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  • Wer traut sich unter´s Messer? - Bildbesprechung/Analyse + Beschreibung

  • enoilemak



    danke für die E, heinrich. gefällt mir so auch besser, da verständlicher. Ich ersetze das mal - dein Einverständnis vorweg nehmend ^^


    btw: das war wohl doch ziemlich irreführend, oTTo vorzuschlagen, er möge sein Bild selbst analysieren... In erster Linie dachte ich ja daran, sich die hier eingestellten Werke Anderer vorzunehmen - eigene Arbeiten je nach Laune natürlich auch. Klarer jetzt?

    Freut mich aber, dass sich schon Einige darauf eingelassen haben! Ich werd mir wohl auch bald eins vorknöpfeen. Nur nicht heute ;-}
    VG, Alia




    raus in die sonne muß man ausnutzen ;

  • egaawressaW

    welche Sonne ?
  • enoilemak
    bei mir schien sie ca. drei stunden >;))
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  • otto_incognito
    otto_incognito
    So, liebe Leute, damit Ihr auch nicht vergeßt, warum Ihr auf diesem Thread seid, hier noch einmal die Aufgabenstellung:



    zeichnen und malen lernen
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    Kunstkurse
    Grundlagen



    Bildanalyse


    Was ist eine Bildanalyse?
    Eine Bildanalyse beschreibt ein Bild sowohl optisch/ visuell (vom Aussehen) als auch inhaltlich bzw. vom Informationsgehalt her.
    Wozu eine Bildanalyse?
    Anhand der Bildanalyse soll theoretisch ein blinder Mensch sich das Bild vorstellen können (diese Aussage beschreibt inetwa die Genauigkeit der Analysebeschreibung).
    Sinn und Ziel einer Bildanalyse?
    Führt man öfters eine Bildanalyse durch, lernt man die wichtigsten Merkmale, die ein Bild ausmachen, besser zu deuten und nimmt ein Bild nicht nur so hin wie es ist. Man erkennt besser Dynamik und Wirkung eines Bildes und lernt ggf. besser die Bedeutung, die der Künstler ausdrücken wollte, zu sehen.

    Wenn man Bilder z.B. für Webseiten, Plakate oder Flyer verwendet, wird man diese bedachter und inhaltlich sowie optisch passender auswählen.

    Um es kurz zu sagen:
    Man wird sich die wesentlichen Bildmerkmale und der Art und Weise wie ein Bild wirkt, deutlicher bewusst.
    Wie funktioniert eine Bildanalyse?
    Bei der Analysebeschreibung geht man nach einem geordnetem Muster vor.

    Man beschreibt das Bild auf verschiedene Art und Weisen. Insgesamt sind die Gestaltungsgesetze das wichtigste Kriterium anhand dessen man Bilder beschreibt.
    Aus diesem Grunde fällt die Beschreibung von Landschaftsbildern beispielsweise anders aus als die von Portraits.

    Es muss auch nicht jedes Gestaltungsgesetz berücksichtigt werden. Wenn gewisse Merkmale im Bild nicht erkennbar sind kann man allenfalls die Wirkung, dass dieses Merkmal fehlt berücksichtigen (sofern dies überhaupt zum tragen kommt).
    Das Semiotische Modell
    - Syntaktik (Form des Bildes)
    - Semantik (Deutung der Einzelzeichen)
    - Pragmatik (Bildinterpretation)
    1. Vorstellung des Bildes (mit den wichtigsten verfügbaren Infos)
    - Titel des Bildes
    - Name und wichtigste Daten des Künstlers
    - Datum der Enstehung/ Epoche
    - Größe und Material/ Umsetzungsart
    - Wo befindet sich das Bild nun?
    - Was stellt das Bild offensichtlich dar (Motiv)?
    2. Syntaktik (optische Beschreibung des Bildes)
    - Motiv (was abgebildet ist)
    - Farbe
    - Kontraste
    - Material
    - Technik
    - Licht/ Schatten (Plastizität)
    - Räumlichkeit/ Perspektive
    - Komposition
    - weitere Merkmale der Gestaltungsgesetze
    3. Semantik (Bedeutung des Bildes)
    - Was sieht man und wie deutet man das Gesehene?
    4. Pragmatik (Wozu verleitet einen das Bild)
    - Absicht des Künstlers/ Funktion
    - Wirkung
    - Ist der Titel des Bildes für den Betrachter nachvollziehbar?

    Anwendungsbeispiel:

    http://zeichnen-lernen.net/bilder/bilderdieb.gif
    1. Vorstellung des Bildes

    - Titel des Bildes
    "Wenn ein Engel einen Teufel küsst"

    - Name und wichtigste Daten des Künstlers
    Stefanie Panitz (Nightmage),
    geboren am 16.07.1982 in Nagold

    - Datum der Enstehung/ Epoche
    Januar 2009

    - Größe und Material/ Umsetzungsart
    DIN A4 Querformat
    Tusche, Touch Marker, Markerpapier
    Bleistiftskizze, Konturen nach gezogen, coloriert & schattiert, Hintergrund am PC (Adobe Photoshop) erstellt

    - Wo befindet sich das Bild nun?
    Beim Künstler

    - Was stellt das Bild offensichtlich dar (Motiv)?
    Einen Engel und einen Teufel, die sich küssen.
    2. Syntaktik
    Zu sehen sind ein roter Teufel rechts und ein lila gekleideter Engel links. Beide küssen sich. Das Bild liegt in totaler Schärfe (alle Elemente des Bildes sind gleich wichtig).

    Der Hintergrund ist in 2 verschiedenen Rottönen geteilt. Der dunkle Rotton ist auf der Seite des Engels, der helle Rotton auf der Seite des Teufels. Beide Rottöne treffen sich mittig hinter dem Paar.

    Zusammen mit dem Paar im Vordergrund und dem Hintergrund selbst, ist sowohl ein Hell-Dunkel-Kontrast als auch ein Ton in Ton Farbkontrast entstanden.

    Durch diese Trennung ist die Figur-Grund-Beziehung (also der Kontrast von Vordergrund zu Hintergrund) sehr deutlich.

    Das Bild selbst ist mit verschiedenen Materialien und Techniken erstellt worden. Zum einen sind die Konturen der Figuren im Vordergrund mit schwarzer Tusche nach gezogen, zum anderen wurden die Figuren selbst mit Touch Twin Markern in verschiedenen Farbtönen coloriert.

    Ebenso die Schattierung ist mit Markern erstellt worden. Damit die Markerfarbe ansich besser zur Geltung kommt, wurde auf speziellem Markerpapier gearbeitet.

    Lichtreflexe wurden mit einem weißen Gelstift und weitere Schattierungen mit farbigen Gelstiften hinzugefügt.

    Der Hintergrund wurde am PC mit dem Programm Adobe Photoshop erstellt. Ebenso die Verzierung des Hintergrundes wurden mit so genannten Brushes in Photoshop hinzugefügt.

    Schattierungen befinden sich lediglich auf den beiden Personen im Vordergrund. Es ist keine eindeutige Beleuchtung erkennbar, tendenziell, ausgehend von der Platzierung der Schatten, kommt das Licht allerdings von oben.

    Lichtreflexe sind ebenso oberhalb des Schmuckes beider Personen bzw. auf den Haaren des Engels gesetzt worden.

    Dennoch wirken die Personen wenig plastisch, da eine Hintergrundschattierung nicht vorhanden ist und die Konturen die Figuren zu sehr abschließen.

    Räumlichkeit ist daher in diesem Bild nicht gegeben. Das Hauptaugenmerk liegt so zusehens auf den beiden Figuren im Vordergrund.

    Es ist eine recht normale Perspektive (Frontalansicht) gewählt worden, die das Wesentliche (Oberkörper bis kurz über die Knie) der Figuren sehen lässt. Außer den beiden Figuren im Vordergrund sind keine weiteren Objekte oder Figuren auf dem Bild vorhanden.

    Die Figuren sind mittig des Bildes, nehmen also fast den gesamten Platz des DIN A4 Querformates ein.

    Dennoch ist das Bild nicht in der exakten, sondern der optischen Mitte quergeteilt. Die Seite des Engels nimmt, auch aufgrund der bläulichen Flügel, ein wenig mehr als die Hälfte des Bildes ein.

    3. Semantik
    Das Motiv ist sehr eindeutig, es lässt lediglich Interpretationen mythologischer bzw. religiöser Natur zu.

    4. Pragmatik
    Der Künstler wollte die Gegensätze von Gut und Böse darstellen und diese in eine romantische, leicht erotische Situation setzen.
    Da der Titel beschreibt, was zu sehen ist, ist dieser sehr eindeutig gewählt.
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  • egaawressaW

    Mensch otto, das Bild fehlt !!!
  • adenatsac
    Klasse Otto! Und danke!
  • Roderich
    Roderich
    ja, unser Otto jongliert wort und sinn, bis der rahm zum schnitzel findet. :)
    mehr davon!
    Signature
  • daednU
    das bild is aber trotzdem zum gähnen
  • otto_incognito
    otto_incognito Nenene!
    Nicht, daß jemand denkt, das wäre meins!
    Ich habe das als Anschauungsmaterial eines Kunstkurses im Internet gefunden und einfach mal als
    Modell , wie in so einem Kurs eine Bildbesprechung aussieht, hier hineinkopiert!!!
    Signature
  • otto_incognito
    otto_incognito

    das bild is aber trotzdem zum gähnen


    Stimmt absolut!

    Signature
  • siku
    Nicht, daß jemand denkt, das wäre meins!
    Ich habe das als Anschauungsmaterial eines Kunstkurses im Internet gefunden und einfach mal als
    Modell , wie in so einem Kurs eine Bildbesprechung aussieht, hier hineinkopiert!!!


    Otto ich setze voraus, dass das dann auch nicht deine Bildbesprechung ist.
    Die Bildbeschreibung ist nämlich genauso harmlos wie das Bild.
    Den Betrachter könnte man vielleicht mit folgenden Ergänzungen beglücken, die Malerin vielleicht auch :

    Blickfang des Bildes sind Engel und Teufel, doch nicht alle Bildelemente sind gleichwertig.
    Der Blick des Betrachter wird zuerst auf die himmlischen blau-türkisen Flügel gelenkt, dann auf die feuerrote Haut des Teufels sowie auf dessen schwarze Hörner, Symbolfarben für Himmel und Hölle.
    Die Körper der Figuren schmiegen sich aneinander, dennoch bleiben ihre Lebensräume scharf von einander getrennt. Weder Engel noch Teufel überschreiten eine Grenze, ihre Berührung ist strikt auf die mittlere, senkrechte Trennlinien fixiert, die durch Hell- und Dunkelwerte unterschiedlich roter Farbtöne der linken und rechten Bildhälfte markiert wird.
    Das seitenübergreifende Ornament, welches dezent im Hintergrund gehalten wird, gibt er Komposition eine lyrische Kraft, unterstützt die Liebesthematik jedoch nicht.
    Ein Romeo und Julia Motiv.

    __________________

    Herz - Schmerz

    PS: von mir bekommst du einen roten Punkt, ein anderes Bild und einen fremden Text hier rein kopieren, ist für Grün einfach zu wenig!
    3 x grün ist bei Otto und Co Standard, das sieht verdächtig nach Gruppenklüngel aus. ;-)




  • siku
    ja, unser Otto jongliert wort und sinn, bis der rahm zum schnitzel findet. :)
    mehr davon!


    ist jonglieren jetzt ein Synonym für abschreiben und kopieren?
    Hier lernt man ja immer wieder dazu.

    Und warum hat Roderich jetzt für diesen wichtigen Beitrag noch keinen grünen Punkt erhalten, wart Ihr alle bei Frohenleichnamsprozessionen?
  • otto_incognito
    otto_incognito eifrige ameisen der bildbetrachtung
    siku, du hast natürlich vollkommen recht und ich nehme den roten Punkt auch gerne und verdientermaßen entgegen.
    Ich fand es nur recht lustig, als ich dies in dem Internetkurs fand,zu sehen, wie so ein Bildchen einfach schematisch nach Liste abgearbeitet werden kann ohne Berücksichtigung dessen, was doch zuerst ins Auge sticht - nämlich seine völlige Belanglosigkeit.
    Daß du dich dann sogar selber noch dieser Mühe untrzogen hast, ehrt dich eigenlich
    Signature
  • otto_incognito
    otto_incognito
    P.S. Ich gebe dir jetzt auch einen grünen Punkt!
    Signature
  • adenatsac @siku
    Ist das Abschreiben und Kopieren nicht genau das, was man dir auch immer wieder vorwirft?

    Ich wüsste, ehrlich gesagt, nichts was dagegen spräche. Das Finden, kopieren und hier einstellen bedeutet ja auch Arbeit. Und wenns passt...
    Mir fehlt allerdings auch eine ganz wichtige Komponente bei der Bildbeschreibung. Nämlich die Aussage darüber, ob es sich um Kunst handelt oder nicht. Für das Beispielbild kann man das ja wohl ganz sicher verneinen.


  • xiflamsungam
    .....wie so ein Bildchen einfach schematisch nach Liste abgearbeitet werden kann ohne Berücksichtigung dessen, was doch zuerst ins Auge sticht - nämlich seine völlige Belanglosigkeit. Daß du dich dann sogar selber noch dieser Mühe untrzogen hast, ehrt dich eigenlich


    Lieber Otto, ist es nicht Sinn und Zweck sich durch eine strukturierte Vorgehensweise ein Bild vorurteilsfrei zu erschließen, bevor man sagt, es sei belanglos?
    Also noch bevor man das Bild "erkannt" hat ein Urteil abgeben, hm, wenn du das kannst, ziehe ich den Hut,
    - wobei noch zu klären wäre in welcher Hinsicht ist es "belanglos".

    Grüße, magnus
  • NeRe
  • enoilemak
    @ magnus, es geht hier doch garnicht ums bild oder die bildanalyse.............................
    ** fg **
  • otto_incognito
    otto_incognito humanitäre Gründe



    Lieber Otto, ist es nicht Sinn und Zweck sich durch eine strukturierte Vorgehensweise ein Bild vorurteilsfrei zu erschließen, bevor man sagt, es sei belanglos?

    Also noch bevor man das Bild "erkannt" hat ein Urteil abgeben, hm, wenn du das kannst, ziehe ich den Hut,
    - wobei noch zu klären wäre in welcher Hinsicht ist es "belanglos".

    Grüße, magnus


    na, ich dachte, ein belangloser Gnadenschuß sei für dieses Bildchen erträglicher, als es ausgiebig unters Messer zu legen.
    Das wär dann doch zu schmerzhaft
    .

    Signature
  • enoilemak
    ich suche noch nach dem sinn des ganzen theaters.......................
    ich schlaf mal drüber, vielleicht fällts mir morgen ein
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