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  • gegenstandslose Kunst-Malerei?

  • absurd-real
    Ja Josch, darum nervt sie auch. Ich bin raus.
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  • egdiD
    wir reflektieren, was wir kennen. Wenn wir uns als ein körperloses Individuum denken, was ganz andere Empfindungen hat, in ganz anderen Sphären existiert, was würden wir malen und warum ?
  • siku
    Ich schreibs nochmal, es geht ja keiner drauf ein, also jetzt mach ich auf beleidigt und schreibs nochmal anders :)
    [...]
    Nun: Allein das du (Katrin) weißt was Kunst/ Malerei bedeutet, geht doch nur wenn du Beispiele gesehen hast aus denen du Gemeinsamkeiten abstrahierst und zu einer Definition bringst (unbewusst).


    "geht ja keiner drauf ein". Offtopic: unter welchem Nick schreibt "keiner" jetzt eigentlich? ;-)

    zurück zum Beitrag:

    ist es möglich ein Bild zu malen, oder sonstige Kunst zu schaffen ohne Inspirationen durch die Wahrnehmung unserer Sinne/Sinnesreize wie Formen, Farben, Kreationen von Außen, egal wie lange diese Eindrücke schon in uns schlummern ?


    Der Beitrag von Katrin ist schwammig, d.h. der geneigte Leser kann ahnen, was damit gemeint sein soll, nämlich das typische: ich male aus meinem Inneren heraus "expressiv" und erfinde damit etwas ganz neues. Das ist aber Selbstbetrug. Allein gegenstandslos zu malen, d.h. die Farbe und nicht die Form ist motivbildend war mal innovativ.;-) Um für diese Malerei eine Akzeptanz zu finden, hat es annähernd 100 Jahre gebraucht, für Künstler und Kunsttheoretiker. Katrin wäre wie Josch schreibt, von allein wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, "gegenstandslos" zu malen - und wenn doch ohne jede Akzeptanz in der Öffentlichkeit - Katrin sucht diese Öffentlichkeit aber schon, indem sie hier dieses Thema startet. Der Startbeitrag übernimmt eine Position vom Informel, das auch schon der Historie angehört. Es ist also keine neue Position in diesem Thread erkennbar.

    Etwas anderes in der Kunst zu machen, bedeutet auch andere Mittel zu nutzen als Pinsel und Farbe, da gibt es kaum neues zu gestalten. Kunst ist geistiger Ausdruck,der war in der gegenstandslosen Malerei durch die Auseinandersetzung und die Neubewertung der Malmittel im 20. Jh. auch gegeben. Was heute gemalt wird, ist dagegen wohl eher ein Dahingepinsel mit der Behauptung, es wären subjektive Expressionen des Kunstwerkerstellers, meist ist es für den Betrachter Deko - und zwar so lange, so lange der Urheber der Arbeit nicht in der Lage ist eine geistige Kreativität zu vermitteln. - nicht nur für sich selbst, sondern für die Zielgruppe, die Betrachter. Interessieren ihn die Betrachter nicht, dann ist es inkonsequent dem öffentlichen Betrachter die gegenstandslosen Bilder als Kunst unterjubeln zu wollen.
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  • AleX
    AleX

    wir reflektieren, was wir kennen. Wenn wir uns als ein körperloses Individuum denken, was ganz andere Empfindungen hat, in ganz anderen Sphären existiert, was würden wir malen und warum ?
    Wenn wir körperlos wären, täten wir uns hart mit dem Malen. Zumindest mit den gängigen Techniken .

    Und dass wir nur reflektieren, was wir kennen, dann dürfte es doch eigentlich keine abstrakte Malerei geben.
    Und auch keinen Surrealismus, oder den nur bedingt.

  • egdiD


    so lange der Urheber der Arbeit nicht in der Lage ist eine geistige Kreativität zu vermitteln.

    dieser Ansicht bin ich auch. Aber KunstMalerei ist auch launisch und ich male nicht immer Geistiges. Aber ich arbeite dran eine geistige "Welt" zu schaffen, wo ich mich wohlfühle. Mein "Paradies".
  • eppap
    Ja... *seufz*.
  • gibuj Zitat Sandro Bocola
    "Ganz offensichtlich befindet sich die gegenwärtige Künstlergeneration in der ausweglosen Situation einer strukturell bedingten Unerfüllbarkeit ihrer etwaigen ganzheitlichen Ansprüche - deshalb deren Verleugnung und Verdrängung. Im Rahmen der bisherigen Strukturen fehlt dem künstlerischen Drang zu neuen Entdeckungen und zur Eroberung neuer Gebiete der Horizont des noch Unbekannten. Alles Land ist bereits vermessen, die letzten weißen Flecken sind von der Landkarte verschwunden. Außerhalb dieses Rahmens fehlt dagegen die Wertstruktur, an der sich der Künstler der Postmoderne orientieren und an deren Maßstäben er die eigene Einmaligkeit und Großartigkeit überprüfen könnte. Dies signalisiert natürlich nicht, wie vielfach behauptet wird, das Ende der Kunst, sondern bloß das Ende eines Zeitalters - das Ende ›unserer‹ Moderne. "
  • Roderich
    Roderich
    das ist doch überall so, in der musik, in der malerei...wo sonst auch immer - da heißt es, es war doch schon alles da, was soll noch kommen?
    und dann kommt irgendwann doch jemand der zeigt das da doch noch etwas ist.

    alles was wir tun basiert auf erfahrungen, kombination von erfahrungen und deren abstraktion - von nichts, kommt nichts.
    Signature
  • gibuj
    Nein. Beim Skispringen ist es nicht so. Die springen schon seit Ewigkeiten im V-Stil.
  • Roderich
    Roderich

    Nein. Beim Skispringen ist es nicht so. Die springen schon seit Ewigkeiten im V-Stil.

    noch 23 jahre dann springen sie im Y-stil. ;)
    ...oder X-stil?
    telemark gibt's dann auch nich mehr.
    Signature
  • attaM
    Ich wäre für den S-Stil.
  • eppap
    Propagandagetöse.. nur das Ende einer Epoche,
    nicht das Ende der Kunst. Impliziert, daß diese
    Schöpfungen von Restauratoren, die Klassiker
    genannt werden und statistisch zur Hälfte eh
    schon Fälschungen waren, als Kunst akzeptiert
    werden. Nein. Es sind Spekulationsobjekte,
    Wertanlagen, keine Kunst. Kunst waren die viel-
    leicht mal (oder auch nicht) aber sind es nicht.
    Es sind Vorlagen von mir aus. Oder meloroman-
    tische Projektionen, Pippifaxe, Wahlwerbung
    für die ganzen rechten parteien, denen die Trot-
    tel immer noch hinterher laufen. In der Hoffnung,
    daß ihnen ein kleiner Brocken vom Tisch des
    Schurkenklüngels in den Bettelbecher fällt.

    Und das ganze sofistizierte Kunstgekwatsche,
    das hört sich nicht viel besser an, als ein Kaf-
    feetisch rennen kann. Ich zweifle bisweilen
    daran, daß hier wirklich jedes Mitglied ein
    Mensch ist - echt wahr. Hier wird Zeug ver-
    brochen und verbratzt, das selbst ein Jugend-
    zimmer explodieren lassen würde.
  • siku
    Propagandagetöse.. nur das Ende einer Epoche,
    nicht das Ende der Kunst.[...]Nein. Es sind Spekulationsobjekte,
    Wertanlagen, keine Kunst. Kunst waren die viel-
    leicht mal (oder auch nicht) aber sind es nicht.
    Es sind Vorlagen von mir aus. Oder meloroman-
    tische Projektionen, Pippifaxe,
    Pappe, irgendwie ist mir dein Beitrag ja sympatisch, aber dennoch: er enthält Blödsinn. :-)
    Ich frage mich immer wieder, warum Kunst, die derzeit nicht zeitgenössisch ist dermaßen abgewertet wird, könnt ihr hier nicht gucken?

    Und das ganze sofistizierte Kunstgekwatsche,
    das hört sich nicht viel besser an, als ein Kaf-
    feetisch rennen kann. Ich zweifle bisweilen
    daran, daß hier wirklich jedes Mitglied ein
    Mensch ist - echt wahr. Hier wird Zeug ver-
    brochen und verbratzt, das selbst ein Jugend-
    zimmer explodieren lassen würde.


    Hier mal die Aussage eines Leiters einer Institution für zeitgenössische Kunst vor Studenten in der Uni:
    Vor Studienbeginn war der Kunstexperte nach eigener Aussage einige Jahre in der Drogenberatung und Nichtsesshaftenhilfe tätig: "Aber diese Arbeit mit schwierigen Charakteren hilft mir heute noch im Umgang mit Künstlern." :-)))


  • egdiD

    Wenn wir körperlos wären, täten wir uns hart mit dem Malen. Zumindest mit den gängigen Techniken


    Ist der Geist stärker oder der Körper?
    Hat der Geist einen Körper ?
    Wenn ja, welchen ?
  • efwe
    efwe


    Hat der Geist einen Körper ?
    Wenn ja, welchen ?


    mein geist hat meinen koerper- mein koerper mei nen geist- bin ich tod ist einer verreist. od so :)
    Signature
  • Kris
    Kris
    hm. es gibt meines Wissens zwei grundlegend verschiedene Ansichten ueber die Erinnerung. Eine geht davon aus, das Gehirn funktioniert wie ein Computer, inklusive eines Speichers fuer Erfahrungen und Erinnerung. Oder Vorstellungskraft. Man kann verschiedene Versionen oder Visionen von der Vergangenheit ebenso wie der Zukunft imaginieren. alles irgendwo im Hirn oder Rueckenmark oder so archiviert. Muesste die Datenmenge dann nicht wachsen? oder als Masse nachweisbar sein. Eine Masse, die sich staendig aendert?
    Die andere Idee vermutet den Speicherplatz ausserhalb des Individuums, sozusagen im Universum. Man kann da ganz lange drueber nachdenken, inklusive Zeitgeist, Schwarmintelligenz und solche Dinge.
    Leute, fuer die Malerei wie Meditation ist, sagen oft, Kreativitaet oder Inspiration kommt nicht aus ihnen heraus, sondern durch sie hindurch. wie Radiowellen aus einem Radio.
    Ich denke dass Ideen nicht ausschliesslich auf eigenen Erfahrungen basieren, sondern aus weit groesseren Moeglichkeiten schoepfen.
    Spannendes Thema.
  • eppap
    siku schrieb: ... Kunst, die derzeit nicht zeitgenössisch ist ...

    Na, die wird es nicht mehr werden.. können.
    Die war es mal. Wird die wieder nach vorne
    gezerrt, an's Jetzt, kriegt sie den Stempel
    'retro' und ist a.) ein Marketing.Ding und
    b,) eine damit kommende Produktlawine.

    Kunst, die vorherige Kunst aufgreift und
    verarbeitet, kommentiert und persifliert,
    das ist ein Ausdruck davon, daß (ein)
    Künstler sich damit beschäftigt hat,
    was verarbeitet, zusätzlich zu den
    Inhalten des Jetzts.

    ______________________
    Seltsam: es war mir nur möglich
    die zweite Hälfte von siku's post
    zu zitieren... liegt das vielleicht
    an der Anzahl der Zitate darin ??
  • gibuj

    ist es möglich ein Bild zu malen, oder sonstige Kunst zu schaffen ohne Inspirationen durch die Wahrnehmung unserer Sinne/Sinnesreize wie Formen, Farben, Kreationen von Außen, egal wie lange diese Eindrücke schon in uns schlummern ?


    Die Frage kann nicht beantwortet werden, da sie einen Widerspruch in sich hat. Wie sind die schlummernden Eindrücke denn "hinein" gekommen, wenn sie schon so lange in uns schlummern, es aber keine Sinnesreize von außen gab?

    In abgekürzter Form wäre die Frage beantwortbar: Ist es möglich, ein Bild zu malen? Antwort: Ja!

  • xiflamsungam
    Die Chance besteht darin, dass durch das individuelle Hirn mit all seinen "Dateien" aus den Speichern eine neue Verknüpfung (Idee) geboren wird. Das macht im Grunde jede Entwicklung aus. Hierauf beruht der "geniale Gedanke" der manchem Künstler einen neuen Weg einschlagen liess. Nur ohne Auseinandersetzung mit der Vielzahl der Ausdrucksmöglichkeiten in der Malerei ist ein solcher Gedanke eher selten.
    Irgend ein Philosoph hat mal gesagt "Zukunft braucht Herkunft", das zieht sich für mich durch die ganze Kunstgeschichte.
    Bleiben wir noch mal beim Gehirn, diesem wunderbaren Organ. Es gibt ein interessantes Modell, das zu beschreiben versucht, wie es von den Menschen in sehr unterschiedlicher Art genutzt wird. Wer Interesse hat kann sich mal unter dem Stichwort "Herman'sches Dominanzinstrument" reinlesen. Es ist insbesondere in so fern hier interessant, weil es offensichtlich in der Nutzung des Gehirns individuelle Präferenzen gibt, die direkt mit der Fähigkeit zu Kreativität korrelieren, oder bei andren Arealen die besten Analytiker hervorbringt.
    Die jeweilige Präferenz wird sowohl genetisch determiniert, als auch durch Erfahrungen im Leben, insbesondere während der Kindheit beeinflusst.
    Kurz gesagt sind kreative Menschen durch eine gewisse Konstellation diesbezüglich bevorteilt, eignen sich aber weniger als Buchhalter... :-)

    Also kein Bild ohne Gehirn, Erfahrungen, Emotionen etc. etc...... Grüsse Magnus

  • Kris
    Kris
    Diese ganze Theorie basiert doch auf der Idee dass Erinnerung irgendwo abgespeichert wird und abrufbar ist. Hierfuer gibt es bisher keinerlei Beweis. Andere Ideen?
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