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  • Künstlerförderung der HBK Braunschweig

  • heinrich
    Und wer soll dir den lohn zahlen?
    Das brauchst du doch jeden monat?

    Wie stellst du das dir vor?
    Der Staat...Privatpersonen...?
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  • siku

    danke
    ich hab ja gar keine leise kritik geäussert, sondern eine laute kritik! ich finde das zum kotzen, was in sachen kunstförderung abläuft!
    aber ich kanns nicht ändern!

    seltsamerweise finden das andere künstler oder solche, die es werden wollen, auch noch gut, wie es läuft! nämlich, dass sie eben KEINE förderung bekommen.

    ich versteh nicht, wie man das gut finden kann. jeder künstler braucht förderung, wie soll er sonst in ruhe arbeiten können? also ich meine mit kunst machen: arbeiten an der eigenen künstl. entwicklung, stilfindung, ausdruck. ich meine nicht: schöne bildchen pinseln a la mutti von nebenan. das kann jeder auch am sonntag zweimal im monat. - richtig kunst machen braucht zeit, viel zeit und viel arbeit! das geht nicht, wenn man nicht gefördert wird und arbeiten gehen muss.

    man kann nur eines, vollzeit arbeiten für den lebensunterhalt, oder vollzeit kunst machen! feierabend"künstler" lehne ich ab. wenn man aber vollzeit kunst machen will, braucht man zumindest die ersten paar jahre unterstützung, förderung. andere lehrlinge kriegen ja auch ihr gehalt, obwohl sie noch lernen.


    Hallo Komplementaer,
    hier mal eine etwas andere Betrachtung auf die Kunstförderung:
    die ausgeschriebene Künstförderung trägt das Land Niedersachsen. Diplom-Künstler erhalten eine Ausbildung vom Staat und nun, nach ihrem Berufsabschluss nimmt der Staat noch eine Fürsorgeaufgabe wahr, andere Studienabschlüsse dauern länger, vielleicht ist das eine ausgleichende Gerechtigkeit für Künstler.
    Es ist als prof. Kunstschaffender nur schwer möglich in einem anderen Beruf zu arbeiten und Kunst mal so nebenbei zu machen. Hier wird das "Kunstmachen" erheblich unterschätzt.
    Wenn du eine Arbeit hast, die dich und evtl. deine Familie bereits ernährt, dann müsstest du doch nicht noch in anderen Berufsfeldern wildern - und den Leuten die Arbeit wegnehmen?
    Wenn du Kunst zu deiner eigenen Erbauung machst, dann ist das auch dein Privatvergnügen und das muss dann nicht durch Steuergelder gefördert werden.
    Solltest du Kunst studiert haben, dann hättest du dich zu der entsprechenden Zeit ja auch um eine Stipendium ö.ä. kümmern können.

    Der Steuerzahler muss zwar die Kulturförderung unterstützen, nicht jedoch die individuellen Ambitionen einzelner Kunstliebhaber.

    Reg dich bitte nicht zu sehr auf, es ist Pfingsten.
    Gruß siku
  • komplementaer
    Und Du glaubst ernsthaft, Du kannst zwischen Mist und guter Kunst unterscheiden? Wenn dem so ist, hab ich nichts gegen Deine"hilfreiche Kritik". Meine Erfahrung mit Kunst und sog. Kunstkennern macht mich da sehr skeptisch. Ernsthaft nützliche Kritik kann sich meines Erachtens ausschließlich nur auf das handwerkliche eines Werkes beziehen, denn der Rest ist absolute Ansichtssache. Und Kritik am Handwerklichen kann man sehr
    pauschal und dennoch hilfreich bei fast jedem Bild üben.


    tut aber hier keiner.
    weil handwerk abgelehnt wird.
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  • komplementaer

    Hallo Komplementaer
    hier mal eine etwas andere Betrachtung auf die Kunstförderung:
    die ausgeschriebene Künstförderung trägt das Land Niedersachsen. Diplom-Künstler erhalten eine Ausbildung vom Staat und nun, nach ihrem Berufsabschluss nimmt der Staat noch eine Fürsorgeaufgabe wahr, andere Studienabschlüsse dauern länger, vielleicht ist das eine ausgleichende Gerechtigkeit für Künstler.
    Es ist als prof. Kunstschaffender nur schwer möglich in einem anderen Beruf zu arbeiten und Kunst mal so nebenbei zu machen. Hier wird das "Kunstmachen" erheblich unterschätzt.


    eben


    Wenn du eine Arbeit hast, die dich und evtl. deine Familie bereits ernährt, dann müsstest du doch nicht noch in anderen Berufsfeldern wildern - und den Leuten die Arbeit wegnehmen?


    verstehe den sinn der frage nicht. ich bin künstler. jede andere arbeit verrichte ich zwar, weil ich es muss, wegen des geldes, aber sie hält mich davon ab, zu malen, und ich empfinde das als ausgesprochen hinderlich. ich würde lieber wie alle "von gottes gnade studierten" scheissakademiker (dazu stehe ich, ich mag diese schnösel nicht, die alles hinten rein geschoben bekommen), nur kunst machen und davon leben.

    davon abgesehen existiert theoretisch (steht sogar im gg) in deutschland eine freie berufswahl. ökonomisch, d.h. praktisch, existiert diese nicht, weil so, wie es ist, nur der gut betuchte mensch kunst machen kann, bzw. schon früh kunst studieren - und damit stehen ihmm berufsmässig alle wege offen.

    das ist das, was ich beklage. warum nur die jungen akademikerschnösel gefördert werden.
  • daednU
    sollte mich doch sehr wundern
    wenn inzwischen mehr als 2-3%
    der akademischen maler von ihrer
    kunst leben könnten :-)
  • komplementaer
    komisch. wo die doch so gefördert werden.
  • daednU
    was meinst du mit so?
  • iblum
    ... ich bin künstler. jede andere arbeit verrichte ich zwar, weil ich es muss, wegen des geldes, aber sie hält mich davon ab, zu malen, und ich empfinde das als ausgesprochen hinderlich...


    -dann bist du eben ein schlechter Maler (Künstler)...solche gibts eben auch
  • absurd-real
    ... ich bin künstler. jede andere arbeit verrichte ich zwar, weil ich es muss, wegen des geldes, aber sie hält mich davon ab, zu malen, und ich empfinde das als ausgesprochen hinderlich...


    -dann bist du eben ein schlechter Maler (Künstler)...solche gibts eben auch
    Warum soll man ein schlechter Maler (Künstler) sein, nur weil man noch nicht genug verkauft hat?!
    Signature
  • iblum
    - ganz einfach: nicht man, sondern komplementaer; weil hier das lamento und das flehen nach förderung vermuten lässt, dass man pekuniären erfolg erzielen möchte, aber nicht bekommt und somit die gesellschaftlichen instanzen gerne in die pflicht nehmen würde, um ein behagliches leben als bohemien führen zu können...
  • Vincents_Ohr
    Vincents_Ohr
    @mulbi

    Ich kann komplementaer schon ganz gut verstehen, auch wenn seine Aggression ihn zu so drastischen Worten greifen lässt.
    Es geht ja auch darum, welchen Stellenwert die Kunst in einer Gesellschaft hat. Schon immer wurde die Förderung der Kunst auch als hoheitliche Aufgabe gesehen. Dies tritt imho leider immer weiter in den Hintergrund.

    um ein behagliches leben als bohemien führen zu können...


    Dieser Satz kommt mir so vor, als sei das Wort "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" ein Aphrodisiakum für dich. Wir reden hier doch nicht vom Wetthäkeln. Kunst ist essentiell und Berufskünstler zu sein leider wirklich nur für Menschen zu realisieren, die einen tollen finanziellen Hintergrund haben. Das Klischee vom armen Künstler ist real. Zumindest dann, wenn man sich selbst treu bleiben und sich nicht für's Geld prostituieren möchte, indem man Auftragsarbeiten nach der Farbe der Polstergarnitur o.ä. fertigt. Wobei man vermutlich selbst dann nur schwer ein Leben als "Bohemien" führen kann.
    Signature
  • komplementaer
    - ganz einfach: nicht man, sondern komplementaer; weil hier das lamento und das flehen nach förderung vermuten lässt, dass man pekuniären erfolg erzielen möchte, aber nicht bekommt und somit die gesellschaftlichen instanzen gerne in die pflicht nehmen würde, um ein behagliches leben als bohemien führen zu können...


    das ist leider eine fehlinterpretation deinerseits.

    lamento: ja
    flehen nach förderung: nein

    rechtmässig zustehen würde das jedem, der den beruf/die berufung des künstlers ausüben möchte, denn das gg artikel (bin zu faul zum suchen) garantiert berufsfreiheit.
    de facto besteht aber keine berufsfreiheit.

    "pekuniärer erfolg" ist ein interessantes wortkonstrukt. ohne wirtschaftlichen erfolg in auch nur bescheidenstem ausmaß (also nix mit "behagliches leben als bohemien") lässt sich keine kunst machen.
    auf gut deutsch: Kannst du von der kunst nicht leben, musst du halt arbeiten gehen.

    ist das richtig?

    NEIN.
  • Günter
    Günter
    Die Kunst ist frei, der Künstler will es auch sein, Freiheit ist ein hohes Gut und hat deshalb seinen Preis. Wer nach staatlicher Förderung schreit, sollte wissen, daß das immer auf Kosten der Freiheit geht. Dem, der seinen
    Lebensunterhalt mit Kunst verdienen will, kann man nur raten einen beträchtlichen Teil seiner, hoffentlich vorhandenen, Kreativität für den
    Broterwerb zu nutzen. Von ihrer Kunst können tatsächlich nur die aller Wenigsten leben. Das liegt u.A. auch daran, daß es einfach viel zu viele gibt die von der Kunst leben wollen. Und hinzu kommt, von diesen Vielen sind nur wenige talentiert genug um überhaupt Verkäufliches zu produzieren. Man
    sollte jeden, der vorhat Künstler zu werden zu einer guten Berufsberatung schicken, da wäre schon viel geholfen. Denn hat man sich erstmal auf diesen
    Weg begeben kommt man nur noch schwer davon ab, Folge sind viele prekäre
    Lebensläufe. Es ist auch eine absolute Illusion zu glauben, Können allein würde genügen um ein ordentliches Einkommen zu erzielen, dazu braucht es auch jede Menge Glück und, oder Beziehungen. Ist nicht schön aber wahr!
  • komplementaer
    @mulbi

    Ich kann komplementaer schon ganz gut verstehen, auch wenn seine Aggression ihn zu so drastischen Worten greifen lässt.
    Es geht ja auch darum, welchen Stellenwert die Kunst in einer Gesellschaft hat. Schon immer wurde die Förderung der Kunst auch als hoheitliche Aufgabe gesehen. Dies tritt imho leider immer weiter in den Hintergrund.


    stimmt genau. alle wollen kunst, aber zahlen dafür, dass sie entsteht, will keiner.


    um ein behagliches leben als bohemien führen zu können...


    Dieser Satz kommt mir so vor, als sei das Wort "Wachstumsbeschleunigungsgesetz" ein Aphrodisiakum für dich. Wir reden hier doch nicht vom Wetthäkeln. Kunst ist essentiell und Berufskünstler zu sein leider wirklich nur für Menschen zu realisieren, die einen tollen finanziellen Hintergrund haben. Das Klischee vom armen Künstler ist real. Zumindest dann, wenn man sich selbst treu bleiben und sich nicht für's Geld prostituieren möchte, indem man Auftragsarbeiten nach der Farbe der Polstergarnitur o.ä. fertigt. Wobei man vermutlich selbst dann nur schwer ein Leben als "Bohemien" führen kann.


    hier vertreten halt viele den klassischen kapitalismus: kunst muss sich lohnen sonst ist sie nix. "sich lohnen" heißt: sie muss sich unbedingt verkaufen lassen.
    ist das entstandene dann noch kunst? oder speichelleckerei an denjenigen, die vermeintlich glauben, kunst zu kaufen?

    und: lässt man die käufer dann nicht lieber als vermeintlicher künstler... ups, ich wollte sagen: auftragsmaler, in dem glauben, sie erwürben kunst?

    wer verarscht bei diesem system wen? beide einander, der vermeintliche künstler und der käufer.

    bloß kunst ist das nicht.
    sondern klassisches unternehmertum, es handelt sich also also wirtschaft, kapitalismus. auch an anderen stellen oft "kreativwirtschaft" genannt.

    EKELHAFT.
  • komplementaer
    Die Kunst ist frei


    einspruch. kunst entsteht nur da, wo geld ist. deshalb ist das moderne zeugs auch so langweilig.

    Wer nach staatlicher Förderung schreit, sollte wissen, daß das immer auf Kosten der Freiheit geht.


    sehe ich anders. förderung - monetäre- bringt erst die freiheit, in ruhe zu arbeiten.

    Dem, der seinen
    Lebensunterhalt mit Kunst verdienen will, kann man nur raten einen beträchtlichen Teil seiner, hoffentlich vorhandenen, Kreativität für den
    Broterwerb zu nutzen.


    das bringt ja nun mal gar nichts ausser zeitverschwendung, die fürs kunstmachen fehlt.

    Von ihrer Kunst können tatsächlich nur die aller Wenigsten leben. Das liegt u.A. auch daran, daß es einfach viel zu viele gibt die von der Kunst leben wollen.


    ja klar: gesetze des marktes: zu großes angebot, zu kleine nachfrage.


    Und hinzu kommt, von diesen Vielen sind nur wenige talentiert genug um überhaupt Verkäufliches zu produzieren.


    verkäuflich. daran stoße ich mich ein bisschen. wer nach der verkäuflichkeitsdevise kunst macht, ist kein künstler, sondern unternehmer.
    typisch kapitalistisches fehldenken.
  • Günter
    Günter
    Ich sagte doch, ist nicht schön aber wahr!
    Aber wenn man Deine Gedanken zu Ende denkt, dann willst Du den verbeamteten Künstler. Einen Künstler, dessen Ausbildung und Lebensunterhalt vom Staat bezahlt wird. Warum sollte das dann nicht auch der Maurer, der Schreiner und der Bäcker fordern?
  • siku
    Und hinzu kommt, von diesen Vielen sind nur wenige talentiert genug um überhaupt Verkäufliches zu produzieren.
    verkäuflich. daran stoße ich mich ein bisschen. wer nach der verkäuflichkeitsdevise kunst macht, ist kein künstler, sondern unternehmer.
    typisch kapitalistisches fehldenken.

    also waren Rubens, Gerhard Richter, Franz Marc reine Unternehmer :-), gute künstlerische Arbeiten sind selten abschreckend: ich kenne keine - und halte die Ausrede, dann man nicht verkaufen darf, wenn man ein "ehrlicher" künstler sein will, für Schönfärberei und Selbstbetrug.
    Was machen denn die aktuellen Künstler: die entziehen ihre Arbeiten durch sperrige Darstellungsweise bewußt dem Kunstmarkt, um sich von Sponsoren (marktorientiere Unternehmen), Ankäufen der öffentlichen Hand oder Stipendien finanziell bedienen zu lassen - das ist dann natürlich keine Verkaufstechnik, man nimmt's halt, weil man nicht unhöflich sein will ;-).
    Verbeamtete Künstler gibt es schon - Kunstlehrer, ob die nun die großen Entwürfe in der Kunst machen dürfte bezweifelt werden.

    Irgenwie erinnert mich das Gejammere über den Kunstmarkt an eine Karrikatur: ein fetter Kater lässt sich von einer kleinen Ente auf dem See zum anderen Ufer transportieren - und beklagt während der Reise über seine Abhängigkeit von der schwimmfähigen Ente.
  • _aidualC
    Ihr könnt doch alle nichts.
  • daednU
    der damalige kunstmarkt mochte den blauen
    reiter aber gar nicht...
    ob beim richter anders war?
    förderung jenseitz des marktes hatte er ja..


    ok DER MARKT WIRDS RICHTEN amen
  • heinrich
    Wer mit dem Spruch : "jeder ist ein kunstler...
    (ein alter hut da!)
    Sich noch nicht richtig auseinandergesetzt hat
    hat jetzt ein problem...

    Der akzent ist auf kunstproduktion
    und nicht auf kunstkonsum verschoben worden...

    Wenn ich heute mich mit der kunst beschaftigen will
    dann mache ich mir selber welche...
    :-)
    Mittel und zeit habe ich...
    Und das ist der beste weg die kunst zu begreifen...
    Selber machen...

    Wer meine erzeugnisse mir abkauft ist zweitrangig...
    Auf jeden fall sollte man gute kontakte haben...
    Kunstler ohne kontakte ist ein selbstgrubler...
    Und wenn es noch ernst wird
    eine art der bedrohung fur sich selbt
    und seine umgebung ...familie...beziehung...kollegen...

    Ich kenne eine arztin
    die ihren mann kunstler rausgeschmissen hat
    weil sie so mude mit ihm war...
    Die tochter war bei mir zu besuch...

    Sie hat mein bild gesehen und gesagt...
    Mein papa malt auch...
    Jetzt sind meine eltern geschiedene leute...
    Mit tranen in den augen! ... ja...ja...nichts zum lachen...
    :-)

    Das nennt man paradigmawechsel...
    Ich meine damit
    jeder hat schon sich mit irgendwelcher art von kunst konfrontiert
    Die kunst als ausdruckmittel benutzt
    und es ist ganz normal geworden...
    Kunst selber machen - nicht kaufen...
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