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  • Künstlerförderung der HBK Braunschweig

  • heinrich
    Nene...am tag
    hatte er noch ab und zu
    in der Firma ausgeholfen...
    Kerzen gedreht...

    :-)
    Signature
  • nighthawk
    nighthawk
    Eine Frage, die wir hier ja noch gar nicht diskutiert haben: aus welcher Gesellschaftsschicht stammen Kunsstudenten?


    Mit empirischen Daten kann ich auch nicht aufwarten, aber MEIN Gefühl sagt deinem Gefühl, dass vermutlich die erfolgreichen Künstler aus der unteren Mittelschicht kommen, während der größere Teil der Kunststudenten aus der oberen Mittelschicht oder Oberschicht kommen.


    hi, die meisten kunststudenten kommen aus akademikerhaushalten. untere mittelschicht ist für mich der gutausgebildete vw-facharbeiter oder der selbständige malermeister mit drei angestellten zum bleistift. die meisten dieser leute wollen nicht, dass ihre kinder kunst studieren. das vokabular der psychologischen einwirkung reicht von: "dein studium kannst du dir aber selbst finanzieren!" bis "denk doch mal an deine arme mutter, die ist jetzt schon ganz blass vor sorge!" dazu haben sie auch einen guten grund, die soziale durchlässigkeit in deutschland müsste wohl nur knapp über der von burkina faso oder der dominikanischen republik liegen.

    die meisten kinder aus der oberschicht studieren selten kunst, und das völlig freiwillig, selbst wenn sie das talent dazu hätten. der hohe soziale status verpflichtet irgendwie von selbst diesen zu erhalten. kunst könnte da nur eine nette freizeitbeschäftigung sein, neben der höheren beamtenlaufbahn oder dem aufstieg im väterlichen großunternehmen. zum geistigen ausgleich sozusagen. ausserdem wäre ihnen ein kunststudium eh nicht zu empfehlen, denn zwischen lauter lehrer- und psychologenkindern wären sie ziemlich schnell außenseiter, sie kennen die codes der mittelschicht nicht und eine anpassung nach unten ist immer etwas unangenehm und frustrierend.

    die meisten kunststudenten kommen also aus der mittleren mitteschicht in den alten bundesländern oft aus sogenannten alt-68ger-haushalten. also aus familien wo die berufliche zukunft des eigenen nachwuchses eher kein thema war, sondern seine freie entfaltung, wohin auch immer. im klartext: es ging nicht darum, später irgendwie den arsch an die wand zu kriegen, und dass es mit einem kunststudium an der backe eventuell schwerer werden könnte. sondern darum, sich selbt zu finden. ich denke, ca. 95% der kunststudenten rekrutieren sich aus eben diesem klientel.
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  • eppap
    Das wird immer phantasievoller in diesem thread.

    Ich glaube die meisten Kunststudenten kommen aus
    öffentlichen Verkehrsmitteln gestolpert, die von
    einem Alt.68er.Nachfahren gesteuert werden, der
    Heute zum mittleren Segment des oberen Drittels
    der unteren Mittelschicht gehört und als Kind
    immer die Prilblumen auf den Papierchen ableckte,
    wenn die bedröhnten Eltern nicht aufpassten.
  • nighthawk
    nighthawk
    Das wird immer phantasievoller in diesem thread.

    Ich glaube die meisten Kunststudenten kommen aus
    öffentlichen Verkehrsmitteln gestolpert, die von
    einem Alt.68er.Nachfahren gesteuert werden, der
    Heute zum mittleren Segment des oberen Drittels
    der unteren Mittelschicht gehört und als Kind
    immer die Prilblumen auf den Papierchen ableckte,
    wenn die bedröhnten Eltern nicht aufpassten.


    hm, ich sehe, du kennst dich da viel besser aus als ich. ich ziehe meinen hut. so wird's wohl sein.
  • reniek
    Warum ist es so wichtig zu wissen, aus welcher Schicht die Kunststudenten kommen? Welchen Einfluss hat das auf die enstehenden Kunstwerke? Sieht man das dieser Kunst an? kaum.
  • siku Zusatzfrage


    Eine Frage, die wir hier ja noch gar nicht diskutiert haben: aus welcher Gesellschaftsschicht stammen Kunsstudenten?


    und jetzt, nach den aufschlussreichen Antworten, eine Zusatzfrage:
    aus welcher Gesellschaftsschicht stammen Kuratoren und Kunsttheoretiker und Kunstkritiker?

    an den Antworten wird man wahrscheinlich die gesellschaftliche Gewichtung und den Einfluss derjenigen, die an der künstlerischen Auswahl beteiligt sind, ablesen können :-)

    vielleicht hilft diese Betrachtung hier auch mal zum gegenseitigen Verständis zwischen Dipl.Künstlern/Meisterschülern und Autodidakten.
  • eppap
    Ah, endlich... dachte schon siku kommt
    niemals zu Potte damit.

    Polarisierung mittels kurzen Sätzen:
    Autodidakten zum Autodidaktenpol.
    Jetzt wird's einfach.

    :-)))
  • heinrich
    Ja...und gut gehandelt und verkauft werden
    die Kunstwerke von toten oder
    nicht mehr lange unter uns verweilenden Kunstlern mit Namen...
    Wie Autosmarken...

    Da muss man zuerst sterben
    um den richtigen Preis von eigenen
    Kunstwerken zu erfahren...

    Verdienen daran tun die anderen..

    Geschaftsleute...Banker...Makler...

    Was dem Kunstler dann ziemlich egal sein wird....

    :-)
    Signature
  • nighthawk
    nighthawk
    Warum ist es so wichtig zu wissen, aus welcher Schicht die Kunststudenten kommen? Welchen Einfluss hat das auf die enstehenden Kunstwerke? Sieht man das dieser Kunst an? kaum.


    hi, keiner,
    stell dir folgende drei szenarios vor:
    a) du bist mit der mucke von ärzten und hosen großgeworden.
    b) mit lambchop, elliott smith und iron&wine. (nur so zum bleistift)
    c) mit verdi und beethoven.
    du findest alles andere doof und hast überhaupt keine lust aus deiner musikalischen "komfortzone" auszusteigen.
    du willst unbedingt musiker werden.
    wie wird sich deine musikalische herkunft auf deine musik auswirken?

    ps. ich denke das augenmerk liegt nicht auf der herkunft sondern auf dem verlassen der komfortzone.
  • siku

    Polarisierung mittels kurzen Sätzen:
    Autodidakten zum Autodidaktenpol.
    Jetzt wird's einfach.

    :-)))


    pappe, hier scheint deine "scharfe Analyse" zu enden: jetzt bist du auf dem falschen Pfad, schau mal bei Nighthawk ;-)
  • _aidualC
    Aber das ist doch nicht von Interesse, welche "Komfortzone" man besitzt...Das sind wohl eher spezielle Vorlieben. Es ging darum, daß Kunststudenten alles in den Arsch geschoben bekommen. So jedenfalls die These von dem ahnunglosen Komplementär. Dadurch kam man dann zu den Schichten
  • reniek
    Ja...und gut gehandelt und verkauft werden
    die Kunstwerke von toten oder
    nicht mehr lange unter uns verweilenden Kunstlern mit Namen...
    Wie Autosmarken...


    :-)


    Aber jetzt wird´s wirklich ein bissel albern, heinrich :)
  • siku
    Aber das ist doch nicht von Interesse, welche "Komfortzone" man besitzt...Das sind wohl eher spezielle Vorlieben. Es ging darum, daß Kunststudenten alles in den Arsch geschoben bekommen. So jedenfalls die These von dem ahnunglosen Komplementär. Dadurch kam man dann zu den Schichten


    naja, die Komfortzone ist nicht ganz außeracht zu lassen. Entscheidender ist allerdings, aus welcher sozialen Schicht die Künstler kommen und aus welcher die Kunsttheoretiker u.s.w., die für die Verbreitung und Präsentation einzelner Kunstströmungen zustandig sind - und die bekanntesten von denen haben häufig eine humanistische Bildung im klassischen Sinn und eine philosophische Vorbildung.
    Da könnte schon mal geschaut werden: 1. welcher kreative output entspricht am treffensten dem Zeitgeist, welcher k.o. entspricht den theoretischen Vorstellungen. Es geht hier ja nicht um die Deko, die Komplementaer möglicherweise meint, sondern um die Strukturen der Beteiligten, die an der Kunstfindung teilhaben.
    - und so einfach, wie pappe sich das jetzt machen will, ist es auch nicht.
  • eppap
    Ich dachte man könne diese Fragen
    auf einer Bierpappe entwirrt dar-
    stellen.

    Das Problem, was mich dabei auch die
    Rückseite zu benutzen zwänge, täte
    ich das wirklich: es gibt dabei eine
    Zeit zuviel, die immer wieder mit in
    die Gegenwart gezogen wird...
    die Vergangenheit, wenn's beliebt.

    Schneide ich, hier im thread, die
    Rückseite von der Pappe, wird
    mir das vorgeworfen werden, und
    es hieße: *Fingerwackel* "So geht's
    ja nicht, bester Pappe."

    Geht doch.

    - - - - - - - - - - -
    Das sind wohl eher spezielle Vorlieben. Es ging darum, daß Kunststudenten alles in den Arsch geschoben bekommen.


    Da lohnt sich das Zitieren, das ist
    eindeutig mehrdeutig.
  • heinrich
    Die Vergangenheit....
    Meinst du Nationalsozialismus?
    Signature
  • eppap
    Ich meine die Vergangenheit der Kunst
    und das ewige Neuinstallieren dieser
    Sichten.
    Der Nationalsozialismus kann eher als
    Gegenwart angesehen werden. Wenn du
    dich aufmerksam umguckst...
  • heinrich
    Na ewig Gestrige...

    Ich versuche keine Kunst machen...
    Mich interessiert irgendwie nicht
    was ist so besonders modern in der.Zeit...

    Es gibt immer ewig gleiche Fragen
    die in den neuen Gewandern auftauchen und verschwinden...

    In prinzip es ist nicht neues...
    Mit der Kunst kann man das gut nachvollzien...
    Wie ein Dialog zwischen Generationen...

    Das konnte man nur mit theoretischer Ausbildung...
    Was schon siku beschrieben hat...

    In den guten Schulen kriegt man es einfach als unterton
    und hintergrundkenntnisse mit...

    Es wird durch den lehrer zum schuler direkt ubertragen...
    Und als autodidakt das sich selbst einzueignen
    ist nicht moglich...

    :-)
    Signature
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    jaaaaa ... bei den Kunsttheoretikern sieht es sicher anders aus, mit der Provenienz. Die Leute von der schreibenden Zunft lieben Leute wie Basquiat und Meese. Und das umso mehr, je größer ihr theoretischer Background ist.
    Gibts es hier eigentlich auch Leute, die so profund, phantasievoll mystisch über Kunst und Künstler schreiben können wie es in Ausstellungskatalogen zu lesen ist? Wo lernt man sowas? Als bekennender Narzisst bekomme ich ein feuchtes Höschen bei dem Gedanken, ich könnte solch blumige Worte irgendwann über mich lesen.
    Signature
  • heinrich
    Magische Momente in der Kunst?

    Hehe...Wenn du schon ein feuchten Hoschen
    nur bei dem Gedanken
    von den geschriebenen Worten bekommst...

    Dann bist du ein echter Kunstler!
    Und brauchst keine Forderung
    so inspiriert wie du..

    :-)
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