KunstNet uses cookies and displays interest-based ads. details. ablehen
  • Paradigmenwechsel in der Kunst: In wiefern hat sich die Wahrnehmung von Kunst in den letzten 100 Jahren veraendert?

  • Alle Beiträge anzeigen
  • Pfaurania Evolutionsfalter Paradigmenwechsel in der Kunst: In wiefern hat sich die Wahrnehmung von Kunst in den letzten 100 Jahren veraendert?
    Wer kann mir aus seiner Sicht etwas dazu sagen?
  • otto_incognito
    otto_incognito Ist der Zeitraum von 1914 bis 2014 gemeint?

    Der entscheidende Unterschied ist der, daß die meisten Wahrnehmenden
    vom Beginn dieses Zeitabschnittes nicht mehr da sind, wohingegen die von
    2014 durchaus der Wahrnehmung fähig sind. Inwieweit sie imstande sind,
    diese zu kommunizieren, ist mir aber unbekannt.
    Signature
  • Roderich
    Roderich
    ist heute eben viel einfacher und schneller zugänglich wie vor hundert jahren - da musste man noch zur kunst gehen, heute kommt sie zu einem, wenn man es denn zuläßt, man wird ja quasi schon damit berieselt (was aber auch zu einer raschen sättigung führen mag, bei manch einem).
    wie kunst individuell wahrgenommen wird läßt sich aber wohl nicht so leicht beurteilen, es fehlt schlich das gültige maß das einen gemeinsamen nenner zulassen würde.
    ich für mich persönlich kann aber sagen, 1914 habe ich die kunst nicht wahrgenommen wie ich es heute tue. :)
    Gezeichnet der mondäne Herr Roderich.
  • Alle Beiträge anzeigen
  • heinrich
    Was macht man bei der Flut?

    Man baut einen Damm,
    man spaziert entlang,
    und kuckt so, was an der Oberfläche treibt...

    Diese Sachen schaut man genauer an,
    die Sachen die untergegangen sind
    sind irrelevant....

    Klar, es gibt immer jemanden,
    der sich auf "Perlensuche" begibt...

    Für mich ist das Wasser zu trüb und stickig...
    Da gibt es keine Perlen!

    Wenn du mir nicht glaubst,
    du kannst natürlich weiter probieren...

    Und diese "Paradigma" ist nicht neu...

    :-}
  • Gast, 5
    Heinrich ich würde sagen das wasser ist für gute taucher nicht zu trüb, meine Meinung ist der Taucher der nichts mehr taucht aus welchem Grund auch immer, ich tippe wohl wegen Faulheit, Hoffnungslößigkeit oder auch aus Blindheit die entsteht weil von lauter Bäume man sieht irgdwann der Wald nicht mehr ..Vielleicht manche wissen einfach zuviel und keine Ahnung was sie suchen... ich sehe mittlerweile 2 Volker von Pinguine...die einen leben in der Tiefe und die andere an die Oberfläche....früher war sicherlich einfacher als die Menschen nicht überbevolkert waren...deshalb kann ich mich schlecht an deine Meinung schließen da ich mir sicher bin das unter über acht Milliarden Menchen mehr als ein Duzend davon Perlen sind.....ich z.b bin eins davon etwas roh und verschmutzt uneben und nicht geschlieffen. dennoch bin ich eins....ich schwimme nicht mal mehr weil dort in der Tiefe zu sein kann auch gemütlich sein
  • Gast, 5
    ja da ist noch eine Beobachtung von mir...Früher gabs auch kein Internet, nicht zuviele Besserwissen, es gab vom vieles einfach nichts deshalb einfacher....Heute ist die Welt Materialisiert, von allem einfach zuviel davon...wir ersticken regelrecht in allem was vom Menschen hand produziert wird und das leider passiert auch mit Bilder.....Kunstnet ist selbst ein Art Mülleimer es schlückt einfach alles hinunter es wird nicht mal verdaut so schnell geht es mit herüber schieben...alles ist auch hier untergeordnet...als Massenproduzion deklariert.....man kann Blitzschnell blättern und aussortieren...wie in einem Fabrik eben.... das ist eher eine Kunstfabrik als ein Kunstnet ....und gottseidank bin ich frei mich äussern zu dürfen... wenigstens ad und zu das!...und wenn einer hier glaubt das es ist der Traum vom Ruhm der einer wie mir treibt Bilder malen zu wollen dann irrt er sich hier gewaltig.....PS: an die blinden Fachleute...macht mal eine Reise in den Süden und wenn ihr bis Afrika geschafft habt ( schwimmend aber auch zu Fuß) dann ändert es sich sicherlich euere Betrachtungsweise...ihr schult euere Auge in die Schule des lebens nicht sitzend hinter dem Schreibtisch.... vergesst nicht das hinter jedem Bild der auf diese Erde zurstanden gekommen ist steht ein Mensch... EIN MENSCH...(habt ihr richtig gelesen ?) und das ist was Fachleute leider nicht mehr sehen können und deshalb dieser "Mensch" verschwindet immer mehr, selbst in einem Portrait ist es nicht mehr zu sehen....alles scheint tot zu sein geworden, ..ich glaub die Kunst würde wieder erwachen wenn Fachleute es nicht mehr gäbe ....das scheint für manche traurig sehr traurig zu sein oder sogar unmöglich aber für den am ende gelieben Mensch wäre sicherlich das beste....es könnte so ungestört Bilder malen bis am ende aller Zeit
  • xylo
    xylo @Samakit
    Du hast eine gute Beobachtungsgabe, was die Massenproduktion anbelangt.
    Es geht aber hier im KN nicht mal 10 % um Kunst. Ein geschultes Auge sieht den Unterschied.
    Natürlich hat das Internet auch die Kunst zu einer Fabrikhalle gemacht.
    Aber jedem Künstler steht es frei, sich in der realen Welt auszuprobieren und seine Bilder real einem Publikum zu präsentieren. Er kann an Ausschreibungen teilnehmen, sich bei Galerien bewerben oder sogar, mit viel Eigeninitiative, eine Gruppenausstellung in der Zwischenraumnutzung organisieren. Machen viele Wünstler aber nicht.
    Schau Dir die Afrikabildchen an...... wieviele Maler waren wirklich vorort.....
    Sie träumen einen Kitschtraum, den sie sich nicht leisten können und malen aus Katalogen ab.
    Ich persönlich finde es ja gut, wenn jemand träumt, allerdings diese abgemalte Flachheit und die Kopie der Kopie der Kopie zu veröffentlichen, hat eine andere Qualität....
    Bei allem Gejammer, es gibt hier auch wirklich gute Künstler und um die 10 % bin ich froh, die schaue ich mir gerne und auch öfters an.
    Das Kunstnet ist eine Seite von Fachleuten für Fachleute ;-)
  • otto_incognito
    otto_incognito
    "Schau Dir die Afrikabildchen an...... wieviele Maler waren wirklich vorort....."(xylo)

    Schlimmer noch sind die, die sich solche Reisen nach Afrika oder z,B. zu den malenden Aborigines in Australien tatsächlich leisten können und totzdem nicht mehr bei rumkommt als sentimental-koloniale Kalenderbildchen.
    Diesen sinnsuchenden, überheblichen, gutbetuchten, meist weiblichen Vertreter ab einer gewissen nicht mehr ganz jugendlichen Altersklasse, gibt es derzeit in sehr großer Zahl, im Internet und anderswo.
    Signature
  • xylo
    xylo
    Na ja... ich könnte Dir hier Afrikabildchen hochladen... die sind schon toll. Wer aber meint, eine nackte braune Brust mit einem Topf aufm Kopf würde Afrika widerspiegeln, der hat nicht nur das Klischee im Kopf, der ist auch dahin gefahren um sich mit diesen Klischees bedienen zu lassen.
    Ist ja auch die Frage, ob ich eine Pauschalreise mit Neckermann mache, oder eine Fotosafari selbst zusammenstelle und auch mal eine Stunde an einem Ort verbleibe, bis sich die Tiere zur Tränke bewegen...
    Aber es kann auch nicht jeder ein Sielmann sein, dazwischen gibts eben auch noch Lücken.
    (PS: Der Wahrheit halber muss ich sagen, dass meine bessere Hälfte diese Bilder gemacht hat und nicht ich)
    Ich dürfte sie aber nutzen, wenn ich Büsis, Giraffen, Nashörner (weit weg), und riesige Herden malen wollte.
    Interessant sind Bilder, wo ein Löwe frisst... übrigens haben Elefanten keine Klumpfüsse und man kann auch nicht sagen: Lieber Elefant, bleib mal stehen.... die Dynamik solcher Fotos ist eigenständig. Sie halten einfach nicht still.
    Da ich aber kein Maler bin sondern Holzschneider und mich mit den Ansichten beschäftige, welche mich umgeben,
    greife ich auf diese Bilder nicht zurück.....

    Ich frage mich manchmal:
    WO waren diese Leute?

    Afrika Sonnenuntergang
    Signature
  • Gast, 7
    Ich denke, das Inflationäre in der Kunst begründet sich nicht zuletzt durch ihre unendliche Verfügbarkeit im Internet. Schliesslich brauchts mittlerweile nicht mehr als einen Klick, um ein Bild mit ´like´ oder ´don´t like´ zu bewerten, ohne sich dabei Gedanken über irgendwelche quallitativ entscheidenden Merkmale machen zu müssen. Was zählt, scheint wohl allein die Ästhetik der Abbildung zu sein, unabhängig davon, auf welche Art und Weise bzw. ob diese mit mehr oder wenig Aufwand erzielt worden ist ...
  • xylo
    xylo
    Aber wenn ich auf LIKE bei FB klicke, dann steh ich mit meinem Namen dafür. Man sollte sich also wirklich gut überlegen, was man liked......
    Das Kunstnet ist eine Seite von Fachleuten für Fachleute ;-)
  • Gast, 5
    Wasserwage.. mittlerweile denke ich das die Hälfte der Bevölkerung (darunter gehören auch die lebenden Künstler) wohl doch ziemlich vom Netz beeiflüsst werden....Ästhetik schön und gut aber dennoch kann das nicht alles sein.....dieser Art und Weise schnell über Bilder zu beurteilen kann auch die eigene Wahrnehmung schaden...es verkummert sozusagen....Muskel werden auch nicht allein durch Augenzwinkern trainiert....ja wenn so wäre dann wäre sicherlich eine super Sache aber es ist nicht so einfach wie man sieht...
  • Gast, 5
    xylo zu deinem Afrika Bild: wo waren diese Leute?.....hahahah überall aber nicht in Afrika hahahahahahaha....
  • El-Meky
    El-Meky Diese Bilder leuchten immer sooo schön.da sparst du echt Heizkosten!
    🔗 acryl-afrika-rot.JPG
    Signature
  • Gast, 7
    Wasserwage.. mittlerweile denke ich das die Hälfte der Bevölkerung (darunter gehören auch die lebenden Künstler) wohl doch ziemlich vom Netz beeiflüsst werden....Ästhetik schön und gut aber dennoch kann das nicht alles sein.....dieser Art und Weise schnell über Bilder zu beurteilen kann auch die eigene Wahrnehmung schaden...es verkummert sozusagen....Muskel werden auch nicht allein durch Augenzwinkern trainiert....ja wenn so wäre dann wäre sicherlich eine super Sache aber es ist nicht so einfach wie man sieht...


    meine Rede ... nur anders formuliert^^
  • siku African Trio
    Ist das hier der Witzethread?

    Wenn ich die hier eingestellten Bilder sehe, kann ich keinen Paradigmenwechsel feststellen: das sind doch pseudo-romantische alte Hüte.
    Wo sind die Performance-Künstler, wo ist die Objektkunst?
    Der Bruch mit herklömmlichen Gestaltungsregeln findet nicht in Afrika-Motiven statt. ;-)
    PS:Ein Paradigmenwechsel benötigt neue Darstellungsformen - mit abgucken im Internet hat das wenig zu tun.

  • Gast, 7
    Ist das hier der Witzethread?

    Wenn ich die hier eingestellten Bilder sehe, kann ich keinen Paradigmenwechsel feststellen: das sind doch pseudo-romantische alte Hüte.
    Wo sind die Performance-Künstler, wo ist die Objektkunst?
    Der Bruch mit herklömmlichen Gestaltungsregeln findet nicht in Afrika-Motiven statt. ;-)
    PS:Ein Paradigmenwechsel benötigt neue Darstellungsformen - mit abgucken im Internet hat das wenig zu tun.



    Herzlich willkommen im 21sten Jahrhundert, @siku!
    TATATATAAA!!!
  • Günter
    Günter Paradigmenwechsel
    Performance-Künstler oder Objektkunst sind doch auch schon wieder Vergangenheit. Und ob da mehr Qualität geboten wird kann man getrost bezweifeln. Gute Kunst bzw. gute Künstler gibt es in allen Bereichen, Stilen und Techniken. Schrott ebenso! Brüche von Gestaltungsregeln werden erfahrungsgemäß von jenen am meisten kritisiert, die am lautesten danach rufen. Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema, wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf? Und wer hat diesen Jemand dazu berechtigt? Die Kunst ist frei und Regeln in der Kunst, auch Gestaltungsregeln, sind nun mal das Gegenteil von freier Kunst!
  • siku

    Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um
    Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema, wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf?


    Gestaltungsregeln? die werden durch einen kulturellen Kontext hergestellt bzw. bestätigt: das heute jeder alles machen zu können meint, muss ja ein ungemein hohes Privileg an Freiheit für den einzelnen "Künstler" sein. :-)

    Wo "kaninchehaft produziert" wird (das sagte schon Oskar Schlemmer) fälll "die Individualität des heutigen Künstlers" kaum noch auf.
    Weil Malerei "absteigendes Kulturgut" ist, guckt ja auch kaum noch einer hin.
    Was wäre denn, wenn die heutigen "freien Künstler" vor 200 Jahren gelebt hätten? Wahrscheinlich wären sie dann nicht Künstler, sondern Feldarbeiter geworden.

  • Gast, 11

    Performance-Künstler oder Objektkunst sind doch auch schon wieder Vergangenheit. Und ob da mehr Qualität geboten wird kann man getrost bezweifeln. Gute Kunst bzw. gute Künstler gibt es in allen Bereichen, Stilen und Techniken. Schrott ebenso! Brüche von Gestaltungsregeln werden erfahrungsgemäß von jenen am meisten kritisiert, die am lautesten danach rufen. Streng genommen sollte sich ein Künstler einen feuchten Staub um Gestaltungsregeln kümmern, dann muss er sie auch nicht brechen. Tja und schon bin ich wieder beim leidigen Thema,
    wer stellt denn die Gestaltungsregeln auf? Und wer hat diesen Jemand dazu berechtigt? Die Kunst ist frei und Regeln in der Kunst, auch Gestaltungsregeln, sind nun mal das Gegenteil von freier Kunst!


    Ganz erstaunliche Gedanken in Anbetracht deiner Arbeiten, die auf uralten, mittlerweile muffig wirkenden GestaltungsREGELN basieren. Ich glaube, du unterliegst da einem grossen Missverstandnis, was den "Bruch" von Gestaltungsregeln angeht. Ich vermute, du heroisierst deine dir fehlende Anerkennung im Bilde einer "Freiheit" deiner Arbeiten und fantasierst so einen "Bruch" der Gestaltungsregeln bei dir, der höchstens mit unzählig vielen anderen Freizeitmalern darinbestehen könnte, die vielen "Brüche", die nach deiner Art zu malen schon längst stattgefunden hatten, von Dir und den unzählig vielen Anderen nicht bemerkt wurden, weil sie sich nie mit der aktuellen Kunst ernsthaft auseinandergesetzt haben.

  • Gast, 7



    Gestaltungsregeln? die werden durch einen kulturellen Kontext hergestellt bzw. bestätigt: das heute jeder alles machen zu können meint, muss ja ein ungemein hohes Privileg an Freiheit für den einzelnen "Künstler" sein. :-)

    Wo "kaninchehaft produziert" wird (das sagte schon Oskar Schlemmer) fälll "die Individualität des heutigen Künstlers" kaum noch auf.
    Weil Malerei "absteigendes Kulturgut" ist, guckt ja auch kaum noch einer hin.
    Was wäre denn, wenn die heutigen "freien Künstler" vor 200 Jahren gelebt hätten? Wahrscheinlich wären sie dann nicht Künstler, sondern Feldarbeiter geworden.



    Achnööö ... selbst die Karnickel auf dem Feld köddeln doch mittlerweile auf Oskar Schlemmers Mundstuhlakrobatik.
  • Alle Beiträge anzeigen
  • Pfaurania Evolutionsfalter Ganz bei sich selbst bleiben
    Ganz gleich wie viele verschiedene Stile es in der Malerei und anderen Kunstformen gibt und welchen Blick andere Menschen auf die Kunst haben oder wie sie Kuenstler empfinden und einschaetzen, so ist es nur von Bedeutung seinen eigenen persoenlichen Stil zu finden und beim kreativen Gestalten ganz frei seine innere Welt auszuleben und diese auf sein individuelles Werk zu kehren. Sich bloss nicht von der Meinung anderer beeinflussen oder gar maipulieren lassen, sondern seinen Weg beim Schpepfungsschaffen gehen mit seiner frei gewaehlten Inspiration und dem daraus geborenen Stil die Welt in der Kunst vermitteln die man selbst ganz ohne Zwang anstrebt. Wer seinen eigenen Stil gefunden hat und diesem folgt braucht sich auch nicht an irgendwelche Richtlinien zu halten die sowieso auf Grund der kuenstlerischen Freiheit ueberfluessig sind. Einfach seine eigene Welt entdecken und schoepfen, dann besiegt man jedes Kreterium, ganz gleich welchen Paradigmenwechsel die Kunst in sich traegt. (-;
  • Gast, 12
    [edit, admin: Tassilo mal wieder... ]
  • Pfaurania Evolutionsfalter
    Hauptsache man bleibt sich bei all dem Wirbel um Sichtweisen und Perspektiven ueber die objektive Kunst selbst treu! (-;
  • Till Dehrmann
    Till Dehrmann
    Die gestellte Frage zum Paradigmenwechsel hat ihre Berechtigung. Habe mal irgendwo in einem Zitat eines schlauen Menschen gelesen, dass "Kunst" von "Können" kommt. Der Begriff "Kunst" ist in den letzten 100 Jahren stark gebeutelt worden. Auf dem heute erreichten Niveau ("Ist das Kunst oder kann das weg?"), "kann" es jeder, und nicht mehr nur die "Künstler". Darin sehe ich die Ursache, dass der sog. Kunstmarkt im Schrott erstickt. Die Kunstakademien tragen eine Mitschuld an dieser Misere, da von ihnen der Begriffswandel unterstützt wurde und wird. Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann.
    Ich hoffe, ich trete hier niemandem auf den Schlips. Natürlich gibt es auch heute noch Künstler die das "Können" beherrschen, die sich einen Namen damit gemacht haben und die sich von den Massen abheben. Aber leider sind sie sehr rar.
  • Pfaurania Evolutionsfalter
    Oh wie wahr. Auch dadurch dass sich die Welt immer weiter entwickelt entstehen immer wieder neue Praegungen, Eindruecke, Erkenntnisse und Beeinflussungen im gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Diese Wirkung geht auch in die Kunst ueber, denn dadurch dass auch jede Mentalitaet auf jedem Kontinenten heran waechst kommen auch immer wieder neue Stile in der Kunst hinzu und auch Kuenstler selbst sind haeufig gar nicht so wie sie von vielen Menschen wahrgenommen werden, da auch jeder Schoepfungsgestaltende ein Individuum in seiner Persoenlichkeit und Kunst traegt.
  • Gast, 11
    Die gestellte Frage zum Paradigmenwechsel hat ihre Berechtigung. Habe mal irgendwo in einem Zitat eines schlauen Menschen gelesen, dass "Kunst" von "Können" kommt. Der Begriff "Kunst" ist in den letzten 100 Jahren stark gebeutelt worden. Auf dem heute erreichten Niveau ("Ist das Kunst oder kann das weg?"), "kann" es jeder, und nicht mehr nur die "Künstler". Darin sehe ich die Ursache, dass der sog. Kunstmarkt im Schrott erstickt. Die Kunstakademien tragen eine Mitschuld an dieser Misere, da von ihnen der Begriffswandel unterstützt wurde und wird.
    Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann.
    Ich hoffe, ich trete hier niemandem auf den Schlips. Natürlich gibt es auch heute noch Künstler die das "Können" beherrschen, die sich einen Namen damit gemacht haben und die sich von den Massen abheben. Aber leider sind sie sehr rar.


    Hallo Till Dehrmann.

    Ja, das "Können".
    Deine Arbeiten finde ich z.B. nicht "gekonnt".
    Steif, tot und meilenweit davon entfernt, der Welt mehr abzuringen, als das vorgekaute und unendlich öde Klischee. So unangenehm anzuschauen wie die toten Illustrationen der Wahrheitshüter vom Wachturm.

    Hermann

  • Gast, 5
    @Gast, 11
    hallo hermann warum nach deine meinung ist till kunst nicht gekönnt?? kannst du dich besser ausdrücken hierüber? oder sind das nur deine persöhnliche empfindungen? und was ist mit dir? warum kann man von dir hier nichts sehen? traust du dir etwas nicht?
  • Gast, 7
    Ich frage mich gerade, ob es hier+jetzt nun um den Begriff "Kunst" geht, oder darum, ob bzw in wie weit der Zahn der Zeit Einfluss auf die Entstehung der Kunst an sich hat.
  • Roderich
    Roderich

    Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann. .


    konnte man jemals gut als künstler von dieser arbeit leben? eine kleine zahl erfolgreicher sicher, aber die breite masse doch eher schwer. wie im profisport, ein paar verdienen unsummen und viele andere kommen gerade eben über die runden.

    Signature
  • Till Dehrmann
    Till Dehrmann
    @ Roderich
    Ja, das stimmt zwar, aber woran liegt das? Auch am Kunstmarkt gelten die Gesetze von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot erdrückend groß, so fallen die Preise, so dass man davon als Künstler nicht mehr leben kann. Da Kunst und Kunstförderung aber auch zur Imagepflege von Politik und Lobbyismus dienen, kommen die Subventionen aus Politik, Förderprogrammen, Stiftungen, usw. ins Spiel. Da geht dann halt mal eine eigentliche "Schrottkunst" für einen 5 stelligen Betrag völlig überteuert über den Ladentisch um dann nach einiger Zeit wieder in irgendwelchen Kellern zu verschwinden, weil's keiner mag. Dem Künstler wurde somit wieder für eine Weile über die Runden geholfen und der edle "Spender" steht in der Öffentlichkeit gut da (PR), das Auktionshaus hat seine Provision oder die Galerie ihre Prozente. Das ist ein Kreislauf, der künstlich am Leben erhalten wird, weil sich keine Regierung oder Gesellschaft leisten kann, Kunst nicht zu unterstützen. Früher (vor 100 J) gab es m.E. diesen Kreislauf und die Kommerzialisierung in der heutigen Form noch nicht. Da galt das Naturgesetz, die Starken kommen durch und die Schwachen bleiben auf der Strecke.
    Die Künstler vor 100 Jahren, die Marketing verstanden haben, haben sich nach dem Geschmack ihrer Kunden orientiert, dadurch Umsatz und sich auch einen Namen gemacht. Die anderen, die weniger geschäftstüchtig waren, aber auch etwas von Malerei verstanden und erst später entdeckt wurden, hatten das Nachsehen. Ich glaube, Kunst hat auch etwas mit Ästhetik zu tun. In der heutigen Massenware kommt diese Komponente einfach zu kurz. Das liegt an der heutigen Zeit und betrifft nicht nur die Kunst, sondern auch die Architektur, alle möglichen Designformen, Musik, Literatur, Filme usw. ......

    @ hermann
    Ja, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Habe nie behauptet, das ich es kann :-) und zähle mich auch nicht zu denen, die glauben es zu "können". Damit sind ganz andere gemeint. Leben muß ich auch nicht davon, sondern ich male weil es mir Spaß macht. In dieser Diskussion geht es aber um etwas ganz anderes und nicht um den perönlichen Geschmack des einen oder anderen.
  • siku


    Hallo Till Dehrmann.

    Ja, das "Können".

    Deine Arbeiten finde ich z.B. nicht "gekonnt".
    Steif, tot und meilenweit davon entfernt, der Welt mehr abzuringen, als das vorgekaute und unendlich öde Klischee. So unangenehm anzuschauen wie die toten Illustrationen der Wahrheitshüter vom Wachturm.
    Hermann


    Hermanns Einschätzung teile ich nicht. Insgesamt sind die Arbeiten von Till durchaus gekonnt, schwache Motive, wenn sie zu sehr heimatbezogen sein sollen, bestimmen nicht das Oeuvre.
    Die Arbeiten haben eine ansprechende, gelungene Farbstimmung, auch sonst (bis auf die eben gemachten Einschränkungen) stimmen die Kompositionen.
    Die nuancierten Farbkompositionen, gerade in den Motiven mit "weitem Blick" sind nicht langweilig - und auch nicht "tote Illustrationen". Diese Motive erfordern "sensibles Sehen", nicht gleich die Totschlagskeule: "vorgekautes Klischee".
    Man kann alles madig machen, auch die angestrengten ästhetisch wertvollen Kunstergüsse, wie z.B. die Nutella im Glas, ein Geschenk für die Wuzzles: gähn!

  • siku

    konnte man jemals gut als künstler von dieser arbeit leben?


    ja, als der Markt noch nicht so mit "Kunstwerken bombadiert" wurde wie heutzutage. als die Künstler sich noch als Handwerker und Umsetzer von vorgegebenen Themen verstanden: siehe Donatello (hahaha)
    aber, sonst meine ich das ernst! noch im 19. Jh. gab es primär Arbeiten von professionellen Malern (da nannten die sich nicht exklusiv Künstler - und Malerei war eine Gattung der Kunst).
    Heute herrscht, besonders im KN, ja nicht der Anspruch zur künstlerischen Gestaltung vorhandener Dinge vor, sondern der Anspruch an sich selbst, das Geld für einen einen Psychotherapeuten zu sparen und dafür mit den selbstgemachten Arbeiten die Mitmenschen zu beglücken - naturlich, ganz selbstlos, gegen Bezahlung.

    PS: die Kunst der Neuzeit, die als Wegbereiter für heutige Künstler gesehen werden kann, ist daraus entstanden, dass die herkömmlichen Auftraggeber: Adel und Kirche an Macht verloren haben. Die Künstler mussten sich neue "Märkte" suchen, erstmal Arbeiten schaffen und sie konnten diese erst anschließend verkaufen.
    auch heutige Künstler wollen ihre Arbeiten verkaufen, nur nennt sich das nicht mehr Markt, sondern Sponsorensuche.

  • Roderich
    Roderich
    Donato di Niccolò di Betto Bardi als beispiel.......hm?
    na das bringt mich zu den turtles, die hab ich am wochende erst gekuckt! :D
    zu meinen gedanken über den film geht es hier: (facebook account requiered)
    https://www.facebook.com/ImpastoRoderich?ref=bookmarks
    Signature
  • Günter
    Günter
    Mit dem sog. kulturellen Kontext habe ich von jeher so meine Probleme. Auch Nazi-Kunst oder der heute so in Misskredit geratene sozialistische Realismus waren ja Folge eines " kulturellen Kontextes" und andere Verirrungen ebenso.
    Was die Wahrnehmung von Kunst angeht so befürchte ich, dass auch sie einem Kontext folgt, dessen Herkunft je nach politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten nicht immer "kunstfreundlich" ist. In diesem Zusammenhang führe ich immer wieder gerne das Beispiel mit dem röhrenden Hirsch hinterm Sofa an.Der ist ja heut zu Tage so was von out. Statt dessen hängen heute die millionenfach gedruckten Warhols oder Miros etc. an der Wand. Und wer glaubt dies wäre Folge einer "gereiften" Wahrnehmung von Kunst, dem ist nicht zu helfen. Wenn ich realistisch bin, muss ich konstatieren, die "Richtige" Wahrnehmung von Kunst scheint doch sehr von den Platzhirschen des Kunstmarktes gesteuert zu werden!
  • Günter
    Günter
    Vielleicht gehört Lesen von Texten auch zu den aussterbenden Kulturtechniken. Dieser Verdacht macht sich bei mir breit, wenn ich mir Deine Antwort auf meinen Beitrag zu Gemüte führe. Was hat denn bitteschön meine Malerei, die ich hier im Kunstnet zeige, mit dem zu tun worum es in meinem Beitrag geht? Habe ich mich irgend wo wegen fehlender Anerkennung beklagt?
    Ja und dann zu den sog. Brüchen, die Dir offensichtlich ans Herz gewachsen sind. Vielleicht bin ich ein bisschen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst. Ich weiß allerdings, auch von mir selbst, dass man als junger Mensch von Brüchen, Revolutionen etc. träumt aber wenn man erst mal genügend Übersicht über die Dinge hat, stellt man verwundert fest, dass alles aber wirklich alles, auch die Kunst, einer kontinuierlichen Entwicklung folgt. Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, weil ich mich nie mit der aktuellen Kunst beschäftigt habe, ganz schön dreist, was Du da von Dir gibst!
  • Gast, 11
    Vielleicht gehört Lesen von Texten auch zu den aussterbenden Kulturtechniken. Dieser Verdacht macht sich bei mir breit, wenn ich mir Deine Antwort auf meinen Beitrag zu Gemüte führe. Was hat denn bitteschön meine Malerei, die ich hier im Kunstnet zeige, mit dem zu tun worum es in meinem Beitrag geht? Habe ich mich irgend wo wegen fehlender Anerkennung beklagt?
    Ja und dann zu den sog. Brüchen, die Dir offensichtlich ans Herz gewachsen sind. Vielleicht bin ich ein bissc
    hen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst. Ich weiß allerdings, auch von mir selbst, dass man als junger Mensch von Brüchen, Revolutionen etc. träumt aber wenn man erst mal genügend Übersicht über die Dinge hat, stellt man verwundert fest, dass alles aber wirklich alles, auch die Kunst, einer kontinuierlichen Entwicklung folgt. Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, weil ich mich nie mit der aktuellen Kunst beschäftigt habe, ganz schön dreist, was Du da von Dir gibst!


    Zitat Günter:
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    (...) "Vielleicht bin ich ein bisschen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst."

    (...)

    " Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, (...)

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Vielleicht solltest du zunächste Deine eigenen "Brüche" bemerken, Günter.

  • Pfaurania Evolutionsfalter Jeder Kuenstler seiner selbst
    In der Kunst gibt es kein besser oder schlechter, sondern nur das Individuum. Der Betrachter kann sein persoenliches Urteil faellen. Ob es stimmt oder nicht bleivt dem Kuenstler selbst ueberlassen, den nur er kann sagen welche Geschichten und Botschaften seine Bilder in sich tragen.
  • Gast, 5
    ich glaub ich lege mir ein bauernhof und züchte Bio hühner und eier an ...die welt scheint mir langsam aber sicher immer mehr ins peseudo hineinzufallen....was einsmal wichtig war bleibt selbst heute in der kunst unsichtbar....wenn es die ästhetik von bedeutung gewinnt wo bleibt dann die natur?...die natur aller dingen? ...
  • absurd-real
    Die Natur ist Ästhetik. Aber das lernst du noch.
    Signature
  • Page 1 of 4 [ 138 Posts ]

  • Sign in to respond or to ask a question.

Related topics and pictures


Bisher: 500.991 Kunstwerke,  1.944.456 Kommentare,  266.196.433 Bilder-Aufrufe
Stelle eine Frage oder antworte in dieser Diskussion. KunstNet ist eine Online Galerie und ein Diskussionsforum für Kunstinteressierte und Künstler. Kunstwerke kannst du hier präsentieren, kommentieren und dich mit anderen Künstlern austauschen und über Kunst diskutieren.