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  • Gedanken

  • coconing
    künstlerische Freiheit

    das Vorrecht des Künstlers , vom üblichen Sprachgebrauch oder auch von der historischen, psychologischen oder dinglichen Wirklichkeit abzuweichen, wenn Geschlossenheit und künstlerische Wirkung seines Werkes dieses erfordern.

    Ich habe immer gedacht,das es wichtig ist selber die Wirklichkeit so darzustellen,wie ich es sehe,aber das gilt anscheinend nur für mich,was auch kein Problem ist.
    Freiheit kann man sich nur selber zugestehen,das ist die einzige Freiheit.
  • rellihcsruK
    Jeder denkt in Schubladen.
    Es ist nur die Zahl dieser,
    (die Ausführung und Verwendung,)
    die dich in anderer Leuten Schub-
    laden einordnet.
  • froT
    Mein Mallehrer pflegte zu sagen...
    "Es gibt keine misslungene Bilder ...
    Die alle kann man korriegeren und besser machen"...

    Würde eher sagen, die Bilder wären weniger missglückt, wenn man was dafür tut--dazu fehlt den Meisten das Durchhaltevermögen und vorallem ne völlige Fehleinschätzung der eigenen Bilder
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  • traEginnistsnuk
    @ Otto Gaunitz

    Der arme Kunstbetrachter. Wird als festgefahren abgeurteilt und soll dann doch noch mit tausend neuen Sichtweisen aufkreuzen, auf das eine vielleicht auf das ihm gerade vor Augen gehaltene Werklein passen solle...
    Nach dem Motto, mach ein paar Striche, das darin innewohnende Genie wird vom (vor)urteilsfreien Betrachter schon erkannt werden müssen...


    Nein... meine Aussage verurteilt den Kunstbetrachter nicht und erwartet von ihm auch kein Wohlwollen.

    Wahrscheinlich ist die Oberflächlichkeit des Menschen dafür verantwortlich, dass viele Bilder sich erst bei genauer Betrachtung offenbaren.


    Meine Vermutung basiert auf der Selbsterkenntnis, die sich in der Fremdbeobachtung spiegelt.

    @ Jacky71

    Richtig... das sehe ich auch so. Der Begriff oberflächlich umschreibt in meinem Sinne, die zu schnelle, zu gleichgültige, flüchtige Betrachtungsweise.

    @ siku

    Jedes Bild, auch das ansprechende kann oberflächlich und flüchtig betrachtet werden. Erst wenn die Bildbetrachtung konzentriert und mit der notwendigen Muse erfolgt, kann der Betrachtende die Feinheiten des Bildes wahrnehmen.
  • siku

    @ siku

    Jedes Bild, auch das ansprechende kann oberflächlich und flüchtig betrachtet werden. Erst wenn die Bildbetrachtung konzentriert und mit der notwendigen Muse erfolgt, kann der Betrachtende die Feinheiten des Bildes wahrnehmen.


    nein!
    es gibt durchaus Lebewesen, die Feinheiten eines Bildes bei der ersten Bildbetrachtung erkennen - auch hier gilt wieder: unterschätze nie den Bildbetrachter, er ist oft gar nicht so blind, wie es bei Bedarf gewünscht wird.
  • ztinuaGottO
    Jeder denkt in Schubladen.
    Es ist nur die Zahl dieser,
    (die Ausführung und Verwendung,)
    die dich in anderer Leuten Schub-
    laden einordnet.


    Dieser Gedanke nun hat entschieden etwas für sich -
    immerhín , um die eine Schublade,voll gefüllt mit dem
    immer wieder verfügbaren Vorwurf des Schubladendenkens,
    mal zu schließen, um dann frei von Schub- zu Schublade
    zu schubladen, dies sich undemokratischerweise einge-
    stehend, das wäre schön.
  • simulacra
    simulacra
    Die Sprache ist die Oberschublade. Jedes Mal, derer man sich ihrer bedient, kann für das Gegenüber schon zum Einordnen der Mundsocke in das eigene Kommödchen bedeuten.
    Signature
  • siku
    Die Sprache ist die Oberschublade. Jedes Mal, derer man sich ihrer bedient, kann für das Gegenüber schon zum Einordnen der Mundsocke in das eigene Kommödchen bedeuten.


    deshalb meinen einige Zeitgenossen, dass erst die Sprache ein Ding zu einem Kunstwerk werden lässt - was wäre die Menschheit ohne Sprachphilosophie?
  • simulacra
    simulacra

    deshalb meinen einige Zeitgenossen, dass erst die Sprache ein Ding zu einem Kunstwerk werden lässt - was wäre die Menschheit ohne Sprachphilosophie?

    Ja, das glaube ich auch. Erst durch die sprachliche Komunikation kann etwas über den eigenen Horizont hinaus hochstilisiert werden. Es erfährt -im Idealfall- eine kommunikative Erhöhung über andere Werke, sozusagen die "gesammelten Einsichten", die ohne Sprache so nie möglich wären.
    Signature
  • omrelap
    Genau das war mein erster Eindruck vom Zweck dieses Threads , mir fehlte nur das Wort. Zweckoptimismus. Um jedem Nichtverständnis des Betrachters
    ,das eigene Werk rettend und erhöhend, zuvorzukommen. Und darin liegt auch eine gewisse Maßregelung des möglichen "Rezipienten"


    Yes!
    Der zweite und dritte Blick verfestigt oftmals den Grusel, den der erste schon erregte.
    Und manchmal hat der kunsthungrige Galeriebesucher einfach Lust sich in einen Gegenstand zu vertiefen. Da klafft es auch schon mal zwischen Ursache und Wirkung.

    Ich sah einst auf einem profanem Brett, hängend in einer gläsernen Tür zwei Worte, deretwegen ich an einer stark befahrenen Kreuzung die Straßenseite wechselte. Als ich von Neugierde getrieben endlich vor der Tür stand, las ich: Heute geschlossen! Auf meinem Heimweg sagte ich diese Worte immer wieder vor mich hin: Heute geschlossen. Heute geschlossen. Heute geschlossen.
    Was für ein wundervoller Satz!
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