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  • Verkauf im Ausland, AGB, Wettbewerbsbestimmungen usw?

  • Marion
    Marion Verkauf im Ausland, AGB, Wettbewerbsbestimmungen usw?
    Hallo, eine Frage zu unseren deutschen Gesetzen
    quält mich....
    Wie schaut es aus in der Kunst wenn ein Mr.Noname
    aus Ohio ein Bild von mir kaufen will?
    Ich habe da ja so meine Befürchtungen bzgl. der Gesetzeslage, möchte ich mich doch vorher absichern, um nicht mit beiden Füßen ins Fettnäpfchen zu treten.
    Mein Steuerberater sagt ja, daß ich keine UStNr. brauche, solang es besagten (höheren)Umsatz nicht gibt.
    Mr. Noname kriegt also ein Foto geschickt - ein richtig gutes, so dass es keine Missverständnisse gibt was Farbgebung/veränderung betrifft. Mr. Noname sagt, ich kauf es - so, ich pack es ein und schick es ihm zu.
    Da meinter dann - hmm... naja das blau sieht gelb aus und das grün rot (mal grob umschrieben :-))und er will das Bild zurückschicken. Jetzt hat Mr. Noname aber 200 Dollar gelöhnt und liegt somit ÜBER der in Deutschland festgelegten Grenze von 40 Euro- darf also das Bild zu meinen Lasten zurückschicken- ich hab dafür die doppelten wenn nicht sogar dreifachen Portokosten am Hals, das Bild gemalt und sitz auf dem Bild, und muss weitere Kosten auf mich nehmen, um das Bild weiter zu verkaufen.
    Meine Verschwörungstheorie sieht so aus:
    Der Mr. Noname ist aber selbst Maler :-) *grins*und will mir eins reinbiegen, weil er will mich vom Feld räumen, will meine Kunden für sich selbst haben. Er hat auch noch Mittelsmänner, die alle
    kaufen und zurückschicken wollen, weil des Geldes wegen, die Portokosten und Rücksendekosten summieren sich ins Unendliche... wer dreht da nicht durch?
    Meine Logik sagt mir da - vorprogrammierte Pleite!
    Wie schaut es aus beim Auslandhandel?
    Sind Künstler verpflichtet, AGBs und Widerrufsrecht
    wie vom (deutschen!)Gesetz gefordert, überall wo sie Bilder hin versenden, mit als Vertragsbestandteil einzubinden?

    Ist die Gesetzteslage beim Auslandhandel eine andere? Oder muss man als Künstler überhaupt AGBs haben????
    Fällt eine Skulptur oder ein Bild nicht unter Werkverträge? Welche Kategorie ist man nun einzustufen? Es ist zumindest finanzamttechnisch alles abgesegnet, ich werkel und verkaufe nicht heimlich vor mich hin und der Staat kriegt auch brav
    sein Geld was er verlangt...
    Wenn jemand eine Quelle weiß oder aber selbst gut informiert ist :-), wo man sich diesbezgl. schlau machen könnte, wäre ich überglücklich .
    Dank schon mal im Voraus
    lb. Grüße Marion
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Hallo Marion,

    zuallererst - solange Du im Jahr bis zu 18.000,-- EUR verdienst bist DU nicht Ust-pflichtig und brauchst ergo, weder einen Gewerbeschein noch ein USt-ID! Solltest Du z.B. dieses Jahr über diesen Betrag hinaus Einnahmen haben (auf Rechnung) wirst Du AB dem nächsten Jahr (NICHT rückwirkend) Ust-pflichtig.
    Zum Handel mit Versand - Versandkosten würde ich mir generell seperat bezahlen lassen und im Falle eines Rücktrittes trägt sie bei mir ebenfalls der KÄUFER!
    Und genau für SOLCHE Dinge sind die (A)llgemeinen (G)eschäfts(B)edingungen gut und wichtig! Darin kannst Du nämlich von vorneherein solche Dinge festlegen (u.A. auch WO im Zweifelsfalle bei Rechtsstreiterein das zuständige Gericht ist). Also AGB's schützen DICH, daher nicht schluren an dieser Stelle, ja?! Zum nächsten würde ich eine FRIST für die Rückgabe einräumen (z.B. 14 Tage). Danach - gekauft ist gekauft!! Du kannst ebenfalls eine Klausel in Deinen AGB's einbauen, in welchen Du Dir versichern lässt, dass evtl. Schäden nach Rückgabe vom Verursacher (Käufer) zu zahlen sind und das Geld ERST nach Prüfung zurückzahlen.

    Glaube mir, je nachdem WIE hoch die Versandkosten sind - werden die sich solche Spielchen gründlich überlegen!!!

    Lieben Gruß
    AnneMarie
    Signature
  • Marion
    Marion
    Hallo AnneMarie,

    erst einmal vielen vielen Dank für Deine Antwort.
    Ich meine mal, daß die Versandkosten gerade zum/vom Ausland nicht grad billig sind - für ein Paket in die USA zahlt man ja um die 100Euro. Da ich auch oftmals im Ausland einkaufe, weiß ich auch, daß Selbige hierher auch nicht grad billig sind.
    Demnach ließe sich dieses deutsche Gesetz fast gar nicht aufs Ausland anwenden???

    Natürlich ist Deine Idee mit dem Extra-Abrechnen der Versandkosten nicht schlecht, aber kann man solche Klauseln denn einfach in den AGBs vereinbaren? Sprich damit im Grund das Gesetz "umgehen"? Demnach dürften die Versandkosten doch gar nicht auf der Rechnung auftauchen und nur eine stille Einvernehmlichkeit sein.
    Ich meine, als "gewerblich" gilt man ja erst ab einem bestimmten Umsatz - demnach ist man ja von diesem Gesetz irgendwie entbunden oder irre ich mich da?
    Mein Steuerberater hat lediglich gemeint, ich solle die ausgewiesene MWSt. unbedingt auf Rechnungen weglassen, wenn ich ins Ausland verschicke.
    Außerdem sind doch das bei Künstlern nur 7% wenn ich nicht irre....

    Weißt Du auch, ob ich selbst AGBs erstellen kann für meine Bedürfnisse oder muss ich sowas gleich vom Anwalt absegnen lassen?

    Das ist ein Paragraphenwald und man findet sich nicht zurecht. *stöhn*

    lb. Grüße Marion

    PS: Übrigens wenn das Deine Mieze ist im Avatar
    (wollt ich Dir immer schon mal sagen :-)) dann ist das aber ein Zuckertierchen :-) ich hatte auch mal so einen mausgrauen Russian-Blue-Verschnitt :-).
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  • deirfgeisgnuj
    hallo,

    AnneMarie täuscht sich in ihrem Posting irgendwie komplett. Weder ist man bis zu einem gewissen Umsatz von der Gewerbeanmeldung noch von der Umsatzsteuer befreit. Automatisch schon mal garnicht, die Umsatzsteuerbefreiung kann man beantragen (Kleinunternehmerregelung).

    Wie rechtswirksame AGB auszusehen haben liegt leider auch nicht im Ermessen des Verkäufers, der, wenn er privat handeln würde, diese überhaupt nicht bräuchte. Das ist alles gesetzlich im BGB geregelt.

    Sorry, aber mit soviel Halbwissen um sich zu werfen, ich versteh es nicht. Schon garnicht wenn bei Verstößen ein schönes Sümmchen zusammenkommen kann (allein eine Abmahnung von der WBZ kostet 298 EURO).

    Zum Thema:

    wenn Du Bilder verkaufen möchtest, also mit Gewinnerzielungsabsicht handelst, bist Du gewerblich. Da ich nicht weiss, welchen Umfang deine Verkäufe haben und welche Arbeiten Du weiterhin ausführst (Rahmen, Restaurieren, Installieren) kann ich dir leider nicht genauer raten. Als Künstler ist man in der Regel Freiberufler, braucht kein Gewerbe anzumelden, sondern muss eine Steuernummer beantragen.
    Lass dich am besten mal bei Deinem Finanzamt beraten. Und bitte, keine Rechnungen mit Umsatzsteuer schreiben oder selbstformulierte AGB versenden, wenn Anmeldungs- und Steuertechnisch nicht alles geklärt ist.

    Ansonsten empfehle ich Dir mal in den Foren von ebay zu stöbern, da sind die meisten Fragen recht gut geklärt.

    hier der Link (ich hoffe das klappt):

    http://community.ebay.de/foren.html

    Die beste Lösung ist aber wahrscheinlich doch das Finanzamt oder einen kompetenten Steuerberater zu fragen.


    besten Gruß, Jan
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Da ich selber Rechnungen schreibe, Gesellschafterin und Geschäftsführerin in zwei Firmen war, denke ich schon , dass ich weiss was ich sage - zumal diese Informationen in Übereinklang mit meinem Steuerberater sind!
    Gruß
    AnneMarie
    Signature
  • deirfgeisgnuj
    Du denkst dass du weisst was Du sagst.
    Was Du machst ist mir ziemlich egal, Deine Ratschläge zu befolgen könnte aber für Marion ziemlich teuer werden (bis 18000 EURO keinen Gewerbeschein, tolle Aussage).
    Zieh Deinen Steuerberater nicht mit rein, das ist ja Rufschädigung.
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Freischaffende Künstler gelten zuerst einmal als "Freiberufler" und können damit IHRE frei geschaffenen Werke OHNE "gewerbliche Zulassung" verkaufen!!

    Sollte es sich dabei um eine AUFTRAGSARBEIT handeln, sieht die Geschichte etwas anders aus!
    Sie können Ihre Werke auf Rechnung verkaufen und DÜRFEN keine Umsatzsteuer ausweisen, solange sie nicht VORSTEUERABZUGSBERECHTIGT sind!!!
    VORSTEUERABZUGSBERECHTIGT ist man sobald man UMSATZSTEUERPFLICHTIG ist!
    Dies ist man:
    a) als NICHT-Freiberufler = Gewerbetreibender
    b) selbst als Freiberufler ab einem Jahreseinkommen in Höhe von 18.000,00 EUR

    Gruß
    AnneMarie
    Signature
  • Marion
    Marion
    Hallo Ihr beiden :-)

    erst einmal vielen vielen Dank für Eure Antworten,
    damit ist mir schon richtig gut weitergeholfen.
    Ich würde jetzt zur Sicherheit, nachdems doch irgendwie haarig ausschaut, noch mal beim Anwalt & FA nachhaken, wie es damit ausschaut.
    So wie ich das verstehen kann, ist es mit der UStNummer doch nicht sooo banal.
    Ich will das schon richtig in Sack und Tüten haben, bevor ich noch an irgendwen irgendwie viel sinnloses Geld zahlen muss und womöglich aus Unwissenheit Fehler mach, nach denen ich dann glei zsammpacken kann.
    Danke für alles
    liebe Grüße Marion
  • Marion
    Marion
    PS: @jungsiegfried
    beim FA ist alles soweit angemeldet, steuertechnisch alles geklärt - Gewerbe habe ich auch seit gut 1 Jahr vorsorglich angemeldet.
    Mich hat das nur beunruhigt, da mich vor einiger Zeit mal jemand "belästigt" hat, ich würd gegen deutsche Gesetze verstossen. Was natürlich nun völliger Schwachsinn ist, und es sich wahrscheinlich mehr um missgünstiges Gebahrens seitens eben dieser Person handelt. Gruß M.
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