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  • Ästhetik

  • simulacra
    simulacra Bezogen auf die Bäumchen...
    Symmetrie ist nicht gleichbedeutend mit Ästhetik, wenn auch der Ursprung der Suche nach Symmetrie in der Kunst auf die Bilateralität (der Mensch und viele Tiere sind bilateral aufgebaut), also im Falle Mensch äußerlich ein -nicht 100%iges, aber annährend gespiegeltes- Gleichmaß auf beiden Seiten der Körpermitte hat. In Design und Gestaltung (z.B. Typographie, Architektur, aber auch Proportionslehre beim Zeichnen) ist Symmetrie hilfreich, wichtig und auch ästhetisch, nicht jedoch in der Kunst im allgemeinen. Jedenfalls nicht direkt. Indirekt gibt es hier eine Art Symmetrie, die zur Ästhetik führt, weil in einer (Bild-) Komposition immer auch eine Ausgewogenheit abstrakt ausgewählter Spannungspole besteht.
    Und das Wissen darum fließt in unser Tun ein. Deshalb äußert sich dieses Wissen unglücklicherweise hier und da schon mal als in zu Würfelhusten zurechtgestutzten Bäumen.
    :)
    PS: Ich sehe keinen Unterschied in den Begriffen Ästhetik und Schönheit. Entscheidend ist meine Wertung der jeweiligen Sinnlichkeit/ des Sinns.
    Signature
  • siku
    Ästhetik = Esoterik fürs eingebildete Bildungsbürgertum.
    Das was das das "eingebildete Bildungsbürgertum" jeweils als Ästhetik defi-
    niert, benutzt es um sich vom Volk abzugrenzen. Besonders deutlich kann man diesen Vorgang im Umgang mit der Sprache beobachten. Sobald sich bestimmte Worte im Sprachschatz des gemeinen Volkes wiederfinden, werden sie vom
    "eingebildeten Bürgertum" als fulgär und primitiv bezeichnet. Das gilt für Worte ebenso wie für Gartenzwerge und röhrende Hirsche. Man will sich mit der Abwertung solcher kulturellen "Errungenschaften" vom übrigen Volk distanzieren, in der armseligen Hoffnung dadurch seine eigene Existenz aufwerten zu können. Letztlich alles nur unbeholfenene Versuche des Bürgertums sich mit den Eliten auf Augenhöhe zu stellen. Das Gleiche, wie der berühmte englische Rasen, der aus einer 3 Quadratmeter großen Grasfläche
    vor dem Einfamilienhäuschen gemacht wird. Nachäffen, Nachplappern, so
    kommt man nie zu einer eigenen Meinung oder einer eigenen Weltanschauung.
    Man muß doch nicht das Geschwätz von kranken Philosophen kennen um zu
    wissen was schön ist. Das wäre schon sehr armselig! Jeder hat sein ureigenes Empfinden für Schönheit. Das ist geprägt durch Erlebtes, Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes usw.! Keiner sollte sich von herrschsüchtigen Besserwissern diktieren lassen was für ihn Schönheit ist.



    Reldats,
    das Problem liegt nicht darin, dass das "eingebildete Bürgertum" sich vom "Volk abgrenzen will". Vielmehr hat das "eingebildete Bürgertum" selber provoziert, was es jetzt von dir um die Ohren gehauen bekommt: selber schuld ;-) - und warum?
    In den 70er Jahren des 20. Jhs., du wirst dich noch erinnern können, gab es den Slogan "Bildung für alle" und für die Kunst galt die Maxime: "Raus aus dem Elfenbeinturm, rein in die Fußgängerzone".

    Was ist dann passiert? Die Kunst wollte zum "Volk" aber "das Volk" wollte nicht zur Kunst, d.h. "das Volk", nimmt man deine Texte hier stellvertretend für allgemeines Volksempfinden - und ich meine, da sprichst "dem (wenn du so willst deinem) Volk" durchaus aus der Seele -

    man sah eine Gelegenheit auch zur gebildeten Schicht zu gehören, obwohl man sich mit deren Vorstellungen von Kultur nicht auseinandersetzen wollte, oder nicht konnte, weil die Bildungsmöglichkeiten fehlten.
    Als Ergebnis nimmt man nun, wie du das hier praktizierst, einfach Brocken aus der kulturellen Bildung und verwendet diese gegen das (ehemalige) Bildungsbürgertum als Waffe, um es herabzusetzten und um so doch noch, ohne große Mühe. auf deren Stufe zu gelangen.

    Ich bin es einfach leid, immer wieder die gleiche Leier zu hören, die so nicht stimmt, weil
    Bilder - Verkauf - nichts mit dem Begriff Ästhetik zu tun hat, wie er bei Heinrich benutzt wird.

    Vergleichbar wäre das mit dem Begriff der Romantik:
    da meint man einmal die Epoche im 19. Jh. und ein anders mal Gefühlsschwärmerei im Privatbereich, wie wir sie alle lieben :-)


    PS: ich habe "das Volk" hier in Anführungszeichen gesetzt, weil dieses Begriff, den du hier verwendest, äußerst unpräzise ist, aber man versteht ihn dennoch ;-).

    PPS: das ist die andere Seite der Medaille, die Reldats und hier vorführen möchte.
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  • simulacra
    simulacra
    Die Ästhetik des Bildes erschließt sich nicht allein durch die Bäumchen. Der Fotograf führt durch seine Bemerkung, "ästhetische Bäumchen", in die Irre. Die Bäume als Bäume sind eher unwichtig.
    Dass sie beschnitten sind, macht sie aber uniform.
    Etwas Kopfarbeit.
    Den oder einen anderen gedanklichen Umweg sollte man gehen, um in diesem Foto Ästhetik zu ahnen.
    ;)


    Werten Dank, verehrtester polte.
    Hach, wieso gibt es nicht einfach zu allem eine Erklärung?
    Auch zu dieser, meiner Frage.
    ;)
  • eppap
    siku spinnt sich da was zusammen...
    setzt Bildung mit Kunst und Ästhetik gleich
    und spricht für das Volk der Anführungs-
    zeichen. So einfach geht's wirklich nicht.
    Hugh, ich habe getippt.
  • simulacra
    simulacra Etwas abschwofend...
    Das Volk BRAUCHT Zeichen der Anführung!
    ;)
  • siku
    Der Zaun, also das Geländer. Wie er so Bildeingang (links) mit Bildausgang (rechts) verbindet. Dadurch werden die beschnittenen Bäume quasi zu Außerirdischen, das Chaos auf der anderen Seite des Grabens betrachtend. Respektive nach links abgehende Passanten ... Ästhetischer geht's doch kaum (in diesem Bild).
    ;)

    (Dafür will ich einen grünen Punkt!)


    der grüne Punkt ist gewährt ;-)
    dennoch kann ich deiner Meinung nicht zustimmen:
    "die beschnittenen Bäume" - für dieses Foto hätten auf jeden Fall die herauswachsenden Äste entfernt werden müsen, dann:

    das Foto wirkt überladen und eröffnet 2 Perspektiven auf einen Blick, die aber nicht miteinander harmonieren.
    Das Schloß (oder was auch immer das Gebäude darstellt) ist verbunden mit der Umgebung und der ungestutzten Baumgruppe. Die beschnittenen drei Bäume im Vordergrund scheinen gar nicht zu dem Hintergrundensemble zu gehören, dass der Zaun das ganze abgrenzt bringt es auch nicht mehr. - auch die versetzte Pespektive zwischen den Kunstbäumen und dem Hintergrund gestaltet das Foto unübersichtlich und lässt es überfüllt mit Dingen erscheinen.

    Ich finde das Foto unstrukturiert, der gute Wille für eine künstlerische Fotografie mag ja dagewesen sein, aber schon allein der Umstand, dass die geformten Bäume im Vordergrund mit den ausgewachsenen Ästen vom Fotografen so hingenommen wurden, zeugt von Oberflächlichkeit.
  • siku
    Da hast du recht. Allerdings kann ich einiges hinter dem Geländer im Kopf unscharf stellen, was der Fotograf mit weit offener Blende vielleicht auch hätte schaffen können.


    hätte er das mal gemacht :-))
  • Günter
    Günter
    Ästhetik = Esoterik fürs eingebildete Bildungsbürgertum.
    Das was das das "eingebildete Bildungsbürgertum" jeweils als Ästhetik defi-
    niert, benutzt es um sich vom Volk abzugrenzen. Besonders deutlich kann man diesen Vorgang im Umgang mit der Sprache beobachten. Sobald sich bestimmte Worte im Sprachschatz des gemeinen Volkes wiederfinden, werden sie vom
    "eingebildeten Bürgertum" als fulgär und primitiv bezeichnet. Das gilt für Worte ebenso wie für Gartenzwerge und röhrende Hirsche. Man will sich mit der Abwertung solcher kulturellen "Errungenschaften" vom übrigen Volk distanzieren, in der armseligen Hoffnung dadurch seine eigene Existenz aufwerten zu können. Letztlich alles nur unbeholfenene Versuche des Bürgertums sich mit den Eliten auf Augenhöhe zu stellen. Das Gleiche, wie der berühmte englische Rasen, der aus einer 3 Quadratmeter großen Grasfläche
    vor dem Einfamilienhäuschen gemacht wird. Nachäffen, Nachplappern, so
    kommt man nie zu einer eigenen Meinung oder einer eigenen Weltanschauung.
    Man muß doch nicht das Geschwätz von kranken Philosophen kennen um zu
    wissen was schön ist. Das wäre schon sehr armselig! Jeder hat sein ureigenes Empfinden für Schönheit. Das ist geprägt durch Erlebtes, Gesehenes, Gehörtes, Gedachtes usw.! Keiner sollte sich von herrschsüchtigen Besserwissern diktieren lassen was für ihn Schönheit ist.


    Siku, Deine Art meine Beiträge zu interpretieren ist einfach nur bösartig.
    Ich schreibe seit ich hier schreibe dagegen an, daß es allgemein gültige Maßstäbe für Ästhetik und Kunst gibt. Weil, wenn es sie gäbe die Freiheit sowohl der Kunst als auch des Empfindens von Ästhetik nicht mehr existieren würde.
    Das "gesunde Volksempfinden", das Du bösartig mir andichtest hat bei den Nazis und im sozialistischen Realismus geherrscht, die hatten allerdings Maßstäbe für Kunst und Ästhetik. Muß ich nun davon ausgehen, daß Du diesen Zeiten nach weinst, weil Du ständig mein Verneinen von Maßstäben kritisierst? Hättest Du etwa gerne Maßstäbe, um dem Künstler und dem Betrachter seiner Kunstwerke zu diktieren wie er Kunst zu machen und zu bewerten hat? So wie´s die Nazis getan haben? Dann sag es und hampel nicht so rum!


    Reldats,
    das Problem liegt nicht darin, dass das "eingebildete Bürgertum" sich vom "Volk abgrenzen will". Vielmehr hat das "eingebildete Bürgertum" selber provoziert, was es jetzt von dir um die Ohren gehauen bekommt: selber schuld ;-) - und warum?
    In den 70er Jahren des 20. Jhs., du wirst dich noch erinnern können, gab es den Slogan "Bildung für alle" und für die Kunst galt die Maxime: "Raus aus dem Elfenbeinturm, rein in die Fußgängerzone".

    Was ist dann passiert? Die Kunst wollte zum "Volk" aber "das Volk" wollte nicht zur Kunst, d.h. "das Volk", nimmt man deine Texte hier stellvertretend für allgemeines Volksempfinden - und ich meine, da sprichst "dem (wenn du so willst deinem) Volk" durchaus aus der Seele -

    man sah eine Gelegenheit auch zur gebildeten Schicht zu gehören, obwohl man sich mit deren Vorstellungen von Kultur nicht auseinandersetzen wollte, oder nicht konnte, weil die Bildungsmöglichkeiten fehlten.
    Als Ergebnis nimmt man nun, wie du das hier praktizierst, einfach Brocken aus der kulturellen Bildung und verwendet diese gegen das (ehemalige) Bildungsbürgertum als Waffe, um es herabzusetzten und um so doch noch, ohne große Mühe. auf deren Stufe zu gelangen.

    Ich bin es einfach leid, immer wieder die gleiche Leier zu hören, die so nicht stimmt, weil
    Bilder - Verkauf - nichts mit dem Begriff Ästhetik zu tun hat, wie er bei Heinrich benutzt wird.

    Vergleichbar wäre das mit dem Begriff der Romantik:
    da meint man einmal die Epoche im 19. Jh. und ein anders mal Gefühlsschwärmerei im Privatbereich, wie wir sie alle lieben :-)


    PS: ich habe "das Volk" hier in Anführungszeichen gesetzt, weil dieses Begriff, den du hier verwendest, äußerst unpräzise ist, aber man versteht ihn dennoch ;-).

    PPS: das ist die andere Seite der Medaille, die Reldats und hier vorführen möchte.
  • eppap
    Ich lach mich weg, hier wird tatsächlich
    ein einzelnes Bild eines walk-by-shooting(s)
    mit Wooohohorten kritisiert.
    *Kopfschüttel*

    Die Bäume sind übrigens natürlich so gewachsen.
    Die werden in einer Baum.Fabrik so gezüchtet, daß
    man sie besser lagern kann, weil stapelbar.
  • simulacra
    simulacra
    Mensch pappe, datweißichdoch.
    :)

    Macht aber durchaus Spass, damit zu spielen.
    .


    Jep
  • tescha
    Und wie wäre es, wenn Ästhetik den optimalen Gleichgewichtsmoment beschreibt? Den Moment der alle Kräfte und Spannungen auswiegt? In ihm würden sich auch alle Empfindungen gleichzeitig wiederfinden lassen. Die Harmonie von allen Gegensätzen in einem wörtlich nur schwer beschreibbarem Moment.
    Ja,tescha, kann ich unterschreiben...
    Und wie macht das der Künstler?
    :-)
    Ich mutmaße es geht nicht ohne ein Sich-Fallenlassen, ohne gefühlsmäßige Vertiefung; denn bei den besten Voraussetzungen kann es nicht nur kalkuliert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein Gefühl ohne Gefühl transportiert werden kann. Diese Vertiefung ohne die bewusste Nutzung des Erlernten kann die optimale Kombination aus dem Unterbewusstsein hervor locken.
  • siku
    Ich lach mich weg, hier wird tatsächlich
    ein einzelnes Bild eines walk-by-shooting(s)
    mit Wooohohorten kritisiert.
    *Kopfschüttel*
    .



    „Ich lach mich weg, hier wird tatsächlich
    ein einzelnes Bild eines walk-by-shooting(s)
    mit Wooohohorten kritisiert.
    *Kopfschüttel*


    Mensch pappe, datweißichdoch.
    :)
    Macht aber durchaus Spass, damit zu spielen.
    .



    „Mensch pappe, datweißichdoch.:)
    Macht aber durchaus Spass, damit zu spielen.“




    Jep


    „Jep“

    tolle Kommentare: die heilige Dreieinigkeit "Friede, Freude Eierkuchen."

    die kluge pappe im Freundeskreis : wichtig, lustig, giftig, *schnarch-Kommentare*
  • eppap
    Irgendwas stimmt nicht mit der Zitierfunktion..
    oder die Zahl der quotes oder Kaskadierungen
    wurde drastisch reduziert...

    Mußte ich meinen Beitrag wieder rausnehmen...
  • enoilemak
    gute nacht, schlaft gut....und schnarcht recht schön ;-))))
  • simulacra
    simulacra
    Ich lach mich weg, hier wird tatsächlich
    ein einzelnes Bild eines walk-by-shooting(s)
    mit Wooohohorten kritisiert.
    *Kopfschüttel*
    .



    „Ich lach mich weg, hier wird tatsächlich
    ein einzelnes Bild eines walk-by-shooting(s)
    mit Wooohohorten kritisiert.
    *Kopfschüttel*


    Mensch pappe, datweißichdoch.
    :)
    Macht aber durchaus Spass, damit zu spielen.
    .



    „Mensch pappe, datweißichdoch.:)
    Macht aber durchaus Spass, damit zu spielen.“




    Jep



    „Jep“

    tolle Kommentare: die heilige Dreieinigkeit "Friede, Freude Eierkuchen."

    die kluge pappe im Freundeskreis : wichtig, lustig, giftig, *schnarch-Kommentare*


    Ich hingegegen empfand ihre Bildkritik zu einem im thread womöglich eher als bebilderte Randnotiz gedachten Foto sehr belustigend.
    :)
    Signature
  • eppap
    Aha - so wie es aussieht, habe ich wohl
    versucht einen post zu zitieren, an dem
    gerade das Chaos der Zitate editiert wurde..
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