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  • maltechnik AlexLang

  • Alexander Lang maltechnik AlexLang
    Grias eich!
    Ich freue mich riesig, dass ihr meine arbeit so schätzt und wissen wollt wie meine bilder (zumindest einige davon) entstehen.

    Bei manchen beiträgen und bemerkungen zu meinen bildern habe ich das gefühl, dass der kombinierte einsatz eines computer bei der erstellung eines kunstwerkes nicht so geschätzt wird. für mich ergibt sich gerade darin eine große bereicherungs- und gestaltungsmöglichkeit die hier brach liegt.

    viele künstler versuchen bei einem bild dem original - manchmal auch foto - so nahe wie möglich zu kommen. Ich gehe den umgekehrten weg denn ich versuche aus einem foto einem gemälde so nah wie möglich zu kommen.

    für´s erste gebe ich eine grobe zusammenfassung, genaue schritte erkläre ich dann in einzelne etappen die ich dann nach und nach posten werde:

    1)computer
    - Bildgestaltung und Komposition durch verschiedene techniken der masken-, ebenen- und filtertechnik (kommt dann schon einem gemälde sehr nahe)
    - eine aufrasterung des fertig gestalteten bildes in seine grundfarben insgesamt 9 (rastergröße etwa 4 pixel pro cm) arbeitszeit je nach motiv etwa 2-10 stunden

    2)übertragen auf den bildträger (entsprechende grundierungen und malvorbereitungen gem. dem bildträger und der verwendeten maltechnik)
    die pixel werden auf den bildträger übertragen und zwar pixel für pixel die aufgerasteten grundfarben direkt von der tube auf den bildträger getupft. Als bildreferenz dient die photoshoparbeit die per videobeamer oder diaprojektor auf den bildträger projiziert wird. alternativ gibt es die möglichkeit das rasterbild zu drucken und die einzelnen pixel per pinsel auf das gedruckte bild aufzutragen. Wichtig dabei: die größe und menge der farbtupfen so regelmäßig wie möglich auftragen und nicht mischen. wegen der langen trocknungszeit eignet sich am besten ölfarbe. arbeitszeit bei einem format 100:100 etwa 10-20 stunden.

    3)malen
    danach werden die farbtupfen grob vermalt und vermischt.

    4)fertig stellen
    aufmalen von details dabei evt. das ungerasterte photoshopbild wie oben als referenz verwenden.

    im prinzip doch einfach oder,....

    ais doann probierts des doch anfoch amoi aus und ezöhts ma wies eich dabei gongan is!
    eicha AlexLang
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    Das hört sich ja fast einfach an, wie Du es beschreibst *lach*
    Ich wette die Tücke steckt im Detail! Auf jeden Fall werde ich es ausprobieren und freue mich jetzt schon sehr darauf! Danke, dass Du uns das Zeigst!!!

    Lieben Gruß
    AnneMarie
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  • efwe
    efwe
    interessant!--sehr!-))
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  • Sarina
    Sarina
    Hallo Alex,

    leider habe ich deine Technik noch nicht wirklich verstanden, bin aber auch völlig beeindurckt davon und hoffe dass du es demnächst noch etwas ausführlicher erklärst. Das wäre echt super!

    Ganz liebe Grüße. Sarina
  • stanko
    stanko

    Mein Kommentar war eher eine Verständnisfrage, deshalb poste ich hier den link zu der Kommentarfolge.

    Leider ist meine Frage zu dem Bild aber nicht beantwortet. Falls die Beschreibung allerdings für alle Werke zutrifft, die Du hier ausstellst, habe ich keine weiteren Fragen.

    Und die Diskussion, ob das Kunst ist oder nicht, ist müßig und von mir nicht intendiert.

    Mein Eindruck von dem Bild war, daß es rein in Photoshop erstellt und nicht gemalt wurde. Und dann stellte sich mir die Frage, ob das Bild in die Kategorie "Malerei" gehört oder nicht eher in "Design".

    nichts für ungut
    stanko
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  • deirfgeisgnuj
    Hallo Alex,

    find ich gut, dass du deine Technik quasi "entzaubert" hast und auch etwas zu den Beweggründen schreibst, warum du Deine Werke so und nicht anders (herkömmlich / ohne Technik / wie mans nennen möchte) fertigst.

    Die Resultate sind durchaus beachtlich und es erschließt sich mir auch Deine Intention.

    Was mir etwas fehlen würde ist das Erlebnis des Entstehungsprozesses, der sich in meinem Fall ausschließlich mit dem Pinsel vollzieht.Meine Bilder entwickeln sich beim Malen. Ich verwerfe, arrangiere neu, probiere aus.
    Daher benötige ich auch etwas mehr Zeit für realistische Werke, 10-20 Stunden wären mir zu wenig Zeit um mich mit einem Motiv auseinanderzusetzen.
    Muss dazu natürlich sagen, dass ich den ganzen Tag nichts anderes zu tun hab.

    Abschließend also nochmal Dank und Respekt für diesen Erklärungsthread.


    beste Grüsse,

    Jan
  • hateehc
    hallo alex,

    da bin ich aber mächtig gespannt auf deinen *kurs*. bisher habe ich auch immer gleich drauf los gemalt, aber warum soll man das nicht mal mit dem compi probieren. eben habe ich ein von mir gemaltes katzenauge mit einem bildbearbeitungsprogramm vergrössert. man erkennt durch das grosse raster fast nichts mehr, nur wenn man ca. 6 meter weiter weg steht. aber es ist interessant, wie das bild praktisch in einzelteile zerlegt wird. also dann, freue mich schon.

    liebe grüsse
    cheetah
  • Mo Häusler
    Mo Häusler
    Irritation, was den Einsatz bestimmter "malereifremder" Prozesse betrifft?
    Künstler alter Tage verwendeten die Camera Obscura, zeichneten durch Raster und dergleichen mehr... heutzutage greift man eben zu Diaprojektor und Computer - ich kann daran nichts Verwerfliches finden...
    Und - ich finde auch einen durchaus qualifizierten Mitstreiter an meiner Seite *g*:
    Walter Koschatzky formulierte, dem Künstler müsse technisch alles erlaubt sein, was er zur Umsetzung seiner Vision brauche. Er machte lediglich die Einschränkung, dass zumindest eine gewisse "Haltbarkeit" anzustreben sei...

    Ist es nicht schlicht egal, mit welchen Mitteln man seiner malerischen Intention nachgeht?
    Francis Bacon orientierte sich oft an Fotos, alten Büchern, zerschnitt und faltete seine Vorlagen, setzte alle möglichen Auftragsmittel ein,- auch Klobürsten, er mochte das "Bürstige", schrieb er... egal womit, Hauptsache DASS!

    Alex, hold on *g*
    Grüsse aus Wien

    karana
  • 90_yawanur
    Ha, jetzt habe ich's auch verstanden. Erst Photoshop => dann malen. Ich dachte, andersherum, obwohl das auch keine schlechte Idee wäre. doch jungsiegfried trifft es, denn bei mir ist es nicht anders, bzgl. Entwicklung- und Entstehungsprozess. Denn manchmal sagt die Leinwand oder die Farbe wo es lang geht oder man bekommt ne Eingebung, einen Effekt mit dem ich nicht gerechnet hätte. Das würde jeden festgelegten Plan zerstören und ich bin nicht sicher, ob ich mich dann nicht selbst nötige und der Spaß flöten geht.

    Ich hatte über die Nutzung von Photoshop auch schon nachgedacht, doch dann sitze ich, wie auf Arbeit, die ganze Zeit am PC und bastle stundenlang. Kann witzig sein, weil man dennoch alle Möglichkeiten des Programms besser ausschöpft und sich dann auch in der digitalen Kunst verbessert. Doch mich begeistert mehr, die Zeit vor den Technischen Errungenschaften, wie die Künstler von damals kreativ ihre Gedanken und Visionen umsetzten oder ohne Hilfsmittel realistische Gemälde anfertigten.

    Andererseits ist bei der Nutzung von technischen Geräten (Computer, Beamer, Dia) ein möglicher Garant fürs Gelingen von Proportionen, Räumlichkeit usw. Wo auch meine Probleme liegen, doch ich habe mich eher dafür entschieden, mit meinen (Seh-)Schwächen zu arbeiten und für mich eine Variation der Malerei zu finden, die es lohnt stets zu verbessern.

    Wobei mich die Kunst (das kann man wirklich sagen von dir, Alex) nachdenklich macht und ich am überlegen bin, zu probieren: erst malen => dann Photoshop (und nicht nur zur Korrektur der Fotos). Soviel erstmal dazu… Ich denke wohl noch ein wenig drüber nach.
  • Libbets
    es ist schon klar, dass der Begriff Kunst vieles umfasst.
    Aber für mich bedeuted das:Der Künstler gibt die Wirklichkeit, wie er sie mit seinen Augen sieht, wieder.
    Wenn ich jetzt einfach eine Projektion nachmale geht das verloren und es bleibt nur die nackte Realität, ungefiltert, ohne das persönliche.
    Es gibt nichts Langweiligeres als Perfektion und ich erkenne meistens wenn jemand seine Bilder bearbeitet hat. Die sind dann einfach zu perfekt, irgendwie fehlt das künstlerische.

    Das sollte jetzt keine Kritik an der Methode sein, die find ich nämlich ziemlich gut und das macht bestimmt auch Spass.
    Andererseits kann ich mir dann auch gleich ein Foto großkopieren.
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