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  • Beziehungsabbrüche für kreativen Kick?

  • freiheit12
    freiheit12 Beziehungsabbrüche für kreativen Kick?
    Hallo!

    Seit gestern beschäftigt mich eine Frage. Um eines vorweg zu nehmen: Ich bin kein Menschenverschleißer, das ist mir völlig zuwider. Was mich nur wundert und auch etwas erschreckt, ist die Tatsache, dass ich festgestellt habe, dass, wenn ich Beziehungen habe, die mich einfach nur noch nerven und keinen Sinn mehr ergeben, und ich dann eine Trennung vollziehe ob auf Zeit oder ganz, dass das dann bei mir zwar für eine gewisse Zeit Trauer und z.T. auch Wut hervorruft, die allerdings schnell von einem großen Energieschub und einem wirklich sympathischen Flow abgelöst oder überlagert (?) wird, der schon ein paar Tage bis zwei Wochen dauern kann. Ich bin dann völlig glücklich, nicht mehr angerufen zu werden, allein zu sein und mich malerisch oder übers Schreiben auszutoben zu können. Es sind bei mir immer tiefergehende Themen, die dann herausschießen. Kennt das jemand? Ach so, ich bin neu hier und bastele noch an meinem Account...
    Auf Eure Antworten bin ich sehr gespannt :-)
  • ztapleztiP
    ja, die freiheit ist das göttlichste. :)
  • absurd-real
    Und freier bist du ohne Gott. Ansonsten zur Frage ein ja.
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  • freiheit12
    freiheit12
    stimmt :-)
  • freiheit12
    freiheit12
    wobei... ich glaube an einen Gott, der mich nicht einschränkt...
  • ztapleztiP
    wobei... ich glaube an einen Gott, der mich nicht einschränkt...


    ja, das glaube ich auch, anzumerken wäre noch, dass man eine beziehung nicht abbrechen, beenden, auflösen etc. kann....
  • freiheit12
    freiheit12
    Du meinst weil sie einen über die Trennung hinaus noch gedanklich und gefühlsmäßig begleitet, und weil es ja auch ursprünglich einen Sinn gegeben hat, diese Beziehung einzugehen?
  • ztapleztiP hallo freiheit12
    ich glaube, dass jede begegnung hier einfach für die ewigkeit fruchtbar wird. einmal "beziehung" immer und ewig "beziehung". die frage ist nur, wie gehe ich in zukunft, und anders, damit um. das hängt vor allem auch von meinem umgang mit mir und meinem sein ab.
  • Caro
    Caro
    Klingt nach dem gewöhnlichen Durchleben der Trauerphasen inklusive Abschiednehmen und Neuorientierung. Kennt vermutlich jeder so oder so ähnlich. Gibt´s auch bei anderen Formen des "Abschiednehmens", z.B. Berufswechsel. Fände ich allerdings schade, wenn Du diesen "Energieschub" lediglich nach Beziehungsabbrüchen erfährst.
  • freiheit12
    freiheit12
    Erst einmal Danke an Euch für Eure Antworten! Und, ja, Personaltrainer, da gebe ich Dir völlig Recht, es ist immer der Umgang mit seinen Mitmenschen, wenn auch manche Beziehungen darunter sind die ich eher als Herausforderung begreife, gerade wenn es um Themen wie Neid, Mißgunst etc. geht, was ich besonders schwer finde, damit umzugehen, denn ich für mich kenne diese Gefühle nicht. Nur einmal damals hatte ich einen Anflug von Neid, bis ich begriff, dass man sich überhaupt nicht mit anderen vergleichen kann, weil eben jeder ganz anders tickt und ganz andere Rahmenbedingen hat, auf unterschiedlichen Ebenen unterschiedlich weit ist etc. Ich versuche mich zwar dann oft einzufühlen in mein Gegenüber, warum er/sie die Neidgefühle haben könnte etc. aber manchmal fällt es mir echt schwer, und wenn's zu arg ist, dann beende ich es. Ja, durch sein Gegenüber erkennt man sich ja auch immer selbst, und ich weiß darum, um die Bedeutung meines Gegenübers, und deswegen erschrecke ich mich über meine Reaktion, dass ich aufgrund dieses Cuts dann völlig im Malen aufgehen kann. Normalerweise müßte einen das doch vom Flow zurückhalten... Aber was ist schon normal :-). Vermutlich gehöre ich dann zu den Leuten, die diesen Cut erst einmal brauchen um völlig für sich sein müssen um produktiv zu sein. Leider stoße ich damit auch Freunden zusätzlich vor den Kopf wenn ich mich dann adhoc zurückziehen muß, wenn wieder solch eine aktive Phase kommt. Ich sollte weiterhin an mir arbeiten, denn das gefällt mir so nicht, aber dieser enorme Flow dann, der gefällt mir schon sehr :-).
  • yekalF
    Ja, ich glaube, dass ist normal wenn man eine kreative Ader hat. Ist eben eine gute und gesunde Möglichkeit, seine Gefühle zu channeln und damit was konstruktives anzufangen. Und dadurch, dass Du in solchen Situationen emotional zugänglich bist, kommen auch tiefere Sachen zum Vorschein. Und Wut gibt einen großen Energieschub.

    Mir geht es auch so, dass ich am intensivsten male, wenn ich nicht glücklich oder verletzt bin. Allerdings sollte das nicht zur Gewohnheit werden. Man kann den Zustand auch herstellen, wenn man zufrieden mit sich ist.
  • Roderich
    Roderich
    habe auch schon festgestellt das ich produktiver, kreativer bin wenn ich melancholisch gestimmt bin. mein mit abstand bestes portrait einer dame habe ich auch gemalt als sich unsere wege trennten (nicht öffentlich zu sehen....da muß man wohl meinem wort und meinem urteilsvermögen blind vertrauen).
    der sänger von depeche mode, dave gahan soll früher sogar diese stimmungen vorsätzlich herbeigeführt haben, weil er der ansicht war das dies der qualität deren musik förderlich wäre. na ja, absichtlich sich runterzuziehen....das geht mir dann doch zu weit.
    Signature
  • freiheit12
    freiheit12
    Danke, Flakey, das stimmt. Diesen Zustand kenne ich auch gut. Das setzt aus meiner Sicht dann allerdings voraus, dass ich grundsätzlich mit mir im Reinen bin. Das war nicht immer so, und damals hatte meine Kreativität recht düstere Dinge zutage befördert, aber die Bilder waren auch nicht schlecht. Naja, ich bin nicht der Typ mit harmonischen Landschaftsbildern und Stilleben und niemand für den Kreativität "nur" Hobby ist. Nein, das überlasse ich anderen. Bei mir geht's immer um Eingemachtes. Ich danke Dir.
  • yekalF
    So komische Ideen hatte ich auch schon, denn wenn es mir so richtig gut geht, dann ist der Flow oft nicht da. Es macht zwar Spaß, aber irgendwie.. Nun, mich absichtlich runterzuziehen wäre mir auch zu blöd. Da ich zu Stimmungsschwankungen neige, ist das Problem nicht allzu groß :-). Ich denke, das kann man aber auch lernen mit der Zeit. Ich beobachte gern Menschen und fange auch schnell Stimmungen von anderen auf, das verarbeite ich dann.

    Bezieht sich auf Rodis Beitrag.
  • yekalF

    Danke, Flakey, das stimmt. Diesen Zustand kenne ich auch gut. Das setzt aus meiner Sicht dann allerdings voraus, dass ich grundsätzlich mit mir im Reinen bin. Das war nicht immer so, und damals hatte meine Kreativität recht düstere Dinge zutage befördert, aber die Bilder waren auch nicht schlecht. Naja, ich bin nicht der Typ mit harmonischen Landschaftsbildern und Stilleben und niemand für den Kreativität "nur" Hobby ist. Nein, das überlasse ich anderen. Bei mir geht's immer um Eingemachtes. Ich danke Dir.


    Das verstehe ich. Harmonische Landschaftsbilder und ähnliches sind auch nicht mein Ding. Ich kann das auch gar nicht. Für mich ist das Eingemachte wichtig.

    Wobei ich die Landschaftsmaler auch verstehe. Ich denke, es gibt Menschen, die stellen dadurch für sich eine Harmonie her, die sie brauchen. Und das ist auch ok. Wäre langweilig, wenn wir alle gleich wären.

  • Caro
    Caro
    Ich denke, dass sind auch zwei verschiedene Arten der Therapie (oder Kreativität). Während der eine versucht, seine Gefühle und Emotionen bildlich auszudrücken und auf diese Art und Weise zu verarbeiten, ist es für den " harmonischen Landschaftsmaler" eher Meditation. Und da nicht jeder von Beruf aus Künstler sein kann, malt manch einer eben in seiner Freizeit - das wäre dann das Hobby.
  • freiheit12
    freiheit12
    Roderich: Dave Gahan? Ein toller Künstler. Ja, das ganz bewusste sich Herunterziehen kenne ich so nicht, das passiert mir nur unterbewusst :-D. Naja, die Qualität seiner Musik hat aber offensichtlich nicht darunter gelitten, wenngleich ich die Musik der Anfangszeit besser finde. Danke Dir.

    Flakey: Absolut. Das wäre wirklich langweilig! Es ist wirklich interessant welche unterschiedlichen Motivationen jeder einzelne Maler hat. Ein Bekannter liebt seine Auftragsarbeiten. Je mehr ihm von seinen Kunden vorgegeben wird, desto weniger läuft er Gefahr, sich in sein Bild zu verlieben und desto leichter kann er sich von ihm trennen, sagt er. Auch eine Auffassung.
  • freiheit12
    freiheit12
    Caro: Ja, der meditative Aspekt, klar, der spielt auch eine wichtige Rolle. Aber es gibt doch einige Künstler, die beruflich keine Künstler sind, weil sie z.B. eine andere Tätigkeit haben, wegen Familie etc. keine Zeit haben zum Malen, aber vom Herzen her leidenschaftliche Künstler sind und das eben nur nebenher machen können. Da sehe ich trotzdem Unterschiede zum Hobby-Maler. Aber das ist vielleicht nur meine persönliche Meinung.
  • yekalF
    Ich seh mich nicht als reine Hobbymalerin. Gehe zwar arbeiten, aber ansonsten bin ich so viel wie möglich am Malen oder beschäftige mich damit. Das ist eigentlich alles was ich sonst mache, abgesehen von Freunden treffen oder faulenzen. Die meisten Künstler müssen ja arbeiten gehen, außer wenn sie etabliert sind, wer kann davon schon leben. Eigentlich finde ich es auch egal, was für ein Etikett andere einem vergeben wollen. Von mir aus auch Hobby.
  • doowderflivE
    Ich seh mich nicht als reiner Hobbyarbeiter. Gehe zwar malen, aber ansonsten bin ich so viel wie möglich am arbeiten oder beschäftige mich damit. Das ist eigentlich alles was ich sonst mache, abgesehen von Freunden treffen oder faulenzen. Die meisten Arbeiter müssen ja malen gehen, außer wenn sie etabliert sind, wer kann davon schon leben. Eigentlich finde ich es auch egal, was für ein Etikett andere einem vergeben wollen. Von mir aus auch Hobby.
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