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  • Gedanken zur Vergangenheitsbewältigung

  • nietsnekloW
    @modwulf, ehrlich gesagt, finde ich, dass es bezüglich der Neo-Nazis hier momentan überhaupt keine Hysterie gibt, ich habe zwar keinen Fernseher, aber ich lese viel Zeitung (Süddeutsche) und da ist diese Thematik so gut wie verschwunden.
    Das darüber aufgeklärt wird, finde ich gut, mit jeder generation wachsen Menschen heran, die darüber aufgeklärt werden müssen, schlecht finde ich, dass es Menschen gibt, die unsere Geschichte auf 12 Jahre reduzieren.
    Du schreibst, es ist ein halbes Jahrhundert her, das gilt dann aber wohl auch für die Vertriebenenverbände, die heute teilweise immer noch nach Revanche schreien, auch die Vertreibung ist schon ein halbes Jahrhundert her. ich hoffe, du beziehst in Deine Argumentation auch diese ein.

    Gruss alex
  • artorange
    artorange
    rassistisches gedankengut ist in deutschland immer noch akut. es wurde von generation zu generation weitergegeben.

    die "nationalfühlenden" deutschen glauben die "anderen nationen" würden sie als RASSE für abartige monster halten. nur diese vorstellung existiert nur in den köpfen diese rassisten. sie begründen ihre nationalidentität nicht durch positive eigenschaften, wie menschenliebe, lebensfreude, gastfreundschaft. sie unterstellen anderen nationen genau so schlecht, oder noch schlechter zu sein als die eigene rasse. dies ist ihre nationale identität.
    sie erwarten eine kollektive verurteilung, weil sie selbst kollektiv (rassistisch) verurteilen und nicht anderes denken können.
    rassisten gibt es in allen ländern, nur in deutschland haben die rassisten trotz den verlorenen krieges überlebt und ihr rassistisches gedankengut weitergegeben. der rest der bevölkerung wurde dezimiert.
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  • nietsnekloW
    rassistisches gedankengut ist in deutschland immer noch akut. es wurde von generation zu generation weitergegeben.

    die "nationalfühlenden" deutschen glauben die "anderen nationen" würden sie als RASSE für abartige monster halten. nur diese vorstellung existiert nur in den köpfen diese rassisten. sie begründen ihre nationalidentität nicht durch positive eigenschaften, wie menschenliebe, lebensfreude, gastfreundschaft. sie unterstellen anderen nationen genau so schlecht, oder noch schlechter zu sein als die eigene rasse. dies ist ihre nationale identität.
    sie erwarten eine kollektive verurteilung, weil sie selbst kollektiv (rassistisch) verurteilen und nicht anderes denken können.
    rassisten gibt es in allen ländern, nur in deutschland haben die rassisten trotz den verlorenen krieges überlebt und ihr rassistisches gedankengut weitergegeben. der rest der bevölkerung wurde dezimiert.



    Das ist mir aber auch zu pauschal, nicht jeder Deutsche mit nationalidentität denkt so, ich schaue auf niemanden runter (oder rauf), mir ist es wurscht, woher einer kommt, ich hatte noch nie als Deutscher Probleme im Ausland und keine mit Ausländern hier.
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  • artorange
    artorange
    mir wäre auch nie in den sinn gekommen alle deutschen als rassisten zu betrachten. sonst wäre ich ja selbst ein rassist.
    den rassisten fällt es eben schwer mörder der eigenen rasse als solche zu betrachten, weil sie glauben sich selbst damit zu belasten. sie müssten sich dann SCHULDIG fühlen. DAS ist ja ihr problem. deswegen unterstellen sie den anderen, die sollen sich genauso schuldig fühlen. aber das tun sie nicht, weil sie keine rassisten sind.
    würde einem holländer jemals einfallen, die verbrechen eines SS-holländers durch auswchitz zu relativieren?
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  • nietsnekloW
    ja und nein, ich denke, dass mit der Schuld eingestehen ist sicher ien Problem von Rassisten, aber ich habe auch ein paar Leute im Bekanntenkreis, die relativieren auch furchtbar gerne und versuchen, Schuld mit andere Schuld auszugleichen, sie sind aber bestimmt keine Rassisten.
    Wahrscheinlich trifft auf die zu, was Du weiter oben gesagt hast, dass sie glauben, die ganze Welt hackt auf ihnen herum, weil sie Deutsche sind, darum würden sie es am liebsten vergessen. Solche Minderwertigkeitsgefühle halte ich für gefährlich, sie sind ein guter Nährboden. Die meisten Diktaturen wachsen auf dem Gefühl der Minderwertigkeit.
    Vergessen kann man das dritte Reich nicht, wie soll das gehen, ich muss mich auch nicht vor schlechtem Gewissen zerfleischen oder mich mit schuldgefühlen beladen, ich kann nichts für das, was passiert ist, dafür bin ich viel zu jung, aber ich habe ein Verantwortung mitbekommen und die trage ich.

    Das deutsche Nationalgefühl hatte seit Wilhelm II die unangenehme Eigenschaft, sich gross zu machen indem man andere klein und minderwertig macht.
    Ich habe eine Menge griechische Freunde, die haben auch einen Nationalstolz und dass nicht zu knapp, aber die würden nie auf andere Länder oder Völker herabsehen, das müssen viele Deutsche noch lernen, dass ich mein Land gut finden kann, ohne das andere schlechter sein müssen.
    Dauerndes Schuldrelativieren ist da sicher der falsche weg.
  • artorange
    artorange
    Die meisten Diktaturen wachsen auf dem Gefühl der Minderwertigkeit.


    das ist ein sehr gesunder gedanke. wenn man das ängstliche "die meisten" durch ALLE ersetzen würde wäre er sogar weise :-).

    aber mit dieser erkenntnis machst du dir mit sicherheit keine freunde, weder unter den deutschen, noch unter den griechen oder anderen völkern, die es zur totalitarität gebracht haben.

    denn du hast (in vielen fällen) mit den menschen zu tun, die immer noch unter den massenminderwertigkeitskomplex leiden. und ja, es ist sehr gefährlich wenn sich mehrheiten aus diesem gefühl ihre nationalidentität stricken.
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  • nietsnekloW

    das ist ein sehr gesunder gedanke. wenn man das ängstliche "die meisten" durch ALLE ersetzen würde wäre er sogar weise :-).



    Das war nicht ängstlich, sondern bewusst, es gibt auch andere Gründe für Diktaturen
  • Annemarie Siber
    Annemarie Siber
    ...............Minderwertigkeitsgefühle halte ich für gefährlich, sie sind ein guter Nährboden. Die meisten Diktaturen wachsen auf dem Gefühl der Minderwertigkeit..


    JA - damit hast Du einen wesentlichen Kern dieses Phänomens in Worte gefasst. Es ist eine der zentralen Aussagen in diesbezüglichen Untersuchungen, aber (wie du auch sagst) nicht der einzige Grund.

    ...............Vergessen kann man das dritte Reich nicht, wie soll das gehen, ich muss mich auch nicht vor schlechtem Gewissen zerfleischen oder mich mit schuldgefühlen beladen, ich kann nichts für das, was passiert ist, dafür bin ich viel zu jung, aber ich habe ein Verantwortung mitbekommen und die trage ich. ..


    Dies sollten die Worte "kollektive Verantwortung" ausdrücken.

    ...............Das deutsche Nationalgefühl hatte seit Wilhelm II die unangenehme Eigenschaft, sich gross zu machen indem man andere klein und minderwertig macht.
    Ich habe eine Menge griechische Freunde, die haben auch einen Nationalstolz und dass nicht zu knapp, aber die würden nie auf andere Länder oder Völker herabsehen, das müssen viele Deutsche noch lernen, dass ich mein Land gut finden kann, ohne das andere schlechter sein müssen..


    Das ist halt das ständige verwechseln von "Stolz" mit "Arroganz".

    ...............Dauerndes Schuldrelativieren ist da sicher der falsche weg.


    Die Realitvierung dient dazu, sich in seiner Arroganz und/oder Minderwertigkeitsgefühl im Umfeld zu überprüfen - DAMIT klar wird DAS Menschen nicht besser/schlechter aufgrund nationaler Zugehörigkeiten sind. Insofern halte ich Relativierung für wichtig - wenn sie nicht misbraucht wird. Die Grenze dazwischen ist gefährlich fliessend - zugegebenermassen. Ist aber ein Problem der Verwendung der Relativierung und weniger der Relativierung an sich.
    Alles im Leben ist relativ!!!
    Ein Mensch ist relativ böse - relativ gut - das Leben ist relativ lang - ein schöner Moment ist relativ kurz. Ein verregneter Tag ist relativ trüb...... usw.

    Mit Relativierung kann man sich einen kurzen Moment über diese persönliche Sicht erheben und es versuchsweise mit anderen Augen betrachten...... das kann helfen den Standpunkt zu überprüfen und ggfs. Konsequenzen daraus zu ziehen... kann.... wenn man will!
    Als Beispiel:...mir hilft Relativierung, wenn ich Kummer habe und mich umschaue wie relativ gut es mir doch im Vergleich zu anderen Menschen geht.
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  • El-Meky
    El-Meky
    Aktuelle Meldungen finde ich zu Hauff, wenns um Ausländerfeindliches Benehmen /Handlungen in Doitschland geht.

    Hier ist übrigens der Link zur 'online Zeitung'
    die es sich für mich persönlich lohnt zu lesen.

    🔗


    Die Vergangenheit bewältigen fängt für mich im Alltag an , durch Zivilcourage z.B.
    lg Ella
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  • artorange
    artorange
    man/frau kann auch relativ dumm sein, aber niemals relativ schwanger oder relativ mörder.
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  • sylviA
    @Artorange du drehst dir deine Wahrheit hin wie es dir gefällt du bist nicht objektiv daher nutzt eine Diskussion mit dir genau soviel wie wenn ich es dem Wald erzähle. Deine Meinung scheint nicht von eigenen Erlebnissen her zu rühren sondern von irgendwelchen Geschichten die in jedem Land hätten stattfinden können.
    Ich wiederhole es nochmal. Deutschland ist im vergleich zu vielen anderen Ländern sehr ausländerfreundlich. So emfpfinde ich es und sicher auch viele andere Ausländer.
  • artorange
    artorange
    Deine Meinung scheint nicht von eigenen Erlebnissen her zu rühren sondern von irgendwelchen Geschichten die in jedem Land hätten stattfinden können.


    das stimmt ich kann lesen und tue es auch gerne. wenn dich die geschichte und die gegenwart des landes in dem du lebst nicht interessiert, ist es deine sache.

    Ich wiederhole es nochmal.


    nein tust du nicht. du hast vorhin etwas anderes gesagt.

    deutschland ist ein relativ ausländerfreundliches land. wenn du mehr über dieses land erfahren möchtest, könntest du einer der "nationalbefreiten zonen" besichtigen. dort gibt es menschen, die relativ unfreundlich sind. aber vielleicht kommst du da relativ lebend wieder raus, dann kannst du uns aus "von den eigenen erlebnissen" berichten.
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  • fluwdom
    @Wolkenstein ja im TV tauchen die rechten jetzt bald wieder auf warte mal was alles über die "rechte gefahr" vor den Wahlen berichtet wird. Die Hystrie findet aber auch im Internet statt es gibt hunderte Seiten "gegen rechts" und gegen "rechte gewalt". diesen paar tausend die damit gemeint sind kommt viel zu viel aufmerksamkeit zu gute. Wenn am ersten Mai Innenstädte verwüstet werden von sogenannten autonomen ist das heute kaum noch eine schlagzeile wert höchstens das es weniger verletzte waren wie das jahr zuvor.

    ja du hast recht wolki. wenn man von "schlussstrich" redet dann muss man auch einen SChlussstrich bei der vertriebenen politik ziehen. da aber der eine nicht gezogen wird, wird auch diese sache noch eine weile andauern.

    @heliopo das ist genau eine von diesen seiten die ich oben meinte. Entschuldige aber vieviel muss man dem ganzen glauben schenken? ich wohne in einer stadt die zu 30% aus ausländern besteht mit den meisten kommt man ganz gut zurecht. wenn es schlägereien zwischen jugendlichen banden gibt ist die nationalität zweitrangig. aber wenn ausländer die leidtragenden sind (obwohl sie größtenteils austeilen) dann kommt wieder die böse-Nazi-keule. Verzeihung aber das ist lachhaft.
    Vor jahren hat hier in der stadt eine Moschee gebrannt. Unsere Stadt kannte kein schwein aber durch das ereignis wurde sie in den medien gezeigt. natürlich hieß es "rechtsradikaler hintergrund bla bla" als dann aber herauskam dass die Türken selbst die brandstifter waren kam nichts mehr im TV. Keine quote? oder darf man nicht sagen wenn Ausländer etwas verbocken?
  • trance-x
    trance-x
    artorange ...

    westdeutschland/grosser teil von berlin ist relativ auslaenderfreundlich. die "national befreiten zonen" und gefaehrlichere regionen, die es definitiv gibt, befinden sich vor allem in ostdeutschland. da wiederum gibt es unterschiedliche schwerpunkte.
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