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  • Über das Verstehen der Kunst, Künstler und der Kunstwerke

  • nietsnekloW
    @Rex

    Ich meinte auch nicht "ein Gefühl". Ich unterscheide schon, ob jemand sich in ein Kunstwerk hinein versetzen kann, oder ob er nur eine vorgekaute Interpretation nachplappert.

    Wenn dein Sohn dieses beispielbild gemalt hätte, dann wäre es genauso gut, allerdings kein "Kunstwerk" im klassischen Sinne. Setze ich den richtigen Namen drunter, dann wird es für die Allgemeinheit ein Kunstwerk, auch wenn viele damit vielleicht überhaupt nichts anfangen können.
    Ich finde deine Frage interessant, aber ich für mich würde hier trennen, hat jemand ein Gespür für Kunst oder wird es für den Betrachter nur ein Kunstwerk, weil ein Name drunter steht.
    Damit möchte ich jetzt aber nichts über die Qualität der Bilder ausgesagt haben.
    Das wollte ich eingangs damit sagen, um Kunst zu erkennen, sollte ich eine irrationale Ader haben, von mir aus kann man es auch gefühl nennen, wobei ich den Ausdruck nicht so passend finde.
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    Lassen wir Namen überhaupt weg. Damit wird vom Bild abgelenkt und führt von der Fragestellung weg. Ich denke das die Mehrzahl aller Menschen in dem Bild, bei oberflächlicher Betrachtung, eher nur ein "gekritzel sehen werden. Schon allein die Forderung an den Betrachter sich ein wenig Zeit zu nehmen dürfte für viele neu sein. Vorkenntnisse sind beim Betrachter, m.E. in soweit wichtig das zumindest die Bereitschaft, sich mit einem Bild auseinanderzusetzen, gegeben sein muß. Jemehr sich das Lebensumfeld dem des Künstlers ähnelt, nicht finanziell, um so mehr wird er verstanden werden.
  • xer
    >> ich hab zwei ernstgemeinte antworten auf zwei fragen von dir geschrieben.
    Ich habe nicht angezweifelt, dass sie ernst waren, sondern fand/find nur etwas schade, dass sie so kurz ausgefallen sind

    >> die art der wellen die es schlägt?
    Die Art der Wellen die es schlägt? Hmmm, noch ein Rätsel

    >> issn rahmen drum? hängt es in einem museeum?
    Nein! Weder noch!
    Das Werk ist eben fertiggestellt worden
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  • xer
    >> Ich unterscheide schon, ob jemand sich in ein Kunstwerk hinein versetzen kann, oder ob er nur eine vorgekaute Interpretation nachplappert

    Kannst du dich in das von INM vorgestellte Kunstwerk hinein versetzen?
  • nietsnekloW
    @hofi

    Ich teile deine Meinung bis auf den Punkt mit den Vorkenntnissen. Woher weiss ich, dass der vorgebildete Betrachter nicht nur eine gelernte Interpretation nachredet. Warum sollte es so sein, dass jemand, der nichts über diesen Künstler weiss, es nicht als Kunstwerk erkennen kann. Meiner Meinung nach kann man echtes Kunstverständnis nicht erlernen, man muss es haben, dann kann man es schulen.

    Gruss
  • iriJ
    Kunst zu verstehen ist für mich ein schier unmöglich erscheinendes Unterfangen. Durch ihre Aufgliederung und Zerfaserung in Stile, Epochen, Disziplinen ist ein Kunstverständnis ohne ein Wissensfundament beinahe unmöglich.
    Deshalb begnüge ich mich damit, mich auf die Kunst und auf den Künstler einzulassen. Mit den Jahren habe ich mir ein sozusagen eigenes und nur für mich gültiges Kunstverständnis erarbeitet, dabei gehe ich davon aus das mein Verständnis in Größeren Bereichen eine nicht unerhebliche Beeinflussung durch Vorherrschende Meinungen und Systembewertungen ausgesetzt war.
    Das sehe ich nicht als schlimm an. Sondern eher als Richtungsweiser auf dem Weg durch die dunkle Höhle der Kunst. Mit meiner kleinen Taschenlampe Namens "Jiri´s Kunstverständnis" kann ich nur ein Teilaspekt beleuchten. Das ist mein Schicksal.
    So wie es vielen Menschen in meiner Fachdisziplin, dem Metallbau und der Schweißtechnik geht. (Nur so am Rande.)

    Bei meiner Bildbeurteilung stütze ich mich auf verschiedene Eigenschaften, die da wären. Bildaufteilung, Komposition, Farbe. Dies ist bei Mebert`s Bild nach meiner Meinung in Fülle vorhanden. Es hat einen Horizont, einige Bildpunkte die den Betrachter fangen und zum nachdenken veranlassen, Diagonale Kompositionslinien die, die Einmütigkeit brechen und eine farbliche Abstimmung des Gesamteindrucks.
    Weiterhin ist hier die Bildaussage zu Beachten die dem Betrachter einen eigenen Raum für Interpretationen lassen. (Eingeschränkt natürlich durch die Mebert´sche Weichenstellung im Titel und der Einlassungen zum Bild.
    Als weiteres ist dieses Bild poetisch zu betrachten wobei die kleinen Gestalten im Stile von Playmobil hier einen Besonderen Reiz ausüben.

    Für mich ist es Kunst.

    Das bedeutet nicht, das ein anderer der im Besitz einer anderen Konditionierung ist, dies genauso empfindet.

    Kunst ist Subjektiv und wird sich „Zitat Jiri“ dadurch immer der Objektiven Bewertung entziehen.
  • xer
    >> Wenn dein Sohn dieses beispielbild gemalt hätte, dann wäre es genauso gut, allerdings kein "Kunstwerk" im klassischen Sinne
    Wieso denn nicht?
    Das ist es doch was ich nicht verstehe!


    >> Setze ich den richtigen Namen drunter, dann wird es für die Allgemeinheit ein Kunstwerk, auch wenn viele damit vielleicht überhaupt nichts anfangen können
    Das wäre meine Befürchtung, ich hoffe aber dass sie sich nicht bewahrheitet


    >> um Kunst zu erkennen, sollte ich eine irrationale Ader haben
    Ich bin der Meinung, dass entsprechende Bildung da sehr hilfreich sein könnte. Kunstgeschichte, Psychologie etc





    @INM:
    An dieser Stelle sorry! Jetzt weiß ich dass dein Vorschlag auf jeden Fall besser war. Danke dafür!!!
  • nietsnekloW
    Kannst du dich in das von INM vorgestellte Kunstwerk hinein versetzen?
    Ja, wobei es am Orginal einfacher wäre, aber auch so gibt es einige Details in dem Bild, die mich ansprechen und es über "Telephoniergekrakel" herausheben und es für mich zu einem Kunstwerk machen.
  • osas
    bzgl rätsel...der unterschied ist nicht im bild zu finden sondern im kontext der entstehung und im betrachter und in den vielfältigsten verstrickungen in und aus denen wir und unsere weltkonstruktionen existieren.

    machen die 2 kurzen antworten denn sinn für dich?
  • xer
    >> Ja, wobei es am Orginal einfacher wäre, aber auch so gibt es einige Details in dem Bild, die mich ansprechen und es über "Telephoniergekrakel" herausheben und es für mich zu einem Kunstwerk machen

    Was wäre, wenn ich dich, sagen wir mal, hintergangen hätte, und das Bild tatsächlich von meiner kleinen Tochter stammen würde?
  • nietsnekloW
    >> Wenn dein Sohn dieses beispielbild gemalt hätte, dann wäre es genauso gut, allerdings kein "Kunstwerk" im klassischen Sinne
    Wieso denn nicht?
    Das ist es doch was ich nicht verstehe!
    Da habe ich mich ein wenig missverständlich ausgedrückt.
    Sicher wäre es genauso auch ein Kunstwerk, nur es würde von der Kunstszene nicht als solches anerkannt werden, weil da kein Name, den man kennt drunter steht. Ich glaube, dass ist leider in vielen Fällen so.
    "Beuys hat einmal gesagt, egal was ich mache und wenn ich auf den Boden spucke, es ist immer Kunst, weil ich es mache."
    Das gilt nicht 100% aber 90%ig
  • nietsnekloW
    Was wäre, wenn ich dich, sagen wir mal, hintergangen hätte, und das Bild tatsächlich von meiner kleinen Tochter stammen würde? [/quote]

    Dann würde ich sagen, sorge dafür, dass Deine Tochter immerweitermalt, weil sie nämlich Talent hat.
    Ich kann es schwer beschreiben, was es ist, aber ich sehe mehr als Gekritzel
  • Horst Fischer
    Horst Fischer
    >Ich teile deine Meinung bis auf den Punkt mit den Vorkenntnissen. Woher weiss ich, dass der vorgebildete Betrachter nicht nur eine gelernte Interpretation nachredet.<
    Mir fällt zu dem Wort "Vorkenntnisse" kein besseres ein. Ich meine damit nicht die technische Seite. Eher so eine Art "positiver Grundeinstellung".
  • nietsnekloW
    @hofi

    Dann teile ich deine Meinung ganz:-)
  • xer
    >> der unterschied ist nicht im bild zu finden sondern im kontext der entstehung
    Welcher Kontext könnte das sein?


    >> im betrachter und in den vielfältigsten verstrickungen in und aus denen wir und unsere weltkonstruktionen existieren
    Scheint mir vetständlich, jedoch teile ich deine Meinung diesbezüglich nicht. Nicht der Betrachter macht ein Werk zum Kunstwerk. So sehe ich das
  • xer
    Ich danke euch für die Antworten, aber ich kann jetzt nicht alles auf ein Mal lesen, überdenken und beantworten. Sorry! Ich gebe mir Mühe..
    andererseits hatte ich gehofft einen Thread aufgemacht zu haben, in dem alle miteinander disskutieren könnten
  • nietsnekloW
    Nicht der Betrachter macht ein Werk zum Kunstwerk. So sehe ich das


    Da gebe ich dir recht, ein Kunstwerk macht der Künstler, aber das "verstehen des Kunstwerkes" macht der Betrachter. Und je mehr Betrachter es verstehen, desto mehr wird es für die Allgemeinheit zu einem Kunstwerk.

    So, ich muss jetzt leider weg

    Einen schönen Abend euch allen

    Gruss
  • xer
    >> Kunst zu verstehen ist für mich ein schier unmöglich erscheinendes Unterfangen
    Ich meine zu wissen worauf du hinaus willst, ich könnte mir auch vorstellen, dass man niemals alles begreifen wird, aber man kann/muss versuchen möglichst viel zu verstehen. Einem Ziel unermüdlich folgen

    >> Weiterhin ist hier die Bildaussage zu Beachten die dem Betrachter einen eigenen Raum für Interpretationen lassen
    Ist das immer so?
    Was ist dann damit: 🔗 ?

    Danke Jiri, ich finde deinen Beitrag sehr hilfreich. Ebenso wie die anderen, nur muss ich an vielen Stellen noch nachfragen
  • xer
    >> Da gebe ich dir recht, ein Kunstwerk macht der Künstler, aber das "verstehen des Kunstwerkes" macht der Betrachter. Und je mehr Betrachter es verstehen, desto mehr wird es für die Allgemeinheit zu einem Kunstwerk

    Ich finde diesen Satz zielmlich genial!
  • osas
    "Welcher Kontext könnte das sein?" Twomblys Story!

    "Nicht der Betrachter macht ein Werk zum Kunstwerk"
    mh...
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