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  • Fundstück

  • _em_ton_sti_ Fundstück
    Leonardo da Vinci lässt ein verhülltes Bild zum Betrachter sagen:

    Enthülle mich nicht, wenn dir die Freiheit lieb ist.
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Eine Wahrheit über die Jahrhunderte hinweg.
  • _em_ton_sti_
    Das heißt, Kunst kann uns gefangen nehmen. Bilder (nicht nur Gemälde) können "Macht" über uns haben. Wir sind Augentiere ... sind Bilder für uns gefährlich?
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  • rep
    nicht die üblichen, die man der kunst zuordnet.

    :)))
  • xer
    >> sind Bilder für uns gefährlich?
    Ganz allgemein gesehen sicherlich nicht.
    Ich glaube aber, dass manche Bilder (Künstler) es schaffen uns zu fesseln... durch die psychischen, sind physiologische Auswirkungen,
    meiner Meinung nach, nicht immer auszuschließen.
    Daher im Besonderen: Es kann schon passieren, dass es Bilder gibt, die im Stande sind, manchen Menschen (auf lange Sicht) zu schaden
  • _em_ton_sti_
    nicht die üblichen, die man der kunst zuordnet.

    .. nicht die üblichen? Spendierst du vielleicht noch einzwei weitere Worte? So verstehe ich es noch nicht. Ich bin schon etwas älter ;-) und nicht ganz so schnell.
  • xer
    *gelöscht*
  • _em_ton_sti_
    Sorry. Missverständnis! Postüberschneidung! Das ging an Per und du hast wohl mit mir gleichzeitig geschrieben!
  • xer
    Kann passieren;o)
  • aksorip
    ob es die "üblichen" oder nicht "üblichen" sind, spielt keine Rolle. Die subjektive Wahrnehmung eines Bildes - Bildinhaltes schon eher. Jeder Mensch trägt sein höchstpersönliches Trauma in sich, das aus der Tiefe seines Unterbewußtseins, durch entsprechende "Signal-Schlüssel-reize" im Bild (oder sonstwo), wahrgenommen durch Auge und "inneres Auge",hervorkommend, in diversen Formen Gestalt annehmen kann-im Bewußtsein. Da gebe ich rex recht...ich stelle mir aber auch die Frage, ob Kunst auch "Wahrheiten" aufzuzeigen in der Lage ist, die bewußt werden lassen können, dass es "Freiheit" nicht gibt. Wer will das schon "wahr"-haben ?!
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    ...ich stelle mir aber auch die Frage, ob Kunst auch "Wahrheiten" aufzuzeigen in der Lage ist, die bewußt werden lassen können, dass es "Freiheit" nicht gibt. Wer will das schon "wahr"-haben ?!


    ...diejenigen, die bereit sind sich zu bewegen. Der Rest erstarrt = verharrt.... Angst vor der Konsequenz der Erkenntnis..?!
    Signature
  • aksorip
    Ein verhülltes Bild...enthülle mich nicht, wenn Dir die Freiheit lieb ist...hm...ist der Reiz nicht besonders groß, nur wenigstens einen winzigen Blick auf das Bild erhaschen zu wollen? Sind wir bereit, dafür unsere "Freiheit" zu opfern? Sind wir bereit, die möglicherweise erschreckende Wahrheit zu betrachten - oder auch die möglicherweise "göttliche" Wahrheit, um dabei unsere vermeintliche, kleine Menschenfreiheit auf's Spiel zu setzen, zu erkennen dass wir nur das kleinste Rad im Großen Gefüge sind?
    Natürlich kann Kunst "Macht" über uns haben und uns gefangennehmen...sie kann unsere Denkweise, Sichtweise auf die Welt, auf uns und in uns selbst verändern, uns formen, uns lehren...wenn wir das Tuch wegreißen...vielleicht...wer weiß...weiterzuführender Gedanke...

    Ja, AnneMarie, wahrscheinlich ist das so.
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    ... gleichzeit ist mir die Angst durchaus menschlich verständlich... ist Bewegung/Änderung doch mit vielen Risiken verbunden... bekanntes aufzugeben nicht leicht...
    Am Allerschlimmsten muss es für die "sehenden" sein... die es erkennen und wahrhaben und jetzt die Verdrängungsmechanismen aktivieren, anstatt die Energie anderweitig zu nutzen...
    Sie machen mich traurig... weil ich ihre Traurigkeit sehe und kenne...
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  • geronimo
    geronimo
    hi, sicher sind wir augentiere, dass darf nur nicht zu dem trugschluss führen wir sähen ausschliesslich mit den augen. wir sehen letztendlich das was wir selbst konstruieren, basierend auf unserer individuellen erfahrungsbiografie und abhängig von unserem emotionalen zustand. der bergiff fesseln gefällt mir in dem zusammhang daher nicht ganz so gut. etwas nicht sehen, heisst ja o.g. bedacht keinesweg nichts sehen...
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  • aksorip
    AnneMarie...wenn die "Sehenden" ERKENNEN, warum setzen sie dann noch Verdrängungsmechanismen ein? Was liegt denn in der Erkenntnis? Eine "neue", "andere" "Freiheit"? Was Schlimmes? Du siehst, ich bin der Erkenntnis noch nicht auf den Leib gerückt...ich fasse das Tuch bisher nur ganz vorsichtig an. Was glaubst Du wird von diesen ERKENNENDEN verdrängt...geht das dann überhaupt noch? Ich möchte das anders sehen. Was bedeutet die "Freiheit", wenn sie nichts bedeutet? Kann es sein, dass ich vielleicht eines Tages, nach Mut zur Erkenntnis, frei von "Freiheit" bin, frei für Freiheit? Möglich...
  • xer
    >> Ein verhülltes Bild...enthülle mich nicht, wenn Dir die Freiheit lieb ist...hm...ist der Reiz nicht besonders groß, nur wenigstens einen winzigen Blick auf das Bild erhaschen zu wollen?

    "BITTE nicht nach unten schauen!!!"
    Hört man diesen Spruch nicht immer wieder kurz bevor einer in die Tiefe stürzt?
    (Naja, zumindest in den Filmen)


    >> Sind wir bereit, die möglicherweise erschreckende Wahrheit zu betrachten - oder auch die möglicherweise "göttliche" Wahrheit, um dabei unsere vermeintliche, kleine Menschenfreiheit auf's Spiel zu setzen?

    Du bringst mich auf einen Gedanken.. könnte das nicht sein, dass Leo ein Bisschen Gott spielen wollte?
    Auch dieser hatte dem Menschen geraten von einem ganz bestimmten Baum nicht zu essen.
    Doch die Neugier war zu groß und wurde letzten Endes zum Verhängnis!
    Vielleicht wollte uns Leo vor die gleiche Situation stellen?
    Wie verhältst DU DICH Mensch?
    Kannst du deiner Neugier wiedererstehen?
    Oder wirst du ihr ohne Rücksicht auf (mögliche) Verluste verfallen?


    >> Was liegt denn in der Erkenntnis? Eine "neue", "andere" "Freiheit"? Was Schlimmes?
    Das haben sich zwei Menschen übrigens bereits schon mal gefragt;)

    Vielmehr sollte man sich vielleicht zunächst fragen, was wollte uns Leo erkennen lassen?
    Für mich persönlich stellt sich aber im Augenblick die Frage: inwiefern sind wir bereit und in der Lage aus unseren Fehlern zu lernen?
  • aksorip
    Und das sollte uns ausgerechnet jemand sagen wollen (warnend/"Verhängnis"), der sein ganzes Leben damit zugebracht hat, ihr ohne Rücksicht auf Verluste zu verfallen...mit den tollsten Ergebnissen? ;o) Aber mit dem "Gott"-"spielen" könntest Du durchaus rechthaben!

    Das mit dem "Verhängnis", finde ich toll, bin froh, dass die Eva ungehorsam war :o)
  • xer
    Er war wissbegierig das steht fest.. ich glaube aber nicht, dass hier die Begierde nach dem Wissen um Naturwissenschaften etc. ging, sondern (sollte die Richtung in die ich denke stimmen) um die Begierde absolute Macht zu erlangen.
    Quasi wie Eva und Adam (und sei es nur symbolisch) die besser sein wollten als Gott, oder zumindest hinter sein Geheimnis kommen wollten.
    Ich glaube er hat sich Gedanken darüber gemacht und wollte uns "testen" bzw. zum Denken anregen: wie würdest du dich verhalten?
    Würdest du trotzt der Warnung deiner Neugier, deinem streben nach Macht, worin man die Neugier vielleicht begründen könnte, nachgeben?
  • aksorip
    er hat Menschen aufgeschnitten, um sie zu "enthüllen", rex.
    Das mit der "Macht" ist bestimmt eine Ansichtssache...ich denke nicht, dass er die als 5-jähriger schon an sich reißen wollte, als er auf den Wiesen seiner Heimat anfing neugierig die Insekten zu sezieren. Die Ergründung des Wesens der Dinge...ich finde nicht, dass man davor gewarnt werden muss. Bringt auch gar nichts, denn wir sind Menschen.
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    AnneMarie...wenn die "Sehenden" ERKENNEN, warum setzen sie dann noch Verdrängungsmechanismen ein? Was liegt denn in der Erkenntnis? Eine "neue", "andere" "Freiheit"? Was Schlimmes? Du siehst, ich bin der Erkenntnis noch nicht auf den Leib gerückt...ich fasse das Tuch bisher nur ganz vorsichtig an. Was glaubst Du wird von diesen ERKENNENDEN verdrängt...geht das dann überhaupt noch? Ich möchte das anders sehen. Was bedeutet die "Freiheit", wenn sie nichts bedeutet? Kann es sein, dass ich vielleicht eines Tages, nach Mut zur Erkenntnis, frei von "Freiheit" bin, frei für Freiheit? Möglich...

    Hmmm vieleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt - nein sicher sogar wie mir scheint. OK.

    Ich gehe bei dem Bild davon aus, dass ein Spiegel vorgehalten wird = ergo gelange ich zu der Frage der Selbsterkenntni (denn großen Bogen um die "allumfassende Kenntnis" der Menschheit ist mir im Augenblick dafür zu weit hergeholt... könnte aber trotzdem durchaus sein!).
    Wenn ich diesen Gedanken weiter verfolge.... dann komme ich über Ahnung (das verhüllte Bild) zu Erkenntnis (das ganz/teilweise enthüllte Bild als Spiegel) und dann fängt es ja eigentlich erst an, oder?
    Diejenigen die den Spiegel nicht sehen können, möchte ich jetzt einfach mal aussen vor lassen.
    Mir ging es dabei mehr um diejenigen, die in diesem Spiegel gesehen und erkannt haben..... und jetzt was machen...?
    Ist es Freiheit (diese Frage stellt sich doch erst jetzt).. und selbst WENN - will ich sie.... je nachdem wie hoch der Preis ist...in meinen (des Betroffenen) Augen...
    Und jetzt kommen die Verdrängungsmechanismen:

    Das (Spiegel-)Bild kann doch gar nicht stimmen, weil ich heute nur "schecht drauf bin" .... "andere mir bestätigt haben, dass es nicht so ist".... "ich doch eh nichts dran machen kann".... "und überhaupt - die anderen sind nicht besser"..... "auch ich habe Kinder zu ernähren"..... "wenn dies passiert lebe ich eh nicht mehr"..... etc., etc., etc.,

    Das, was Rex gerade ansprach ist für mich die biblische Gutheissung des "nicht-wissen-wollen-dürfen", weil es einen aus dem kleinen gemütlichen Paradies rausschmeisst... unzufrieden macht...
    Obwohl... hmmmm... es war wie es war... nur als sie sich noch keine Gedanken darum gemacht haben waren sie glücklicher....
    tja - vieleicht liegt genau in diesem Bibel-Abschnitt die Angst davor... vor den Konsequenzen, wenn man am "Baum der Erkenntnis" nascht...?
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