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  • Klischee oder Wahrheit ?

  • nighthawk
    nighthawk

    Ich denke da auch an begnadete Musiker/innen, wo man auf dem ersten Blick denken könnte, die sind ja gut drauf, haben alles und Erfolg, und dann sindse doch jung, einsam und allein incl. Drogen und oder Alk oder andere Hilfsmittel gestorben.

    das ist einfach. man nehme eine unglückliche kindheit in besseren verhältnissen (das ist wichtig, weil die, die wirklich aus der armut kommen, oft erstaulich zäh und widerstandsfähig sind und alle krisen und drogenexzesse überleben), dazu das übliche medientaugliche bild vom rockstar, drogen in jeder menge verfügbar, erfolgsdruck (die zweite platte muss noch besser werden als die erste) labile psyche (siehe kindheit) usw. wer aber die ersten 27 jahre überlebt, hat recht gute chancen als hochgeschätzter rockstar alt zu werden, irgendwann mal ein topmodel zu heiraten, seinen schönen töchtern allein durch den namen ebenfalls hochdotierte modelverträge zu verschaffen, die meist weniger begabten söhne auch im musik oder filmgeschäft unterzubringen und am ende, wenn alles gut geht, wird man als stolzer opa mit enkel im tragetuch irgendwo auf nem boulevard in hollywood gesichtet. das ist eher die normale entwicklung eines rockstars abseits aller klischees a la club 27 oder so.

  • nighthawk
    nighthawk

    "ficken" ist immer besser als malen, aua...

    spontan könnte man dem glatt zustimmen, allerdings kommt es hier darauf an - mit wem, denke ich. die frage stellt sich in der malerei so nicht.

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  • absurd-real

    immer diese verallgemeinerungen..............menschen sind nicht alle gleich !!!!
    du schon.

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  • Filou
    Filou
    besser schlechte als mittelmäßige Kunst.
    Und immer schön bei der Wahrheit bleiben ;)
    Signature
  • heinrich
    Verallgemeinerungen hin oder her...

    Der Künschtler ist ein sensibles Wesen..
    Das bedeutet,
    er fragt sich unbewusst immer ab:

    und was fühle ich jetzt,
    und wie fühlte ich mich dann,
    und wie werde ich mich eventuell dabei fühlen?

    Dabei entwickelt sich bei ihm/ihr
    so was wie Antizipation.

    Wenn ihm gut geht, erwartet er was Schlechtes,
    und umgekehrt...

    Darum übrigens, glaube ich nicht,
    dass Kunst in den Lebenskrisen unbedingt helfen soll,
    sich wieder zu finden... sich selbst auf die Beine zu stellen...

    Das ist eine Illusion,
    und sie kann nie richtig helfen.

    Es gibt einfach stabile Psychos,
    die kriegen immer irgendwann alles in Griff,
    (und das mit/ohne Kunst),

    und es gibt labile Psychos,
    die mit Kunst nur schneller untergehen,
    als ohne...
    Sie sollten besser Finger davon lassen....


    :-}
    Signature
  • buatsnenrets

    du schon.



    manche sind gleicher, du nicht, du bist ungleich, baum !!!!

  • egaawressaW

    Meiner pers Erfahrung nach gibt es Menschen, die innerhalb eines gewissen sozialen Tiefdruckgebiets erst so richtig den Hahn aufdreh'n, und andere, deren Kreativität sich am besten entfalten kann, sobald sie den Kopf frei haben. Für mich gilt Letzteres. Kreative Entfaltung hat für mich vor allem mit Spieltrieb und Freimütigkeit zu tun - Schaffensfreude im wortwörtlichen Sinne ... dass dabei durchaus auch ernsthafte Werke entstehen können, halte ich allerdings für nicht ausgeschlossen ;)
  • Roderich
    Roderich
    wenn mir die sonne aus dem arsch scheint, bin ich unausstehlich, ein arroganter kleiner Besserwisser, den nichts und niemand erschüttern kann, lust zum malen habe ich da aber in der regel nicht, eher wenn mich ein wenig die Schwermut packt.
  • nighthawk
    nighthawk

    wenn mir die sonne aus dem arsch scheint, bin ich unausstehlich, ein arroganter kleiner Besserwisser, den nichts und niemand erschüttern kann, lust zum malen habe ich da aber in der regel nicht, eher wenn mich ein wenig die Schwermut packt.

    das hört sich für mich nach einer kleinen narzisstischen störung in kombination mit einer ausgeprägten profilneurose und, für vertreter unserer generation nicht untypischem peter-pan-syndrom. ich darf mal raten: du bist zwischen 1970-80 geboren? alles halb so schlimm. du musst nur etwas mehr kontinuität und beständigkeit in dein tun bringen, selbst um den preis, dass du dann ständig ein gut gelaunter, arroganter und unausstehlicher besserwisser wirst.:)

  • egaawressaW

    fast möcht ich meinen, dass ein gewisser Narzissmus nötig ist, um autonome Kunstwerke zu erschaffen - solange dieser keine destruktiven Formen annimmt ... eine Gratwanderung (?)
  • nighthawk
    nighthawk

    fast möcht ich meinen, dass ein gewisser Narzissmus nötig ist, um autonome Kunstwerke zu erschaffen - solange dieser keine destruktiven Formen annimmt ... eine Gratwanderung (?)

    das nennt man dann funktionelle narzistische störung. für begabte menschen ist das ein motor, um in ungeahnte höhen vorzustoßen. allerdings sind begabte narzissten in der regel perfektionisten, wollen sich und anderen unbedingt gefallen und haben angst fehler zu machen. um wirklich autonome kunstwerke schaffen zu können ist eine starke schizoide komponente im charaktercocktail unabdingbar.:)

  • egaawressaW

    das nennt man dann funktionelle narzistische störung. für begabte menschen ist das ein motor, um in ungeahnte höhen vorzustoßen. allerdings sind begabte narzissten in der regel perfektionisten, wollen sich und anderen unbedingt gefallen und haben angst fehler zu machen. um wirklich autonome kunstwerke schaffen zu können ist eine starke schizoide komponente im charaktercocktail unabdingbar.:)


    Besten Dank für diese überraschend zutreffende Ferndiagnose, Monsieur Nighthawk! :)
  • ubiraM
    Wenn ich etwas unausgeglichen bin, kann ich am besten malen. Geht es mir richtig mies, dann hab ich auf gar nichts Lust, auch nicht malen. Geht es mir zu gut, dann eher auch nicht, weil ich dann lieber Freunde treffe oder gar nichts sinnvolles machen will ☺. Dann fällt mir nichts ein. Aber da ich schon etwas launisch bin, ist es kein Problem.
  • nighthawk
    nighthawk


    Besten Dank für diese überraschend zutreffende Ferndiagnose, Monsieur Nighthawk! :)

    interessant, der zweite satz ist verschwunden. scheinbar ist selbst das zugeben, dass man angst davor hat, fehler zu machen, für einen narzissten nicht möglich. das würde zu sehr das fragile selbstbild, das es unbedingt aufrecht zu erhalten gilt, ins wanken bringen. ängste kann man aber nur besiegen, oder sie zumindest in schach halten, wenn man sie zugibt und sie akzeptiert. so ist es.

  • egaawressaW

    @nighthawk
    der von mir editierte Satz war absolut überzogen ironisch gemeint.
    Als ich ihn mir noch mal durchlas, meldete sich bei mir der gesunde Menschenverstand zu Wort, und fand es einfach unangebracht, sich über Schizophrenie o.a. psychische Erkrankungen lustig zu machen.
  • nighthawk
    nighthawk

    @nighthawk
    der von mir editierte Satz war absolut überzogen ironisch gemeint.
    Als ich ihn mir noch mal durchlas, meldete sich bei mir der gesunde Menschenverstand zu Wort, und fand es einfach unangebracht, sich über Schizophrenie o.a. psychische Erkrankungen lustig zu machen.

    ok, alles klar. du musst aber bedenken, dass in der ironie immer ein wahrer kern steckt. man übertreibt etwas, um auf diesen wahren kern einerseits hinzuweisen und ihn gleichzeitig aber auch wieder zu verschleiern. es ist so ein lustiges versteckspiel: "ich meine eigenlich genau das gegenteil, aber auch das gegenteil vom gegenteil könnte genau so gut zutreffen." für selbstunsichere charaktere, die ihre selbstunsicherheit aber verleugnen und nichts davon wissen wollen, ist ein ständiges spiel mit der ironie die perfekte waffe, um eben seinem gegenüber falsche selbstsicherheit vorzugaukeln. dabei muss man nicht mal lügen, weil lügen auf dauer zu viel energie kostet, sondern man übertreibt nur ein bisschen die wahrheit und stellt das ganze als ironie hin. du musst also aufpassen.:-)

  • egaawressaW

    @nighthawk
    mir ist schon bewusst, dass Ironie auch dazu dienen kann, sich sein Gegenüber auf Distanz zu halten. Ich denke, in gewissen Situtionen ist das ja auch ganz hilfreich bzw manchmal sogar nötig. Z.B., sobald sich mir jemand 'aufdrängen' will und dabei pers Grenzen überschreitet ... Doch ich kann auch anders ... ;)
  • nighthawk
    nighthawk

    @nighthawk
    mir ist schon bewusst, dass Ironie auch dazu dienen kann, sich sein Gegenüber auf Distanz zu halten. Ich denke, in gewissen Situtionen ist das ja auch ganz hilfreich bzw manchmal sogar nötig. Z.B., sobald sich mir jemand 'aufdrängen' will und dabei pers Grenzen überschreitet ... Doch ich kann auch anders ... ;)

    aha, das ist auch interessant. wenn sich mir jemand aufdrängen will und dabei pers. grenzen überschreitet, sage ich einfach: "alter, lass mich in ruhe." wenn er das nicht tut, kann ich sogar ziemlich gewalttätig werden. wozu die komplizierten umwege über die ironie? um den anderen nicht zu verletzen? er ist doch der arsch, und nervt mich mit seiner aufdringlichkeit. allerdings halte ich die leute nicht auf distanz, sondern ich halte eher distanz zu den leuten. weil die distanz mir einen schärferen blick auf die dinge ermöglicht. so kommt es selten zu solchen vorfällen.
  • Doktor Unbequem

    wozu die komplizierten umwege über die ironie? um den anderen nicht zu verletzen?

    naja, Ironie ist auch eine Form der Verletzung...

    Signature
  • egaawressaW
    Körperliche Gewalt kommt für mich überhaupt nicht in Frage! Da bleib ich doch lieber beim Wort + behalt nen kühlen Kopf.
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