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  • VBAL
    VBAL
    Mein Bruder!
  • Roland Schmid
    Roland Schmid
    Zum Beitrag von BerHWolf : " Du erkennst dich ausschließlich durch andere ...... Ohne andere bist du nichts ",

    hab ich mal Reinhard Mai befragt . Zwar behält er sich in der letzten Strophe ein paar Freunde vor . Allerdings hat er dabei mit Sicherheit nicht an anonyme Mitglieder in Internetforen gedacht. (Die gab`s damals noch nicht).


    Mein achtel Lorbeerblatt

    Dem einen sitzt meine Nase zu weit links im Gesicht,
    Zu weit rechts erscheint sie dem anderen und das gefällt ihm nicht.
    Und flugs ergreift das Wort der Dritte
    Und der bemerkt alsdann:
    Sie sitzt zu sehr in der Mitte
    Und ich sollt‘ was ändern daran.
    Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,
    Und schweig‘ fein still,
    Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt
    Und mache, was ich will.

    Die einen hör‘ ich sagen,
    Ich sei der alte nicht mehr,
    Und wieder andere sich beklagen,
    Daß ich noch der alte wär‘.
    Dann sagt ein Musikkritiker,
    Dem‘s an Argumenten gebricht:
    „Sie war‘n doch früher einmal dicker“.
    Da widersprech‘ ich ihm nicht.
    Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,
    Und schweig‘ fein still,
    Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt
    Und mache, was ich will.

    Am Hungertuch zu nagen,
    Ist des Künstlers schönstes Los.
    Im Gegenteil, so prunkvoll,
    Wie ein Papst sein,
    Macht ihn groß.
    Das alles sei Hose wie Jacke.
    Ob Schulden, ob Geld auf der Bank!
    Hauptsache, er hat ‘ne Macke
    Und nicht alle Tassen im Schrank.
    Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,
    Und schweig‘ fein still,
    Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt
    Und mache, was ich will.
    Dem einen ist meine Hose
    Schon längst zu abgenutzt,
    Dem anderen wieder bin ich
    Zu prächtig rausgeputzt.
    Der Dritte hat was gegen Westen
    Und einen Rat für mich bereit:
    Ich gefiele ihm am allerbesten
    Im langen Abendkleid.
    Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,
    Und schweig‘ fein still,
    Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt
    Und mache, was ich will.

    Mit großer Freude sägen
    Die einen an meinem Ast,
    Die andern sind noch beim Überlegen,
    Was ihnen an mir nicht paßt,
    Doch was immer ich tuen würde,
    Ihre Gunst hätt‘ ich schon verpatzt,
    Also tu‘ ich, was ein Baum tun würde,
    Wenn ein Schwein sich an ihm kratzt.
    Und ich bedenk‘, was ein jeder zu sagen hat,
    Und schweig‘ fein still,
    Und setz‘ mich auf mein achtel Lorbeerblatt
    Und mache, was ich will.

    Es gibt noch ein paar Leute,
    Und an die hab‘ ich gedacht,
    Für die hab‘ ich meine Lieder
    So gut es geht gemacht,
    Die beim großen Kesseltreiben
    Nicht unter den Treibern sind.
    Solang‘ mir ein paar Freunde bleiben,
    Hängt meine Fahne nicht im Wind.
    Und ich scher‘ mich den Teufel um Goliath,
    Und schweig‘ fein still.
    Habt Dank für das achtel Lorbeerblatt,
    Auf dem ich tun kann, was ich will.
  • laG
    Ich habe selbst mal mit der Kunst aufgehört und etwa 10 Jahre lang nichts gemacht. Das kann ich empfehlen. Malerei als "kreatives Freizeitvergnügen" ist unbefriedigend. Abstand ist gut.

    Wenn man sich selbst künstlerische Betätigung verbietet, werden automatisch die inneren Kräfte mobilisiert, die zur Kunst tendieren.

    Wenn man nicht schlafen kann, hilft nur absichtlicher Schlafentzug, wer sich hinlegt um unbedingt schlafen zu wollen, wird scheitern.
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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Zum Beitrag 'Zum Beitrag von BerHWolf : " Du erkennst dich ausschließlich durch andere ... Ohne andere bist du nichts ", hab ich mal Reinhard Mai befragt'

    Das war der Barde mit dem Lied: Über den Wolken (muss die Freiheit wohl grenzenlos sein).

    :-D
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