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  • Was der Künstler uns damit sagen will. Künstlertexte über die eigene Kunst.

  • siku

    Wie aber kommt der Text zustande?,ich filtere unter ein paar 100Werken ca 20 Arbeiten heraus,Arbeiten die zu der angegebenen Thematik passen,zB.das Thema Krieg,was möcht ich an einer Ausstellung damit zum Ausdruck bringen?

    @ werwin
    ohne deine Arbeiten zum Thema Krieg zu kennen: warum willst du gerade dieses Thema darstellen und für diese Darstellungen eine Begründung abgeben, wenn du ratlos darüber nachdenkst, wie du es vermitteln sollst. Vielleicht fehlt die eigene Betroffenheit, wie sie sie z.B. bei Otto D ix zum Ausdruck kommt.
    Wenn du abstrakte oder abstrahierte Kompositionen machst, dann thematisiere doch die malerischen Mittel, wie sie dich inspirieren, wie sie zu deiner langjährigen malerischen Entwicklung beigetragen haben usw. Du musst ja nicht das Göttliche, den Tod oder Krieg thematisieren, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Das was du mit deinen Arbeiten aussagen willst, sollte der Betrachter deiner Bilder und der Leser des Textes auch nachvollziehen können.

    Kunstfreunde wollen sich entspannen, wenn sie Kunst schauen und nicht zwingend an die Grenzen ihrer eigenen Existenz herangeführt werden, wenn von Seiten des Künstlers für diese Thematik kein innerer Drang besteht ;-).
    Man nähert sich einem Thema von den Stärken des künstlerischen Ausdrucks, den das Bild hergibt, nicht von evtl. beim Künstler vorhandendem Notstand der inhaltlichen Thematik des Themas Krieg.

    Wie man 30 Jahre Werdegang in einem Text unterbringt? Indem man den Gesamteindruck darstellt, das was den Künstler besonders angetrieben hat herausstellt - und was Interesse beim Schauen weckt, verbale Sehhilfe leistet, indem man zu den Bildstellen führt, die wichtig für die Arbeiten sind - und die ein wenig trainierter Bildbetrachter evt. übersieht: verbale Bewußtmachung des Dargestellten.


  • sthciN
    Ich vermute ja fast, dass Werwins wörtliche Ausführungen eher von metaphorischer Natur geprägt sind ...
  • VBAL
    VBAL
    Ah Xabu, danke schön.
    Ist nicht jedes Zitat, wenn es zu einem solchen wurde, irgendwie aus dem Kontext gerissen?

    Also den letzten Beitrag von siku finde ich beachtenswert.
    Gerade das mit der verbalen Sehhilfe.
    Der Urheber wird IMMER mehr und Anderes sehen als der Rezipient.
    Aber sollte er nicht, bis zu einem gewissen Grade, erwarten können, das der Rezipient, ich sage einmal, visuelle Vorbildung mitbringt und wichtige Bildstellen auch alleine erkennt.
    Gerade bei abstrakten Arbeiten wäre es für ihn sonst schwer zu einem Urteil zu kommen ohne den Künstler vorher zu hören.
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  • WERWIN
    WERWIN
    @siku: Deine Erklärung nähert sich zu meiner Einsicht,das kann ich so verwerten.
    Danke für deine Bemühungen.
    Signature
  • nighthawk
    nighthawk
    Ah Xabu, danke schön.
    Ist nicht jedes Zitat, wenn es zu einem solchen wurde, irgendwie aus dem Kontext gerissen?

    du hast nicht das zitat aus dem zusammenhang gerissen, du hast dir gerade den teil davon gemerkt, der in deinen augen die eigene erfolglosigkeit relativiert. :)

  • otto_incognito
    otto_incognito


    Kunstfreunde wollen sich entspannen, wenn sie Kunst schauen und nicht zwingend an die Grenzen ihrer eigenen Existenz herangeführt werden, wenn von Seiten des Künstlers für diese Thematik kein innerer Drang besteht ;-).

    Exakt. Und das teilt sich auch früher oder später mit, wenn ein Werk von einer gesuchten Thematik bestimmt wird, zum Zweck, den Betrachter "betroffen" zu machen, "Verkrustungen aufzureißen ", wie der Jargon in den begleitenden Texten oft verräterischerweise lautet. Kurzum, "irgendwann merkt der Betrachter die Absicht und ist verstimmt" (Vorsicht, Zitat! ;)
    Und so gesehen, ist der Künstler wirklich nicht von seinem Werk zu trennen und umgekehrt..

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  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian

    Ah Xabu, danke schön.
    Ist nicht jedes Zitat, wenn es zu einem solchen wurde, irgendwie aus dem Kontext gerissen?

    Formal ja, aber nicht notwendigerweise inhaltlich.

    Ich bezog mich mit meinem Hinweis nicht auf Dich, sondern auf meine Interpretation der Interpretation Deines Kommentars in den folgenden Kommentaren :D.
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  • VBAL
    VBAL

    du hast nicht das zitat aus dem zusammenhang gerissen, du hast dir gerade den teil davon gemerkt, der in deinen augen die eigene erfolglosigkeit relativiert. :)


    Uiuiuiuui!



    Es ist immer ein Wagnis, sich ein Urteil zu bilden, wenn man doch so wenig hat, woran sich ein Urteil festmachen lässt
  • nighthawk
    nighthawk



    Es ist immer ein Wagnis, sich ein Urteil zu bilden, wenn man doch so wenig hat, woran sich ein Urteil festmachen lässt


    mag sein, aber ich gehe sehr gerne wagnisse ein. gebe aber im gegenzug auch gerne fehler zu und lass mich vom gegenteil überzeugen!:)
  • VBAL
    VBAL
    Das ist schön und lobenswert.
  • Matthias Wunsch
    Matthias Wunsch
    Eine gewisse Aussage wird man in jedem Bild finden. Schon allein der Grund, warum ein Künstler etwas gemalt hat, und die Art, wie er es dargestellt hat, sind zwangsläufig Ausfluss seiner Empfindungen im Moment seines Schaffens, weshalb an sich jedes Bild eine Aussage haben wird.
    Lediglich deren Inhalt beruht meist auf Mutmaßungen der Betrachter und vielleicht sogar auch des Künstlers selbst, wenn er sich nicht mehr an die genauen Umstände des Zustandekommens seines Werkes erinnern kann.
  • Pfaurania Evolutionsfalter
    Bei meinen. Bildern schreibe ich meistens dazu was die Botschaft des Bildes sein soll und was ich beim Malen empfunden habe. Zugleich stelle ich es natuerlich jedem Betrachter frei seine eigene Interlretation zu bilden, denn manchmal sehen andere Leute etwas in meinen Bildern was mir vorher selbst noch nicht bewusst war und dadurch neue Inspiration erwecken laesst. Dann denke ich, ja derjenige hat recht, in dem Bild sind mehr Botschaften verborgen als ich selbst zuvor gedacht haette.

    Vielleicht werden sich Kunst und Literatur in Zukunft noch mehr anfreunden, was mich sehr euphorisierte, da ich auch gerne Gedichten und Geschichten schreibe und in Zeilen die Gefuehle verarbeite die ich beim Malen in mir trage! (-;
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