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  • Paradigmenwechsel in der Kunst: In wiefern hat sich die Wahrnehmung von Kunst in den letzten 100 Jahren veraendert?

  • sthciN



    Gestaltungsregeln? die werden durch einen kulturellen Kontext hergestellt bzw. bestätigt: das heute jeder alles machen zu können meint, muss ja ein ungemein hohes Privileg an Freiheit für den einzelnen "Künstler" sein. :-)

    Wo "kaninchehaft produziert" wird (das sagte schon Oskar Schlemmer) fälll "die Individualität des heutigen Künstlers" kaum noch auf.
    Weil Malerei "absteigendes Kulturgut" ist, guckt ja auch kaum noch einer hin.
    Was wäre denn, wenn die heutigen "freien Künstler" vor 200 Jahren gelebt hätten? Wahrscheinlich wären sie dann nicht Künstler, sondern Feldarbeiter geworden.



    Achnööö ... selbst die Karnickel auf dem Feld köddeln doch mittlerweile auf Oskar Schlemmers Mundstuhlakrobatik.
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  • Pfaurania Evolutionsfalter Ganz bei sich selbst bleiben
    Ganz gleich wie viele verschiedene Stile es in der Malerei und anderen Kunstformen gibt und welchen Blick andere Menschen auf die Kunst haben oder wie sie Kuenstler empfinden und einschaetzen, so ist es nur von Bedeutung seinen eigenen persoenlichen Stil zu finden und beim kreativen Gestalten ganz frei seine innere Welt auszuleben und diese auf sein individuelles Werk zu kehren. Sich bloss nicht von der Meinung anderer beeinflussen oder gar maipulieren lassen, sondern seinen Weg beim Schpepfungsschaffen gehen mit seiner frei gewaehlten Inspiration und dem daraus geborenen Stil die Welt in der Kunst vermitteln die man selbst ganz ohne Zwang anstrebt. Wer seinen eigenen Stil gefunden hat und diesem folgt braucht sich auch nicht an irgendwelche Richtlinien zu halten die sowieso auf Grund der kuenstlerischen Freiheit ueberfluessig sind. Einfach seine eigene Welt entdecken und schoepfen, dann besiegt man jedes Kreterium, ganz gleich welchen Paradigmenwechsel die Kunst in sich traegt. (-;
  • PPP___18
    [edit, admin: Tassilo mal wieder... ]
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  • Pfaurania Evolutionsfalter
    Hauptsache man bleibt sich bei all dem Wirbel um Sichtweisen und Perspektiven ueber die objektive Kunst selbst treu! (-;
  • Till Dehrmann
    Till Dehrmann
    Die gestellte Frage zum Paradigmenwechsel hat ihre Berechtigung. Habe mal irgendwo in einem Zitat eines schlauen Menschen gelesen, dass "Kunst" von "Können" kommt. Der Begriff "Kunst" ist in den letzten 100 Jahren stark gebeutelt worden. Auf dem heute erreichten Niveau ("Ist das Kunst oder kann das weg?"), "kann" es jeder, und nicht mehr nur die "Künstler". Darin sehe ich die Ursache, dass der sog. Kunstmarkt im Schrott erstickt. Die Kunstakademien tragen eine Mitschuld an dieser Misere, da von ihnen der Begriffswandel unterstützt wurde und wird. Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann.
    Ich hoffe, ich trete hier niemandem auf den Schlips. Natürlich gibt es auch heute noch Künstler die das "Können" beherrschen, die sich einen Namen damit gemacht haben und die sich von den Massen abheben. Aber leider sind sie sehr rar.
  • Pfaurania Evolutionsfalter
    Oh wie wahr. Auch dadurch dass sich die Welt immer weiter entwickelt entstehen immer wieder neue Praegungen, Eindruecke, Erkenntnisse und Beeinflussungen im gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Diese Wirkung geht auch in die Kunst ueber, denn dadurch dass auch jede Mentalitaet auf jedem Kontinenten heran waechst kommen auch immer wieder neue Stile in der Kunst hinzu und auch Kuenstler selbst sind haeufig gar nicht so wie sie von vielen Menschen wahrgenommen werden, da auch jeder Schoepfungsgestaltende ein Individuum in seiner Persoenlichkeit und Kunst traegt.
  • K_nav_nnamreH
    Die gestellte Frage zum Paradigmenwechsel hat ihre Berechtigung. Habe mal irgendwo in einem Zitat eines schlauen Menschen gelesen, dass "Kunst" von "Können" kommt. Der Begriff "Kunst" ist in den letzten 100 Jahren stark gebeutelt worden. Auf dem heute erreichten Niveau ("Ist das Kunst oder kann das weg?"), "kann" es jeder, und nicht mehr nur die "Künstler". Darin sehe ich die Ursache, dass der sog. Kunstmarkt im Schrott erstickt. Die Kunstakademien tragen eine Mitschuld an dieser Misere, da von ihnen der Begriffswandel unterstützt wurde und wird.
    Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann.
    Ich hoffe, ich trete hier niemandem auf den Schlips. Natürlich gibt es auch heute noch Künstler die das "Können" beherrschen, die sich einen Namen damit gemacht haben und die sich von den Massen abheben. Aber leider sind sie sehr rar.


    Hallo Till Dehrmann.

    Ja, das "Können".
    Deine Arbeiten finde ich z.B. nicht "gekonnt".
    Steif, tot und meilenweit davon entfernt, der Welt mehr abzuringen, als das vorgekaute und unendlich öde Klischee. So unangenehm anzuschauen wie die toten Illustrationen der Wahrheitshüter vom Wachturm.

    Hermann

  • tiktamas
    @Hermann_van_K
    hallo hermann warum nach deine meinung ist till kunst nicht gekönnt?? kannst du dich besser ausdrücken hierüber? oder sind das nur deine persöhnliche empfindungen? und was ist mit dir? warum kann man von dir hier nichts sehen? traust du dir etwas nicht?
  • sthciN
    Ich frage mich gerade, ob es hier+jetzt nun um den Begriff "Kunst" geht, oder darum, ob bzw in wie weit der Zahn der Zeit Einfluss auf die Entstehung der Kunst an sich hat.
  • Roderich
    Roderich

    Das Ergebnis der Tragödie ist, dass Künstler heute deshalb kaum von ihrer Arbeit ohne Subventionen (vom Staat, Stiftungen, usw.) leben können, weil es eben jeder kann. .


    konnte man jemals gut als künstler von dieser arbeit leben? eine kleine zahl erfolgreicher sicher, aber die breite masse doch eher schwer. wie im profisport, ein paar verdienen unsummen und viele andere kommen gerade eben über die runden.

    Signature
  • Till Dehrmann
    Till Dehrmann
    @ Roderich
    Ja, das stimmt zwar, aber woran liegt das? Auch am Kunstmarkt gelten die Gesetze von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot erdrückend groß, so fallen die Preise, so dass man davon als Künstler nicht mehr leben kann. Da Kunst und Kunstförderung aber auch zur Imagepflege von Politik und Lobbyismus dienen, kommen die Subventionen aus Politik, Förderprogrammen, Stiftungen, usw. ins Spiel. Da geht dann halt mal eine eigentliche "Schrottkunst" für einen 5 stelligen Betrag völlig überteuert über den Ladentisch um dann nach einiger Zeit wieder in irgendwelchen Kellern zu verschwinden, weil's keiner mag. Dem Künstler wurde somit wieder für eine Weile über die Runden geholfen und der edle "Spender" steht in der Öffentlichkeit gut da (PR), das Auktionshaus hat seine Provision oder die Galerie ihre Prozente. Das ist ein Kreislauf, der künstlich am Leben erhalten wird, weil sich keine Regierung oder Gesellschaft leisten kann, Kunst nicht zu unterstützen. Früher (vor 100 J) gab es m.E. diesen Kreislauf und die Kommerzialisierung in der heutigen Form noch nicht. Da galt das Naturgesetz, die Starken kommen durch und die Schwachen bleiben auf der Strecke.
    Die Künstler vor 100 Jahren, die Marketing verstanden haben, haben sich nach dem Geschmack ihrer Kunden orientiert, dadurch Umsatz und sich auch einen Namen gemacht. Die anderen, die weniger geschäftstüchtig waren, aber auch etwas von Malerei verstanden und erst später entdeckt wurden, hatten das Nachsehen. Ich glaube, Kunst hat auch etwas mit Ästhetik zu tun. In der heutigen Massenware kommt diese Komponente einfach zu kurz. Das liegt an der heutigen Zeit und betrifft nicht nur die Kunst, sondern auch die Architektur, alle möglichen Designformen, Musik, Literatur, Filme usw. ......

    @ hermann
    Ja, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Habe nie behauptet, das ich es kann :-) und zähle mich auch nicht zu denen, die glauben es zu "können". Damit sind ganz andere gemeint. Leben muß ich auch nicht davon, sondern ich male weil es mir Spaß macht. In dieser Diskussion geht es aber um etwas ganz anderes und nicht um den perönlichen Geschmack des einen oder anderen.
  • siku


    Hallo Till Dehrmann.

    Ja, das "Können".

    Deine Arbeiten finde ich z.B. nicht "gekonnt".
    Steif, tot und meilenweit davon entfernt, der Welt mehr abzuringen, als das vorgekaute und unendlich öde Klischee. So unangenehm anzuschauen wie die toten Illustrationen der Wahrheitshüter vom Wachturm.
    Hermann


    Hermanns Einschätzung teile ich nicht. Insgesamt sind die Arbeiten von Till durchaus gekonnt, schwache Motive, wenn sie zu sehr heimatbezogen sein sollen, bestimmen nicht das Oeuvre.
    Die Arbeiten haben eine ansprechende, gelungene Farbstimmung, auch sonst (bis auf die eben gemachten Einschränkungen) stimmen die Kompositionen.
    Die nuancierten Farbkompositionen, gerade in den Motiven mit "weitem Blick" sind nicht langweilig - und auch nicht "tote Illustrationen". Diese Motive erfordern "sensibles Sehen", nicht gleich die Totschlagskeule: "vorgekautes Klischee".
    Man kann alles madig machen, auch die angestrengten ästhetisch wertvollen Kunstergüsse, wie z.B. die Nutella im Glas, ein Geschenk für die Wuzzles: gähn!

  • siku

    konnte man jemals gut als künstler von dieser arbeit leben?


    ja, als der Markt noch nicht so mit "Kunstwerken bombadiert" wurde wie heutzutage. als die Künstler sich noch als Handwerker und Umsetzer von vorgegebenen Themen verstanden: siehe Donatello (hahaha)
    aber, sonst meine ich das ernst! noch im 19. Jh. gab es primär Arbeiten von professionellen Malern (da nannten die sich nicht exklusiv Künstler - und Malerei war eine Gattung der Kunst).
    Heute herrscht, besonders im KN, ja nicht der Anspruch zur künstlerischen Gestaltung vorhandener Dinge vor, sondern der Anspruch an sich selbst, das Geld für einen einen Psychotherapeuten zu sparen und dafür mit den selbstgemachten Arbeiten die Mitmenschen zu beglücken - naturlich, ganz selbstlos, gegen Bezahlung.

    PS: die Kunst der Neuzeit, die als Wegbereiter für heutige Künstler gesehen werden kann, ist daraus entstanden, dass die herkömmlichen Auftraggeber: Adel und Kirche an Macht verloren haben. Die Künstler mussten sich neue "Märkte" suchen, erstmal Arbeiten schaffen und sie konnten diese erst anschließend verkaufen.
    auch heutige Künstler wollen ihre Arbeiten verkaufen, nur nennt sich das nicht mehr Markt, sondern Sponsorensuche.

  • Roderich
    Roderich
    Donato di Niccolò di Betto Bardi als beispiel.......hm?
    na das bringt mich zu den turtles, die hab ich am wochende erst gekuckt! :D
    zu meinen gedanken über den film geht es hier: (facebook account requiered)
    https://www.facebook.com/ImpastoRoderich?ref=bookmarks
    Signature
  • Günter
    Günter
    Mit dem sog. kulturellen Kontext habe ich von jeher so meine Probleme. Auch Nazi-Kunst oder der heute so in Misskredit geratene sozialistische Realismus waren ja Folge eines " kulturellen Kontextes" und andere Verirrungen ebenso.
    Was die Wahrnehmung von Kunst angeht so befürchte ich, dass auch sie einem Kontext folgt, dessen Herkunft je nach politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten nicht immer "kunstfreundlich" ist. In diesem Zusammenhang führe ich immer wieder gerne das Beispiel mit dem röhrenden Hirsch hinterm Sofa an.Der ist ja heut zu Tage so was von out. Statt dessen hängen heute die millionenfach gedruckten Warhols oder Miros etc. an der Wand. Und wer glaubt dies wäre Folge einer "gereiften" Wahrnehmung von Kunst, dem ist nicht zu helfen. Wenn ich realistisch bin, muss ich konstatieren, die "Richtige" Wahrnehmung von Kunst scheint doch sehr von den Platzhirschen des Kunstmarktes gesteuert zu werden!
  • Günter
    Günter
    Vielleicht gehört Lesen von Texten auch zu den aussterbenden Kulturtechniken. Dieser Verdacht macht sich bei mir breit, wenn ich mir Deine Antwort auf meinen Beitrag zu Gemüte führe. Was hat denn bitteschön meine Malerei, die ich hier im Kunstnet zeige, mit dem zu tun worum es in meinem Beitrag geht? Habe ich mich irgend wo wegen fehlender Anerkennung beklagt?
    Ja und dann zu den sog. Brüchen, die Dir offensichtlich ans Herz gewachsen sind. Vielleicht bin ich ein bisschen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst. Ich weiß allerdings, auch von mir selbst, dass man als junger Mensch von Brüchen, Revolutionen etc. träumt aber wenn man erst mal genügend Übersicht über die Dinge hat, stellt man verwundert fest, dass alles aber wirklich alles, auch die Kunst, einer kontinuierlichen Entwicklung folgt. Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, weil ich mich nie mit der aktuellen Kunst beschäftigt habe, ganz schön dreist, was Du da von Dir gibst!
  • K_nav_nnamreH
    Vielleicht gehört Lesen von Texten auch zu den aussterbenden Kulturtechniken. Dieser Verdacht macht sich bei mir breit, wenn ich mir Deine Antwort auf meinen Beitrag zu Gemüte führe. Was hat denn bitteschön meine Malerei, die ich hier im Kunstnet zeige, mit dem zu tun worum es in meinem Beitrag geht? Habe ich mich irgend wo wegen fehlender Anerkennung beklagt?
    Ja und dann zu den sog. Brüchen, die Dir offensichtlich ans Herz gewachsen sind. Vielleicht bin ich ein bissc
    hen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst. Ich weiß allerdings, auch von mir selbst, dass man als junger Mensch von Brüchen, Revolutionen etc. träumt aber wenn man erst mal genügend Übersicht über die Dinge hat, stellt man verwundert fest, dass alles aber wirklich alles, auch die Kunst, einer kontinuierlichen Entwicklung folgt. Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, weil ich mich nie mit der aktuellen Kunst beschäftigt habe, ganz schön dreist, was Du da von Dir gibst!


    Zitat Günter:
    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    (...) "Vielleicht bin ich ein bisschen hintern Mond aufgewachsen, denn ich kenne keine Brüche in der Kunst."

    (...)

    " Und dann noch zu Deiner impertinenten Behauptung, ich hätte die zahlreichen Brüche nicht bemerkt, (...)

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Vielleicht solltest du zunächste Deine eigenen "Brüche" bemerken, Günter.

  • Pfaurania Evolutionsfalter Jeder Kuenstler seiner selbst
    In der Kunst gibt es kein besser oder schlechter, sondern nur das Individuum. Der Betrachter kann sein persoenliches Urteil faellen. Ob es stimmt oder nicht bleivt dem Kuenstler selbst ueberlassen, den nur er kann sagen welche Geschichten und Botschaften seine Bilder in sich tragen.
  • tiktamas
    ich glaub ich lege mir ein bauernhof und züchte Bio hühner und eier an ...die welt scheint mir langsam aber sicher immer mehr ins peseudo hineinzufallen....was einsmal wichtig war bleibt selbst heute in der kunst unsichtbar....wenn es die ästhetik von bedeutung gewinnt wo bleibt dann die natur?...die natur aller dingen? ...
  • absurd-real
    Die Natur ist Ästhetik. Aber das lernst du noch.
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