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  • Hier ein Bericht über die "Selbstausbeutung" der Künstler

  • xylo
    xylo Hier ein Bericht über die "Selbstausbeutung" der Künstler
    http://www.monopol-magazin.de/%E2%80%9Edas-k%C3%BCnstlerprekariat-sitzt-der-falle%E2%80%9C

    Vielleicht gibt es auch verschiedene Betrachtungsweisen und eine gute Diskussion
    Signature
  • heinrich
    Ja, mit vielem bin ich einverstanden,
    aber so würde ich den Artikel nicht unterschreiben wollen...

    :-}

    Diese "warme Worte" für Zombies,
    die der Autor als Erklärung gefunden hat...
    Nenenene! Ich habe da kein Mitleid...

    :-}


    Das alles trifft aber nicht auf die Hobbyisten zu!
    Sie wissen schon genau,
    dass Hobby Zeit, Geld und Arbeit kostet!
    Sie wissen schon genau,
    wo sie aufhören müssen!

    Mehrere Jobs der Profikünstler?
    Das ist doch normal, heutzutage.
    Wie heißt es noch mal?
    Transspezialisierung?
    Oder so?
    Wobei zwei oder sogar drei Berufe,
    Gang und Gäbe ist und sein wird?

    :-}
  • nighthawk
    nighthawk
    war derselbe artikel nicht schon mal hier drin in irgend nem anderen sommerloch vor ein paar jahren?
    ich für meinen teil muss sagen, dass ich mich total gerne selbst ausbeute. ich gehe jeden tag in mein atelier und arbeite dort meistens 6-10 stunden am stück. sitze manchmal ein monat lang an einem bild und verkaufe das dann für 1000€. aber ich kann während meiner arbeitszeit machen was ich will, oder gar nichts machen. ich kann mir auch keinen netteren arbeitgeber vorstellen als mich selbst. ich mach sogar gerne überstunden und arbeite auch mal am wochenende. ich kann mich auch nicht selbst kündigen, es sei denn ich hab selber kein bock mehr. d.h. der job ist mir bis an mein lebensende sicher. was kann man sich besseres wünschen?
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  • efwe
    efwe

    ...ich gehe jeden tag in mein atelier und arbeite dort meistens 6-10 stunden am stück.

    schoen dass du nebenbei keinen haushalt fuehren musst...? ;)
    Signature
  • heinrich

    ich gehe jeden tag in mein atelier und arbeite dort meistens 6-10 stunden am stück. sitze manchmal ein monat lang an einem bild und verkaufe das dann für 1000€. aber ich kann während meiner arbeitszeit machen was ich will, oder gar nichts machen. ich kann mir auch keinen netteren arbeitgeber vorstellen als mich selbst. ich mach sogar gerne überstunden und arbeite auch mal am wochenende. ich kann mich auch nicht selbst kündigen, es sei denn ich hab selber kein bock mehr. d.h. der job ist mir bis an mein lebensende sicher. was kann man sich besseres wünschen?



    Wo habe ich das schon mal gehört?
    A-a-a-a-a... Mein bekannter Programmierer,
    erzählte mir genau so was...
    (Nur er verkauft seine Programme mehr als für 1000€ pro Stück).

    Das ist keine "Selbstausbeutung"!

    Das ist eine der "Überlebensstrategien".
    Im besten Falle läuft dein Leben so...nebenbei...
    Und du merkst nicht viel davon,
    und wie es ganz schnell vorbei ist...



    Die "Selbstausbeutung" gehört eher zu den "Untergagngscenarien".

    :-}
  • nighthawk
    nighthawk


    schoen dass du nebenbei keinen haushalt fuehren musst...? ;)

    ich bin ja nicht allein, meine frau ist ja auch noch da...:)

  • nighthawk
    nighthawk

    Das ist eine der "Überlebensstrategien".


    nein, ich muss nichts mehr überleben. die schlimmste zeit meines lebens - meine jugend, habe ich schon längst überlebt. so ab 25 ging alles nur noch aufwärts... :)

  • xylo
    xylo
    Nighthawk hat übrigens recht,der Bericht ist schon fünf Jahre alt, ich habs soeben erst gesehen.
    Wahrscheinlich haben aufgrund dieses Artikels, alle Künstler ihre selbstausbeuterischen Tätigkeiten eingestellt ;-)
    Sorry ich wollte kein Sommerloch füllen.
    Das Kunstnet ist eine Seite von Fachleuten für Fachleute ;-)
  • heinrich


    nein, ich muss nichts mehr überleben. die schlimmste zeit meines lebens - meine jugend, habe ich schon längst überlebt. so ab 25 ging alles nur noch aufwärts... :)



    Supi!
    Gratulation!
    Dafür, dass du so sicher bist!

    :-}

  • Xabu Iborian
    Xabu Iborian



    schoen dass du nebenbei keinen haushalt fuehren musst...? ;)

    ich bin ja nicht allein, meine frau ist ja auch noch da...:)


    Wie sieht Deine Frau das mit der Ausbeutung?
    Ihr habt Kinder und lebt von ca. 1000 Euro im Monat?

    Signature
  • nighthawk
    nighthawk




    Wie sieht Deine Frau das mit der Ausbeutung?
    Ihr habt Kinder und lebt von ca. 1000 Euro im Monat?


    du musst das kindergeld noch draufschlagen.
    meine frau studiert noch. wenn sie irgendwann mal damit fertig ist, kann sie ja selbst geld verdienen. :)
  • efwe
    efwe
    also- frau studiert hat die kinder am hals und auch den ganzen haushalt und der herr maler malt taeglich zehn stunden am stueck :)
    aber ich goenns dir! ja! und finde deine bilder auch recht gut ! so gut- dass du mich inspiriert hast -also in sich versunkener mensch im wald ... ein wenig c.d.f. angehaucht- sag mal bist du "romantiker" - so a la tedesco?
    -und sorry fuer diese plumpe frage ich trippe nicht germn-
    lg-
  • siku
    Mit dem verlinkten Text kann ich nicht viel anfangen, mit gestelzter Ausdrucksweise unverständlich aufgemotzt, beklagt der Autor die finanzielle Situation seiner Zunft, die der Geisteswissenschaftler. Da hat er Recht, auf bildende Künstler lässt sich seine Ansicht m.E. gar nicht übertragen, denn deren Arbeiten werden nirgendwo im öffentlichen Bereich ohne Bezahlung "geschnorrt". Wer als Künstler nicht irgendwie, von irgend einer öffentlichen Organisation oder von großen Firmen mittels Stipendien gesponsert wird, dessen Arbeiten werden im öffentlichen Raum auch nicht ausgestellt, über die schreibt kein Journalist: Schweigen ist auch eine Kritik.


    Bildende Künstler, die nicht am Tropf des Kunstgeschehens hängen, sind Einzelkämpfer. Wenn sie künstlerisch und dekorativ arbeiten, finden sie auch einen Markt.
    Dadurch können sie ein relativ unabhängiges Leben führen, wie nighthawk es hier beschreibt. Meist bleiben sie für die Öffentlichkeit unbekannt im Hintergrund, auch nach ihrem Ableben!
    Und ihnen wiederfährt das Schicksal, das sich hier in einigen Reaktionen abzeichnet: erinnert an C.D.F., oder "bist du Romantiker" ;-).
    Wenn Künstler zugibt, dass er von seinen Arbeiten leben kann (gut, gibt er meist gar nicht öffentlich zu) - und wenn seine Arbeiten nicht im Museum hängen, wird er gleich in die Deko-Ecke geschoben.
    Da er das auch nicht gerade will, hält er sich bedeckt - und malt und verkauft fleißig unauffällig, ärgert sich im Stillen über die „fachunkundigen“ Galeristen.
    Nach seinem Tode kommen seine Arbeiten dann zwar nicht in ein Museum, aber stattdessen geistern dann die Privatkäufer durch Kunstforen und suchen Informationen über "ihren Künstler", dessen Arbeiten in ihre Wohnbehausungen Einzug gehalten haben.

    Wer sich über Stipendien bezahlen lässt, ist nicht auf den offenen Markt angewiesen. Der Begriff des Verkaufens wird durch den Begriff Förderung (von Kunstsachverständigen) ersetzt. Letztendlich kommt das aber auf das Gleiche heraus, alle Künstler wollen mit ihren Arbeiten ihren Lebensunterhalt bestreiten können - und sie müssen genauso "Geld verdienen" wie jeder gemeine Zeitgenosse. Die Rolle des "armen Poeten" steht dann denen zur Verfügung, die weder gesponsert werden noch aus eigener Kraft ihre "Kunst" verkaufen können, den Hobbykünstlern.

    Aber eines braucht ein bildender Künstler nicht zu befürchten: er wird nicht als Ghostwriter missbraucht!




  • nighthawk
    nighthawk

    also- frau studiert hat die kinder am hals und auch den ganzen haushalt und der herr maler malt taeglich zehn stunden am stueck :)

    jep, man sollte als frau niemals einen künstler heiraten!
    sag mal bist du "romantiker" - so a la tedesco?

    nein, die einflusse kommen von hier: https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%A8%D0%B8%D1%88%D0%BA%D0%B8%D0%BD,_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD_%D0%98%D0%B2%D0%B0%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8%D1%87#/media/File:Shishkin,_Ivan_-_Morning_in_a_Pine_Forest.jpg
  • xylo
    xylo Ist doch trotzdem noch ein netter Austausch daraus hervorgegangen
    und wie sich aus der Uhrzeit schliessen lässt, komm ich soeben von meinem Lohn- u. Brotjob.
    ;-)
    Jetzt noch 6 Stunden schlafen und dann gehts an den zweiten Job im Atelier.
    Selbstausbeuter bin ich auch nicht, Aufträge müssen bei mir ebenfalls bezahlt werden, aber davon leben kann ich nicht.
    Ich hab aber die Freiheit, Anfragen, sei es für Ausstellungen oder Murxaufträge abzulehnen, so ist man wenigstens mit Freude im Atelier und schafft an seinen Zielen.
    Gute Nacht
    Signature
  • siku

    ep, man sollte als frau niemals einen künstler heiraten!


    die zitierte Aussage ist falsch!

    Dafür ist der Link zu den russischen Malern gut.

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  • heinrich


    die zitierte Aussage ist falsch!




    Noch ein Schwank aus dem Leben....

    Meine bekannte Frauenärztin
    hat mit größer Mühe alleine ihre Arztpraxis aufgebaut...
    Dann hat sie ein neues Haus gemietet,
    zwei Kinder mitgenommen,
    und ihren Mann, den Künstler,
    (der sowieso alles rum
    voll "zugekleckert" hat)
    in der alten Wohnung,
    beim Umzug einfach vergessen ...

    :-}

    Ihre Tochter, die Freundin von meiner Tochter,
    sah bei mir die Bilder stehen....
    Und sie sagte...

    Ich kann die Bilder nicht mehr sehen...!

    Warum?
    Dann hat sie mir die Geschichte erzählt...

  • nighthawk
    nighthawk



    Noch ein Schwank aus dem Leben....

    Meine bekannte Frauenärztin
    hat mit größer Mühe alleine ihre Arztpraxis aufgebaut...
    Dann hat sie ein neues Haus gemietet,
    zwei Kinder mitgenommen,
    und ihren Mann, den Künstler,
    (der sowieso alles rum
    voll "zugekleckert" hat)
    in der alten Wohnung,
    beim Umzug einfach vergessen ...

    :-}

    Ihre Tochter, die Freundin von meiner Tochter,
    sah bei mir die Bilder stehen....
    Und sie sagte...

    Ich kann die Bilder nicht mehr sehen...!

    Warum?
    Dann hat sie mir die Geschichte erzählt...



    tja, traurige geschichte... vor allem für die tochter...
  • siku


    Noch ein Schwank aus dem Leben....

    Meine bekannte Frauenärztin

    [...]
    und ihren Mann, den Künstler,
    (der sowieso alles rum
    voll "zugekleckert" hat)
    in der alten Wohnung,
    beim Umzug einfach vergessen ..


    ...selbst schuld, sie hätte ja das mangelnde Talent ihres Mannes schon vor der Ehe erkennen können - aber das Problem ergibt sich erst, weil viele Schüler keinen Bock auf kunstunterricht haben. ;-) , da fehlt dann später, wenn es darauf ankommt, der Durchblick.

    das Sommerloch schlägt wieder einmal zu ;-)

  • nighthawk
    nighthawk


    ...selbst schuld, sie hätte ja das mangelnde Talent ihres Mannes schon vor der Ehe erkennen können - aber das Problem ergibt sich erst, weil viele Schüler keinen Bock auf kunstunterricht haben. ;-) , da fehlt dann später, wenn es darauf ankommt, der Durchblick.

    das Sommerloch schlägt wieder einmal zu ;-)



    ich denke, sie hat's ganz genau erkannt und lange gehofft, dass er das auch erkennt, den blödsinn mit der klekserei irgendwann mal lässt, sie beim aufbau ihrer praxis tatkräftig unterstützt und hinterher den rücken freihält. das alles ist nicht passiert. er ist jetzt natürlich an allem schuld, dass wird auch den kindern so erklärt. die kinder haben, wie alle kinder, ihren papa trotzdem lieb, sind hin und hergerissen und projizieren in ihrer not den ganzen unmut auf die malerei. sie ist wie eine krankheit, die den papa befallen hat. deswegen mag die tochter auch keine bilder mehr sehen. das ist das ganze drama.
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