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  • Trauerverarbeitung in der Kunst

  • nighthawk
    nighthawk
    Ich hatte nur seine Biografie im Kopf , die eingangs zu seiner Ausstellung (Nationalgalerie) ausgehängt war . und ich habe noch in Erinnerung, wie furchtbar leid er mir tat , als dort aufgeführt wurde, wie seine Kinder eins nach dem anderen wegstarben und wie schlecht es ihm ging....

    du, das glaube ich dir, dass er sehr gelitten hat. nur war das damals anders als heute. heute wird schon die bloße abwesenheit von glück als etwas doofes empfunden. damals gehörte leiden zum leben dazu. man hat ständig an etwas gelitten: an der furchtbaren enge in den städten, schlechten hygienischen verhältnissen, irgendwelchen chronischen krankheiten, für die es noch keine heilung gab. zahnschmerzen. man hat 8-10 kinder in die welt gesetzt von denen mit glück 2-3 überlebten. man war mißernten, epidemien, kriegen und hungersnöten augeliefert. und man hatte gar keine möglichkeit das ganze irgendwie zu verarbeiten. auch nicht in den bildern. rembrandt war ein sehr gefragter maler, hatte eine große werkstatt mit vielen angestellten und musste für den markt und seine auftraggeber produzieren. aber vielleicht ist diese kunst auch deswegen so großartig und das, was wir heute machen popelkram dagegen.

  • doowderflivE
    jede zeit hat ihre probleme auch heute und wenn man sagt, dass das was wir heute machen popelkram ist, ist das nun auch wieder fragwürdig. es gibt auch in der gegenwart noch ne menge gutes erstklassiges zeug
  • efwe
    efwe
    ja und es gibt jede menge hunger und kriegsnoete kindersterblichkeit etc etc etc -zwar zz. nicht in europa aber die welt ist so gross gar nimmer ---
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  • doowderflivE
    selbst hier in deutschland haben wir mehr als genug probleme die jegliches menschenrecht in den boden stampft
  • nighthawk
    nighthawk
    ja und es gibt jede menge hunger und kriegsnoete kindersterblichkeit etc etc etc -zwar zz. nicht in europa aber die welt ist so gross gar nimmer ---

    ja, aber hast du das selbst erlebt? es geht hier um das selbst erlebte und darum, wie jemand das in seiner kunst verarbeitet. das, was du aus dem fernsehen kennst, zählt nicht.

  • efwe
    efwe
    nun ja ich hab kein tv ^^ ... ich weiss was du meinst- nichtdestotrotz ist das leid nichtaus der welt verschwunden.
    zum thread: ich glaub dass fast jeder mensch leid in der einen oder anderen form erlebt... desshalb glaube ich auch dass dieser themengreis von den meisten kuenstlern bisher noch nicht ignoriert worden ist. also ich meine dass du in jeden oeuvre diesem thema begegnen wirst -fuendig wirst oder hineininterpretieren- kannst lg
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  • paulinekreativ
    die Anfangsjahre von Baselitz
  • dica ...im Kontext:
    Gregor Schneider ...
  • siku

    meine "Favoriten":
    Edvard Munch, Käte Kollwitz (das Gefallenenmahnmal für den Sohn u.a.),
    Magritte.


    Melancholisch und auf Endzeitproblematik ausgerichtet sind viele Künstler.
    "Gregor Schneider" - war die Akademie Münster nicht auf Endzeitproblematik ausgerichtet? Timm Ullrichs (Prof in Münster) lief ja schon in den 70er Jahren bei Gewitter mit einer überlangen Antenne über das freie Feld und machte mal nackt (ohne Totenhemd) Probeliegen in einem Steingrab.

    Für eine Hausaufgabe muss da schon differenziert betrachtet werden, welchen Einfluss der Tod eines nahestehenden Menschen auf die künstlerische Arbeit hatte.

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