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  • SEHESCHULE

  • schroedinger
  • siku

    Die Aufgabe war...
    Das Bild soll leuchten...
    So ungefähr wie hier...


    Schiffsuntergang
    :-}


    hier stellen sich gleich mehrere Fragen:
    1. Ursache der Farbintensität: der Monitor mit erweitertem Farbspecktrum oder das Original Gemälde? Wer hast*s gesehen?

    2. Die umweltfreundliche Wiederverwendung von Färbelauge für Jeans:
    Wasser/ Lauge braucht man zum Malen überhaupt nicht! Was wird also wiederverwendet: übriggebliebenen Farbpigmente, die bereits künstlich hergestellt wurden - es ist sicher kein Lapus Lazuli dafür angerieben worden. Auch sehen die Bilder nicht so aus, als wären sie in "Jeanstunke" entstanden.
    3. Wo geht hier ein Schiff unter, ich sehe keins, oder ist es bereits untergangen - vielleicht in der Fantasie des Malers oder der Betrachter, dann könnte man das Bild ja alternativ auch in "Untergang eines Seeungeheuers" umbenennen. ;-)

    Rätsel über Rätsel

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Ach, und ich dachte schrödinger meint die cloud :D

    heinrich, auf einer farbigen Abbildung siehst du immer nur Farben und Helligkeitsunterscheide, jedenfalls solange das Licht an ist, dachte ich bisher, belehre mich eines Besseren.
    Abgesehen von reliefartigen, spachteliegen Effekten, kannst Du diese Farben und Helligkeitsunterscheide auf unterschiedlichste Art und Weise herstellen.
    O.k., damals hatten sie vielleicht nur Eier und Öl.

    Welcher Freak guckt sich denn Gemälde mit der Lupe an? ;-)

    Deine Dürer Kopie erscheint mir übrigens recht flach und ausdruckslos, leblos im Vergleich zu dem anderen Bild. Dem Original?
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  • schroedinger
    schroedinger wölkchen
    Iborian, ich hab es nur für heinrich geschrieben.
    :)
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  • heinrich
    Danke, schrödi,
    aber das war nun wirklich nicht nötig gewesen...

    OK, Dürer hat auch seine Farben selbst nicht angerieben...
    Vielleicht hat er sie schon damals fertig in der Werkschtatt abgeholt...

    :-}

    Mich interessiert aber nicht nur WAS? sondern auch WIE?
    Besonders was, die Lasurtechnik betrifft...

    Und hier, es leuchtet...

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Rosenkranzfest_Selbstbildnis_Duerers.jpg

    Und das ist die rot-ockrige Imprimitur,
    die durchscheint...

    Vielleicht hatte das Bild früher noch mehr Leuchtkraft,
    was in der Kopie schon einfach bis zum Übertreiben gebracht hat.......
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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Wirken tut dies aber, auch im Vergleich zur Kopie, durch den differenzierten, lebendigen Gesichtsausdruck.

    Hat die damals die Technik als solche wirklich so sehr interessiert?
    War das nicht auch nur Mittel zum Zweck, um bestimmte Farbwwirkungen einfacher zu erreichen, oder so?

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  • heinrich
    Und ob! Mein Lieber....!
    Sie haben damals alles neu erfinden müssen...

    Nur nicht weiter gegeben...
    Viel ist verloren gegangen....
    Man kann es heute nicht mehr nachmalen, fertig...

    :-}
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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Ich denke, es gibt hier jemanden, der könnte das :D

    Also, nicht kopieren, sondern ein derartige Wirkung erzielen.

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  • heinrich
    Mit der Lupe sieht man besser,
    wie Dürer Haare gemalt hat...
    Und das war seine Stärke...


    Sie waren nicht hineingekratzt,
    sondern als scharfe Wasserstriche in nasse Ölfarbe gezeichnet...
    Also, er zeichnete mit Wasser...

    :-}
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  • heinrich

    Ich denke, es gibt hier jemanden, der könnte das :D

    Also, nicht kopieren, sondern ein derartige Wirkung erzielen.



    Reiser? Er hat da oben ein futuristisches Bild mit Video reinverlinkt...
    Voll auf der Schiene gegen Kopierens...

    :-}

    Signature
  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian
    Futuristisches Bild?
    Vor 100 Jahren? :D

    Ist doch nur das Fehlfarben Stück, welches zu Hausbesetzerzeiten hoch und runter genudelt wurde.
    Copysprüche wegen YouTube.



    Was mir noch einfiel:
    Der Typ, den Du Dir da aus dem anderen Bild gepickt hast, Dürer, der fiel gleich auf, weil er als einziger aus dem Bild raus guckt, so als gehörte er nicht wirklich zur Szenerie.
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  • heinrich
    Ich denke, das war nur ein Auftragsbild für ihn...
    Weil da sind viele Reiche (mit schwarzen Mützen) und Wichtige abgebildet...
    Und er gehörte damals nicht dazu...

    In der Wiki steht, er wollte damit beweisen,
    dass er auch mit Farben umgehen kann...

    :-}
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  • heinrich
    heinrich.
    auch rembrandt hatte eier ...
    :)

    und cloud meint diese schöne datenwolke.



    Auch Rubens hatte Eier...
    Hier:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c8/Peter_Paul_Rubens_090.jpg

    Zum Analysieren nehmen wir das:

    Um 1636:

    http://www.malerei-meisterwerke.de/images/peter-paul-rubens-portraet-der-helene-fourment-mit-ihrem-erstgeborenen-sohn-frans-08702.jpg

    Hier sehen wir seine Frau Helene Fourment links auf einem kostbaren Hocker
    mit rotem Bezug und ausgelegtem prachtvollem Brokatstoff.

    Den Kopf etwas zugeneigt,
    schaut sie den Betrachter kühl und gelassen an...

    Auch der nackte Sohn Frans auf ihrem Schoß
    nimmt den Betrachter war...

    Etwas ängstlich wendet er seinen Körper der Mutter zu,
    die ihn ruhig im Ring ihrer Arme hält.
    (Wie eine Henne mit ihrem Kücken...)

    :-}

    Das unterschtreichen noch der weißen Feder auf dem schwarzem Hut
    auf seinem Köpfchen...

    Sein Hut wird hier vom breitkrempligen
    goldfarbenen Hut der Mutter überfangen....

    Beide haben große dunkle Augen...

    Man kann auch die Säule rechts beschreiben...
    Sie steht auf kräftigem Postament fest und sicher,
    wie auch der Sohn auf dem Schoß seiner Mutti fest und sicher sitzt...



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  • schroedinger
    schroedinger mein sehebild - g.



    -----------über führ-----------


    ab gang---------------auf lauf


    -----------unter tauch----------




    Signature
  • heinrich
    Ich finde, sich ein Bild richtig anzuschauen,
    bedeutet auch über seine Material und Technik Bescheid zu wissen...

    Sonst ist das Bild nur mit einem Auge gesehen...

    :-}

    Dürer trennte die Frabflächen klar von einander...

    Rubens hat seinem Bild einen bestimmten Gesamtton gegeben,
    ein goldenes Schimmern überall...

    Und wie hat er das gemacht?
    Lasurtechnik, schichtenweise Malerei...

    Von rechts nach links...
    Hier kann man diese Schichten beobachten..

    Zuerst ockerfarbige Imprimitur über weißen Bildgrund...
    Darauf zeichnete er sein Bild auf,
    man sieht die Zeichnung an der Balustrade rechts,
    einfach stehengeblieben...

    Überhaupt die Säule, Himmel, um die Säule geschlagenes Tuch,
    sind mit wenigen Farben und ganz einfach deckend gezeichnet...
    Kühles durchsichtiges Grau-Grün in der Säule,
    Blau bis Gelb im Himmel,
    Rot bis Orange im Tuch...

    Auch Hocker und Brokatstoff ganz schnell und leicht
    mit Pinsel und Farbe aufgezeichnet...
    was für damalige Zeit nicht ganz typisch war...
    Die rechte Seite spielte für den Inhalt also nicht so große Rolle...

    Die Schatten sind ganz kräftig gesetzt...
    Zinnoberrot auf dem Hocker,
    Blau-grün auf dem Stoff...

    im Kontrast mit leuchtendem Indischgelb....

    Sieht man das alles sofort,
    und ohne Beschreibung?

    :-}
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  • schroedinger
    schroedinger mein sehebild - g.'


    -----------über führ-----------


    ab gang---------------auf tauch


    -----------unter lauf-------------

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  • ho55
    ho55 @ heinrich
    es ist durchaus möglich, heute technisch so zu malen wie dürer oder rubens damals, es ist kein wissen verlorengegangen, man muss nur danach suchen. setz dich mal mit der maltechnik der renaissance und des barok auseinander, es gibt bergeweise literatur dazu, jedoch meistens in buchform, mit nem tochpad wirst du das nicht ergründen können. die von dir erwähnten arbeiteten sich durch tausende von skizzen, legten mehrere kartons an, auf denen sie die komposition und proportion durchspielten, bevor sie sich an ein gemälde machten.
    da wird es interessant: die grundierung bestand aus dem sehr stark saugenden kreidegrund (tierknochenleim und kreide), darauf wurden die einezelnen bildpartien untermalt: architektur in ocker, landschaften in pompeianisch rot und gesichter in grün, um so die wirkung der darüberliegenden farbe zu verstärken. gemalt wurde viel lasierender als heute, der saugende kreidegrund verhinderte, dass es speckig wirkte. aber schon rubens arbeitete völlig anders als dürer.
    wenn du dich dafür wirklich interessierst, leg dein touchpad weg und greif dir die welt!
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