklich---
    zeitgenössisch

    hachja--
  • daednU
    ich mach ja grad ps
    allerdings zuviel
    zu gleich hehe
  • daednU
    und das weichei trollt halt ein bisserl rum
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    und was ist zeitgenössisch?

    ps?
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  • daednU
    natürlich nicht
    ich meinte halt-etwas verkürzt-
    das kaum etwas von der wirklichkeit
    des 21.jahrunderts sich in den arbeiten
    hier wiederspiegelt
    sei es (post) industrielle gesellschaft
    technik...zb handy... usw..
    warum malt keiner einen akt vor der webcam?
    dazu natürlich..das abkupfern
    altbekannter motive +stile
    im grunde alles nur keine authentische kunst

    aber sieht niemand als problem..
    was solls...
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    vor ein paar jahren gabs hier viel mehr zeitgenössisches ... heute hat die "malen nach zahlen fraktion" hier das ruder übernommen
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  • i_i_i
    afterkreative

    die afterkreativen, oh ja! :))
    (bitte schullige, das musste jetzt.)
  • Bernd Saller
    Bernd Saller
    das mit der kacke ist dochn alter hut

    ...
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  • i_i_i
    natürlich nicht
    ich meinte halt-etwas verkürzt-
    das kaum etwas von der wirklichkeit
    des 21.jahrunderts sich in den arbeiten
    hier wiederspiegelt
    sei es (post) industrielle gesellschaft
    technik...zb handy... usw..
    warum malt keiner einen akt vor der webcam?
    dazu natürlich..das abkupfern
    altbekannter motive +stile
    im grunde alles nur keine authentische kunst

    aber sieht niemand als problem..
    was solls...


    doch, einer sieht das durchaus als problem. irgendwie:

    Arno Holz

    Buch der Zeit . 1. Auflage 1886



    Zum Eingang

    Noch sproßt der Bart mir nicht ums Kinn,
    Auch weiß ich, hört mich, ihr Teutonen,
    Daß unter allen Epigonen
    Just ich der allerletzte bin!

    Doch laßt’s mich trotzdem euch gestehn:
    Ihr jammert mich, ihr armen Dichter,
    Ihr Groschen- und ihr Dreierlichter,
    Von denen zwölf aufs Dutzend gehn.

    Ihr stöhnt verzweifelt: Der Bien muß!
    Und ampelt krampfhaft an der Leiter,
    Doch ach, ihr kommt und kommt nicht weiter,
    Wie weiland Fausti Famulus!

    Seht, das ist eure Quintessenz,
    Ihr fliedersüßen Lenzrhapsoden:
    Ihr macht mit Hymnen und mit Oden
    Den Nachtigallen Concurrenz!

    Ihr glaubt verblendet, Poesie
    Sei Lenznacht nur und Blüthenschimmer,
    Ihr glaubt’s verblendet und singt immer
    Ein und dieselbe Melodie!

    Ihr dichtet jeden dritten Tag
    Ein hohes Lied auf eure Liebe,
    Reimt selbstverständlich darauf „Triebe“
    Und gebt’s dann schleunigst in Verlag.

    Zwar, seid ihr noch kein „großes Thier“,
    Müßt ihr auf alle Fälle „zahlen“,
    Doch dann wird’s auch mit Initialen
    Gedruckt auf fein Velinpapier.

    Und wird’s dann gratis noch versandt
    An so und so viel Kritikaster,
    Dann lobt man euern schlechten Knaster
    Und schimpft den Kieselstein Demant.

    Und wenn ihr fleißig schmiert und salbt,
    Sorgt auch die Clique für Verbreitung,
    – Denn wozu hat man sonst die Zeitung? -
    Herr X hat wieder mal gekalbt!

    Ein Liederbuch ist’s dieses Mal
    In rothem Maroquin gebunden
    Und überdies sehr warm empfunden
    Und wunderbar original!

    Und kauft man sich dann das Idol,
    Dann sind’s die alten tauben Nüsse,
    Die längst genossenen Genüsse,
    Der aufgewärmte Sauerkohl:

    Von Wein und Wandern, Stern und Mond,
    Vom „Rauschebächlein“, vom „Blauveilchen“,
    Von „Küßmichmal“ und „Warteinweilchen“,
    Von „Liebe, die auf Wolken thront“!

    Und will der Dichter hoch hinaus,
    Dann streicht er die Rubrik: „Erotisch!“
    Und hängt die Tafel: „Patriotisch!“
    Als Firmenzeichen vor sein Haus.

    Doch Blech bleibt Blech, und ob es auch
    Der Jude oft als Gold verschachert …
    Der Ruhm, den ihr zusammenprachert,
    Ist eitel Moder, Dunst und Rauch!

    Denn kräht auch dreist zu eurem Wisch
    Die heutige Kritik ihr Amen,
    Und legt man ihn auch jungen Damen
    Alljährlich auf den Weihnachtstisch:

    Und labt sich auch aus euerm Quell
    Der Leutnant und der Ladenschwengel,
    Und nippt aus ihm auch jeder Engel,
    Die Gräfin und die Nähmamsell:

    Laßt über euch und euer Wort
    Ein einzig Menschenalter rollen,
    Und was ihr singt ist längst verschollen,
    Und was ihr pflanzt ist längst verdorrt!

    Das aber macht, ihr habt noch nie
    Das Sphinxbild eurer Zeit entschleiert,
    Drum gähnt in allem, was ihr leiert,
    Derselbe horror vacui.

    Ich aber mag nicht, laß wie ihr,
    Das Pfund, das Gott mir gab, verwalten,
    Ich will hoch über mir entfalten
    Der Neuzeit junges Lenzpanier.

    Ich lache, wollt ihr blöden Blicks
    Verjährten Tand modern staffiren
    Und himmelbläulich phantasiren
    Vom Waldgnom und vom Wassernix.

    Ich lache, zählt ihr eins, zwei, drei
    Die Kugeln, die ihr nie verschossen,
    Die Thränen, die ihr nie vergossen,
    Ein jeder Zoll ein Papagei.

    Ich lache, doch mein Zorn hält Wacht,
    Denn der St. Veitstanz wird zur Mode;
    Ich weiß, ihr tanzt nur aus Methode,
    Weil ein Narr viele Narren macht.

    Doch tollt nur euern tollen Schwank,
    Nur zu, je toller, desto besser:
    Ich biet euch Kampf, Kampf bis aufs Messer,
    Und gehe meinen eignen Gang!

    Den Gang, den lichtumstrahlt die Kunst
    Sieghaft zu wandeln mir geboten;
    Und Herz an Herz mit ihren Todten,
    Veracht ich euch und eure Gunst!

    Denn mir schlägt nicht das Wort den Takt
    Zum Reigen selbstischer Gedanken,
    Ein Löwe, hat es seine Pranken
    Tief in mein Herzfleisch eingehackt.

    Nur, daß es mich nicht jäh zerfleischt,
    Such ich’s mit Liedern zu beschwören,
    Doch nicht beim Rauschen alter Föhren,
    Die Nachts ein schwarzer Aar umkreischt.

    Auch nicht ins Grab der Lorelei
    Verirrt sich mehr mein schwankes Steuer;
    Die Zeit verliebter Abenteuer,
    Für mich ist sie schon längst vorbei.

    Nein, mitten nur im Volksgewühl,
    Beim Ausblick auf die großen Städte,
    Beim Klang der Telegraphendrähte
    Ergießt ins Wort sich mein Gefühl.

    Dann glaubt mein Ohr, es hört den Tritt
    Von vorwärts rückenden Kolonnen,
    Und eine Schlacht seh ich gewonnen,
    Wie sie kein Feldherr noch erstritt.

    Doch gilt sie keiner Dynastie,
    Auch kämpft sie nicht mit Schwert und Keule -
    Galvanis Draht und Voltas Säule
    Lenkt funkensprühend das Genie.

    Und um sich sammelt es ein Heer
    Von himmelstürmenden Ideen,
    Gedanken blitzen und verwehen
    Unzählig, wie der Sand am Meer.

    Doch mehr als einer wird zur That
    Und lenkt die Zukunft der Geschlechter,
    Und als des Ideals Verfechter
    Streut er der Zukunft goldne Saat.

    Und auf flammt dann ein neues Licht,
    Ein neuer Welttag für die Erde,
    Denn auch die Menschheit hat ihr „Werde!“
    Und sinnlos ist kein Traumgesicht.

    Der ewge Friede baut sein Zelt
    Und ob die Zeit sie auch verdamme,
    Der Freiheit goldne Oriflamme
    Weht leuchtend über alle Welt.

    Und wenn dann Lied auf Lied sich ringt
    In immer höhere Regionen
    Und alle Völker, alle Zonen
    Ein einzig großer Bund umschlingt:

    Dann ist’s mir oft, als ob die Zeit,
    Verlästert viel und viel bewundert,
    Als ob das kommende Jahrhundert
    Zu seinem Täufer mich geweiht.

    Als müßt ich stoßen in die Brust,
    Ein Winkelried, mir eure Speere:
    Hie Wahrheit, Freiheit und hie Ehre! -
    O Kampf der Liebe, Kampf der Lust!! -

    Drum dir, die schmerzvoll mich gebar,
    Dir, junge Zeit aus Blut und Eisen,
    Leg ich mein Herz und seine Weisen
    Nun stumm auf deinen Hochaltar!

    Schaust du doch auch in’s Morgenroth
    Und träumst von unentdeckten Welten;
    Wirst du die Liebe mir vergelten,
    Die tief für dich mein Herz durchloht?

    Doch ob auch Dampf und Kohlendunst
    Die Züge dieser Schrift verwaschen;
    Kein flüchtig Glück will ich erhaschen,
    Ich liebe dich, nicht deine Gunst!

    Mir schwillt die Brust, mir schlägt das Herz
    Und mir ins Auge schießt der Tropfen,
    Hör ich dein Hämmern und dein Klopfen
    Auf Stahl und Eisen, Stein und Erz.

    Denn süß klingt mir die Melodie
    Aus diesen zukunftsschwangern Tönen;
    Die Hämmer senken sich und dröhnen:
    Schau her, auch dies ist Poesie!

    Sie kehrt nicht nur auf ihrem Gang
    In Wälder ein und Wirthshausstuben,
    Sie steigt auch in die Kohlengruben
    Und setzt sich auf die Hobelbank.

    Auch harft sie nicht als Abendwind
    Nur in zerbröckelten Ruinen,
    Sie treibt auch singend die Maschinen
    Und pocht und hämmert, näht und spinnt.

    Sie schaukelt sich als schwanker Kahn
    Im blauen schilfumkränzten Weiher,
    Sie schlingt den Dampf ums Haupt als Schleier
    Und saust dahin als Eisenbahn.

    Von nie geahnter Kraft geschwellt,
    Verwarf sie ihre alten Krücken,
    Sie mauert Tunnel, zimmert Brücken
    Und pfeift als Dampfschiff um die Welt.

    Ja, Wunder thut sie sonder Zahl,
    Sie lindert jegliches Verhängniß,
    Sie setzt den Fuß selbst ins Gefängniß
    Und speist die Armuth im Spital.

    Wohl war’s der Himmel, der sie schuf,
    Doch heimisch ward sie längst auf Erden;
    Drauf immer heimischer zu werden,
    Ist ihr ureigenster Beruf!

    So klingt das Lied, das hohe Lied,
    Das dumpfauf mir die Hämmer dröhnen;
    Euch aber, euch, die es verhöhnen,
    Euch fordr’ ich kühn in Reih und Glied!

    Rückt an; mit offenem Visir
    Und harter Faust will ich euch weisen:
    Ich und mein Lied, wir sind von Eisen -
    Ihr oder ich, ich oder ihr!

    Denn nicht soll einst in später Zeit
    Mit selbstgefälligem Behagen
    Ein später Enkel von uns sagen,
    Was roth wie Blut zum Himmel schreit:

    „Poeten ohne Poesie,
    Und keiner rief das Wörtchen: „Rette!“
    Sie blökten allsammt um die Wette,
    Wie eine Heerde Hammelvieh!“

    Nein, nein und nein und aber nein!
    Ein Schuft sein will ich, wenn’s so endet!
    Das Blatt hat endlich sich gewendet!
    Dies Buch soll deß ein Zeichen sein!

    Soll sagen, was ihr nie gewollt:
    Der Singsang hat sich ausgetutet -
    Auch durch das junge Lied noch fluthet
    Das alte Nibelungengold!

    Drum ihr, ihr Männer, die ihr’s seid,
    Zertrümmert euere Trugidole
    Und gebt sie weiter, die Parole:
    „Glückauf, glückauf, du junge Zeit!“
  • tsivob-i
    :)
  • eirelagkrap

    ich meinte halt-etwas verkürzt-
    das kaum etwas von der wirklichkeit
    des 21.jahrunderts sich in den arbeiten
    hier wiederspiegelt
    ...
    warum malt keiner einen akt vor der webcam?

    Der moderne Buchdruck wurde im 15 Jhdt. erfunden und darf getrost als die folgenreichste Erfindung der Epoche gelten.
    Ein Glück fanden es da Vinci und Kollegen nicht so wichtig, ihre Figuren nur noch mit Buch in der Hand zu malen.
    Wir würden uns an die künstlerische Renaissance heute kaum noch erinnern.

    Klaus
  • daednU
    bewusstes missverstehen
    ein beispiel aus dem zusammenhang gerissen
    polemik um ihrer selbst willen
    wozu überhaupt noch schreiben
    stop making sense :-(
  • eirelagkrap
    Nee, mein Lieber,
    dein Beispiel ist nur total absurd lächerlich.
    Man könnte ja fordern, dass eine Kunst heute, die heutige Mediennutzung
    kritisch begleiten, mit Ihr spielen oder satirisch konterkarieren sollte.
    Leider stellt sich dann die Frage, ob das blaue Weichei nicht doch am Puls der Zeit ist.
    Aber einen Akt vor einer Webcam malen...
  • Bernd Saller
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