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  • „GO! - Gegenwart Offensiv“ – Malerei und (Bronze-) Skulpturen Von Thommy Ha und Bernd Müller

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    Herzliche Einladung zur Vernissage



    „GO! - Gegenwart Offensiv“ – Malerei und (Bronze-) Skulpturen

    Von Thommy Ha und Bernd Müller (D)



    Eröffnung: Di. 18.06.2013 um 19h

    Begrüßung und Einleitung: Florinda Ke Sophie

    Musikalische Umrahmung: „Top 9“

    Ausstellungsdauer: 19.06.-12.07.2013



    Galerie Blaues Atelier

    Annenstraße 33

    8020 Graz - Österreich

    http://www.galerie-blaues-atelier.at

    Kontakt: Florinda Ke Sophie, Tel. 0650 8171610, mailto:florinda@inode.at



    Zur Werkschau: Wir haben alles überlebt. Wir sind untotbar. Weltkriege. Nahostkriege. Pferdefleischskandal. Tschernobyl und Fukushima. Wirtschaftskrise. Zypern. Jugoslawienkonflikt. Mauerbau und Mauerfall. Die Aufrüstung, die Abrüstung. Castortransporte. Oberirdisches Zwischenlager Gorleben. Salzstöcke für Atommülllagerung untauglich, seit 1984 wird dort gekämpft. Libyenkonflikt. Der brasilianische Regenwald wird zerstört für die Sojabohnenfütterung österreichischer Masthühner. Die untotbare Wirtschaftskrise. Konflikte und Themen. Grenzen des Wachstums[1]. Global denken – lokal handeln.

    Zwei deutsche Künstler gehen ins Detail und loten die Grenzen des Wachstums aus. Ein Wachstum, das endlich ist, weil auch Ressourcen endlich sind. Sie zeigen, dass die Gegenwart - mit offenen Augen betrachtet - nicht bekömmlich ist, so wenig, wie es die Vergangenheit war.

    Im figürlichen Bildwerk „Frühlingskollateralschäden“ wird das steinzeitlich anmutende Agieren der arabischen Welt angeprangert, welches an die Abstraktion „Spielball Welt“ anknüpft und ebenso wenig eitel Sonnenschein verheißt. Zu „Frühlingskollateralschäden“ sagt Thommy Ha: Dieses Bild ist derb. In meinen Augen sind diese angedeuteten Männer, ein Haufen aus toten Männern. Gefallen im so unsagbar grausamen sogenannten "arabischen Frühling“. Nicht nur Soldaten – nein - auch die Zivilbevölkerung muss für diese irren Bürgerkriege ihr Leben lassen, und das gleich tausendfach. Ich möchte damit ganz klar zeigen, wie sinnlos und Menschen verachtend doch alle Kriege sind, egal welche Ziele sie verfolgen. Alle diese Männer hatten keine Zukunft mehr. [2]

    Dennoch sollte man den (Lebens-) Mut nicht verlieren, denn: die „Hoffnung ist untotbar“, besagt der Titel eines weiteren abstrakten Bildes von Thommy Ha, der 1966 in Gießen geboren wurde und heute in Mainz lebt.



    Die Bronze- und Stewalinskulpturen des 1944 geborenen Kölner Bildhauers Bernd Müller, der sich vor allem menschlichen Themen und deren Formgebungen verschrieben hat, stehen dem mit gesellschaftspolitischer Kritik in nichts nach. Auch hier wird - plastisch - schonungslos dargestellt, dass der Mensch in seinem Verhalten als Aggressor zu bewerten ist, selbst wenn er zeitweise in tierischer Verkleidung als Ratte, Bär oder Stier auftritt.

    Er vergegenwärtigt uns, dass des einen Aufstiegs oft des anderen Fall ist – und lässt ahnen, dass beide Seiten einen Preis zahlen. Während die Bildwerke von Thommy Ha sinnstiftend durch ihre Titel begreifbar werden, hat Bernd Müller eine akzentuierte dreidimensionale Bildsprache entwickelt, die seine Werke nur auf den ersten Blick einfach erscheinen lassen. Seine Skulpturen sind in ihrer Herstellung hoch komplex, aber in ihrer Aussage klar und unmissverständlich. Im Themenkomplex „GO! - Gegenwart Offensiv“ ergänzen sich die beiden Künstler jedenfalls aufs Löblichste!



    1Die Grenzen des Wachstums ist eine im Jahr 1972 vorgestellte Studie des Club of Rome zur Zukunft der Weltwirtschaft. Ausgangspunkt der Studie war es zu zeigen, dass das aktuelle individuelle lokale Handeln aller Menschen globale Auswirkungen hat, die jedoch nicht dem Zeithorizont und Handlungsraum der Einzelnen entsprechen. Der Club of Rome ist eine nichtkommerzielle Organisation, die einen globalen Gedankenaustausch zu verschiedenen internationalen politischen Fragen betreibt und erlangte mit dieser Studie weltweite Beachtung. Die Leitidee ist die nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft, welche sich an den Bedürfnissen der heutigen wie auch zukünftiger Generationen an den limitierten Ressourcen sowie der begrenzten Belastbarkeit unserer Ökosysteme orientiert. Der Club of Rome regt dazu an Systeme und Prozesse im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten und das jeder Einzelne im eigenen Umfeld damit beginnt. Nach dem Grundsatz global zu denken und lokal zu handeln.



    2 Zitat zu „Frühlingskollateralschäden“: Thommy Ha

    Text: Florinda Ke Sophie
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